Junge Menschen über die deutsch-tschechische Grenze hinweg über den Klimawandel aufklären

Mehr als 1 000 Kinder und Jugendliche aus den Regionen Severozápad in Tschechien sowie Sachsen in Deutschland haben an einer Reihe von Bildungs- und Kulturaktivitäten teilgenommen, um sie für den Klimawandel und den CO2-Verbrauch zu sensibilisieren. Das Projekt „Dem Klima auf der Spur“ bot Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, durch die Teilnahme an Klimacamps und Studienbesuchen zu lernen und gleichzeitig Spaß zu haben. Das Projektteam entwickelte Bildungsmodule für den Klassenraum und bot Themenschulungen für Lehrkräfte an.

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Children in the Czechia-Germany cross-border area took part in a variety of fun, educational activities to increase their awareness about climate change. ©Dem Klima auf der Spur Children in the Czechia-Germany cross-border area took part in a variety of fun, educational activities to increase their awareness about climate change. ©Dem Klima auf der Spur

" Erst wenn Kinder aktiv sind, werden ihre eigenen Umweltschutzmaßnahmen sichtbar "

Nadine Hacker, Projektleiterin

Ziel des Projekts war es, Kinder frühzeitig für die Notwendigkeit des Klima- und Naturschutzes zu sensibilisieren – insbesondere für den Nutzen einer Reduzierung der CO2-Emissionen durch Änderung des persönlichen Verhaltens. Gleichzeitig wollte das Projekt ein grenzüberschreitendes Angebot zur Förderung der praktischen Umwelterziehung unter Einbeziehung von schulischen und außerschulischen Aktivitäten schaffen.

Spannende Aktivitäten

Im Rahmen des Projekts fanden zahlreiche Aktivitäten statt, darunter 29 Umweltbildungsveranstaltungen, neun Klimaschutzcamps und sechs Themenschulungen. Die Kinder hatten bei der Teilnahme an geführten Waldwanderungen und Besichtigungen von Biobetrieben und Anlagen für grüne Energie Spaß am Lernen. Darüber hinaus wurden ein „Grünes Klassenzimmer/Klimahaus“ und ein Naturlehrpfad namens „Bewegungs- und Umweltpark“ eingerichtet.

Das Projektteam analysierte die Lehrpläne von Schulen in Severozápad und Sachsen. Die Ergebnisse der Studie wurden genutzt, um neue Module für die Umweltbildung zu entwickeln, die an Schulen in der Grenzregion eingeführt werden können.

Verbrauch einschränken

Den Umfragen des Projekts zufolge haben die Teilnehmenden viel gelernt und bemühen sich nun, ihren eigenen CO2-Verbrauch durch Maßnahmen wie den Kauf regionaler Produkte und Urlaubsreisen ohne Flug zu verringern.

Die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer genossen die praktischen Aktivitäten des Projekts, bei denen es um klimafreundliche Einkaufsmöglichkeiten oder den Besuch von Biobetrieben vor Ort ging. Die Vermischung des Spielerischen mit dem Praktischen erleichterte es den Kindern, die Themen zu verstehen, und trug dazu bei, sie weiter zu motivieren und ihr Interesse zu wecken.

Die Kinder und Jugendlichen fanden es sehr spannend, bei den Umweltbildungsveranstaltungen verschiedene Medien zu nutzen. Viele von ihnen machten kurze Videos und Tonaufnahmen zum Thema umweltfreundliche Mobilität.

Das Projekt hat sich auf die Gastgeberländer ausgewirkt. Die Bildungssysteme im Erzgebirge in Deutschland und in Tschechien wurden verändert, um besser auf Fragen des Klimawandels eingehen zu können. Darüber hinaus wurden verschiedene Freizeitaktivitäten zur Umweltsensibilisierung und Bildungsstätten, ebenso wie interkulturelle Netzwerke, die weiterhin Aktivitäten zur Bekämpfung des Klimawandels fördern werden, dauerhaft eingerichtet.

Gesamtinvestition und EU-Mittel

Die Gesamtinvestition für das Projekt „Dem Klima auf der Spur“ beläuft sich auf 1 233 480 EUR, an der sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 1 048 458 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Interreg V-A – Deutschland/Sachsen-Tschechische Republik“  für den Programmplanungszeitraum 2014-2020 beteiligt. Die Investition fällt unter die Priorität „Allgemeine und berufliche Bildung“.

Datum des Entwurfs

31/08/2020