Inhaltsverzeichnis
Suche im Leitfaden

Anforderung des freien Zugangs

Erasmus+ fördert den freien Zugang zu Projektergebnissen zu Lern-, Unterrichts- und Ausbildungszwecken sowie für die Jugendarbeit. Damit wird zum einen sichergestellt, dass aus öffentlichen Mitteln finanzierte Materialien der allgemeinen Öffentlichkeit zugutekommen und dass Wert, Wahrnehmbarkeit und Nachnutzung der im Rahmen eines Projekts gewonnenen Einsichten und der dort geleisteten Arbeit gesteigert werden. Zum anderen wird auf diese Weise der langfristige Zugang zu den Ergebnissen sichergestellt, beispielsweise auch dann, wenn das begünstigte Konsortium nicht mehr besteht.

Erasmus+-Begünstigte sind insbesondere verpflichtet, Bildungsressourcen, die im Zusammenhang mit durch das Programm geförderten Projekten erstellt wurden – beispielsweise Dokumente, Medien, Software oder anderen Materialien – in Rahmen einer offenen Lizenz der Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung zu stellen (siehe folgender Abschnitt). Materialien dieser Art werden als „freie Lehr- und Lernmaterialien“ (Open Educational Resources, OER) bezeichnet. Darüber hinaus müssen die Begünstigten sicherstellen, dass diese freien Lehr- und Lernmaterialien (OER) in editierbarer, digitaler Form bereitgestellt werden und über das Internet frei (ohne Kosten, Registrierungen oder sonstige Beschränkungen) zugänglich sind und nach Möglichkeit auf einer geeigneten, frei zugänglichen Plattform geteilt werden, also nicht auf einer projekt- und institutionsspezifischen Website. Der freie Zugang ist zwingend vorgeschrieben und muss unbeschadet etwaiger Rechte des geistigen Eigentums der Begünstigten gewährt werden.