Spiele für Mobilgeräte für lebendigere Museumsführungen im Ostseeraum

Das Projekt „BalticMuseums“ hat eine in mehreren Sprachen verfügbare Smartphone-App für Touristen im südlichen Ostseeraum entwickelt. Darüber können Informationen und Bildungsinhalte über die Sehenswürdigkeiten abgerufen werden. Spiele ermuntern die Besucherinnen und Besucher z. B. von Museen zum Sammeln von Abzeichen oder Punkten.

 Weitere Extras

 
Szczecin, Poland ©Creative Commons Szczecin, Poland ©Creative Commons

" Das Projektteam entwickelt mehrsprachige Führungen, die auf den eigenen Geräten der Besucherinnen und Besucher abgespielt werden können. Das Projekt nutzt spielerische Elemente, um die Besuchererfahrung zu intensivieren und den einzelnen Besuch zur langfristigen Bindung zu machen. "

Jakub Swacha, Projektkoordinator von BalticMuseums: LOVE IT!

An der Entwicklung beteiligt waren IT-Fachleute, die zu sogenannten „Baltathons“ (eine Verschmelzung der Wörter „Baltisch“ und „Hackathon“) eingeladen wurden. Drei solcher Veranstaltungen wurden in Sehenswürdigkeiten in Polen, Litauen und Schweden abgehalten. Die daraus hervorgegangenen Ideen flossen in die App-Entwicklung ein. 

Die elektronischen Touristenführer werden derzeit zu Prototypen weiterentwickelt. Die Einführung der ersten Version ist für Mitte 2019 vorgesehen. Im Rahmen einer Sitzung in Schweden erarbeiteten die Partnermuseen ein Handbuch für die Anwendung der elektronischen Touristenführer in anderen Ausstellungen.

Spielebegeisterte steuern kreative Beiträge bei

Zu den Ideen zählt die Vergabe von Punkten an Touristen bestimmter, einschließlich der weniger gut besuchten Sehenswürdigkeiten, um die Besucherzahlen zu steigern. Die Besucherinnen und Besucher können die App für Monate und sogar Jahre auf ihrem Telefon installieren und werden so angeregt, alle Ausstellungen zu besuchen und Museen mehrmals zu besuchen.

Die Projektpartner beabsichtigen, die Besucherzahlen bei schlechtem Wetter und in der Nebensaison zu erhöhen, sprachliche Barrieren abzubauen und die touristische Erfahrung in der Hochsaison bei großem Besucherandrang zu verbessern. Ziel ist, Sehenswürdigkeiten in der Küstenregion, etwa Museen und wissenschaftliche Zentren, zu nachhaltigen Touristenmagneten zu machen.

Wissensaustausch

Am Anfang stand eine Befragung der teilnehmenden Sehenswürdigkeiten zwecks Ermittlung ihrer Spieleanforderungen. Die Ergebnisse wurden zusammengetragen und den anderen Sehenswürdigkeiten über eine Cloud verfügbar gemacht. Über dieses System können die Projektpartner Elemente, etwa spielgestalterische oder -psychologische Aspekte, hinzufügen. 

Das Projekt dient dem Austausch von Wissen zu den angewendeten digitalen Strategien, von Ergebnissen aus der Zusammenarbeit mit Experten für Digitales und von Erfahrungen mit Videoerzählkunst. Experten für digitale Elemente in Museen wurden eingeladen, ihre Erkenntnisse im Rahmen von aufgezeichneten Online-Sitzungen zu schildern. Alle Informationen werden online für andere touristische Attraktionen verfügbar gemacht.

2019 arbeitet das Projekt an einer Marketingstrategie für mehr Sichtbarkeit der elektronischen Touristenführer. Das Projekt hofft, dass auch andere Sehenswürdigkeiten die Werkzeuge und Ergebnisse nutzen werden. Auf diese Weise soll ein nachhaltiges grenzübergreifendes Netzwerk von Touristenattraktionen und -zielen entstehen, in dem dauerhaft IT-gestützte Angebote und digitale Strategien ausgetauscht werden können.

Gesamtinvestition und EU-Mittel 

Die Gesamtinvestition für das Projekt „BalticMuseums: LOVEIT!“ beläuft sich auf 148 437 500 EUR, von denen 23 767 375 EUR aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des operationellen Programms „Südlicher Ostseeraum“ für den Programmplanungszeitraum 2014-2020 finanziert werden.

 

Datum des Entwurfs

27/02/2019