Die Athener Metro

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Wer in Athen unterwegs ist, betet manchmal zu den Göttern des Olymp, es möge sich ein U-Bahn-Eingang vor ihm auftun, um den Abgasen und der bleiernen Sonne zu entgehen und komfortabel zu seinem Bestimmungsort gebracht zu werden. Doch weiß er, daß der Bau der Athener Metro nicht nur auf eine Reihe technischer Schwierigkeiten stößt (instabiler Untergrund, der bereits zu Erdrutschen und Schäden an benachbarten Gebäuden geführt hat, vor allem am Syntagma-Platz), sondern auch auf historische und kulturelle Hindernisse? So werden bei Ausschachtungsarbeiten regelmäßig wertvolle archäologische Funde gemacht, die Forschungsarbeiten bzw. erhaltende Maßnahmen erforderlich machen, wodurch sich der Bauablauf verzögert. Im Februar 2000 verfügte Athen lediglich über eine Linie, die die Stadt von Nord nach Süd (von Kifissa nach Piräus) durchquerte. Seit 1991 beteiligt sich die Union am Bau der Linie 2 (in Richtung Nordwest-Südost) und der Linie 3 (in West-Ost-Richtung). Bauträger ist ein Konsortium von 22 Firmen aus mehreren europäischen Ländern, die sich unter dem Namen "Olympic Metro" zusammengeschlossen haben. Die Knotenpunkte beider neuen Linien wurden im Februar 2000 eingeweiht: Sepolia-Omonoia-Syntagma für die Linie 2 und Ethniki Amyna-Syntagma für die Linie 3. Im November 2000 wurden des weiteren fünf neue Stationen der süd-östlichen Strecke der Linie 2 eröffnet. Die restlichen Bauarbeiten werden voraussichtlich vor 2005 abgeschlossen sein.

Datum des Entwurfs

01/01/2004