Berufsschüler an der deutsch-niederländischen Grenze erkunden benachbarte Arbeitsmärkte

Ein EU-finanziertes Projekt ermöglicht es Schülerinnen und Schülern an berufsbildenden Schulen in Deutschland und den Niederlanden, den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt mithilfe von Kulturseminaren und Sprachkursen sowie Austauschprogrammen zu erkunden. Durch Praktika konnten sich die Schülerinnen und Schülern mit dem Leben und der Arbeit im Nachbarland vertraut machen.

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Students during a Euregio-Xperience activity. ©Marleen Verberkt Students during a Euregio-Xperience activity. ©Marleen Verberkt

" Dieses Projekt bietet großartige grenzüberschreitende Möglichkeiten für Auszubildende an berufsbildenden Schulen. "

Marleen Verberkt, Projektmanagerin EUREGIO-XPERIENCE

 

Das Projekt, von dem sich erhofft wurde, junge Menschen anzuregen, den Arbeitsmarkt jenseits der Grenze zu erkunden, sollte die abgrenzende Wirkung der deutsch-niederländischen Grenze auf Leben, Arbeit, Unternehmertum und Studium für Bürgerinnen und Bürger wie auch Institutionen verringern. Im Rahmen des Projekts konnten Schülerinnen und Schüler wertvolle Erfahrungen in Deutschland bzw. den Niederlanden sammeln und ihren Horizont erweitern. 

Das Projekt bot interkulturelle Seminare und Sprachkurse an. Es beinhaltete Präsentationen von Gastreferenten – Unternehmern aus beiden Ländern. Auszubildenden wurde die Gelegenheit geboten, Unternehmen zu besichtigen und dort Praktika zu machen. 

Gelegenheit für Schülerinnen und Schüler

Neben dem Sprachunterricht lag der Schwerpunkt der Kulturseminare auf den kulturellen Unterschieden zwischen den beiden Arbeitsmärkten. Die Kurse zum Bewerbungstraining konzentrierten sich auf die Unterschiede im Bewerbungsverfahren in beiden Ländern – zum Beispiel auf die Art und Weise, wie man sich während eines Bewerbungsgesprächs mit einem deutschen Unternehmen verhalten sollte. 

Jeder Kurs dauerte zwischen zehn und 90 Minuten. Die Seminare fanden an Schulen statt und ihr Inhalt war auf den angebotenen Unterricht zugeschnitten. 

Im Rahmen des Projekts wurden Mediationssitzungen für Praktika und Unternehmensbesichtigungen veranstaltet. Außerdem wurde aktiv zwischen Schulen, Schülerinnen und Schülern und Unternehmen vermittelt, um grenzüberschreitende Praktika zu ermöglichen. Den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern wurde eine Reisekostenpauschale ausbezahlt, damit ihnen der Pendelverkehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln vollständig erstattet bzw. die Anreise per Fahrzeug teilweise zurückgezahlt wurde, wenn keine öffentlichen Verkehrsmittel verfügbar waren.

Beteiligung von Unternehmen

Die am Projekt beteiligten Unternehmen hatten reges Interesse, Auszubildende aus dem Nachbarland aufzunehmen. Die Unternehmensbesichtigungen wurden während des gesamten Jahres veranstaltet, damit Schülerinnen und Schüler daran teilnehmen und etwas über offene Stellen erfahren konnten. Durch das Projekt wurde beaufsichtigt, dass den Schülerinnen und Schüler Stellenangebote zukamen, die am ehesten ihren Fähigkeiten entsprachen. Dieser Austausch bot Unternehmen eine gute Möglichkeit, potenzielle zukünftige Angestellte zu finden.

Das Projekt arbeitete zudem mit Schülerinnen und Schülern sowie Unternehmen gemeinsam daran, Gastreferenten aus der Wirtschaft zu rekrutieren, damit interaktive Sitzungen zu einem besseren Wissenstransfer beitragen. 

Etwa 100 kleine und mittlere Unternehmen erhielten Unterstützung aus dem Projekt, weitere 100 KMU bekamen nichtfinanzielle Hilfe. 
An der Initiative für Bildung und Sprachkenntnisse waren insgesamt rund 500 Teilnehmer beteiligt.

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Gesamtinvestition und EU-Mittel

Die Gesamtinvestition für das Projekt „euregio-Xperience“ beläuft sich auf 663 520 EUR, an der sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 331 760 EUR im Rahmen des operationellen Programms „INTERREG V-A Deutschland-Nederland“ für den Programmplanungszeitraum 2014-2020 beteiligt. Die Investition fällt unter die Priorität „Bessere öffentliche Verwaltung“.

 

Datum des Entwurfs

14/08/2019