DANTE: Verbesserung der Binnenschifffahrt auf der Donau

Zehn Länder und zwei internationale Organisationen arbeiteten gemeinsam am EU-finanzierten Projekt DANTE, um die Verwaltungsverfahren für die Binnenschifffahrt auf der Donau zu verbessern. Nachdem die administrativen Hindernisse ermittelt wurden, entwickelte das DANTE-Team bewährte Verfahren und entwarf Leitlinien, mit denen Bürokratie abgebaut und eine effiziente Arbeitsweise auf dem Fluss und seinen schiffbaren Nebenflüssen gewährleistet werden sollen.

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The Danube flows through 10 countries and is a vital transport route for European businesses. ©CC0 Creative Commons The Danube flows through 10 countries and is a vital transport route for European businesses. ©CC0 Creative Commons

" „Ergebnis der Arbeit von DANTE sind geringere Zeitverluste sowie die Einsparung von Kosten, die durch ineffektive Verwaltungsvorschriften und Prozesse verursacht wurden, welche eine unnötige finanzielle Last für Donau-Unternehmen darstellen. Die Erfolge führen zu einer besseren Positionierung der Binnenschifffahrt, da die steigende Transportnachfrage durch sie als umweltfreundliches CO2-ärmeres Transportmittel abgedeckt wird.“ "

Alexandru Capatu, Gründer und ehemaliger Vorsitzender des Netzwerks Board/Pro Danube International

Der Fokus von DANTE lag auf den Bereichen, in denen administrative Hürden die Effizienz der Binnenschifffahrt am offensichtlichsten verringern: Grenzpolizei, Steuern und Zölle, Navigation und Verkehrsregelung, Hafenbehörden und -verwaltungen, Wasserwege und Kanalverwaltung sowie Gesundheitskontrolle und Katastrophenmanagement. Das Projekt war eine gemeinsame Initiative von Organisationen des öffentlichen und privaten Sektors, die für das Erlassen von Vorschriften bzw. den Betrieb auf dem Fluss verantwortlich sind.

Berichtssystem

Damit Informationen und Ideen von Interessenten zusammengetragen werden können, wurde im Rahmen des Projekts ein Online-Berichtssystem, das Transnational IWT Barrier Reporting Tool, entwickelt. Mit diesem können Nutzer der Donau administrative Hindernisse melden und positive Erfahrungen hervorheben. Es sind mehr als 250 Hinweise eingegangen. Diese wurden in die Datenbank aufgenommen, die anschließend analysiert wurde und als Grundlage für Empfehlungen diente.

Die Projektbeteiligten veröffentlichten Leitlinien und Empfehlungen für verbesserte Prozesse, die detaillierte Informationen zu bewährten Verfahren beinhalten, die für die Donau u. a. in den folgenden Bereichen übernommen werden könnten: Schaffung eines nahtlosen grenzüberschreitenden Transports, Verbesserung der Interoperabilität von Systemen und Strukturen, Entwicklung eines einzigen Sicherheitssystems für den gesamten Fluss sowie Aufbau eines zentralen Systems zum Abbau von administrativen Hürden.

Empfehlungen

Die Empfehlungen, welche aus den Erkenntnissen des DANTE-Konsortiums hervorgingen, wurden im Dokument veröffentlicht. Die meisten basieren auf dem Ethos, dass für denselben Fluss die gleichen Regeln gelten sollen, und entsprechen den Anforderungen, die sich auf die Schaffung schnellerer, einheitlicherer Grenzkontrollen, die Ermittlung von Möglichkeiten zur Verbesserung der Mitarbeiterqualifikationen und -kompetenzen, die Vereinheitlichung von Gebühren und Abgaben auf dem gesamten Fluss, die Einführung von Arbeitszeiten rund um die Uhr an Häfen, um Wartezeiten zu verkürzen, und die Verbesserung oder die Ersetzung bestimmter Infrastrukturen und Geräte beziehen.

Andere DANTE-Empfehlungen basieren auf bewährten Verfahren, die außerhalb der Donau und in Bezug auf andere Transportmittel identifiziert wurden. Dazu zählen die Einführung von gemeinsamen Vorschriften entlang des Donau-Korridors, die Errichtung von Umschlagplätzen und die Schaffung von neuen Märkten für die Containerschifffahrt auf der Donau. Das Projektteam schlägt vor, dass entsprechende Schritte unternommen werden sollten, um die Donau in den gesamteuropäischen Verkehrsweg für Südosteuropa einzubinden.

Gesamtinvestition und EU-Mittel

Die Gesamtinvestition für das Projekt „DANTE“ beläuft sich auf 1 982 786 EUR, an der sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 1 685 368 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Donauraum“ für den Programmplanungszeitraum 2014-2020 beteiligt. Die Investition fällt unter die Priorität „Verkehrs- und Energienetze“.