Financial Instruments in Cohesion Policy

Financial instruments help to trigger investments on the ground for revenue-generating and cost-saving activities while maximising private investment with minimum public support to deliver the Cohesion Policy objectives of economic, social and territorial cohesion. Financial instruments represent a more efficient and sustainable alternative to complement traditional grant-based support. The European Regional and Development Fund and the Cohesion Fund support projects on the ground through financial products, such as loans, guarantees and equity

 Weitere Extras

 

News

    Das multiregionale Hilfsprogramm (MRA) zählt zu den Aktionsbereichen von fi-compass, der Plattform für Beratungsdienste zu Finanzinstrumenten im Rahmen des europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESI-Fonds), der von der Europäischen Kommission in Partnerschaft mit der Europäischen Investitionsbank bereitgestellt wird. MRA-Projekte erfordern die Beteiligung von mindestens zwei Verwaltungsbehörden aus unterschiedlichen EU-Mitgliedstaaten und dienen dem Zweck, die mögliche Verwendung von Finanzinstrumenten des ESI-Fonds für spezifische Themenbereiche von gemeinsamem Interesse zu bewerten. Dies soll es zum einen einfacher machen, Finanzinstrumente sowohl im Hinblick auf Investitionen aus dem ESI-Fonds als auch ihren geografischen oder thematischen Umfang breiter einzusetzen, und zum anderen Regionen aus unterschiedlichen Mitgliedstaaten einen Anreiz geben, um zusammenzuarbeiten, bewährte Verfahren auszutauschen und voneinander zu lernen. 

    Städte im Mittelpunkt der EU-Politik 

    Mehr als 70 % aller europäischen Bürger wohnen in städtischen Gebieten, und es ist zu erwarten, dass diese Zahl künftig weiter steigt. Tag für Tag richten Städte in ganz Europa ihre Stadtentwicklungspläne danach aus, die dringendsten Herausforderungen, wie Bevölkerungswachstum, Klimawandel und den digitalen Wandel zu bewältigen. Indem sie umfassende Strategien entwickeln und langfristige politische Ziele festlegen, greifen die Städte aktiv ein, um günstigen Wohnraum zu fördern, Projekte für Energieeffizienz zu unterstützen, Stadtviertel neu zu beleben und den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern. Doch strategische Pläne sind nur dann erfolgreich umsetzbar, wenn die Städte auf eine entsprechende Finanzierung Zugriff haben. Ohne eine wesentliche Beteiligung von öffentlichem und privatem Kapital ist es nach wie vor schwer, die Vision einer Stadt zu verwirklichen. 

    Im Jahr 2013 beschloss die niederländische Stadt Den Haag, 4 Millionen EUR für das Pilotprojekt JESSICA bereitzustellen, mit dem ein Finanzinstrument für Energieeffizienz geschaffen werden sollte. Damals hatten die Beteiligten wohl nicht erwartet, dass ihnen innerhalb von vier Jahren ein Holdingfonds mit Vermögenswerten in Höhe von über 46 Millionen EUR für Innovation, Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung zur Verfügung stehen würde. 

    Die Einrichtung des Fonds auf den Weg zu bringen, war allerdings eine Herausforderung. 

    „Als wir mit der Einrichtung des Fonds begannen, hatten wir zunächst viele Fragen und mussten viele technische Hürden überwinden, um eine solide und sichere Grundlage für künftige Investitionen zu schaffen“, erinnert sich William van den Bungelaar, Geschäftsführer der Haager Holdingfonds-Stiftung für Wirtschaftsinvestitionen (Stichting Holdingfonds Economische Investeringen Den Haag, HEID). 

    Heute beschäftigt Den Haag ein eigenes Team aus erfahrenen Fachleuten, die in enger Zusammenarbeit mit dem zuständigen unabhängigen Fondsmanager die Finanzinstrumente der Stadt überwachen und unterstützen. Aufgrund des Erfolgs von HEID werden Finanzinstrumente inzwischen regelmäßig zur Finanzierung der strategischen Prioritäten der Stadt eingesetzt. 

    Revolvierende Investitionen in Europa

    Um auf dem bestehenden Wissen über Finanzinstrumente aufzubauen, rief Den Haag gemeinsam mit drei weiteren europäischen Städten – Manchester, Mailand und London – das MRA-Projekt „Revolvierende Investitionen in europäischen Städten“ (Revolving Investments in Cities in Europe, RICE) ins Leben. Dieses Projekt zielte darauf ab, die Entwicklung neuer Finanzinstrumente voranzubringen, um private Investitionen in die Stadtentwicklung, insbesondere im Zusammenhang mit intelligenten Städten, zu steigern. Es ermittelte den gemeinsamen Finanzierungsbedarf der Städte. Dadurch ließen sich die Sektoren bestimmen, in denen Finanzinstrumente Projekte, die den politischen Prioritäten einer Stadt entsprechen, optimal unterstützen können. Zu den Sektoren mit dem größten Finanzierungsbedarf gehören Verkehrswesen, Energie, Wohnungswesen und Arbeitsraum, grüne und blaue Infrastruktur oder im weiteren Sinne Wirtschaftsentwicklung, einschließlich KMU und Start-up-Unternehmen, sowie die Entwicklung neuer gewerblicher oder Innovationseinrichtungen. 

    Die Partner von MRA-RICE konnten dabei auf die Erfahrung der verschiedenen beteiligten Städte zurückgreifen. 

    „Die Verwendung von Finanzinstrumenten in Manchester ist eine Erfolgsgeschichte und hat weitreichende Vorteile mit sich gebracht“, so Mark Duncan vom Stadtrat von Manchester. Ähnlich äußert sich auch Binal Cadieu von der Londoner Stadtverwaltung (Greater London Authority), der das Potenzial des in London eingerichteten neuen Finanzinstruments Mayoral Energy Efficiency Fund (MEEF) lobt. „Als revolvierender Fonds bietet uns der MEEF ein Grundgerüst zur Mobilisierung von Privatinvestitionen in Höhe von mehreren Millionen Pfund für kohlenstoffarme Projekte“, so Cadieu. 

    Der RICE Blueprint City Fund

    Das RICE-Projekt stellte ein Modell für Städtefonds zur Verfügung, das sich an die konkreten Bedürfnissen der Städte in der Europäischen Union angepasst werden kann, um die Stadtentwicklung zu unterstützen. Dank einer Blaupause, in der die bewährten Verfahren der RICE-Partner einbezogen werden, ist der Fonds flexibel. Zusammengefasst handelt es sich um „ein städtisches, unabhängig verwaltetes Finanzinstrument mit einer an den strategischen Prioritäten der Stadt ausgerichteten Investitionsstrategie, das eine beträchtliche Hebelwirkung öffentlicher Investitionen erzielt.“ 

    RICE-Projektleiter van den Bungelaar betont die Vorteile der Partnerschaft. 

    „Die Blaupause legt einen flexiblen Rahmen für ein Finanzinstrument zur Stadtentwicklung fest, das eine beträchtliche Hebelwirkung öffentlicher Investitionen ermöglicht und umfassende technische Hilfe zur Unterstützung der Implementierung bereitstellt“, so van den Bungelaar weiter. „Das Modellkonzept ist schlicht, replizierbar und anpassungsfähig, damit andere es als Grundlage für ein Finanzinstrument zur Stadtentwicklung heranziehen können.“ 

    Die Implementierung wird zwar durch einen unabhängigen Fondsmanager gesteuert, doch für die Entwicklung einer städtischen Investitionsstrategie sind die Städte zuständig. Mit dem Städtefonds haben europäische Städte nun die Möglichkeit, ihre Visionen und Strategien umzusetzen. 

    Kohäsionspolitische Unterstützung ausschöpfen

    Öffentliche Mittel wie der ESI-Fonds tragen entscheidend dazu bei, Marktlücken zu schließen, sodass zahlreiche Projekte den Zugang zu EU-Finanzmitteln erhalten, die sonst nicht zur Verfügung stünden oder zu teuer wären. Städte, denen Mittel aus dem ESI-Fonds zur Verfügung stehen, können erfolgreich Finanzinstrumente einführen, die auf ihre lokalen Bedürfnisse zugeschnitten sind, und somit weitere öffentliche und private Investitionen für Projekte mobilisieren. Dies kann in Form von Darlehen und Bürgschaften für langfristige städtische Projekte, durch Eigenkapital oder Quasi-Eigenkapital für Investitionen in Projekte mit höherem Risikoprofil oder durch eine Kombination aus rückzahlbarer Hilfe und Zuschüssen erfolgen. 

    Zahlreichen Städten fehlt es bei der Einrichtung von Städtefonds noch an weitreichender Erfahrung. Sie benötigen deshalb professionelle Unterstützung bei der Gestaltung und Schaffung neuer Finanzinstrumente. Von der Europäischen Kommission geförderte Programme für technische Hilfe, wie etwa das MRA, erleichtern den Städten die Vorbereitung und Einrichtung eines neuen Städtefonds, indem sie diese beim Aufbau eigener Kapazitäten unterstützen. 

    „Für Städte, die sich mit Finanzinstrumenten wie Stadtentwicklungsfonds noch überhaupt nicht auskennen, bietet das MRA-RICE-Projekt ein wertvolles Hilfsmittel, um die Entwicklung eines neuen Finanzinstruments anzugehen und seine Durchführbarkeit im lokalen Kontext zu bewerten“, so Lucia Scopelliti, die für die Gemeinde Mailand tätig ist. 

    Weiterführende Informationen über MRA-RICE finden Sie auf www.fi-compass.eu

    Panorama 69: Moravia-Silesia emerges from its industrial past

Mehr Neuigkeiten

We are facing important challenges in Europe. We need to continue boosting economic growth and creating employment. We must do more with less and this can be achieved through financial instruments.

Commission services are committed to making this smarter use of EU resources through financial instruments as a more efficient and sustainable alternative to complement traditional grant-based support. It should be pointed out that financial instruments are not an end in themselves but a policy delivery mechanism.

Besides the obvious advantages of leveraging additional resources and recycling funds over the long term, the repayable nature of financial instruments offers incentives to better performance, including greater financial discipline at the level of supported projects. Last but not least, the reflows from these investments become resources at the disposal of national authorities, that can subsequently be reinvested into further projects.

ESIF and EFSI complementarities

  • European Structural and Investment Funds and European Fund for Strategic Investments complementarities: Ensuring coordination, synergies and complementarity en pdf

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Fax: +32 2 292 0904
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