„Begehbare“ Städte bieten sauberere, sicherere Räume

Das Projekt CityWalk unterstützt zehn Städte im Donauraum dabei, Emissionen, Lärm und Verkehrsstaus mithilfe einer Reihe an Maßnahmen zu verringern, die nachhaltigere Formen der Mobilität fördern. Der Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Bedingungen für Fußgänger, damit Städte sich in lebenswertere, sicherere und gesündere Orte verwandeln.

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Poster ©Citywalk Project Poster ©Citywalk Project

" Das Projekt CityWalk hilft, die positiven Effekte des Gehens in städtischen Gebieten aufzuzeigen und damit lebenswertere Städte zu erschaffen. "

Danilo Čeh, Projektkoordinator von CityWalk

Im Projekt sind 17 Partner aus neun Ländern – Bulgarien, Tschechische Republik, Kroatien, Ungarn, Österreich, Rumänien, Serbien, Slowenien und Slowakei – vereint. Gemeinden, Entwicklungsagenturen, Forschungseinrichtungen und Handelskammern aus dem gesamten Donauraum teilen miteinander gemeinsame Verfahren und Methoden, um Städten dabei zu helfen, effiziente, bürgerfreundliche städtische Verkehrssysteme zu entwickeln, die dem Gehen gegenüber motorisierten Verkehrsmitteln Vorrang einräumen. 

Pilotmaßnahmen

Die Partnerstädte führen in kleinem Maßstab Pilotmaßnahmen durch, um ihre Begehbarkeit zu verbessern. Damit ihre Pläne von Erfolg gekrönt werden, hat das Projektteam einen „Werkzeugkasten für die Begehbarkeit“ entwickelt. Der Werkzeugkasten wurde anhand der Pilotmaßnahmen getestet und verfeinert. Er beinhaltet einen speziell ausgearbeiteten Begehbarkeitsindex, der verwendet werden kann, um die Begehbarkeit verschiedener städtischer Gebiete zu messen. Dank Online-Ressourcen können die Stäadte außerdem bewährte Verfahren miteinander teilen und häufige Probleme lösen.

Nach Beendigung der Pilotmaßnahmen und der Vorlage von Begehbarkeitsplänen werden die Städte dazu übergehen, konkrete politische Vorschläge zu erarbeiten, um auf ihre Bedürfnisse und ihre Umgebung zugeschnittene Veränderungen voranzutreiben. Auch wenn der Schwerpunkt auf der Begehbarkeit liegt, geht das Projekt Probleme mithilfe eines ganzheitlichen Ansatzes an, um die städtische Mobilität durch die effiziente Kombination verschiedener, sowohl öffentlicher als auch privater, Verkehrsmittel zu verbessern. 

Veränderungen bewirken

Zu den Veränderungen, die der Begehbarkeit dienen und sie fördern, zählen Investitionen in die Infrastruktur, u. a. eine Veränderung der Straßengestaltung, bei der Fußgänger gegenüber Fahrzeugen Vorrang genießen. Es wurden unterdessen „leichte“ Eingriffe geprüft, um Bürgerinnen und Bürger zu ermutigen, ihr Fahrzeug zu Hause zu lassen, u. a. Sensibilisierungsprogramme, die für das Gehen und seine gesundheitlichen Vorteile werben. Politische Maßnahmen und Veränderungen an lokalen Rechtsvorschriften könnten zudem dafür eingesetzt werden, neue Tempolimits durchzusetzen, die Gesetzgebung fürs Parken zu ändern, fußgängerfreundliche Straßengestaltungen zu fördern oder öffentliche Verkehrsmittel zu verbessern.

Die am Projekt teilnehmenden Städte sind: 

  • Kamnik und Ptuj in Slowenien
  • Nyíregyháza, Ungarn
  • Oradea, Rumänien
  • Stribro, Tschechische Republik
  • Valjevo, Serbien
  • Varazdin, Kroatien
  • Varna, Bulgarien
  • Weiz, Österreich
  • Zilina, Slowakei

Begünstigte

„Meine ganze Familie geht zu Fuß zur Arbeit und zur Schule, und wir freuen uns sehr darüber, dass das CityWalk-Projekt LED-Leitsysteme an Fußgängerüberwegen eingerichtet hat, da sich die Fahrzeuggeschwindigkeit offenkundig verringert hat und wir als Fußgänger uns viel sicherer fühlen. Wir hoffen das diese CityWalk-Maßnahme alle verantwortlichen Politiker dazu ermutigen wird, solche oder ähnliche Aktivitäten anzuwenden und die Bedeutung des Gehens und der Fußgängersicherheit im Straßenverkehr unterstützt.“ 

 

Marina Radosavljević, Bewohnerin der Vrazova-Straße im Stadtzentrum von Varaždin (Kroatien) 

 

„Vor dem CityWalk-Projekt hatte ich fortwährend Probleme aufgrund der falschen Bauweise der Gehwege, der Parkplätze und der schlechten Anordnung des gesamten Markts. Fahrzeuge parken direkt vor dem Eingang meines Geschäfts, blockieren die Fläche, die für Fußgänger und meine Kunden bestimmt ist. Mit CityWalk hat unsere Stadt all diese Probleme gelöst. Der Gehweg wurde korrigiert, die Parkplätze wurden verbannt und das Gehen gefördert. Jetzt haben meine Kunden kein Problem, sicher zu gehen, normalen Zugang zu Geschäften und Abstand zu Fahrzeugen.“

 

Ljudmila Grabar, Geschäftsinhaberin im Zentrum von Ptuj (Slowenien).

Gesamtinvestition und EU-Mittel 

Die Gesamtinvestition für das Projekt „CityWalk – Towards energy responsible places: establishing walkable cities in the Danube Region“ beläuft sich auf 2 229 590 EUR, an der sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 1 895 151 EUR im Rahmen des transnationalen operationellen Programms „Donauraum“ für den Programmplanungszeitraum 2014-2020 beteiligt.

 

Datum des Entwurfs

29/08/2018