Messung von Fortschritt abseits des BIP: Neuer regionaler Index zum sozialen Fortschritt

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16/02/2016

Der Entwurf für den regionalen Index zum sozialen Fortschritt, der heute zur öffentlichen Stellungnahme veröffentlicht wurde, zielt darauf ab, den sozialen Fortschritt für 272 europäische Regionen zu messen und damit die traditionellen Messungen des wirtschaftlichen Fortschritts zu ergänzen. Der Index bewertet die absolute Leistung für jeden der 50 Indexindikatoren auf einer Skala von 0-100. Er stellt auch die Stärken und Schwächen im Vergleich zu Regionen mit ähnlicher Wirtschaftsleistung dar. 

Alle zwölf Themenbereiche des Index zeigen erhebliche Unterschiede innerhalb der und zwischen den EU-Mitgliedstaaten auf, u. a. beim Zugang zur Gesundheitsversorgung, bei der Qualität und der Bezahlbarkeit von Wohnraum, bei der persönlichen Sicherheit, beim Zugang zu Hochschulbildung und bei der Umweltverschmutzung. 

Der Index wurde von der Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung der Europäischen Kommission in Zusammenarbeit mit dem Social Progress Imperative und dem baskischen Institut für Wettbewerbsfähigkeit Orkestra entwickelt. Er orientiert sich am globalen Index für den sozialen Fortschritt, der für die EU unter Verwendung von Indikatoren, die in erster Linie aus Daten von Eurostat stammen, angepasst wurde. 

Mit der Veröffentlichung des Entwurfs für den Index sollen Rückmeldungen von Interessengruppen zu den Themen, zu den einbezogenen Indikatoren und zur Zusammenfassung der Indikatoren zu einer abschließenden Bewertung für die einzelnen Regionen eingeholt werden. Anmerkungen und Vorschläge werden erbeten an: REGIO-B1-PAPERS@ec.europa.eu. Eine überarbeitete Fassung des regionalen Index zum sozialen Fortschritt wird im Oktober 2016 veröffentlicht. 

Die Messung des sozialen Fortschritts kann als Grundlage für die Entwicklungsstrategien der EU-Regionen dienen. Dieser neue regionale Index soll:

  • einen Beitrag zur Debatte über bessere Methoden der Messung des Fortschritts neben dem BIP leisten und dabei ein geeignetes Maß zur Ergänzung und nicht zum Ersatz des BIP sein;
  • die Regionen dabei unterstützen, Regionen, gleich welchen wirtschaftlichen Entwicklungsstands, zu ermitteln, von denen sie lernen können, und gegebenenfalls Themen zu priorisieren, die sie mit ihrem Programm zur Kohäsionspolitik angehen möchten;
  • als Resonanzboden für die Dienste der Europäischen Kommission dienen, um zu bewerten, ob die Programme für 2014-2020 sich mit den richtigen Fragen an den richtigen Orten befassen.

Es ist zu beachten, dass dieser Index nicht zum Zwecke der Mittelzuweisung entwickelt wurde und er für die Europäische Kommission nicht bindend ist. 

Weitere Informationen

Entdecken Sie die interaktiven Landkarten des Index zum sozialen Fortschritt für die EU.

Entdecken Sie die Bewertungskarten für den Index zum sozialen Fortschritt für die verschiedenen Regionen der EU.

Erfahren Sie mehr über die Methodik hinter dem Index zum sozialen Fortschritt für die EU.

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