RaiSE – Maßnahmen zur Unternehmensförderung für stärkere soziale Unternehmen

Das RaiSE-Projekt führt sechs Partner aus Regionen in Irland, Spanien, Italien, Ungarn, Schweden und dem Vereinigten Königreich sowie einen beratenden Partner aus Österreich zusammen, um die Wettbewerbsfähigkeit von sozialen Unternehmen zu stärken. Die einzelnen Partner entwickeln anschließend einen Plan zur Verbesserung der Unternehmensförderungsmaßnahmen für soziale Unternehmen und stellen diesen danach ihrer jeweiligen regionalen Verwaltung vor.

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Immagine ufficiale del progetto RaiSE ©ACCIÓ Immagine ufficiale del progetto RaiSE ©ACCIÓ

" Für soziale Unternehmen ist der Weg zur Wettbewerbsfähigkeit so schwierig wie Bergsteigen. Dank des RaiSE-Projekts und der interregionalen Zusammenarbeit können wir sozialen Unternehmen dabei helfen, im globalen Markt wettbewerbsfähiger zu werden. Partnerregionen und Interessengruppen lernen voneinander und tauschen bewährte Verfahren aus, um das Leben der Menschen letztendlich zum Besseren zu verändern. "

Paula Santarén, Projektmanagerin von RaiSE

Die erste Phase von RaiSE umfasste die Organisation von sechs Projekttreffen, Studienbesuche bei sozialen Unternehmen, drei themenbezogene Workshops und Regionaltreffen von Interessengruppen. Ergebnis dieser Aktivitäten waren eine interregionale Analyse und sechs regionale Studienberichte, die sich mit sozialen Unternehmen in den einzelnen Regionen befassen und Wachstumshindernisse und -bedürfnisse identifizieren.

Für die Ausarbeitung der Aktionspläne wurden Leitfäden für bewährte Verfahren der besten regionalen Beispiele erstellt. Die Überwachung ihrer Umsetzung wird in Phase zwei erfolgen.

Ein wesentlicher Bestandteil der EU-Wirtschaft

Vorrangiges Ziel von sozialen Unternehmen ist die Erreichung von sozialen Wirkungen und nicht die Gewinnerzielung. Ihre Einnahmen werden möglichst für soziale Ziele eingesetzt. Sie gelten als Impulsgeber des sozialen Wandels und verfügen über ein hohes Potenzial, integratives Wachstum zu erzielen sowie mehr und bessere Arbeitsplätze zu schaffen.

Diese Unternehmen sind für rund 10 % der europäischen Wirtschaft verantwortlich und beschäftigen mehr als 11 Mio. Menschen bzw. 4,5 % der erwerbstätigen Bevölkerung. Eins von vier Unternehmen, die jährlich in der EU gegründet werden, ist ein soziales Unternehmen.

Durch die Kombination der sozialen und unternehmerischen Aspekte ist es für Unternehmen dieser Art jedoch schwierig, mit konventionellen Unternehmen zu konkurrieren. Einige europäische Regierungen haben zwar Unternehmensförderungsmaßnahmen für soziale Unternehmen eingeleitet, diese Maßnahmen sind jedoch nach wie vor selten und entsprechen nicht den tatsächlichen Bedürfnissen. Viele soziale Unternehmen fordern mehr Unterstützung durch die Behörden.

Ein kooperativer Lernprozess

Durch Kooperationen sowie den Austausch von Wissen und Erfahrungen auf RaiSE-Projekttreffen und Studienbesuchen konnten die Partner voneinander lernen. Dazu zählen zum Beispiel bewährte Verfahren, die bereits in verschiedenen Regionen umgesetzt werden. Interregionale themenbezogene Workshops unterstützten diesen Prozess. Dabei wurden Themen wie die Qualifizierung für den Marktzugang, der Zugang zu öffentlichen Beschaffungsmärkten und die Internationalisierung behandelt. Bei Regionaltreffen von Interessengruppen konnten auch andere Akteure einbezogen werden.

Regionale Studienberichte wurden für Mittelungarn, das Grenzgebiet, die Midlands und die westlichen Regionen von Irland, die Emilia-Romagna in Italien, Katalonien in Spanien, Ostmittelschweden und den Südwesten von Schottland erstellt. Ein beratender Partner führte die interregionale Analyse durch.

Einzelheiten zu bewährten Verfahren werden auf der Website von RaiSE veröffentlicht. Beispiele: Clann Credo, ein irischer Anbieter von Darlehen für Gemeinschaftsorganisationen, die soziale Renditen erzielen; der Beratungsdienstleister Aracoop Internacional, der von der Agència per la competitivitat de l’empresa in Katalonien geführt wird und Unternehmen bei der Internationalisierung unterstützen soll; und der Caravan of Ideas, eine mobile Beratungsstelle, die durch Schweden reist, um Gemeinschaften bei der Suche nach Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen in ländlichen Gebieten zu helfen.

Gesamtinvestition und EU-Mittel

Die Gesamtinvestition für das Projekt „RaiSE: enhancing social enterprises competitiveness through improved business support policies“ beläuft sich auf 1 493 565 EUR, an der sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 1 253 122 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Interreg Europa“ für den Programmplanungszeitraum 2014-2020 beteiligt. Die Investition fällt unter die Priorität „Wettbewerbsfähigkeit von KMU“.