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Kooperationspartnerschaften

Welche Ziele werden mit Kooperationspartnerschaften verfolgt?

Kooperationspartnerschaften bieten die Möglichkeit zur Entwicklung, Übertragung und/oder Einführung innovativer Verfahren in verschiedenen Bereichen im Zusammenhang mit sportlicher und körperlicher Aktivität. Sie bieten ferner die Möglichkeit zur intensiven Verbreitung und Nutzung bestehender und neuer Produkte oder innovativer Ideen in diesen Bereichen. Sie beziehen verschiedene Organisationen und Akteure aus dem Sportbereich und darüber hinaus einschließlich insbesondere öffentlicher lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Stellen sowie Sportorganisationen, Bildungseinrichtungen und Organisationen, die mit sportlichen Aktivitäten in Zusammenhang stehen, in ihre Arbeit ein. Kooperationspartnerschaften sind vor allem innovative Projekte, mit denen die nachstehenden Ziele verfolgt werden:

  • Förderung der Beteiligung an Sport und körperlicher Betätigung, insbesondere durch die Unterstützung der Umsetzung der Empfehlung des Rates zu gesundheitsfördernder körperlicher Aktivität im Einklang mit den EU-Leitlinien für körperliche Aktivität;
  • Förderung der Beteiligung an Sport und körperlicher Betätigung, insbesondere durch die Unterstützung der Europäischen Woche des Sports;
  • Bildungsförderung im und durch Sport mit besonderem Schwerpunkt auf der Entwicklung von Fertigkeiten sowie der Umsetzung der EU-Leitlinien zu dualen Karrieren von Sportlerinnen und Sportlern;
  • Unterstützung von Freiwilligentätigkeit im Sport;
  • Bekämpfung von Doping, insbesondere im Freizeitbereich;
  • Bekämpfung von Spielabsprachen;
  • Verbesserung der Good Governance im Sport;
  • Bekämpfung von Gewalt und Bewältigung von Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz im Sport;
  • Förderung der sozialen Integration und Chancengleichheit im Sport.

Auf all diesen Gebieten soll die Gleichstellung der Geschlechter gefördert werden. Die Zusammenarbeit mit den Partnerländern ist ebenfalls zu fördern.

Kooperationspartnerschaften sollen die Einrichtung und die Entwicklung europäischer Netze im Bereich des Sports fördern. Die EU kann damit Möglichkeiten für eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Akteuren schaffen, die es ohne die Aktivitäten der EU nicht gäbe. Kooperationspartnerschaften sollten auch zu Synergien mit und zwischen lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Maßnahmen zur Förderung sportlicher und körperlicher Aktivität und zur Bewältigung von Herausforderungen im Bereich des Sports beitragen.

Erasmus+ will mit Kooperationspartnerschaften die Prüfung und die Entwicklung neuer Projektformate und neuer Formen länderübergreifender Zusammenarbeit im Bereich des Sports fördern, die geeignet sind, zur Entwicklung von größer angelegten Initiativen beizutragen, die mit nationalen Fördergeldern oder aus europäischen Fonds wie den europäischen Struktur- und Investitionsfonds unterstützt werden.

Die Kommission führt über ihre Exekutivagentur eine Auswahlrunde pro Jahr durch.

 

Welche Aktivitäten werden im Rahmen dieser Aktion unterstützt?

Erasmus+ ermöglicht große Flexibilität bei Aktivitäten von Kooperationspartnerschaften, wenn aus dem jeweiligen Vorschlag ersichtlich ist, dass diese Aktivitäten am besten geeignet sind, die Projektziele zu erreichen. Kooperationspartnerschaften können eine breite Palette an Aktivitäten zum Gegenstand haben; z. B.:

  • Vernetzung wichtiger Akteure;
  • Förderung, Ermittlung und Weitergabe bewährter Verfahren;
  • Vorbereitung, Entwicklung und Durchführung von Schulungs- und Ausbildungsmodulen und -instrumenten;
  • Durchführung von Aktivitäten zur Stärkung der Kompetenz von Multiplikatoren im Bereich des Sports und zur Entwicklung von Aktivitäten zum Monitoring und zum Benchmarking von Indikatoren insbesondere hinsichtlich der Förderung von ethischem Verhalten und von Verhaltenskodizes bei Sportlern und Sportlerinnen;
  • Aktivitäten zur Aufklärung über den Mehrwert von Sport und körperlicher Betätigung für die persönliche, soziale und berufliche Entwicklung der betreffenden Personen;
  • Aktivitäten zur Förderung innovativer Synergien zwischen dem Sportbereich und den Bereichen Gesundheit, allgemeine und berufliche Bildung und Jugend;
  • Aktivitäten zur Erweiterung der Faktengrundlage für den Sport, um gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen bewältigen zu können (Sammlung von Daten zur Unterstützung der genannten Aktivitäten sowie Befragungen, Konsultationen usw.);
  • Konferenzen, Seminare, Treffen, Veranstaltungen und Aufklärungsmaßnahmen zur Unterstützung der genannten Aktivitäten.

Wer kann sich an einer Kooperationspartnerschaft beteiligen?

Kooperationspartnerschaften stehen allen öffentlichen Einrichtungen oder gemeinnützigen Organisationen offen, die im Bereich des Sports und der körperlichen Betätigung aktiv sind. Je nach Zielsetzung eines Projekts sollten an Kooperationspartnerschaften geeignete Partner mit möglichst unterschiedlichem Hintergrund beteiligt sein, damit die verschiedenen Erfahrungshintergründe, Profile und spezifischen Kenntnisse am besten zum Tragen kommen und möglichst relevante und hochwertige Ergebnisse erzielt werden.

Kooperationspartnerschaften fördern die Zusammenarbeit zwischen Organisationen in Programmländern.

An Kooperationspartnerschaften können beteiligt sein:

  • Antragsteller/Koordinator: eine Organisation, die den Projektvorschlag im Namen aller Partner einreicht. Mit der Bewilligung der Finanzhilfe für ein Projekt wird der Antragsteller/Koordinator zum Hauptbegünstigten der EU-Förderung und unterzeichnet im Namen aller teilnehmenden Organisationen eine Mehrempfänger-Finanzhilfevereinbarung. Die Rolle als Koordinator beinhaltet folgende Verpflichtungen: Der Koordinator
  • vertritt die Gruppe der teilnehmenden Organisationen gegenüber der Europäischen Kommission und handelt für die Gruppe,
  • trägt die finanzielle und rechtliche Verantwortung für die ordnungsgemäße operative, administrative und finanzielle Durchführung des gesamten Projekts und
  • koordiniert die Kooperationspartnerschaft in Zusammenarbeit mit allen Projektpartnern.
  • Partner: Organisationen, die aktiv zur Vorbereitung, Durchführung und Evaluierung der betreffenden Kooperationspartnerschaft beitragen. Jeder Partner muss ein Mandat unterzeichnen, mit dem er den Koordinator beauftragt, während der Durchführung des Projekts in seinem Namen und auf seine Rechnung zu handeln.

Nach welchen Kriterien werden Kooperationspartnerschaften bewertet?

Im Folgenden werden die formalen Anforderungen erläutert, die Kooperationsprojekte erfüllen müssen, damit sie für eine Förderung im Rahmen von Erasmus+ in Betracht kommen:

 

Förderkriterien

Förderfähige teilnehmende Organisationen

Alle Organisationen oder öffentlichen Organisationen des Sportbereichs sowie deren verbundene Einrichtungen (sofern zutreffend) aus einem Programmland oder einem beliebigen Partnerland weltweit (siehe Abschnitt „Förderfähige Länder“ in Teil A dieses Leitfadens).

Beispiele (Liste nicht erschöpfend):

  • für den Sportbereich zuständige lokale, regionale oder nationale öffentliche Stellen,
  • Nationale Olympische Komitees oder nationale Sportverbände,
  • lokale, regionale, nationale, europäische oder internationale Sportorganisationen,
  • nationale Sportligen,
  • Sportvereine,
  • Organisationen oder Vereinigungen, die Sportler vertreten,
  • Organisationen oder Vereinigungen, die hauptamtlich Tätige und Freiwillige im Bereich des Sports (z. B. Trainer oder Manager) vertreten,
  • Organisationen, die die Initiative „Sport für alle“ vertreten,
  • Organisationen zur Förderung körperlicher Aktivität,
  • Organisationen für aktive Freizeitgestaltung und
  • Organisationen in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend.

Wer ist antragsberechtigt?

Jede teilnehmende Organisation, die ihren Sitz in einem Programmland hat, kann Antragsteller sein. Die betreffende Organisation führt die Antragstellung im Namen aller an einem Projekt beteiligten Organisationen durch.

Anzahl und Profil der teilnehmenden Organisationen

Kooperationspartnerschaften sind länderübergreifende Partnerschaften, an denen mindestens fünf Organisationen aus fünf unterschiedlichen Programmländern beteiligt sein müssen. Es besteht keine Obergrenze für die Anzahl der Partner. Allerdings gilt für das Budget für die Verwaltung und Durchführung von Projekten eine Obergrenze (sie entspricht in ihrer Höhe der Summe 10 Partnern). Zum Zeitpunkt der Antragstellung müssen alle teilnehmenden Organisationen benannt werden.

Projektdauer

Die Dauer muss in der Phase der Antragstellung (12, 18, 24, 30 oder 36 Monate) entsprechend dem Projektziel und der Art der im betreffenden Zeitraum geplanten Aktivitäten angeben werden.

Ort(e) der Aktivität

Die Aktivitäten müssen in den Ländern der an der Kooperationspartnerschaft teilnehmenden Organisationen durchgeführt werden.

Wo ist der Antrag zu stellen?

Bei der Exekutivagentur „Bildung, Audiovisuelles und Kultur“ in Brüssel.

Wann wird der Antrag gestellt?

Für Projekte, die am 1. Januar des folgenden Jahres beginnen müssen Antragsteller ihren Finanzhilfeantrag bis zum 2. April um 17.00 Uhr (Brüsseler Zeit) einreichen.

Wie ist der Antrag zu stellen?

Nähere Informationen zur Antragstellung finden Sie in Teil C dieses Leitfadens.

 

Antragstellende Einrichtungen werden anhand der relevanten Ausschluss- und Auswahlkriterien bewertet. Weitere Informationen sind Teil C dieses Leitfadens zu entnehmen.

 

Gewährungskriterien

Die Aufteilung auf die verschiedenen Kategorien von Kooperationspartnerschaften wird vermutlich wie folgt aussehen:

  • ca. 30 % für Projekte der Prioritäten 1 und 2 (Projekte, die die Beteiligung an Sport und körperlicher Aktivität unterstützen);
  • ca. 20 % für Projekte der Prioritäten 3 und 4 (Projekte zur Bildungsförderung im und durch Sport mit besonderem Schwerpunkt auf der Entwicklung von Fertigkeiten sowie der Umsetzung der EU-Leitlinien zu dualen Karrieren von Sportlerinnen und Sportlern1 und Projekte zur Unterstützung von Freiwilligentätigkeit im Sport);
  • ca. 20 % für Projekte der Prioritäten 5, 6 und 7 (Projekte zur Unterstützung der Integrität des Sports wie Kampf gegen Doping und Spielmanipulation und Good Governance im Sport);
  • ca. 30 % für Projekte der Prioritäten 8 und 9 (Projekte zur Bekämpfung von Gewalt, Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz im Sport und Projekte, die soziale Inklusion und Chancengleichheit im Sport fördern sollen).

In diesen Kategorien werden Projekte anhand der folgenden Kriterien bewertet:

Relevanz des Projekts

(maximal 30 Punkte)

  • Relevanz des Vorschlags im Hinblick auf:
  • Ziele der europäischen Politik im Bereich des Sports und
  • Ziele und Prioritäten der Aktion (siehe Abschnitt „Welche Ziele werden mit Kooperationspartnerschaften verfolgt?“).
  • Umfang, in dem
  • der Vorschlag auf einer fundierten und angemessenen Bedarfsanalyse beruht;
  • die Ziele klar definiert und realistisch sind und mit Sachverhalten in Zusammenhang stehen, die für die beteiligten Organisationen und die jeweiligen Zielgruppen von Bedeutung sind,
  • der Vorschlag innovativ ist und/oder andere von den teilnehmenden Organisationen bereits durchgeführte Initiativen ergänzt;
  • der Vorschlag einen Mehrwert auf EU-Ebene durch Ergebnisse erbringt, die nicht erzielt werden könnten, wenn die Aktivitäten nur in einem einzigen Land durchgeführt würden.

Qualität der Projektkonzeption und ‑durchführung

(maximal 20 Punkte)

  • Klarheit, Vollständigkeit und Qualität des Arbeitsprogramms einschließlich geeigneter Phasen zur Vorbereitung, Durchführung, Überwachung, Evaluierung und Verbreitung;
  • Kohärenz zwischen den Projektzielen und Methoden, den vorgeschlagenen Aktivitäten und dem vorgeschlagenen Budget;
  • Qualität und Durchführbarkeit der vorgeschlagenen Methode;
  • leistungsfähige Qualitätsmanagementsysteme (klare und realistische Zeitvorgaben, Organisation, Aufgabenstellungen und Zuständigkeiten);
  • Existenz und Relevanz von Maßnahmen zur Qualitätskontrolle, die gewährleisten, dass das Projekt in hervorragender Weise fristgerecht und unter Einhaltung des finanziellen Rahmens durchgeführt wird;
  • Kostenwirksamkeit des Projekts und Zuweisung angemessener Mittel für die einzelnen Aktivitäten.

Qualität der Zusammensetzung des Projektteams und der Kooperations-vereinbarungen

(maximal 20 Punkte)

  • Umfang, in dem
  • bei dem Projekt gegebenenfalls eine geeignete Zusammensetzung einander ergänzender beteiligter Organisationen mit dem erforderlichen Profil und der benötigten Erfahrung und Kompetenz zur erfolgreichen Durchführung sämtlicher mit dem Projekt einhergehender Aktivitäten gegeben ist einschließlich des erforderlichen Profils und der Expertise ihrer Kapazitäten im Bereich der Sportpolitik und -praxis,
  • die Zuständigkeiten und Aufgaben so verteilt sind, dass das Engagement und die aktive Mitwirkung aller eingebundenen Organisationen deutlich werden,
  • Umfang, in dem eine beteiligte Organisation aus einem Partnerland gegebenenfalls einen wesentlichen Mehrwert für das Projekt erbringt.

Wirkung und Verbreitung

(maximal 30 Punkte)

  • Qualität der Maßnahmen zur Bewertung der Projektergebnisse;
  • mögliche Wirkung des Projekts:
  • auf Teilnehmer und teilnehmende Organisationen während der Dauer eines Projekts und nach dem Projekt,
  • über die unmittelbar an einem Projekt teilnehmenden Organisationen und Personen hinaus auf lokaler, regionaler, nationaler und/oder europäischer Ebene,
  • Qualität der geplanten Verbreitungsmaßnahmen: Eignung und Qualität von Maßnahmen zur Weitergabe der Projektergebnisse innerhalb der teilnehmenden Organisationen und darüber hinaus;
  • gegebenenfalls Qualität der Erläuterungen dazu, wie die erstellten Materialien, Unterlagen und Medien durch freie Lizenzen ohne unverhältnismäßige Einschränkungen kostenlos zugänglich gemacht werden.
  • Qualität der Pläne, welche die Nachhaltigkeit des Projekts gewährleisten sollen: Möglichkeit zur Entwicklung einer anhaltenden Wirkung und zur Erzielung von Ergebnissen, nachdem die Finanzmittel der EU aufgebraucht sind.

 

Projekte können nur dann gefördert werden, wenn sie mindestens 60 Punkte erzielen. Außerdem muss jeweils mindestens die Hälfte der Höchstpunktzahl für die oben genannten Gewährungskriterien erreicht werden; d. h. mindestens 15 Punkte in den Kategorien „Relevanz des Projekts“ und „Wirkung und Verbreitung“ und 10 Punkte in den Kategorien „Qualität der Konzeption und der Durchführung des Projekts“ und „Qualität der Zusammensetzung des Projektteams und der Kooperationsvereinbarungen“.

 

Welche Regeln bestehen für die Finanzierung?

Das Budget der Projekte (in EUR) ist unter Beachtung der folgenden Finanzierungsvorschriften zu erstellen:

Maximale, kooperativen Partnerschaften gewährte Finanzhilfe: 400 000 EUR

Förderfähige Kosten

Finanzierungsmechanismus

Betrag

Zuweisungsregel

Projektmanagement und -durchführung Projektmanagement (Planung, Finanzierung, Koordinierung und Kommunikation mit Partnern usw.), Lern-, Unterrichts- und Ausbildungsmaterialien, -instrumente, -konzepte usw. von geringerem Umfang, virtuelle Zusammenarbeit und lokale Projektaktivitäten; Aufklärung, Werbung und Verbreitung (durch Broschüren, Prospekte, Websites usw.). Zuschüsse je Einheit Unterstützung für Aktivitäten der koordinierenden Organisation:
500 EUR pro Monat
Maximal 2750 EUR pro Monat Je nach Dauer der Kooperativen Partnerschaften und der Anzahl der teilnehmenden Organisationen
Zuschüsse je Einheit Unterstützung für Aktivitäten der anderen beteiligten Organisationen:
250 EUR pro Organisation und Monat
Länderübergreifende Projekttreffen Teilnahme an Treffen der Projektpartner, die von einer der teilnehmenden Organisationen zur Durchführung des Projekts und zu Koordinierungszwecken ausgerichtet werden. Zuschuss zu den Reise- und Aufenthaltskosten Zuschüsse je Einheit Entfernungen zwischen 100 und 1999 km:
575 EUR pro Teilnehmer und Treffen
Entfernungen von 2000 km und mehr:
760 EUR pro Teilnehmer und Treffen
Voraussetzung: Antragsteller müssen die Notwendigkeit der Treffen hinsichtlich der Anzahl der Treffen und Teilnehmer begründen. die Entfernungen werden mit dem Entfernungsrechner der Europäischen Kommission ermittelt.

Förderfähige Kosten

Finanzierungsmechanismus

Betrag

Zuweisungsregel

Außergewöhnliche Kosten/Sonderkosten Zuschuss zu den tatsächlichen Kosten der Beschäftigung von Unterauftragnehmern oder der Beschaffung von Waren und Leistungen.
Kosten für die Bereitstellung von Finanzsicherheiten, falls die Exekutivagentur solche anfordert.
Tatsächliche Kosten 80 % der förderfähigen Kosten
Maximal 50 000 EUR pro Projekt (außer Kosten für die Bereitstellung einer Bankgarantie)
Voraussetzung: die Vergabe von Unteraufträgen muss mit Leistungen in Zusammenhang stehen, die von den teilnehmenden Organisationen aus berechtigten Gründen nicht selbst erbracht werden können. Es werden keine Mittel für Standard-Bürogeräte und -einrichtungen gewährt, die die teilnehmenden Organisationen ohnehin bei ihrer täglichen Arbeit nutzen würden.

 

Zusätzliche Unterstützung für große Kooperationspartnerschaften

Geistige Leistungen

Geistige Leistungen bzw. materielle Ergebnisse des Projekts (beispielsweise Leitlinien, pädagogische Materialien, freie Lehr- und Lernmaterialien, IT-Tools, Analysen, Studien, Methoden des Peer-Learnings, Umfragen und Berichte, Erfindungen – z. B. neue Sportspiele usw.)

Zuschüsse je Einheit

B5.1 pro Manager und Arbeitstag für das Projekt

Voraussetzung: Es wird davon ausgegangen, dass Personalkosten für Manager und Verwaltungskräfte bereits unter „Projektmanagement und –durchführung“ erfasst sind. Zur Vermeidung möglicher Überschneidungen mit diesem Posten müssen Antragsteller Art und Umfang der in Bezug auf jede im Vorschlag vorgesehene geistige Leistung ausgewiesenen Personalkosten begründen.
Nur Ergebnisse von erheblicher Qualität und von erheblichem Umfang können im Rahmen dieser Position gefördert werden. Für die geistigen Leistungen müssen sowohl ihr Potenzial für eine weitergehende Verwendung und Nutzung als auch für eine entsprechende Wirkung nachgewiesen werden.

B5.2 pro Forscher/Lehrkraft/Ausbilder/Fachkraft der Jugendarbeit und Arbeitstag für das Projekt

B5.3 pro Techniker und Arbeitstag für das Projekt

B5.4 pro Verwaltungskraft und Arbeitstag für das Projekt

Sportveranstaltungen von Multiplikatoren

Beitrag zu den mit nationalen und länderübergreifenden Konferenzen, Seminaren, Veranstaltungen verbundenen Kosten sowie der Kosten für die Weitergabe und Verbreitung der durch das Projekt erzielten geistigen Leistungen (ohne Reise- und Unterhaltskosten von Vertretern an dem Projekt teilnehmender Organisationen).

Zuschüsse je Einheit

100 EUR pro örtlichem Teilnehmer
(d. h. Teilnehmer aus dem Land, in dem die Veranstaltung stattfindet)

Höchstens 30 000 EUR pro Projekt

Voraussetzung: Unterstützung für Multiplikatorenveranstaltungen wird nur gewährt, wenn dieses in unmittelbarem Zusammenhang mit den im Rahmen des Projekts erzielten geistigen Leistungen steht. Projekte, die keine Finanzhilfe für geistige Leistungen erhalten, können auch keine Unterstützung für die Organisation von Multiplikatorenveranstaltungen bekommen.

150 EUR pro internationalem Teilnehmer (d. h. Teilnehmern aus anderen Ländern)

 

Tabelle A – Geistige Leistungen (intellektuelle Ergebnisse) (Beträge in EUR/Tag)

Die gewährte Unterstützung kann ausschließlich zur Deckung der Personalkosten von in das Projekt einbezogenen Organisationen verwendet werden, die an der Entwicklung geistiger Leistungen beteiligt sind. Die Höhe der Beträge hängt a) vom Profil des am Projekt beteiligten Personals und b) vom Land der Organisation, deren Mitarbeiter an dem Projekt beteiligt sind.

 

Manager

Lehrkräfte/Ausbilder/ Forscher/

Fachkräfte der Jugendarbeit

Techniker

Verwaltungspersonal

 

B5.1

B5.2

B5.3

B5.4

Dänemark, Irland, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweden, Liechtenstein, Norwegen

294

241

190

157

 

Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Finnland, Vereinigtes Königreich, Island

 

280

214

162

131

 

Tschechische Republik, Griechenland, Spanien, Zypern, Malta, Portugal, Slowenien

 

164

137

102

78

 

Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Ungarn, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Republik Nordmazedonien, Türkei

 

88

74

55

39

 

Tabelle B – Geistige Leistung (Beträge in EUR/Tag) 

Die gewährte Unterstützung kann ausschließlich zur Deckung der Personalkosten von in das Projekt einbezogenen Organisationen verwendet werden, die an der Entwicklung geistiger Leistungen beteiligt sind. Die Höhe der Beträge hängt a) vom Profil des am Projekt beteiligten Personals und b) vom Land der Organisation, deren Mitarbeiter an dem Projekt beteiligt sind.

 

Manager

Lehrkräfte/Ausbilder/ Forscher/

Fachkräfte der Jugendarbeit

Techniker

Verwaltungspersonal

 

B5.1

B5.2

B5.3

B5.4

Australien, Kanada, Kuwait, Macao, Monaco, Katar, San Marino, Schweiz, Vereinigte Staaten von Amerika

294

241

190

157

Andorra, Brunei, Japan, Neuseeland, Singapur, Vereinigte Arabische Emirate, Vatikanstaat

280

214

162

131

Bahamas, Bahrain, Hongkong, Israel, Korea (Republik), Oman, Saudi-Arabien, Taiwan

164

137

102

78

Afghanistan, Ägypten, Äquatorialguinea, Albanien, Algerien, Angola, Antigua und Barbuda, Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Äthiopien, Bangladesch, Barbados, Belarus, Belize, Benin, Bhutan, Bolivien, Bosnien und Herzegowina, Botswana, Brasilien, Burkina Faso, Burundi, Chile, China, Cookinseln, Costa Rica, Dominica, Dominikanische Republik, Dschibuti, Ecuador, El Salvador, Republik Côte d'Ivoire, Eswatini, Eritrea, Fidschi, Gabun, Gambia, Georgien, Ghana, Grenada, Guatemala, Guinea, Guinea-Bissau, Guyana, Haiti, Honduras, Indien, Indonesien, Irak, Iran, Jamaica, Jemen, Jordanien, Kambodscha, Kamerun, Kap Verde, Kasachstan, Kenia, Kirgisistan, Kiribati, Kolumbien, Komoren, Kongo, Korea (Demokratische Volksrepublik), Kosovo, Kuba, Laos, Lesotho, Libanon, Liberia, Libyen, Madagaskar, Malawi, Malaysia, Malediven, Mali, Marokko, Marshallinseln, Mauretanien, Mauritius, Mexiko, Mikronesien (vereinigte Staaten), Moldau, Mongolei, Montenegro, Mosambik, Myanmar, Namibia, Nauru, Nepal, Nicaragua, Niger, Nigeria, Niue, Osttimor (Demokratische Republik), Pakistan, Palästina, Palau, Panama, Papua-Neuguinea, Paraguay, Peru, Philippinen, Ruanda, Salomonen, Sambia, Samoa, São Tomé und Príncipe, Senegal, Seychellen, Sierra Leone, Simbabwe, Somalia, Sri Lanka, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, St. Kitts und Nevis, Südafrika, Südsudan, Sudan, Suriname, Syrien, Tadschikistan, Tansania, Thailand, Togo, Tonga, Trinidad und Tobago, Tschad, Tunesien, Turkmenistan, Tuvalu, Uganda, Uruguay, Usbekistan, Vanuatu, Venezuela, Vietnam, völkerrechtlich anerkanntes Hoheitsgebiet Russlands, völkerrechtlich anerkanntes Hoheitsgebiet der Ukraine, Zentralafrikanische Republik

 

88

74

55

39

 

  • 1. EU Guidelines on Dual Careers of Athletes (angenommen am 28.9.2012 von der EU-Expertengruppe „Allgemeine und berufliche Bildung im Sport“ (ISBN 978-92-79-31161-1).