Wächter der Lehre von der intelligenten Energie („Smart Energy“)

Die Schulen in Zentraleuropa lernen, wie wichtig es ist, Energie zu sparen, und zwar dank eines EU-gestützten Projekts mit einer Reihe von Ausbildungsprogrammen, ‚Smart Energy‘-Instrumenten und einem innovativen Programm mit ‚Wächtern in Energiefragen‘, das Schüler und Lehrer ermuntert, mit gutem Beispiel voranzugehen, die Umwelt zu schonen und zugleich die Kosten der Schule zu senken.

 Weitere Extras

 
Awareness-raising and behaviour change are key tools in the ENERGY@SCHOOL programme.  ©Unione dei Comuni della Bassa Romagna, Italy Awareness-raising and behaviour change are key tools in the ENERGY@SCHOOL programme. ©Unione dei Comuni della Bassa Romagna, Italy

" Die innovative und wichtige Idee ist, die Energieeffizienz in den Schulen zu verbessern, indem man Wächter in Energiefragen einsetzt, um Schüler, Lehrer, das Schulpersonal und Experten an der Schaffung von Schulen mit intelligenter Energie zu beteiligen. In der Tat garantiert der Ansatz von ENERGY@SCHOOL die Beteiligung aller Interessenvertreter, von Familien und Schülern bis zu Schulen und Gemeinden. "

Rita Ricci, Projektleiterin, Unione dei Comuni della Bassa Romagna

Der Bausektor in Europa steht einer Energieoptimierung sehr offen gegenüber. Insbesondere Schulen handeln im Allgemeinen bei Energie und Anlaufkosten eher nicht effizient. Um ihren Gesamtausstoß an Kohlenstoffen und die Kosten zu senken, sind Energieeffizienzmaßnahmen und die Nutzung erneuerbarer Energien notwendig, insbesondere in Schulen, die bereits vor Jahrzehnten gebaut wurden und sich in Regionen befinden, in denen weniger Investitionen getätigt wurden.

ENERGY@SCHOOL unterstützt den öffentlichen Sektor bei der Umsetzung von Maßnahmenplänen und Pilotprojekten zu ‚intelligenten Energien‘ in mehr als 40 Schulen der Primar- und Sekundarstufe. Der integrative Ansatz informiert und bildet das Schulpersonal und die Schüler weiter zu leitenden und untergeordneten Wächtern in Energiefragen aus. 

Aktives Engagement

Eine aktive Beteiligung aller Parteien ist von wesentlicher Bedeutung für den Erfolg des Programms. Schulen in sieben Ländern Zentraleuropas erkennen durch Vorführungen, Schulungen und im Rahmen des Projekts entwickelte Apps Möglichkeiten, Energie zu steuern und zu sparen, wobei das übergeordnete Ziel darin besteht, eine langfristige Verhaltensänderung zu bewirken und die Kompetenz zu stärken.

Teilnehmende Schulen und Gemeinden erhalten Unterstützung bei der Erstellung ihres Plans für intelligente Energie in der Schule, der die bewährten Verfahren, die Richtlinien für Energieeffizienz, Audits und Methoden, Finanzierung, Steuerung und Verhaltensmaßnahmen für die Wächter in Energiefragen definiert. 

Diese Pilotpläne informieren über nationale Strategien in den Ländern, in denen das Projekt durchgeführt wird (Italien, Polen, Kroatien, Slowenien, Deutschland, Österreich, Ungarn), wobei dies wiederum die Bemühungen beeinflusst, eine gemeinsame Strategie für Schulen zu entwickeln, die ihre Energiebilanz verbessern möchten. Die Schulung ist ein wichtiges Element des Projekts, mit dem Lehrer, Schultechniker und Kinder durch Spiele, Rollenspiele und Praxisschulungen unterstützt werden. 

Auch ein praxisorientierter Ansatz wird umgesetzt

Die Partner führen Studienbesuche durch, um bewährte Verfahren weiterzugeben, die bereits in einigen Gemeinden umgesetzt wurden. Ein Besuch in der Primarschule Frana Roša in Slowenien zeigte, was auch bei Bauten aus der Ära des Kommunismus getan werden kann, um die Energieeffizienz zu steigern und den allgemeinen Komfort zu verbessern. 

Die Experten zeigten je Einzelinvestition die Kostenersparnisse auf, die sich sogar aus kleinen Veränderungen ergeben können, zum Beispiel durch intelligente Messung des Heizbedarfs, bessere Dämmung, variable Heizleistungen, ein Bewusstsein für Komfort und Heizung sowie Heizungsanforderungen auf benutzten oder leeren Flächen. 

Die Experten stellten fest, dass die Frana-Roša-Schule bereits sehr energiebewusst ist und kürzlich eine Kampagne gestartet hat, um eine ‚Energiesparkultur‘ bei Personal und Schülern zu pflegen, wobei sich auch der Direktor aktiv einbrachte. Labore, Workshops und weitere kreative Aktivitäten, wie ‚Energie‘-Aufkleber und -Hinweise, sollen Schüler und Lehrer daran erinnern, die Lichter auszuschalten und auf Energieverlust, zum Beispiel durch offene Fenster, zu achten.

Gesamtinvestition und EU-Mittel 

Die Gesamtinvestition für das Projekt „Energieoptimierung und Verhaltensänderung in Schulen Zentraleuropas“ beläuft sich auf 2 581 379 EUR, an der sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 2 127 776 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Interreg ZENTRALEUROPA“ für den Programmplanungszeitraum 2014-2020 beteiligt.