Wichtigste Leistungen der Regionalpolitik 2014–2020

Im Zeitraum 2014-2020 ist die Kohäsionspolitik – finanziert aus dem EFRE, dem ESF und dem Kohäsionsfonds – die wichtigste Quelle direkter EU-Haushaltsinvestitionen. Diese drei Fonds werden Gesamtinvestitionen von 485 Mrd. EU ermöglichen, wobei die Finanzierung mit EU-Haushaltsmitteln 355 Mrd. EUR umfasst.

Im Folgenden finden Sie eine Darstellung ausgewählter Investitionsziele und der bisher erreichten Fortschritte bei der Verwirklichung dieser Ziele unter den drei Rubriken:

 Weitere Extras

 

Der Filter gestattet es Ihnen, die spezifische Beteiligung nach Ländern geordnet abzurufen.


Der folgende Text bezieht sich hauptsächlich auf die Zielwerte Ende 2017 (sofern nicht anders angegeben). Eine umfassende Präsentation des Finanzierungsumfangs und der Verwirklichung der Investitionsziele finden Sie auf der offenen Datenplattform der ESI-Fonds. Dort finden Sie nach Thema, Land, Programm und Fonds geordnete Grafiken.

Die Indikator-Kacheln zeigen an:

  • Ziele der angenommenen Programme und jährliche Informationen über Umsetzungsfortschritte
  • Indikatorprognosen zu ausgewählten Projekten und
  • Umsetzungsstand

 

Ein intelligentes Europa

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (ERDF) stellt erhebliche Mittel bereit, um Forschung, technische Entwicklung und Innovation zu stärken, um den Zugang zur digitalen Wirtschaft und zu IT-Dienstleistungen zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit der KMU zu steigern. Im Folgenden wird eine Auswahl der wesentlichen Investitionsindikatoren vorgestellt.

Unterstützung für Unternehmen

Der EFRE unterstützt europäische Unternehmen in erheblichem Maße. Mehr als 1,1 Millionen Unternehmen (größtenteils KMU) werden gezielt unterstützt. 2016 waren das ungefähr 4 % aller Unternehmen Europas.

 

In Unternehmen entstehen Arbeitsplätze

Den Plänen zufolge sollen EFRE-Investitionen rund 420 000 neue Arbeitsplätze schaffen, von denen 58 % in Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, Portugal und dem Vereinigten Königreich entstehen werden. Voraussichtlich mehr als 80 % der neuen Arbeitsplätze in diesen Ländern werden in KMU geschaffen.

 

Neue Unternehmen werden unterstützt

Rund 160 000 neue Unternehmen, von denen nahezu 40 % im Vereinigten Königreich und 30 % in Frankreich angesiedelt sind, werden vom EFRE bei der Gründung und Erweiterung ihres Unternehmens unterstützt.
Somit waren die Investitionen 2016 auf rund 6 % der EU-Gesamtpopulation an neuen Unternehmen (bis zu fünf Jahre alte Unternehmen) ausgerichtet.

 

Forschung in besseren Forschungseinrichtungen

Ein zentrales Ziel der EFRE-Investitionen sind Investitionen in Forschung und Innovation: 130 000 Forschende werden Zugang zu verbesserten Forschungsinfrastrukturen bekommen. Dies entspricht 3 % aller europäischen Forscherinnen und Forscher sowie der Gesamtzahl der Forschenden in Schweden und Luxemburg (2017).

 

Haushalte bekommen verbesserten Breitbandzugang

Weitere 14,5 Millionen Haushalte werden Zugang zu Breitbandanschlüssen mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 30 Mbit/s erhalten. 68 % dieser Anschlüsse werden in Griechenland, Spanien und Italien zu finden sein. In Spanien betrifft diese Zielstellung 25 % aller Haushalte.
Europaweit sind noch 33,2 Millionen europäische Haushalte ohne Breitbandzugang mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 30 Mbit/s (2017).

 

Ein nachhaltiges Europa

Im Mittelpunkt der Investitionen des EFRE und des Kohäsionsfonds zur Schaffung eines grüneren Europas stehen Investitionen zur Unterstützung des Übergangs zu einer CO2-armen Wirtschaft in allen Bereichen, zur Erhaltung und zum Schutz der Umwelt, zur Steigerung der Ressourceneffizienz und zur Förderung der Anpassung an den Klimawandel sowie zur Risikoprävention und zum Risikomanagement. Im Folgenden wird eine Auswahl der wesentlichen Investitionsindikatoren vorgestellt.

Neue Kapazitäten für erneuerbare Energien

Im Rahmen des EFRE und des Kohäsionsfonds werden 6 700 MW zusätzliche Kapazität bei der Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen gefördert. In diesem Zusammenhang stehen 6 700 MW für rund 40 % der jährlich zusätzlichen Kapazität an erneuerbaren Energien in der EU.

 

Gesenkter Energieverbrauch in öffentlichen Gebäuden

In den geförderten öffentlichen Gebäuden sind Energieeinsparungen in Höhe von 4 827 GWh/Jahr geplant. Somit entsprechen die Einsparungen dem Jahresverbrauch von nahezu 900 000 Haushalten.

 

Menschen bekommen besseres Trinkwasser

Dank der Investitionen aus dem EFRE- und dem Kohäsionsfonds werden 12,5 Millionen Menschen Zugang zu einer neuen oder verbesserten Wasserversorgung erhalten. 80 % der Begünstigten leben in Griechenland, Spanien, Italien, Portugal und Rumänien. Die davon profitierenden rumänischen Bürgerinnen und Bürger stehen für 17 % der gesamten Bevölkerung des Landes.
Tatsache ist, dass schätzungsweise 18,1 Millionen EU-Bürgerinnen und Bürger bislang keinen Zugang zur Wasserversorgung haben (2015).

 

Menschen profitieren von verbesserter Abwasserbehandlung

Weitere 17 Millionen Menschen werden von einer neuen oder verbesserten Abwasserbehandlung profitieren. Nahezu 50 % der Begünstigten leben in Spanien, Italien und Polen. Die italienische Bürgerinnen und Bürger, die von den zugewiesenen Mitteln aus dem EFRE und dem Kohäsionsfonds profitieren, repräsentieren 7 % der Gesamtbevölkerung.
Tatsache ist, dass ungefähr 21,3 Millionen EU-Bürgerinnen und Bürger bislang nicht an die Behandlung von Abwasser angeschlossen sind (2015).

 

Bahngleise werden gebaut oder instandgesetzt

Dank der Investitionen aus dem EFRE und dem Kohäsionsfonds werden in ganz Europa 6 900 km Eisenbahngleise neu gebaut, instandgesetzt oder modernisiert, von denen sich 73 % in Spanien, Ungarn, Polen und Rumänien befinden. Mit den geplanten Investitionen aus dem EFRE und dem Kohäsionsfonds werden 12 % des gesamten polnischen Eisenbahnnetzes neu angelegt, umgebaut oder modernisiert.
Das TEN-V-Ziel von 4 500 km (Stand 12/2018) entspricht 69 % des Gesamtziels der zu erneuernden Bahngleise.

 

Straßen werden gebaut oder modernisiert

Im Rahmen des EFRE und des Kohäsionsfonds werden 13 100 km der neuen, instandgesetzten oder modernisierten Straßen quer durch die Europäische Union gefördert, von denen 57 % in der Tschechischen Republik, Polen und Rumänien verlaufen.
Innerhalb des Gesamtziels zum Bau bzw. zur Instandsetzung entfallen 2 780 km (21 %) auf die TEN-V-Strecken.

 

Ein inklusives Europa

Die zentralen sozialen Säulen des ESF und des EFRE im Zeitraum von 2014 bis 2020 sind die Förderung nachhaltiger und hochwertiger Beschäftigung, die soziale Inklusion, die Bekämpfung von Armut und Diskriminierung sowie Investitionen in Bildung, Ausbildung und Berufsausbildung für Kompetenzen. Im Folgenden wird eine Auswahl der wesentlichen Investitionsindikatoren vorgestellt.

ESF/YEI-Begünstigte in den Bereichen Bildung, Ausbildung, Beschäftigungsförderung und soziale Inklusion

 

Verbesserte Infrastruktur in der Kinderbetreuung oder Bildung

6,9 Millionen Lernende werden Zugang zu verbesserten Bildungsinfrastrukturen haben. Italien ist das Empfängerland, in dem 72 % aller Lernenden und Studierenden von der Erneuerung der Infrastrukturen profitieren werden.
Auf EU-Ebene beträgt die Anzahl der europäischen Schülerinnen und Schüler, die jünger als 15 Jahre sind, 62,2 Millionen (2016).

 

Menschen profitieren von Verbesserungen im Gesundheitswesen

Dank der Investitionen aus dem EFRE werden mehr als 46,9 Millionen Menschen von verbesserten Gesundheitsdiensten profitieren. Über 50 % von ihnen sind spanische und polnische Bürgerinnen und Bürger. In Polen werden 38 % der Gesamtbevölkerung mit den verbesserten Dienstleistungen versorgt.

 

Menschen profitieren von integrierten Strategien zur Stadtentwicklung

45 Millionen Menschen werden in Gebieten mit integrierten Strategien zur Stadtentwicklung leben; 60 % von ihnen in Deutschland, Frankreich und Ungarn. In Frankreich und Ungarn werden 21 % bzw. 74 % der Bevölkerung von diesen Strategien profitieren.