Hackathon-App „attackiert“ Lebensmittelabfälle

Hervorragende Zusammenarbeit, innovative Nutzung von Technologie, darunter die App ‚Hackathon‘, und guter Wille bringen das Projekt zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen, an dem neun Partner in fünf zentraleuropäischen Ländern mitwirken, voran. 

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STREFOWA offers a little taste of what people throw away. ©ABF-BOKU STREFOWA offers a little taste of what people throw away. ©ABF-BOKU

" Die größten Vorteile kommen Anfang 2018, wenn unser Online-Tool Reducefoodwaste.eu an den Start geht. Dieses Tool zielt darauf ab, alle Beteiligten – von der Erzeugung bis hin zum Verbrauch (und zum Abfallbehälter) – mit Tipps zu versorgen, wie Lebensmittelabfälle im jeweiligen Umfeld reduziert werden können. Dieses Instrument führt alle Ergebnisse unserer Arbeit und unser Wissen zu Lebensmitteln an einem einzigen Ort zusammen. So etwas fehlt im Augenblick einfach. "

Christine Doležalová, Kommunikationspartnerin STREFOWA, Glopolis

Wenn so viele Menschen kämpfen, um ihre Familien über die Runden zu bringen, ist die Verschwendung von Lebensmitteln nicht nur ein wirtschaftliches Debakel, sondern auch moralisch unvertretbar. Zudem hat sie negative Auswirkungen auf die Umwelt, denn die Vergeudung natürlicher Ressourcen und die unsachgemäße Entsorgung führen zu unnötigen CO2 -Emissionen. 

Das EU-geförderte Projekt STREFOWA schärft das Bewusstsein für dieses Problem, indem es auf bessere Praktiken der Abfallentsorgung entlang der Lebensmittelversorgungskette aufmerksam macht, u. a. bei Verbrauchern, lokalen Behörden, Restaurants, Einzelhändlern, Lehrern und Abfallentsorgungseinrichtungen. 

Taten sagen mehr als Worte

Die vorrangige Zielsetzung des von ABF-BOKU in Österreich geleiteten Projekts besteht darin, ‚Lebensmittelabfällen eine zweite Chance zu geben‘, indem die überschüssige Menge neu verteilt wird. STREFOWA konzentriert sich auf städtische Gebiete in ausgewählten zentraleuropäischen Ländern und möchte Bewusstsein schaffen, Schulungen fördern und Instrumente vorstellen, um die Vergeudung von Lebensmitteln zu vermeiden, sodass weniger wertvolle Ressourcen als Abfall auf einer Mülldeponie landen.

So wurden zum Beispiel innovative Pilotmaßnahmen ins Leben gerufen, um neue Lösungen zu suchen, insbesondere Lebensmittel auf neue Weise zu verwenden und organische Abfälle zu verwerten. STREFOWAs Hackathon-Serie lädt App-Designer und IT-Enthusiasten überdies dazu ein, neue Ideen zu präsentieren, die den Menschen helfen, weniger Lebensmittel zu vergeuden.

„Unsere Hackathons in Österreich und Tschechien haben sieben bemerkenswerte App-Designs geschaffen, die bei der Reduzierung von Lebensmittelabfällen in Zentraleuropa wirklich etwas bewirken könnten“, merken die Partner an. Nun sind Hackathons in Polen, Ungarn und Italien geplant. „Der private Sektor zeigt bereits Interesse an den Apps, die entwickelt werden. Im Jahr 2018, werden wir eventuell schon die ersten Ergebnisse sehen“, sagen sie voraus.

Wissen ist Macht

Die teilnehmenden Länder führen Pilotprojekte durch, um zu sehen, was am besten hilft, Lebensmittelabfälle zu verringern und zu bewältigen. Die Ergebnisse dieser Experimente werden Ende 2017 erwartet. „Jedes Land konzentriert sich auf wirklich interessante Probleme und Lösungen, die auch auf andere Umfelder übertragen und dort erprobt werden können“, wird zum Projekt angemerkt. 

Das Projekt sammelt auch Informationen zu Initiativen für die Vermeidung von Lebensmittelabfällen in den Partnerländern, die Eingang finden in einen fortwährend aktualisierten Bericht zu Status und bewährten Verfahren. „Wenn wir wissen, was in unserer Region geschieht und wir einfach auf Informationen zugreifen und inspiriert werden können, erleichtert uns dies, mehr Menschen zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen zu motivieren“, lautet die Schlussfolgerung der Partner.

Gesamtinvestition und EU-Mittel

Die Gesamtinvestition für das Projekt „Strategien zur Reduzierung und besseren Verwertung von Lebensmittelabfällen in Zentraleuropa“ beläuft sich auf 2 363 175 EUR, an der sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 1 938 349 EUR im Rahmen des Operationellen Programms „Interreg ZENTRALEUROPA“ für den Programmplanungszeitraum 2014-20 beteiligt.

 

Datum des Entwurfs

17/11/2017