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Strategische Partnerschaften in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend

Welche Ziele und Prioritäten werden mit Strategischen Partnerschaften verfolgt?

Strategische Partnerschaften sollen die Entwicklung, den Transfer und/oder die Umsetzung von Innovationen und von gemeinsamen Initiativen zur Förderung der Zusammenarbeit, des Peer-Learning und des Erfahrungsaustauschs auf der europäischen Ebene unterstützen.

Es existieren zwei verschiedene Projektarten, die sich nach den jeweiligen Zielen und der Zusammensetzung der Strategischen Partnerschaft unterscheiden:

  • Strategische Partnerschaften zur Unterstützung von Innovationen:

Im Rahmen der Projekte sollen innovative Ergebnisse erarbeitet und/oder die intensive Verbreitung und Nutzung bestehender und neu geschaffener Produkte oder innovativer Ideen gefördert werden. Um Innovationen zu entwickeln, können Antragsteller spezifische finanzielle Mittel für die Entwicklung geistiger Leistungen (intellektueller Ergebnisse) und Multiplikatoren-Veranstaltungen beantragen. Diese Projektart steht allen Bereichen allgemeiner und beruflicher Bildung und Jugend offen.

  • Strategische Partnerschaften zum Austausch bewährter Verfahren:

Das oberste Ziel dieser Projektart ist es, Organisationen beim Aufbau und der Stärkung von Netzwerken zu unterstützen, deren Kapazitäten für transnationale Arbeit zu stärken und den Austausch von Ideen, Methoden und Praktiken zu fördern. Projekte können auch greifbare Ergebnisse entwickeln und sind aufgefordert, in einem nach Ziel und Größe des Projekts angemessenen Umfang die Resultate ihrer Aktivitäten zu verbreiten. Resultate und Aktivitäten dieser Projektart werden unter anderem durch die Standard-Kostenarten „Projektmanagement und –durchführung“ finanziert. Für den Hochschulbereich ist diese Art Strategischer Partnerschaftsprojekte nicht vorgesehen. Darüber hinaus können im Rahmen dieser Partnerschaftsarten bestimmte Formate strategischer Partnerschaften umgesetzt werden:

  • Partnerschaften für den Schüleraustausch: An dieser Art Strategischer Partnerschaften können sich nur Schulen beteiligen. Im Rahmen der Projekte können Möglichkeiten für Mobilitätsaktivitäten von Schülern und Schulpersonal dazu genutzt werden, die teilnehmenden Schulen in ihrer Einwicklung als Organisationen zu unterstützen und ihre Fähigkeit zur Mitarbeit an internationalen Projekten zu steigern. Darüber hinaus wird die Kombination von Mobilität und physischem Austausch mit virtueller Zusammenarbeit durch eTwinning stark gefördert.
  • Transnationale Jugendinitiativen: Diese Strategischen Partnerschaften im Bereich der Jugend dienen der Stärkung des sozialen Engagements und unternehmerischen Denkens von Jugendlichen. Das besondere Merkmal dieser Form Strategischer Partnerschaften besteht darin, dass Jugendinitiativen Projekte sind, die von den jungen Menschen selbst initiiert, konzipiert und durchgeführt werden.

Weitere Informationen über die Merkmale dieser speziellen Projektformate sind dem Abschnitt „Besondere Formate Strategischer Partnerschaften“ zu entnehmen.

Unabhängig von dem Bildungsbereich, auf den das Projekt abzielt, stehen Strategische Partnerschaften allen Organisationen offen, die in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend oder in anderen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen tätig sind oder die sich bereichsübergreifend engagieren (z. B. lokale und regionale Behörden, Anerkennungs- und Validierungszentren, Handelskammern, Handelsorganisationen, Beratungszentren und kulturelle Einrichtungen). An einer Strategischen Partnerschaft sollten die angesichts der Prioritäten und der Zielsetzungen des Projekts jeweils am besten geeigneten Partner mit möglichst unterschiedlichen Hintergründen beteiligt sein, damit die Partnerschaften die verschiedenen Erfahrungshintergründe, Profile und spezifischen Kenntnisse am besten nutzen und möglichst relevante und hochwertige Ergebnisse erzielen können.

Voraussetzung für die Förderung einer Strategischen Partnerschaft ist, dass sie entweder a) zumindest eine horizontale Priorität oder b) zumindest eine spezifische Priorität aufweist, die für den am stärksten betroffenen Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung und Jugend relevant ist. Diese werden im nachfolgend beschrieben. Nationale Agenturen können diejenigen dieser Prioritäten, die in ihrem jeweiligen nationalen Kontext besonders relevant sind, stärker berücksichtigen („europäische Prioritäten im nationalen Kontext“). Nationale Agenturen müssen potenzielle Antragsteller über ihre offiziellen Websites ordnungsgemäß informieren.

Horizontale Prioritäten

  • Förderung der Chancen aller Menschen beim Erwerb und der Entwicklung von Schlüsselkompetenzen, einschließlich Grundfertigkeiten: Um die Beschäftigungsfähigkeit, die sozialpädagogische und persönliche Entwicklung sowie die Teilnahme am bürgerlichen und gesellschaftlichen Leben zu fördern, werden jene Projekte bevorzugt, die die Entwicklung von Schlüsselkompetenzen aller Menschenab dem Kleinkindalter und im Laufe des Lebens fördern. In einer sich rasch wandelnden Welt gehören dazu mehrsprachige Kompetenzen, unternehmerisches Denken, kritisches Denken und Kreativität, Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft, Technologie, Technik, Künste und Mathematik (STE(A)M) sowie Fähigkeiten in Bereichen wie Klimaschutz und künstliche Intelligenz, aber auch soziale Fähigkeiten und Lernkompetenz. Dies beinhaltet Maßnahmen für die Zusammenarbeit mit Akteuren im Bereich der Forschung und Innovation, der Zivilgesellschaft und im privaten und öffentlichen Sektor.
  • Soziale Eingliederung: Soziale Eingliederung hat absoluten Vorrang in allen Bereichen des Programms. Insbesondere durch innovative, ganzheitliche Ansätze sollen das Teilen gemeinsamer Werte, die Gleichstellung, die soziale Eingliederung, die Vielfalt und die neue Nichtdiskriminierung gefördert werden. Priorität erhalten Projekte, die Ansätze zur Verringerung der Ungleichheiten beim Zugang zu und Umgang mit formaler und nicht formaler Bildung unterstützen und bewerten, sowie Projekte, die gegen Diskriminierung, Segregation und Rassismus vorgehen. Das Programm unterstützt die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, u. a. anhand der Erhebung und Verbreitung guter Praktiken in diesem Zusammenhang. Ebenfalls priorisiert werden Projekte zur Förderung dauerhafter Verbindungen zwischen Organisationen, die im Bereich der Bildung, der Aus- und Weiterbildung, der Jugendarbeit und im Sport tätig sind und der Gesellschaft insgesamt, auch auf lokaler und regionaler Ebene.
  • Gemeinsame Werte, zivilgesellschaftliches Engagement und Teilnahme: Das Programm unterstützt die aktive Bürgerschaft und Ethik im lebenslangen Lernen; es fördert die Entwicklung sozialer und interkultureller Kompetenzen, kritisches Denken und Medienkompetenz. Vorrang haben ebenfalls Projekte, durch die eine demokratische Teilnahme der Menschen und das soziale und zivilgesellschaftliche Engagement anhand von formalen und nicht-formalen Bildungsaktivitäten gefördert werden. Der Schwerpunkt wird auch auf der Sensibilisierung für den Kontext der Europäischen Union und dem Verständnis dafür liegen, insbesondere was die gemeinsamen Werte der EU, die Grundsätze der Einheit und Vielfalt und ihr gesellschaftliches, kulturelles und historisches Erbe anbelangt.

  • Ziele im Umwelt- und Klimaschutz: Ziel des Programms ist die sektorübergreifende Sensibilisierung für die Herausforderungen im Umweltschutz und für den Klimawandel. Vorrang erhalten Projekte mit dem Zweck des Aufbaus von Kompetenzen in verschiedenen, für die Nachhaltigkeit relevanten Branchen, der Entwicklung von grünen sektoriellen Leistungsstrategien und Methoden sowie zukunftsorientierter Lehrpläne, die den individuellen Bedürfnissen besser angepasst sind. Das Programm unterstützt ebenfalls die Erprobung innovativer Praktiken zur Ausbildung von Lernenden, Personal und Jugendarbeitern zu wahren Akteuren des Wandels (z. B. für die Erhaltung von Ressourcen, die Einsparung von Energie, den Ausgleich von Kohlenstoffemissionen, die Entscheidung für nachhaltige Lebensmittel und Transportmittel usw.). Priorität erhalten darüber hinaus Projekte, die durch die allgemeine und berufliche Bildung, die Jugendarbeit und den Sport Veränderungen des individuellen Verhaltens, der Vorlieben, des Konsumverhaltens und des Lebensstils fördern.

  • Innovative Praktiken in einer digitalen Welt: Das Programm unterstützt die Anwendung von digitalen Technologien und von innovativen und offenen Lernmethoden in der allgemeinen und beruflichen Bildung, der Jugendarbeit und im Sport. Besonderes Augenmerk wird auf die Förderung der Geschlechtergleichstellung sowie auf die Bekämpfung der Ungleichheit unterrepräsentierter Gruppen im Zugang zu und der Nutzung von digitalen Technologien gelegt. Das Programm fördert ebenfalls die europäischen Rahmen für die digitale Kompetenz von Pädagogen, Bürgern und Organisationen, einschließlich der Entwicklung und Anwendung kostenloser Lehr- und Lernmaterialien, kostenloser Lehrbücher sowie kostenloser Lehr- und Lernsoftware. Vorrang erhalten Maßnahmen, die innovative Lernmethoden und -instrumente für die Lehre, die Aus- und Weiterbildung und Bewertung als Antriebselemente des lebenslangen Lernens fördern.

  • Unterstützung von Pädagogen, Jugendarbeitern, Bildungsleitern und Hilfskräften: Vorrang haben Maßnahmen, die die Rekrutierung und berufliche Entwicklung von Pädagogen (z. B. Lehrer, Ausbilder, Professoren, Tutoren, Mentoren, Coaches, Mitarbeiter in der frühkindlichen Erziehung und Betreuung), Jugendarbeitern, Bildungsleitern (z. B. Schulleiter, Rektoren, Abteilungsleiter) und Hilfskräften (z. B. Lehrassistenten, Berufsberater, Personalfachleute in Unternehmen) stärken. Besonderes Augenmerk wird auf Maßnahmen gelegt, die einen besseren Umgang mit Inklusion und Vielfalt ermöglichen, anhand der Anwendung von vielschichtigen und bedarfsgerechteren pädagogischen Ansätzen in der allgemeinen und beruflichen Bildung und in der Jugendarbeit, einschließlich kultureller und sprachbezogener Maßnahmen.

  • Transparenz und Anerkennung von Kompetenzen und Abschlüssen: Priorität erhalten Vorhaben zur Förderung der Mobilität in Ausbildung und Beruf; Maßnahmen zur Förderung der Übergänge zwischen unterschiedlichen Ebenen und Arten der Bildung, dem Übergang in die Arbeitswelt und dem Wechsel zwischen verschiedenen beruflichen Tätigkeiten. Das Programm unterstützt insbesondere bessere Dienstleistungen und Informationen oder Orientierungshilfen für Lernende unter Erkundung des Potenzials digitaler Technologien zur automatischen gegenseitigen Anerkennung und Validierung von Kompetenzen, die durch informelles und nichtformales Lernen erworben wurden, auf lokaler, regionaler, nationaler, europäischer oder internationaler Ebene. Das Programm unterstützt ebenfalls die effektive Einführung und Umsetzung des Europass-Rahmens und den Zugang zu Instrumenten und Dienstleistungen für den Aufbau von Kompetenzen und Qualifikationen.
  • Nachhaltige Investitionen, Qualität und Effizienz der Bildungs-, Ausbildungs- und Jugendsysteme: Priorität erhalten Maßnahmen zur Unterstützung nachhaltiger Finanzierungsmodelle, einschließlich der Erkundung innovativer Ansätze zur Gewährleistung angemessener und nachhaltiger Investitionen in Bildung, Ausbildung und Jugend, gegebenenfalls einschließlich leistungsorientierter Finanzierung und Kostenteilung.
  • Sozialer und pädagogischer Wert des Europäischen Kulturerbes, dessen Beitrag als Jobmotor, zum Wirtschaftswachstum und sozialen Zusammenhalt: Priorität erhalten Vorhaben, die durch Bildung, lebenslanges Lernen, informelles und nichtformales Lernen, Jugendarbeit und Sport zur Stärkung des Bewusstseins für die Bedeutung des kulturellen Erbes Europas beitragen, unter anderem durch Vorhaben zur Förderung der Kompetenzentwicklung, der sozialen Eingliederung, des kritischen Denkens und des Engagements junger Menschen. Gefördert werden neue partizipatorische und interkulturelle Herangehensweisen an das Konzept des Erbes sowie Bildungsinitiativen zur Förderung des interkulturellen Dialogs unter Beteiligung von Lehrkräften und Schülern von frühester Kindheit an.

Bereichsspezifische Prioritäten

Im Bereich der Hochschulbildung erhalten die Vorhaben Priorität, die wesentlich zum Erreichen der Ziele des europäischen Bildungsraums beitragen, insbesondere die neue Initiative Netzwerke Europäischer Hochschulen und der europäische Studentenausweis. Dies bedeutet u. a. die Förderung der Internationalisierung und Mobilität sowie die Stärkung der Verbindungen zwischen Bildung, Forschung und Innovation, je nach Fall, und die Umsetzung der Empfehlung des Rates zur Förderung der automatischen gegenseitigen Anerkennung von Abschlüssen. Im Einklang mit den in der erneuerten EU-Agenda für die Hochschulbildung werden Initiativen zur Leistungsstärkung des europäischen Hochschulsystems unterstützt, einschließlich der Umsetzung der Empfehlung des Rates zur Verfolgung von Hochschulabsolventen und des Aktionsplans für digitale Bildung. Das Programm unterstützt ebenfalls die Umsetzung des Kommuniqués der Minister zum Bologna-Prozess.

  • Förderung der Internationalisierung: Ziel des Programms ist die Stärkung der strategischen und strukturierten Zusammenarbeit zwischen Hochschulen durch: a) Unterstützung mehrerer Arten von Kooperationsmodellen, einschließlich der ambitionierteren, wie dem Netzwerk Europäischer Hochschulen; b) Abbau der Hindernisse für die Mobilität anhand der Umsetzung der automatischen gegenseitigen Anerkennung von Abschlüssen und Lernergebnissen und indem Mobilität in die Lehrpläne aufgenommen wird; c) Unterstützung der Hochschuleinrichtungen bei der Umsetzung der Bologna-Prinzipien und -Instrumente zur Förderung der Mobilität für alle und zur Entwicklung eines erfolgreichen, mehrsprachigen europäischen Bildungsraums bis 2025.
  • Überwindung von Lücken und Diskrepanzen zwischen den Fertigkeiten durch: a) Unterstützung der Entwicklung von lernzielorientierten Lehrplänen, die den Lernbedürfnissen der Studierenden besser entsprechen und gleichzeitig für den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft insgesamt relevant sind b) Umsetzung transdisziplinärer Ansätze und innovativer pädagogischer Maßnahmen, wie schülerzentriertes oder umgekehrtesund forschendes Lernen für eine bessere Aneignung von übertragbaren, zukunftsorientierten Kompetenzen; c) Entwicklung, Erprobung und Umsetzung flexibler und modularer Kursentwürfe (in Teilzeit, online oder gemischt) und angemessener Bewertungsmethoden; d) Steigerung der Attraktivität und Überarbeitung der Lehrpläne für STEM mit einem STEAM-basierten Ansatz, der praktische Anwendungen, problembasierte Lernmethoden, IKT-Anwendungen und kollaborative Verfahren einschließt, u. a. Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen.
  • Belohnung von Exzellenz im Lernprozess, in der Lehre und Kompetenzentwicklung, durch a) Entwicklung und Umsetzung von Strategien und einer Qualitätskultur zur Belohnung und Förderung exzellenter Lehrer; b) Ausbildung von Akademikern in neuen und innovativen pädagogischen Arbeitsweisen, einschließlich transdisziplinärer Ansätze, neuer Lehrplangestaltung, Durchführungs- und Bewertungsmethoden, die ggf. einen Zusammenhang zwischen Bildung, Forschung und Innovation bilden, c) die Förderung eines unternehmerischen, offenen und innovativen Hochschulsektors, indem Lern- und Lehrpartnerschaften mit kommerziellen und nicht kommerziellen Organisationen im Privatsektor gefördert werden, d) Entwicklung neuer Praktiken basierend auf der pädagogischen Forschung und Kreativität.
  • Aufbau integrativer Hochschulsysteme. Das Programm unterstützt inklusiver Ansätze in Bezug auf Mobilität und Zusammenarbeit wie a) erhöhte Zugangsgerechtigkeit, Teilnahme- und höhere Abschlussraten unterrepräsentierter und benachteiligter Gruppen; b) Entwicklung und Umsetzung flexibler Mobilitätsprogramme (kurzzeitig, virtuell und gemischt); c) aktive Unterstützung der ankommenden Teilnehmer des Mobilitätsprogramms bei der Unterkunftssuche, einschließlich anhand der Zusammenarbeit mit einschlägigen Interessenträgern zur Bereitstellung von angemessenem und erschwinglichem Wohnraum. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf einem ausgewogenen Geschlechtergleichgewicht.
  • Förderung des zivilgesellschaftlichen Engagements: Begünstigung der bürgerlichen und sozialen Verantwortung von Studierenden, Forschern und Universitäten, auch durch außerschulische Aktivitäten und Anerkennung freiwilliger und gemeinschaftlicher Arbeit in akademischen Ergebnissen, je nach Fall.
  • Unterstützung der Einführung des europäischen Studentenausweises anhand des sicheren elektronischen Transfers der Daten von Studierenden zwischen Hochschulen, unter vollständiger Berücksichtigung der Auflagen zum Schutz personenbezogener Daten und wenn möglich in Verbindung mit dem neuen Europass. Das Ziel ist es, den Studierenden zu ermöglichen, online alle administrativen Schritte ihrer Mobilität im Ausland zu verwalten (von der Auswahl bis hin zur Anerkennung ihrer ECTS-Leistungspunkte), während sie gleichzeitig auf dem ausländischen Campus einfacheren Zugang zu einem breiten Fächer an Leistungen haben – einschließlich Bibliotheken, Verpflegung und Wohnraum. Die Hauptkomponenten der Initiative Europäischer Studentenausweis werden durch Projekte im Rahmen von Erasmus+ entwickelt, finanziert durch die Leitaktion 2: Strategische Partnerschaften und der Leitaktion 3: Innovative Projekte.
  • Konsolidierung und weitere Entwicklung von Tools für Hochschuldaten und Datenquellen1 zur Überwachung des Fortschritts der Ziele des europäischen Bildungsraums und der erneuerten EU-Agenda für die Hochschulbildung.
  • Förderung von effektiven, effizienten und nachhaltigen Finanzierung auf Systemebene und von Governance-Modelle, bei denen exzellenter Unterricht, Innovation und gemeinschaftliche Relevanz gefördert werden.

Im Bereich der Schulbildung werden folgende Prioritäten gesetzt:

  • Stärkung der Entwicklung von Schlüsselkompetenzen (im Einklang mit der Empfehlung des Rates zu Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen), beispielsweise anhand der Förderung der fächerübergreifenden Zusammenarbeit, der Kreativität, innovativer Lernansätze und -umgebungen, der Zusammenarbeit mit Interessenträgern in den Gemeinschaften vor Ort und im Ausland, der Unterstützung der Lehrkräfte bei einem kompetenzorientierten Unterricht, Entwicklungsbewertung und Validierung von Schlüsselkompetenzen.
  • Stärkung des Profils der Lehrberufe, einschließlich der Lehrer, Schulleiter und Lehrerausbilder, z. B. durch: Erhöhung der Attraktivität und Vielfalt der Berufe; Stärkung der Auswahl, Einstellung und Bewertung (Vorlagen für die Beurteilung von Mitarbeitern, Bewertung und Feedback); Verbesserung der grundlegenden Ausbildung und kontinuierlichen beruflichen Entwicklung von Lehrkräften und der Verknüpfung ihrer verschiedenen Phasen; Erleichterung und deutliche Erhöhung der Mobilität von Lehrkräften, einschließlich anhand der Beseitigung noch vorhandener Hindernisse; Unterstützung von Lehrkräften bei der Entwicklung innovativer Lehr- und Bewertungsmethoden, insbesondere zur Förderung des kompetenzorientierten Unterrichts und des kompetenzorientierten Lernens; Stärkung der Führung im Bildungswesen, einschließlich der Verteilung von Führungsfunktionen und Führung von Lehrkräften.
  • Förderung eines umfassenden Ansatzes für das Lehren und Lernen von Sprachen (im Einklang mit der Empfehlung des Rates zu einem umfassenden Ansatz für das Lehren und Lernen von Sprachen), der auf der zunehmenden sprachlichen Vielfalt in den Schulen aufbaut, beispielsweise durch: Förderung des frühen Sprachenlernens und -bewusstseins; Entwicklung zweisprachiger Unterrichtsmöglichkeiten, insbesondere für Grenzregionen und/oder in Gebieten, in denen die Einwohner mehr als eine Sprache sprechen; Einbeziehung neuer Technologien zur Unterstützung des Sprachenlernens; Unterstützung der Integration der Sprachdimension in die Lehrpläne; Verlegung des Schwerpunkts auf die Erreichung angemessener Kompetenzniveaus bis zum Ende der Pflichtschulzeit; Förderung der Schaffung sprachenbewusster Schulen2.
  • Stärkung der Leistung und des Interesses im Bereich der Naturwissenschaften, Technologie, Ingenieurswissenschaften und Mathematik (STEM). Diese Priorität umfasst u. a.: Förderung der Entwicklung nationaler STEM-Strategien; Entwicklung von Partnerschaften zwischen Schulen, Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der breiteren Gesellschaft; Förderung effektiver und innovativer pädagogischer Ansätze und Bewertungen; Förderung des STE(A)M-Ansatzes in der Bildung durch die interdisziplinäre Lehre von STEM in kulturellen, umweltbezogenen, designbezogenen und anderen Kontexten, unter Einbindung aller akademischen Disziplinen.
  • Bekämpfung des vorzeitigen Schulabgangs und der Benachteiligung mit Ermöglichung von Erfolgen für alle Lernenden, darunter Kinder mit Migrationshintergrund, zum Beispiel durch: Stärkung der Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren in den Schulen sowie mit den Familien und anderen externen Interessenträgern; Verbesserung des Übergangs zwischen den verschiedenen Bildungsphasen; Förderung präventiver Ansätze und der frühen Intervention; Unterstützung der Vernetzung von Schulen, die kooperative, ganzheitliche Ansätze im Lehren und Lernen fördern; Verbesserung der Bewertung und Qualitätssicherung.
  • Entwicklung von hochwertigen Systemen für die frühkindliche Erziehung und Betreuung (FBBE) (in Übereinstimmung mit der Empfehlung des Rates zu FBBE) zum Beispiel durch: Unterstützung der frühen und kontinuierlichen professionellen Ausbildung aller Mitarbeiter, die an der Organisation, Leitung und Leistung frühkindlicher Erziehung und Betreuung beteiligt sind; die Schaffung, Erprobung oder Umsetzung von Strategien und Praktiken zur Förderung der Teilnahme aller Kinder an der frühkindlichen Erziehung und Betreuung, einschließlich Kindern, die besondere Unterstützung benötigen (wie Kinder mit Behinderungen, Kinder aus einem benachteiligten sozioökonomischen Umfeld, Kinder mit Migrationsintergrund); Förderung der Umsetzung des EU-Qualitätsrahmens für hochwertige frühkindliche Betreuung, Bildung und Erziehung.
  • Aufbau von Kapazitäten für die Förderung und Begünstigung von Lernzeiten im Ausland (in Weiterverfolgung der Empfehlung des Rates für automatische gegenseitige Anerkennung), einschließlich der Förderung der Anerkennung formaler Bildung und transversaler Kompetenzen, die durch nicht-formales und informelles Lernen entwickelt wurden, beispielsweise durch: Aufbau von Verwaltungskapazitäten von Schulen zur Unterstützung der Teilnahme von Schülern an transnationalen Projekten und Austausch von Gleichaltrigen, einschließlich durch die Untersuchung des Potenzials von zwischengeschalteten Einrichtungen, die die Kapazitäten mehrerer Schulen bündeln; Aufbau nachhaltiger Partnerschaften zwischen Organisationen, die grenzüberschreitenden Lernaustausch in der allgemeinen Bildung ermöglichen; Förderung von Klassenaustauschen vor Ort bzw. der Mobilität von Schülern innerhalb von Schulprogrammen; Gewährleistung von angemessenen Sicherheitsstandards für Schüler, die an transnationalen Mobilitätsprogrammen teilnehmen, Entwicklung und Verbreitung von Instrumenten und Mechanismen zur Vorbereitung, Überwachung und Anerkennung von Zeiträumen im Ausland; Austausch und Förderung bewährter Praktiken.
  • Entwicklung leistungsstarker Qualitätssicherungssysteme für hochwertige, inklusive Bildung und Erziehung und Stärkung des Vertrauens zwischen den Staaten in Bezug auf die Qualität ihrer Schul- und Bildungssysteme, beispielsweise indem die Länder unterstützt werden, Synergien zwischen externen und internen Evaluationen zu bilden, Interessenträger in Qualitätssicherungsvorgänge einbezogen werden, oder Qualitätssicherungsstrategien so entworfen werden, dass die Entwicklung breitgefächerter Kompetenzen gefördert wird.

Im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung (sowohl der anfänglichen als auch der weiterführenden) werden folgende Prioritäten gesetzt:

  • Entwicklung von Partnerschaften zur Unterstützung der Ausarbeitung und Umsetzung von Internationalisierungsstrategien für Berufsbildungsanbieter3, die darauf abzielen, die erforderlichen Unterstützungsmechanismen und vertraglichen Rahmenbedingungen zur Förderung einer qualitativ hochwertigen Mobilität von Berufsbildungspersonal und Lernenden4, einschließlich der Förderung der automatischen gegenseitigen Anerkennung von Qualifikationen und Lernergebnissen, zu schaffen; Entwicklung von Unterstützungsdiensten für Auszubildende zur Förderung der Internationalisierung der Berufsbildung und der Mobilität von Lernenden durch Maßnahmen zur Information, Motivation, Vorbereitung und Erleichterung der sozialen Integration der Berufsbildungsteilnehmer im Gastland, wobei gleichzeitig ihr interkulturelles Bewusstsein und ihre aktive Bürgerschaft gestärkt werden sollen.
  • Entwicklung von Partnerschaften zur Förderung des Lernens am Arbeitsplatz in allen seinen Formen, sowohl für Jugendliche als auch Erwachsene, insbesondere zur Umsetzung der Empfehlung des Rates zu einem Europäischen Rahmen für hochwertige und nachhaltige Berufsausbildungen5. Diese Partnerschaften können auch darauf abzielen, neue Ausbildungsinhalte und gemeinsame berufliche Qualifikationen zu entwickeln, die Phasen des Lernens am Arbeitsplatz integrieren, die Möglichkeit, Wissen in praktischen Arbeitssituationen anzuwenden, und wenn möglich internationale Mobilitätserfahrungen einzubetten.
  • Steigerung der Qualität der beruflichen Aus- und Weiterbildung durch Einrichtung von Rückkopplungssystemen zur Anpassung der Bereitstellung beruflicher Aus- und Weiterbildung, u. a. durch die Einrichtung oder Erprobung von Systemen zur Nachverfolgung des beruflichen Werdegangs von Absolventen, wobei diese Bestandteil von Qualitätssicherungssystemen sein sollten, die der Empfehlung des Rates zur Werdegang-Nachverfolgung und dem Europäischen Bezugsrahmen für die Qualitätssicherung in der beruflichen Aus- und Weiterbildung (EQAVET) entsprechen6.
  • Verbesserung des Zugangs zu Ausbildung und Qualifikationen für alle unter besonderer Berücksichtigung der Geringqualifizierten durch berufliche Weiterbildung, insbesondere durch kontinuierliche Verbesserung der Qualität, des Angebots und der Zugänglichkeit der beruflichen Weiterbildung, Validierung des nicht formalen und informellen Lernens, Förderung des Lernens am Arbeitsplatz, Bereitstellung effizienter und integrierter Beratungsdienste und flexibler und durchlässiger Lernwege; dies umfasst die Entwicklung von Partnerschaften zwischen Kleinstunternehmen, kleinen und mittleren Unternehmen und Berufsbildungsanbietern zur Förderung gemeinsamer Kompetenzzentren, Lernnetze, Unterstützung der Bündelung von Ressourcen und der Aus- und/oder Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.
  • Weitere Stärkung der Schlüsselkompetenzen in der beruflichen Erstausbildung und Weiterbildung (insbesondere Alphabetisierung, Rechnen, Digitalisierung, Unternehmertum sowie Sprachen), einschließlich gemeinsamer Methoden für die Einführung dieser Kompetenzen in die Lehrpläne sowie für den Erwerb, die Bereitstellung und die Bewertung der Lernergebnisse dieser Lehrpläne.
  • Unterstützung der Einführung innovativer Ansätze und digitaler Technologien für das Lehren und Lernen, wie im Aktionsplan für die digitale Bildung dargelegt, einschließlich des wirksamen Einsatzes des Selbstreflexionstools SELFIE zur Unterstützung eines umfassenden Innovationsansatzes und des Einsatzes digitaler Technologien für pädagogische, administrative, technische und organisatorische Veränderungen.
  • Einführung systematischer Ansätze und Möglichkeiten für die Erstausbildung und Weiterbildung von Lehrkräften, Ausbildern und Mentoren in der beruflichen Bildung, sowohl im schulischen als auch im betrieblichen Umfeld (einschließlich Praktika), unter anderem auch durch die Entwicklung einer wirksamen digitalen, offenen und innovativen Bildung und entsprechender pädagogischer Arbeitsweise sowie praktischer Werkzeuge; Erhöhung der Attraktivität der Berufe des Lehrenden, Ausbildenden, Mentors und Leiters in der beruflichen Erstausbildung und Weiterbildung.
  • Entwicklung nachhaltiger Partnerschaften zum Aufbau und/oder zur Weiterentwicklung nationaler, regionaler und sektoraler Kompetenzwettbewerbe, um die Attraktivität und Exzellenz der beruflichen Bildung zu erhöhen. Diese Partnerschaften könnten auch die praktischen Vorkehrungen für die Vorbereitung, Ausbildung und Teilnahme der Auszubildenden und des beruflichen Lehrpersonals an internationalen, nationalen, regionalen und sektoralen Qualifikationswettbewerben entwickeln und unterstützen und dabei eng mit Unternehmen, Anbietern von Berufsbildung, Kammern und anderen relevanten Akteuren zusammenarbeiten.

Im Bereich der Erwachsenenbildung werden folgende Prioritäten gesetzt:

  • Verbesserung und Ausweitung der Bereitstellung von hochwertigen Lernmöglichkeiten für Erwachsene, indem an ihre individuellen Bedürfnisse angepasste, flexible Lernmöglichkeiten angeboten werden (z. B. gemischtes Lernen, digitale Lernanwendungen) und die durch informelles oder nicht formales Lernen erworbenen Fertigkeiten anerkannt werden.
  • Unterstützung der Einrichtung von und des Zugangs zu Weiterbildungsangeboten für gering qualifizierte Erwachsene mit wenig Kenntnissen, Wissen und Kompetenzen, damit sie ihre Lese-, Schreib- und Rechenfertigkeiten und digitalen Kompetenzen sowie andere Schlüsselkompetenzen ausbauen können und Fortschritte auf dem Weg zu höheren Qualifikationen erzielen können, einschließlich durch Kompetenz-Erkennung und -Screening oder angepassten Qualifizierungsangeboten.
  • Steigerung der Nachfrage und Belegung von Lernangeboten durch wirksame Aufklärungs-, Orientierungs- und Motivationsstrategien zur Unterstützung der Weiterbildungsangebote, indem gering qualifizierte Erwachsene ermutigt werden oder indem Beratung als Dienstleistung angeboten wird, sodass der Zugang von Erwachsenen zu relevanten Lernangeboten in allen Lebensabschnitten gewährleistet wird.
  • Erweiterung und Entwicklung der Kompetenzen von Pädagogen und anderem Personal, das erwachsene Lernende unterstützt, insbesondere bei der Feststellung vorhandener Kenntnisse und Fähigkeiten und bei ihrer Motivation zum Lernen; Verbesserung der Lehre, der Methoden und Instrumente durch den effizienten Einsatz innovativer Lösungen und digitaler Technologien.
  • Entwicklung von Mechanismen zur Überwachung der Wirksamkeit und zur Verbesserung der Qualitätssicherung von Strategien der Erwachsenenbildung und ihres Angebots und zur Verfolgung und Überwachung der Fortschritte erwachsender Lernender.
  • Sensibilisierung aller Bürger/innen und Generationen für Erasmus+, z. B. durch Bildungsangebote und Erfahrungsaustausch für Senioren in Hinblick auf den Aufbau und die Stärkung der europäischen Identität.

Im Bereich der Jugend wird im Einklang mit der vorgeschlagenen EU-Strategie für die Jugend folgendem Priorität eingeräumt:

  • Junge Menschen sollen einbezogen, vernetzt und gestärkt werden: Stärkung der sektorenübergreifenden Zusammenarbeit, um Synergien in verschiedenen Aktionsbereichen zu schaffen, die wichtig für junge Menschen sind. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Teilnahme, einschließlich alternativer und innovativer Formen der Teilnahme, und der aktiven Bürgerschaft junger Menschen, besonders derer, die von sozialer Ausgrenzung bedroht sind.

Vorrang erhalten Projekte, die:

  • die Teilnahme aller junger Menschen am demokratischen und gesellschaftlichen Leben in Europa verstärken;
  • es jungen Menschen ermöglichen, im Rahmen von politischen oder sozialen Geschehnissen, die sich auf ihr Leben auswirken, Kontakt mit gewählten politischen Entscheidungsträgern, Behörden, Interessengruppen, Organisationen der Zivilgesellschaft oder einzelnen Bürgern aufzunehmen, diesen gegenüber ihre Meinung auszudrücken und Einfluss auf diese zu nehmen;
  • das kritische Denken und die Medienkompetenz junger Menschen stärken, um die Demokratie zu festigen und Manipulation, Propaganda und Falschinformationen zu bekämpfen;
  • die politische, gesellschaftliche und soziale Teilnahme junger Menschen auf lokaler, regionaler, nationaler, europäischer oder globaler Ebene erweitern und vertiefen;
  • die aktive Bürgerschaft und insbesondere das Ehrenamt und die Solidarität unter jungen Menschen fördern;
  • aufbauend auf den europäischen Werten die soziale Inklusion aller junger Menschen erhöhen;
  • den interkulturellen Dialog und die Kenntnisse über und die Akzeptanz von Vielfalt und Toleranz in der Gesellschaft vorantreiben;
  • den Sinn junger Menschen für Initiative schärfen, insbesondere im sozialen Bereich und bei der Stärkung ihrer Gemeinschaften;
  • die Verbindungen zwischen Politik, Forschung und Praxis festigen, um die Situation junger Menschen und der Jugendpolitik besser zu verstehen.

Projekte, die zur Qualität und Innovation in der Jugendarbeit und ihrer Anerkennung beitragen

Priorität erhalten folgende Projekte:

    • den Kapazitätsaufbau von Fachkräften der Jugendarbeit und in den Praktiken der Jugendarbeit fördern; 
    • die Fachkräfte der Jugendarbeit in der Entwicklung und Nutzung effektiver Methoden zur Ansprache marginalisierter Jugendlicher, bei der Vorbeugung von Rassismus und Intoleranz unter jungen Menschen sowie der Auseinandersetzung mit den Risiken, Chancen und Auswirkungen der Digitalisierung unterstützen; 
    • die Inklusion und Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen mit geringeren Chancen und von Menschen, die weder eine Arbeit haben noch eine schulische oder berufliche Ausbildung absolvieren, fördern, mit besonderem Augenmerk auf durch Ausgrenzung gefährdete jungen Menschen und junge Menschen mit Migrationshintergrund;
    • die Jugendarbeit für eine sektorenübergreifende Zusammenarbeit öffnen, die größere Synergien zwischen allen Maßnahmenbereichen zulässt, die junge Menschen betreffen;
    • den Übergang junger Menschen von der Jugend in das Erwachsenenleben, einschließlich die Eingliederung in den Arbeitsmarkt, erleichtern, indem ihre Schlüsselkompetenzen ausgebaut werden und weitere von der Jugendarbeit zu leistende Unterstützung geboten wird;
    • Stärkung der Anerkennung und Validierung der Jugendarbeit und des formalen und nichtformalen Lernens auf europäischer, nationaler, regionaler und lokaler Ebene.
  • Förderung des Unternehmertums, des kreativen Lernens und des sozialen Unternehmertums unter jungen Menschen.

Priorität erhalten Projekte in Form von länderübergreifenden Jugendinitiativen, die es jungen Menschen ermöglichen, Ideen in die Praxis umzusetzen – auch durch gemeinwirtschaftliche Unternehmen – sowie Herausforderungen und Problemen in ihrem Alltag zu begegnen.

Welche Aktivitäten werden in strategischen Partnerschaften unterstützt?

Im Verlauf eines Projekts führen Strategische Partnerschaften in Abhängigkeit von der gewählten Art der Strategischen Partnerschaft, in der Regel vielfältige Aktivitäten durch, z. B.:

  • Aktivitäten, die die Zusammenarbeit und die Vernetzung zwischen Organisationen fördern,
  • Prüfungen und/oder Durchführung innovativer Verfahren in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend,
  • Aktivitäten, die die Anerkennung und Validierung von Kenntnissen, Qualifikationen und Kompetenzen erleichtern, die durch formales, nichtformales und informelles Lernen erworben wurden;
  • Aktivitäten zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen regionalen Behörden, um die Entwicklung von Systemen in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend zu fördern und diese Systeme in Aktionen zur Unterstützung der lokalen und regionalen Entwicklung einzubinden;
  • Aktivitäten zur Unterstützung von Lernenden mit Beeinträchtigungen/besonderen Bedürfnissen beim Abschluss von Ausbildungszyklen, zur Erleichterung des Übergangs in den Arbeitsmarkt und zur Bekämpfung der Ausgrenzung und Diskriminierung von Randgruppen im Bildungsbereich;
  • Aktivitäten, zur besseren Vorbereitung und zum besseren Einsatz der Fachkräfte in der Aus- und Weiterbildung hinsichtlich der Herausforderungen in der Lernumgebung in Zusammenhang mit Gleichheit, Vielfalt und Integration;
  • Aktivitäten, die die Integration von Flüchtlingen, Asylsuchenden und neu angekommenen Migrantinnen/Migranten unterstützen und das Bewusstsein für die Flüchtlingskrise in Europa schärfen;
  • länderübergreifende Initiativen zur Förderung unternehmerischer Denkformen und Kompetenzen, mit denen durch zwei oder mehr Gruppen junger Menschen aus verschiedenen Ländern der aktive Bürgersinn und die unternehmerische Initiative (einschließlich des sozialen Unternehmertums) angeregt werden.

Strategische Partnerschaften können auch individuelle länderübergreifende Unterrichts-, Ausbildungs- und Lernaktivitäten organisieren, wenn sie hinsichtlich der Erreichung der Projektziele mit einem Mehrwert verbunden sind. Manche dieser Aktivitäten können in einem oder mehreren Bereichen allgemeiner und beruflicher Bildung und Jugend relevant sein, wie in der folgenden Tabelle angegeben. Eine eingehende Beschreibung der unterstützten Aktivitäten ist Anhang I zu entnehmen.

Art der Aktivität

Besondere Relevanz für

gemischte Mobilität Lernender

Alle Bereiche allgemeiner und beruflicher Bildung und Jugend

Kurzzeitiger Austausch von Schülergruppen

Schulbildung, Berufsbildung

Intensiv-Studienprogramme

Hochschulbildung

Längere Mobilitätsphasen von Schülern

Schulbildung

Unterrichts- und Ausbildungstätigkeiten über längere Zeiträume

Hochschulbildung, Berufsbildung, Schulbildung, Erwachsenenbildung

Langzeitmobilität von Fachkräften der Jugendarbeit

Jugend

Kurzzeitige gemeinsame Angebote zur Fort- und Weiterbildung von Personal

Alle Bereiche allgemeiner und beruflicher Bildung und Jugend

Wer kann sich an einer strategischen Partnerschaft beteiligen?

Grundsätzlich fördern strategische Partnerschaften die Zusammenarbeit zwischen Organisationen aus Programmländern. Als Partner (nicht jedoch als Antragsteller) kommen allerdings auch Organisationen aus Partnerländern in Betracht, wenn sie einen wesentlichen Mehrwert für das Projekt erbringen.

Zusätzlich zu den Organisationen, die offiziell an den Projekt teilnehmen und EU-Mittel erhalten, können an Strategischen Partnerschaften auf assoziierte Partner aus dem öffentlichen oder privaten Sektor beteiligt sein, die zur Umsetzung spezifischer Projektaufgaben/-aktivitäten beitragen oder die Verbreitung der Projektergebnisse und Nachhaltigkeit des Projekts unterstützen. Vertraglich gesehen sind assoziierte Partner keine Mitglieder der Projektpartner und erhalten keine Finanzmittel. Die Beteiligung und die Funktionen assoziierter Partner im Zusammenhang mit den verschiedenen Tätigkeiten im Rahmen eines Projekts müssen jedoch klar beschrieben werden.

Nach welchen Kriterien werden strategische Partnerschaften bewertet?

Im Folgenden werden die formalen Anforderungen erläutert, die Strategische Partnerschaften erfüllen müssen, damit sie im Rahmen von Erasmus+ gefördert werden können:

Allgemeine Förderkriterien

Förderfähige teilnehmende Organisationen

Eine teilnehmende Organisation kann an einer beliebige öffentliche oder private Organisation aus einem Programmland oder weltweit einem beliebigen Partnerland beteiligt sein (siehe Abschnitt „Förderfähige Länder“ in Teil A dieses Leitfadens).

Beispiele:

  • Hochschuleinrichtungen,
  • Schulen/Institute/Bildungszentren (vom Vorschulbereich über die Sekundarstufe II einschließlich Einrichtungen bis zur Berufs- und der Erwachsenenbildung),
  • gemeinnützige Organisationen, Verbände, NRO,
  • öffentliche oder private kleine, mittlere oder große Unternehmen (einschließlich gemeinwirtschaftlicher Unternehmen),
  • lokale, regionale oder nationale öffentliche Stellen,
  • Sozialpartner oder sonstige Vertreter des Arbeitsmarkts (u. a. Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern oder Berufsverbände und Gewerkschaften),
  • Forschungseinrichtungen,
  • Stiftungen,
  • überbetriebliche Bildungszentren,
  • Unternehmen, die gemeinsame Bildungsaktivitäten anbieten (kooperative Bildungsangebote),
  • Kulturorganisationen, Bibliotheken, Museen,
  • Laufbahnberatungs-, Berufsberatungs- und Informationsstellen,
  • Einrichtungen, die Kenntnisse, Qualifikationen und Kompetenzen validieren die durch nichtformales und informelles Lernen erworben wurden,
  • europäische Jugend-NRO,
  • Gruppen junger Menschen, die Jugendarbeit leisten, aber nicht unbedingt in einer Jugendorganisation tätig sind (d. h. informelle Gruppen junger Menschen)7.

Hochschuleinrichtungen in einem Programmland müssen über eine gültige Erasmus-Charta für die Hochschulbildung (ECHE) verfügen. Hochschuleinrichtungen aus Partnerländern benötigen keine Erasmus-Charta, müssen sich aber zur Einhaltung der Grundsätze der Charta verpflichten.

Wer ist antragsberechtigt?

Jede teilnehmende Organisation, die ihren Sitz in einem Programmland hat, kann Antragsteller sein. Die betreffende Organisation führt die Antragstellung im Namen aller an einem Projekt beteiligten Organisationen durch.

Anzahl und Profil der teilnehmenden Organisationen

Strategische Partnerschaften sind länderübergreifende Partnerschaften, an denen mindestens drei Organisationen aus drei unterschiedlichen Programmländern beteiligt sein müssen. Es gibt keine maximale Anzahl an teilnehmenden Organisationen. Allerdings gilt für das Budget für die Verwaltung und Durchführung von Projekten eine Obergrenze (sie entspricht in ihrer Höhe der Summe 10 teilnehmender Organisationen). Zum Zeitpunkt der Antragstellung müssen alle teilnehmenden Organisationen benannt werden.

Für folgende Strategische Partnerschaften gelten ausnahmsweise abweichende Regeln:

  • an Strategischen Partnerschaften im Bereich Jugend müssen mindestens zwei Organisationen aus zwei unterschiedlichen Programmländern beteiligt sein;
  • an Partnerschaften für den Schüleraustausch müssen mindestens zwei und höchstens sechs Schulen aus mindestens zwei unterschiedlichen Programmländern beteiligt sein8.

Ort(e) der Aktivitäten

Alle Aktivitäten der Strategischen Partnerschaften müssen in den Ländern der Organisationen durchgeführt werden, die am Projekt beteiligt sind. Lern-, Unterrichts- und Ausbildungsaktivitäten für Lernende und langfristige Aktivitäten für Personal können nur in Programmländern organisiert werden.

Sofern dies im Hinblick auf die Projektziele ordnungsgemäß begründet wird, können darüber hinaus: 

  • Aktivitäten können an den Orten stattfinden, an denen Einrichtungen der Europäischen Union ihren Sitz haben, selbst wenn an dem jeweiligen Projekt keine Organisationen aus diesen Orten beteiligt sind9.
  • Multiplikatorenveranstaltungen können im Land jedes der an der Strategischen Partnerschaft beteiligten assoziierten Partners stattfinden.

Projektdauer

  • Partnerschaften im Bereich der Hochschulbildung: zwischen 24 und 36 Monaten
  • Partnerschaften im Bereich Berufsbildung, schulische Bildung und Erwachsenenbildung: zwischen 12 und 36 Monaten10;
  • Partnerschaften im Bereich Jugend: zwischen 6 und 36 Monaten.

Die Dauer muss bei der Antragstellung je nach Projektziel und Art der im betreffenden Zeitraum geplanten Aktivitäten gewählt werden.

In Ausnahmefällen kann die Dauer einer Strategischen Partnerschaft auf Antrag des Begünstigten und mit Zustimmung der Nationalen Agentur um bis zu sechs Monate verlängert werden, wenn die Gesamtdauer drei Jahre nicht überschreitet. Die Verlängerung hat jedoch keine Auswirkungen auf die Gesamthöhe der Finanzmittel. In allen Fällen muss das Projekt spätestens am 31. August 2023 abgeschlossen sein.

Wo ist der Antrag zu stellen?

Bei der Nationalen Agentur des Landes, in dem die antragstellende Organisation ansässig ist11.

Bis zum Fristablauf kann ein Partnerkonsortium bestehend aus denselben Partnern nur einen einzigen Antrag stellen und der Antrag kann nur an eine einzige Nationale Agentur gerichtet werden.

Wann wird der Antrag gestellt?

Partnerschaften in den Bereichen Hochschulbildung, allgemeine und berufliche Bildung, Schul- und Erwachsenenbildung):

24. März 12.00 Uhr (Mittag Brüsseler Zeit) bei Projekten, die zwischen dem 1. September eines Jahres und dem 31. Dezember desselben Jahres beginnen.

Partnerschaften im Bereich Jugend:

Die Finanzhilfeanträge sind einzureichen bis:

  • 5. Februar 12.00 Uhr (Mittag Brüsseler Zeit) bei Projekten, die zwischen dem 1. Juni eines Jahres und dem 30. September desselben Jahres beginnen;
  • 30. April 12.00 Uhr (Mittag Brüsseler Zeit) bei Projekten, die zwischen dem 1. September eines Jahres und dem 31. Januar des folgenden Jahres beginnen;
  • 1. Oktober 12.00 Uhr (Mittag Brüsseler Zeit) bei Projekten, die zwischen dem 1. Februar und dem 31. Mai des folgenden Jahres beginnen.

Strategische Partnerschaften im Bereich Jugend: bei allen drei Fristen können die Nationalen Agenturen die Fristen für beide Arten von Strategischen Partnerschaften (Unterstützung von Innovationen und Austausch guter Praxis) öffnen oder nur für eine der beiden Arten. Antragsteller sind gehalten, für weitere Informationen die Website ihrer Nationalen Agentur zu besuchen.

Wie ist der Antrag zu stellen?

Nähere Informationen zur Antragstellung finden Sie in Teil C dieses Leitfadens.

Zusätzliche Förderkriterien

Wenn die Strategische Partnerschaft eine der folgenden länderübergreifenden Lern-, Unterrichts- oder Ausbildungsaktivitäten vorsieht, müssen die folgenden maßgeblichen Förderkriterien erfüllt werden:

Kurzzeitige gemeinsame Angebote zur Fort- und Weiterbildung von Personal

FÖRDERFÄHIGE Teilnehmer

Hochschullehrer, Lehrer, Ausbilder und anderes Unterrichts- und Verwaltungspersonal12, das/die in beteiligten Organisationen in Programm- und Partnerländern beschäftigt ist/sind. Fachkräfte der Jugendarbeit auf Programm- und Partnerländern.

Dauer der Aktivität 3 Tage bis 2 Monate; ohne Reisezeit
Intensiv-Studienprogramme

Förderfähige Teilnehmer

  • Lernende: An einer teilnehmenden Hochschuleinrichtung in einem Programmland immatrikulierte Hochschulstudierende.
  • Lehrkräfte: Lehrkräfte teilnehmender Hochschuleinrichtungen in Programm- oder Partnerländern.
  • Eingeladene Lehrkräfte: Lehrkräfte nicht teilnehmender Hochschuleinrichtungen sowie Experten, Spezialisten und Fachleute aus Unternehmen oder anderen Organisationen in Programm- oder Partnerländern. 

Dauer der Aktivität

  • Lernende: 5 Tage bis 2 Monate; ohne Reisezeit 
  • Lehrkräfte (einschließlich eingeladener Lehrkräfte): 1 Tag bis 2 Monate; ohne Reisezeit
Gemischte Mobilität von Schülern, Lernenden und jungen Menschen (mit virtueller Mobilität kombinierte, kurzzeitige physische Mobilität)

FÖRDERFÄHIGE TEILNEHMER

  • Auszubildende, Lernende in berufsbildenden Einrichtungen, Hochschulstudierende13, erwachsene Lernende und Schüler teilnehmender Organisationen in Programmländern. Junge Menschen aus Programmländern. 
DAUER DER AKTIVITÄT 5 Tage bis 2 Monate; ohne Reisezeit
Kurzzeitiger Austausch von Schülergruppen (einschließlich der Lernenden in der beruflichen Bildung);
FÖRDERFÄHIGE TEILNEHMER Schüler und Lernende in der beruflichen Bildung jeden Alters, die an einer teilnehmenden Schule (einschließlich Einrichtungen im Bereich der beruflichen Bildung) in einem Programmland eingeschrieben sind und von Schulpersonal begleitet werden.
DAUER DER AKTIVITÄT 3 Tage bis 2 Monate; ohne Reisezeit
Unterrichts- und Ausbildungstätigkeiten über längere Zeiträume
FÖRDERFÄHIGE TEILNEHMER Hochschullehrer, Lehrer, Ausbilder sowie Unterrichts- und Verwaltungspersonal, das/die in beteiligten Organisationen in Programmländern beschäftigt ist/sind.
DAUER DER AKTIVITÄT 2 bis 12 Monate
Längere Mobilitätsphasen von Schülern
FÖRDERFÄHIGE TEILNEHMER Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahre, die an einer teilnehmenden Schule in einem Programmland eingeschrieben sind. 
DAUER DER AKTIVITÄT 2 bis 12 Monate
Langzeitmobilität von Fachkräften der Jugendarbeit
FÖRDERFÄHIGE TEILNEHMER Fachkräfte der Jugendarbeit aus Programmländern
DAUER DER AKTIVITÄT 2 bis 12 Monate

Antragstellende Einrichtungen werden anhand der relevanten Ausschluss- und Auswahlkriterien bewertet. Weitere Informationen sind Teil C dieses Leitfadens zu entnehmen.

Gewährungskriterien

Je nach den Zielen des Projekts, den teilnehmenden Organisationen, den erwarteten Wirkungen sowie anderen Elementen können die Strategischen Partnerschaften unterschiedliche Größe haben und jeweils angepasste Aktivitäten beinhalten. Kurz gesagt, diese Aktion ermöglicht den teilnehmenden Organisationen Erfahrungen in der internationalen Zusammenarbeit und eine Stärkung ihrer Kapazitäten, aber auch die Entwicklung hochwertiger innovativer Angebote und Ergebnisse. Die qualitative Bewertung eines Projekts hängt von den Zielen der Zusammenarbeit und von der Art der teilnehmenden Organisationen ab.

Die Projekte werden nach den folgenden Kriterien bewertet:

Relevanz des Projekts

(maximal 30 Punkte)

  • Relevanz des Vorschlags im Hinblick auf:
    • Ziele und Prioritäten der Aktion (siehe Abschnitt „Welche Ziele und Prioritäten werden mit Strategischen Partnerschaften verfolgt?“).
    • Betrifft der Antrag die horizontale Priorität „soziale Eingliederung“, so wird er als hoch relevant eingeschätzt.
    • Wird in dem Vorschlag auf eine oder mehrere, von der Nationalen Agentur bekannt gegebene „europäische Priorität(en) im nationalen Kontext“ eingegangen, wird er als hoch relevant betrachtet.
  • Umfang, in dem
    • der Vorschlag auf einer fundierten und angemessenen Bedarfsanalyse beruht;
    • die Ziele klar definiert und realistisch sind und mit Sachverhalten in Zusammenhang stehen, die für die beteiligten Organisationen und die jeweiligen Zielgruppen von Bedeutung sind,
    • der Vorschlag geeignet ist, Synergien zwischen den verschiedenen Bereichen der allgemeinen und beruflichen Bildung und Jugendarbeit zu entwickeln,
    • der Vorschlag innovativ ist und/oder andere von den teilnehmenden Organisationen bereits durchgeführte Initiativen ergänzt;
    • der Vorschlag einen Mehrwert auf EU-Ebene durch Ergebnisse erbringt, die nicht erzielt werden könnten, wenn die Aktivitäten in einem einzelnen Land durchgeführt würden.

Qualität der Projektkonzeption und ‑durchführung

(maximal 20 Punkte)

  • Klarheit, Vollständigkeit und Qualität des Arbeitsprogramms einschließlich geeigneter Phasen zur Vorbereitung, Durchführung, Überwachung, Evaluierung und Verbreitung;
  • Übereinstimmung der Projektziele mit den vorgeschlagenen Aktivitäten;
  • Qualität und Durchführbarkeit der vorgeschlagenen Methode;
  • Existenz und Relevanz von Maßnahmen zur Qualitätskontrolle, die gewährleisten, dass das Projekt in hervorragender Weise fristgerecht und unter Einhaltung des finanziellen Rahmens durchgeführt wird;
  • Kostenwirksamkeit des Projekts und Zuweisung angemessener Mittel für die einzelnen Aktivitäten.
  • Gegebenenfalls die Nutzung von Erasmus+ Online-Plattformen (z. B. eTwinning, EPALE, dem Schulbildungsportal School Education Gateway) als Instrumente für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Projektaktivitäten.
  • Für Partnerschaften für den Schüleraustausch:
    • das Ausmaß, in dem die Projekte auf früheren oder laufenden eTwinning-Projekten aufbauen;
    • das Ausmaß, in dem das Projekt eTwinning in Kombination mit physischer Mobilität nutzt, um einen längeren, häufigeren und reicheren Austausch zwischen Schülern und Lehrern in verschiedenen Ländern zu schaffen (Blended Mobility).

Projekte mit Ausbildungs-, Unterrichts- oder Lernaktivitäten:

  • Die Qualität der praktischen Vorkehrungen, des Managements und der Unterstützungsmodalitäten bei Lern-, Unterrichts- und Ausbildungsaktivitäten;
  • Eignung der Aktivitäten im Hinblick auf die Projektziele und die Anzahl der Teilnehmer,
  • Qualität der Regelungen zur Anerkennung und Validierung der Lernergebnisse der Teilnehmer gemäß den Grundsätzen der europäischen Transparenz- und Anerkennungsinstrumente.

Qualität der Zusammensetzung des Projektteams und der Kooperationsvereinbarungen

(maximal 20 Punkte)

  • Umfang, in dem
    • an dem Projekt einander ergänzende Organisationen mit dem erforderlichen Profil und der benötigten Erfahrung und Kompetenz zur erfolgreichen Durchführung sämtlicher mit dem Projekt einhergehender Aktivitäten beteiligt sind,
    • die Zuständigkeiten und Aufgaben so verteilt sind, dass das Engagement und die aktive Mitwirkung aller eingebundenen Organisationen deutlich werden,
    • – soweit für den Projekttyp von Bedeutung – Organisationen aus unterschiedlichen Bereichen der allgemeinen und beruflichen Bildung und Jugendarbeit und aus anderen Bereichen der Wirtschaft und Gesellschaft14 an dem Projekt beteiligt sind.
    • Das Ausmaß, in dem neue Teilnehmer in die Aktion einbezogen werden;
  • Für Schulaustauschpartnerschaften: Das Ausmaß, in dem das Projekt eTwinning-Schulen einbezieht und ihnen die Möglichkeit bietet, bewährte eTwinning-Praktiken zu fördern und anderen Schulen, die weniger Erfahrung im Umgang mit eTwinning haben, Mentoring anzubieten.
  • Das Bestehen wirksamer Mechanismen zur Abstimmung und Kommunikation der teilnehmenden Organisationen untereinander und mit anderen maßgeblichen Akteuren;
  • Der Umfang, in dem eine beteiligte Organisation aus einem Partnerland gegebenenfalls einen wesentlichen Mehrwert für das Projekt erbringt. (Ansonsten wird das Projekt nicht als förderfähig betrachtet.)

Wirkung und Verbreitung (maximal 30 Punkte)

  • Qualität der Maßnahmen zur Bewertung der Projektergebnisse,
  • mögliche Wirkung des Projekts:
    • auf Teilnehmer und teilnehmende Organisationen während der Dauer eines Projekts und nach dem Projekt,
    • über die unmittelbar an einem Projekt teilnehmenden Organisationen und Personen hinaus auf lokaler, regionaler, nationaler und/oder europäischer Ebene,
  • Qualität der geplanten Verbreitungsmaßnahmen: Eignung und Qualität von Maßnahmen zur Weitergabe der Projektergebnisse innerhalb der teilnehmenden Organisationen und darüber hinaus;
  • gegebenenfalls Qualität der Erläuterungen dazu, wie die erstellten Materialien, Unterlagen und Medien durch freie Lizenzen ohne unverhältnismäßige Einschränkungen kostenlos zugänglich gemacht werden.
  • Qualität der Pläne, welche die Nachhaltigkeit des Projekts gewährleisten sollen: Möglichkeit zur Entwicklung einer anhaltenden Wirkung und zur Erzielung von Ergebnissen, nachdem die Finanzmittel der EU aufgebraucht sind.

Projekte können nur dann gefördert werden, wenn sie mindestens 60 Punkte erzielen. Außerdem muss jeweils mindestens die Hälfte der Höchstpunktzahl für die oben genannten Gewährungskriterien erreicht werden (d. h. mindestens 15 Punkte in den Kategorien „Relevanz des Projekts“ und „Wirkung und Verbreitung“ und 10 Punkte in den Kategorien „Qualität der Konzeption und der Durchführung des Projekts“ und „Qualität der Zusammensetzung des Projektteams und der Kooperationsvereinbarungen“). Vorschläge, die nicht zumindest einer der Prioritäten der Aktion zum Gegenstand haben, sind nicht förderfähig.

Besondere Formate Strategischer Partnerschaften

Strategische Partnerschaften unterstützen einen breiten Umfang möglicher Aktivitäten zur Durchführung hochqualitativer Projekte, zur unterstützenden Entwicklung und Modernisierung von Organisationen sowie zur Unterstützung politischer Entwicklungen auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene.

Je nach den Zielen des Projekts, den teilnehmenden Organisationen, den erwarteten Wirkungen sowie anderen Elementen können die Strategischen Partnerschaften unterschiedliche Größe haben und jeweils angepasste Aktivitäten beinhalten.

Innerhalb der großen Vielfalt an Aktivitäten und Projektformaten zeichnen sich die folgenden Strategischen Partnerschaften durch besondere Merkmale aus.

Partnerschaften für den Schüleraustausch

Das Hauptziel von Partnerschaften für den Schüleraustausch besteht darin, die europäische Dimension in den teilnehmenden Schulen zu stärken, ihre Fähigkeit zu grenzübergreifender Zusammenarbeit auszubauen und sie in die Lage zu versetzen, neue Herausforderungen zu bewältigen. Durch Organisation von Mobilitätsaktivitäten für Schüler werden diese Partnerschaften zudem die in der Erklärung von Paris vom März 2015 hervorgehobenen Werte der Freiheit, Inklusion, Toleranz und Nicht-Diskriminierung fördern.

Im Rahmen von Partnerschaften für den Schüleraustausch können verschiedene Aktivitäten für den Austausch von Personal und Schülern durchgeführt werden, u. a.:

  • Kurzzeitiger Austausch von Schülergruppen (3 Tage bis 2 Monate) Schüler aus verschiedenen Ländern können sich gemeinsam an mit den Zielen der Partnerschaft verbundenen Aktivitäten beteiligen. Die Aktivitäten im Rahmen dieser kurzzeitigen Austausche sind darauf ausgelegt, den Schülern internationale Lernerfahrungen zu bieten, ihr Verständnis für die Vielfalt europäischer Kulturen und Sprachen zu entwickeln und ihnen beim Erwerb der für ihre persönliche Entwicklung erforderlichen sozialen, bürgerschaftlichen und interkulturellen Kompetenzen zu helfen. 
  • Längere Mobilitätsphasen von Schülern (2-12 Monate): Schüler ab 14 Jahren können eine Mobilitätsphase in einer aufnehmenden Schule und einer Gastfamilie im Ausland verbringen. Von den entsendenden und den aufnehmenden Schulen wird erwartet, dass sie hochwertige Lernergebnisse gewährleisten, für eine angemessene Anerkennung der beteiligten Schüler sorgen und sie während ihrer Mobilitätsphase fortlaufend unterstützen. Wer eine Partnerschaft für den Schüleraustausch beantragt, kann sich ausschließlich auf die Organisation längerer Mobilitätsphasen von Schülern als Instrument zur Entwicklung des Potenzials beteiligter Schulen zur internationalen Zusammenarbeit in den Mittelpunkt konzentrieren.
  • Kurzzeitige gemeinsame Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen für Personal (3 Tage bis 2 Monate): Lehr- und anderes Personal kann in gemeinsamer Arbeit Erfahrungen und Knowhow austauschen oder gemeinsam Schulungen erhalten.
  • Unterrichts- und Ausbildungstätigkeiten über längere Zeiträume (2-12 Monate): Diese Aktivität ermöglicht es Personal, durch eine längerfristige Entsendung in eine Partnerschule seine Kenntnisse über die Systeme allgemeiner und beruflicher Bildung in anderen Ländern zu erweitern, Verständnis dafür zu entwickeln und berufliche Kompetenzen, Methoden und Praktiken weiterzugeben und zu erwerben.

eTwinning in Schulaustauschpartnerschaften

Die Kombination von Mobilität und physischem Austausch mit virtueller Kooperation kann ein wichtiges Element von Schulaustauschpartnerschaften sein. Insbesondere werden Projekte sehr dazu ermutigt, für die gemeinsame Arbeit an ihrem jeweiligen Projekt vor, während und nach den Mobilitätsaktivitäten die Online-Plattform eTwinning zu nutzen.

Um die Stärken ihres Vorschlags in Bezug auf die Nutzung von eTwinning zu demonstrieren, sollten die Antragsteller die relevanten Elemente in ihrem Projektantrag erläutern. Zu den besonders wichtigen Elementen gehören:

  • Schulen mit dem eTwinning-Schulsiegel15 in das Projekt einbinden und ihnen die Möglichkeit geben, bewährte Verfahren im Bereich eTwinning zu fördern und anderen Schulen, die weniger Erfahrung im Umgang mit eTwinning haben, Mentoring anzubieten;.
  • Vorstellung konkreter Pläne, die auf früheren oder laufenden eTwinning-Projekten aufbauen sollen;
  • Einsatz von eTwinning in Kombination mit physischer Mobilität, um einen längeren, häufigeren und intensiveren Austausch zwischen Schülern und Lehrern in verschiedenen Ländern zu ermöglichen (Blended Mobility).

Besondere Förderkriterien für Partnerschaften für den Schüleraustausch

Für dieses Partnerschaftsformat gelten im Vergleich zu Strategischen Partnerschaften noch folgende besondere Regeln: 

  • An den Partnerschaften müssen mindestens zwei und höchstens sechs Schulen beteiligt sein.16
  • Es können nur Schulen aus Programmländern teilnehmen;
  • Projekte dauern normalerweise 12 bis 24 Monate. Nur Projekte, mit denen längere Mobilitätsphasen von Schülern organisiert werden, dürfen bis zu 36 Monate dauern, sofern der jeweilige Arbeitsplan dies rechtfertigt;
  • Mittel werden für Mobilitätsaktivitäten von Personal und Schülern (einschließlich begleitender Lehrer oder anderer qualifizierter Personen) sowie für das allgemeine Projektmanagement und Durchführungskosten bereitgestellt. Für geistige Leistungen, Multiplikatorenveranstaltungen und länderübergreifende Projekttreffen werden keine zweckbestimmten Mittel bereitgestellt. Zusätzliche Mittel zur Unterstützung von Teilnehmern mit besonderen Bedürfnissen sowie zur Deckung außergewöhnlicher Kosten können mit entsprechender Begründung angefordert werden. Weitere Einzelheiten sind dem Abschnitt „Welche Regeln bestehen für die Finanzierung von Aktivitäten?“ zu entnehmen;
  • Die Mittel werden auf einen Höchstbetrag von 16 500 EUR pro Jahr und teilnehmender Schule begrenzt. Diese Obergrenze gilt auf Projektebene17. Mittel zur Unterstützung von Teilnehmern mit besonderen Bedürfnissen sowie zur Deckung von durch hohe Reisekosten verursachten, außergewöhnlichen Kosten werden auf dieses festgeschriebene Maximum nicht angerechnet.

Erfolgreiche Partnerschaften für den Schüleraustausch verwenden ein besonderes Vertragsmodell, das sich von anderen Strategischen Partnerschaften unterscheidet. Im Antragsstadium übernimmt die antragstellende Schule die Federführung für das Projekt und stellt den Antrag im Namen aller teilnehmenden Schulen. Sobald die betreffende Partnerschaft jedoch ausgewählt wurde, schließt jede der teilnehmenden Schulen eine eigene Finanzhilfevereinbarung mit der Nationalen Agentur ihres jeweiligen Landes. Die antragstellende Schule behält für die Dauer des Projekts eine koordinierende Funktion bei und ist für die Berichterstattung über die Gesamtergebnisse des Projekts verantwortlich, während die Partnerschulen nur ihre besonderen Ausgaben melden.

Länderübergreifende Jugendinitiativen18

Diese Strategischen Partnerschaften im Bereich der Jugend dienen der Stärkung des sozialen Engagements und unternehmerischen Denkens von Jugendlichen. Die Initiativen können etwa folgende Inhalte zum Gegenstand haben:

  • Einrichtung von (Netzen von) gemeinwirtschaftlichen Unternehmen, Verbänden, Vereinen, NRO usw.,
  • Entwicklung und Durchführung von Kursen und Schulungen zur Förderung unternehmerischen Denkens und Handelns (insbesondere im Hinblick auf soziales Unternehmertum und die Nutzung von IKT),
  • Vermittlung von Informationen, Medienkompetenz, Sensibilisierungsmaßnahmen oder Maßnahmen zur Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements junger Menschen (Debatten, Konferenzen, Veranstaltungen, Konsultationen, Initiativen im Zusammenhang mit Europa-Themen usw.),
  • Maßnahmen zugunsten lokaler Gemeinschaften (Förderung benachteiligter Gruppen wie z.B. älterer Menschen, Minderheiten, Migranten, Behinderte usw.),
  • Initiativen im Bereich Kunst und Kultur (Theateraufführungen, Ausstellungen, Konzerte, Diskussionsforen usw.).

Das herausragende Merkmal dieses Formats Strategischer Partnerschaften besteht darin, dass eine Jugendinitiative von jungen Menschen selbst initiiert, konzipiert und durchgeführt wird.

Was Sie sonst noch über diese Aktion wissen sollten

Unterstützung regionaler Zusammenarbeit in der schulischen Bildung

Strategische Partnerschaften im Bereich der schulischen Bildung können Anträge für Projekte auf der Grundlage grenzübergreifender Kooperationen zwischen Regionen oder Gemeinden verschiedener Länder stellen. Die Besonderheit dieser Partnerschaften besteht in der strategischen Beteiligung lokaler und/oder regionaler Schulbehörden. Zur Gestaltung eines erfolgreichen Antrags sollten die lokalen oder regionalen Behörden eine führende Rolle bei der Planung von Aktivitäten übernehmen, mit denen ein gemeinsames Problem mittels Einbeziehung von Organisationen des zivilgesellschaftlichen und des privaten Sektors gemeinsam mit den Schulen in ihrer Gemeinde angegangen werden soll.

Sonderkosten für teure Reisen

Antragsteller für Strategische Partnerschaften zur Organisation von Lern-, Unterrichts- und Ausbildungsaktivitäten können im Rahmen der Kostenart „Sonderkosten“ finanzielle Unterstützung beantragen (bis maximal 80 % der förderfähigen Kosten. Siehe „Welche Regeln gibt es für die Finanzierung?“), einschließlich in Fällen, in denen sich die Teilnehmer für umweltfreundlichere Transportmittel mit geringeren Kohlenstoffemissionen entscheiden (z. B. Zug), was höhere Reisekosten nach sich zieht. Diese Kosten werden anerkannt, sofern der Antragsteller nachweisen kann, dass die Standard-Finanzierungsregeln (basierend auf dem Zuschuss pro Einheit für das betreffende Reiseentfernungsband) nicht mindestens 70 % der Reisekosten der Teilnehmer abdecken. Bei Bewilligung der Sonderkosten für teure Reisen ersetzen diese den Standardzuschuss.

Weitere Hinweise

Zusätzlich zu den o.g. Informationen sind weitere obligatorische Kriterien, ergänzende hilfreiche Informationen und Projektbeispiele im Zusammenhang mit dieser Aktion dem Anhang I dieses Leitfadens zu entnehmen. Interessierten Organisationen wird empfohlen, die Erläuterungen zu den betreffenden Abschnitten in diesem Anhang sorgfältig zu lesen, bevor sie Finanzhilfen beantragen.

Welche Regeln bestehen für die Finanzierung von Aktivitäten?

Strategische Partnerschaften reichen von verhältnismäßig einfachen Kooperationsprojekten zwischen kleineren Organisationen (z. B. Schulen oder informellen Gruppen junger Menschen) bis hin zu eher komplexen und umfangreichen Projekten zur Entwicklung und zum Austausch innovativer Ergebnisse auf allen Gebieten der Bereiche allgemeine und berufliche Bildung und Jugend. Entsprechend unterschiedlich sind die mit den verschiedenen Projekttypen verbundenen Aufwendungen.

Daher umfasst das vorgeschlagene Finanzierungsmodell eine ganze Palette an Kostenpositionen, aus der Antragsteller die Positionen auswählen können, die für die von ihnen beabsichtigten Aktivitäten und die angestrebten Ergebnisse von Bedeutung sind. Die erste Position „Projektmanagement und -durchführung“ kommt bei allen Formen Strategischer Partnerschaften in Betracht, da sie Bestandteil der Kosten sind, die bei allen Projekten anfallen. Strategische Partnerschaften können, mit Ausnahme von Partnerschaften für den Schüleraustausch, außerdem besondere Mittel für die Organisation von „länderübergreifenden Projekttreffen“ beantragen. Die anderen Kostenpositionen können nur in Verbindung mit Projekten ausgewählt werden, mit denen gemessen an den geistigen Leistungen bzw. Produkten oder bezüglich der Verbreitung oder Einbeziehung von Unterrichts-, Ausbildungs- und Lernaktivitäten wichtigere Ziele verfolgt werden. Soweit durch die Aktivitäten und Ergebnisse eines Projekts gerechtfertigt, können auch Sonderkosten sowie die Kosten in Verbindung mit der Beteiligung von Personen mit besonderen Bedürfnissen übernommen werden.

Der Förderhöchstbetrag errechnet sich durch Multiplikation der Anzahl der Monate der Projektdauer mit einem Betrag von 12 500 EUR und ist jedoch begrenzt auf maximal 450 000 EUR für Projekte mit einer 36-monatigen Laufzeit. Bei Partnerschaften für den Schüleraustausch gilt ausnahmsweise eine Obergrenze von 16 500 EUR pro Jahr und teilnehmender Schule auf Projektebene. Mittel zur Unterstützung von Teilnehmern mit besonderen Bedürfnissen sowie zur Deckung außergewöhnlicher, durch hohe Reisekosten verursachter Kosten werden auf diese festgeschriebene maximale Mittelausstattung von Partnerschaften für den Schüleraustausch nicht angerechnet.

Das Budget der Projekte (in EUR) ist unter Beachtung der folgenden Finanzierungsvorschriften zu erstellen:

Maximale gewährte Förderung:

Variabler, durch Multiplikation der Anzahl der Monate der Projektdauer mit einem Betrag von 12 500 EUR, errechneter Betrag - jedoch begrenzt auf maximal 450 000 EUR für Projekte mit einer 36-monatigen Laufzeit.

(Ausnahme: bei Partnerschaften für den Schüleraustausch: Höchstbetrag von 16 500 EUR pro Jahr und teilnehmender Schule auf Projektebene und unter Ausschluss von Unterstützung bei besonderem Bedarf und außergewöhnlichen, durch hohe Reisekosten verursachten Kosten)

Für einige der in der vorstehenden Tabelle angegebenen Höchstbeträge gilt eine monatliche Obergrenze. Sie werden anteilig in Anwendung des Ansatzes berechnet, dass die gewährte Finanzhilfe geteilt durch die Anzahl der Monate einen Höchstbetrag von 12 500 EUR ergibt. Die Begünstigten können die gesamte für das Projekt empfangene EU-Finanzhilfe in der Projektlaufzeit hinsichtlich der chronologischen Abfolge der notwendigen Aktivitäten laut Arbeitsplan höchst flexibel einsetzen.

Förderfähige Kosten

Finanzierungsmechanismus

Betrag

Zuweisungsregel

Projektmanagement und -durchführung

Projektmanagement (Planung, Finanzierung, Koordinierung und Kommunikation mit Partnern usw.), Lern-, Unterrichts- und Ausbildungsmaterialien, -instrumente, -konzepte usw. von geringerem Umfang, virtuelle Zusammenarbeit und lokale Projektaktivitäten (Projektarbeit im Schulunterricht, Aktivitäten in der Jugendarbeit, Organisation und Betreuung integrierter Lern- und Unterrichts-/Ausbildungsaktivitäten usw.), Aufklärung, Werbung und Verbreitung (durch Broschüren, Prospekte, Websites usw.). 

Mit der Durchführung länderübergreifender Jugendinitiativen und Partnerschaften für den Schüleraustausch verbundene Kosten.

Zuschüsse je Einheit

Unterstützung für Aktivitäten der koordinierenden Organisation:

500 EUR pro Monat

Maximal 2750 EUR pro Monat

Je nach Dauer der Strategischen Partnerschaft und Anzahl der teilnehmenden Organisationen

Zuschüsse je Einheit

Unterstützung für Aktivitäten der anderen beteiligten Organisationen:

250 EUR pro Organisation und Monat

Länderübergreifende Projekttreffen

Teilnahme an Treffen der Projektpartner, die von einer der teilnehmenden Organisationen zur Durchführung des Projekts und zu Koordinierungszwecken ausgerichtet werden; Zuschuss zu den Reise- und Aufenthaltskosten.

Dieser Posten steht Partnerschaften für den Schüleraustausch nicht zur Verfügung.

Zuschüsse je Einheit

Entfernungen zwischen 100 und 1999 km:

575 EUR pro Teilnehmer und Treffen

Entfernungen von 2000 km und mehr:

760 EUR pro Teilnehmer und Treffen

Voraussetzung: Antragsteller müssen die Notwendigkeit der Treffen hinsichtlich der Anzahl der Treffen und Teilnehmer begründen. Die Entfernungen werden mit dem Entfernungsrechner der Europäischen Kommission ermittelt.

Außergewöhnliche Kosten

Zuschuss zu den tatsächlichen Kosten der Beschäftigung von Unterauftragnehmern oder der Beschaffung von Waren und Leistungen.

Kosten für die Bereitstellung von Finanzsicherheiten, falls die Nationale Agentur solche anfordert.

Tatsächliche Kosten

75 % der förderfähigen Kosten

Maximal 50 000 EUR pro Projekt (außer der Kosten für die Bereitstellung einer Bankgarantie)

Voraussetzung: die Vergabe von Unteraufträgen muss mit Leistungen in Zusammenhang stehen, die von den teilnehmenden Organisationen aus berechtigten Gründen nicht selbst erbracht werden können. Es werden keine Mittel für Standard-Bürogeräte und -einrichtungen gewährt, die die teilnehmenden Organisationen ohnehin bei ihrer täglichen Arbeit nutzen würden.

Unterstützung bei besonderem Bedarf

Zusätzliche Kosten, die unmittelbar mit Aufwendungen für Teilnehmende mit Behinderung im Zusammenhang stehen19

Tatsächliche Kosten

100 % der förderfähigen Kosten

Voraussetzung: der Antrag auf Übernahme dieser Kosten muss auf dem Antragsformular begründet werden.

Zusätzliche Finanzmittel für Strategische Partnerschaften zur Unterstützung von Innovation in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend

Geistige Leistungen

Geistige Leistungen bzw. materielle Ergebnisse des Projekts (beispielsweise Lehrpläne, pädagogische Materialien und Materialien für die Jugendarbeit, freie Lehr- und Lernmaterialien, IT-Tools, Analysen, Studien, Methoden des Peer-Learnings usw.)

Zuschüsse je Einheit

B1.1 pro Manager und Arbeitstag für das Projekt

Voraussetzung: Es wird davon ausgegangen, dass Personalkosten für Manager und Verwaltungskräfte bereits unter „Projektmanagement und –durchführung“ erfasst sind. Zur Vermeidung von Überschneidungen mit diesem Posten müssen Antragsteller Art und Umfang der in Bezug auf jede im Vorschlag vorgesehene geistige Leistung ausgewiesenen Personalkosten begründen.

Nur Ergebnisse von erheblicher Qualität und von erheblichem Umfang können im Rahmen dieser Position gefördert werden. Für die geistigen Leistungen müssen sowohl ihr Potenzial für eine weitergehende Verwendung und Nutzung als auch für eine entsprechende Wirkung nachgewiesen werden.

B1.2 pro Forscher/Lehrkraft/Ausbilder/Fachkraft der Jugendarbeit und Arbeitstag für das Projekt

B1.3 pro Techniker und Arbeitstag für das Projekt

B1.4 pro Verwaltungskraft und Arbeitstag für das Projekt

Multiplikatoren-veranstaltungen

Beitrag zu den mit nationalen und länderübergreifenden Konferenzen, Seminaren, Veranstaltungen verbundenen Kosten sowie der Kosten für die Weitergabe und Verbreitung der durch das Projekt erzielten geistigen Leistungen (ohne Reise- und Unterhaltskosten von Vertretern der an dem Projekt teilnehmender Organisationen).

Zuschüsse je Einheit

100 EUR pro örtlichem Teilnehmer

(d. h. Teilnehmer aus dem Land, in dem die Veranstaltung stattfindet)

Höchstens 30 000 EUR pro Projekt

Voraussetzung: Unterstützung für Multiplikatorenveranstaltungen wird nur gewährt, wenn dieses in unmittelbarem Zusammenhang mit den im Rahmen des Projekts erzielten geistigen Leistungen steht. Projekte, die keine Finanzhilfe für geistige Leistungen erhalten, können auch keine Unterstützung für die Organisation von Multiplikatorenveranstaltungen bekommen.

200 EUR pro internationalem Teilnehmer (d. h. Teilnehmern aus anderen Ländern)

Finanzierungsregeln für länderübergreifende Lern -, Unterrichts- und Ausbildungsaktivitäten im Rahmen einer strategischen Partnerschaft (optionale Finanzierung)

Förderfähige Kosten

Finanzierungsmechanismus

Betrag

Zuweisungsregel

Reisekosten

Zuschuss zu den Kosten, die den Teilnehmern einschließlich der Begleitpersonen für die Reise von ihrem Herkunftsort zum Ort der jeweiligen Aktivität und zurück entstehen

Zuschüsse je Einheit

Entfernungen zwischen 10 und 99 km:

20 EUR/Teilnehmer

Voraussetzung: die Antragsteller müssen begründen, dass Mobilitätsaktivitäten erforderlich sind, um die Ziele und die vorgesehenen Ergebnisse des Projekts zu erreichen.

Die Entfernungen werden mit dem Entfernungsrechner der Kommission ermittelt20. Der Antragsteller muss die Entfernung der einfachen Strecke angeben, um die Höhe des EU-Zuschusses wird für die Hin- und Rückreise zu berechnen.21

Entfernungen zwischen 100 und 499 km:

180 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 500 und 1999 km:

275 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 2000 und 2999 km:

360 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 3000 und 3999 km:

530 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 4000 und 7999 km:

820 EUR/Teilnehmer

Entfernungen von 8000 km und mehr:

1500 EUR/Teilnehmer

Individuelle Unterstützung

Aufenthaltskosten der Teilnehmer und Begleitpersonen pro Einheit und Tag während der Aktivität

Zuschüsse je Einheit

Langzeit-Unterrichts- und -Ausbildungseinsätze

Langzeitmobilität von Fachkräften der Jugendarbeit

bis zum 14. Tag der Aktivität: B1.5 pro Tag und Teilnehmer

+

zwischen dem 15. und 60. Tag der Aktivität: B1.6 pro Tag und Teilnehmer

+

ab dem 61. Tag der Aktivität bis zur Dauer von 12 Monaten: B1.7 pro Tag und Teilnehmer

Gemeinsame Kurzzeitmaßnahmen zur Fort- und Weiterbildung von Personal,

Unterricht oder Experten-Tätigkeit in Intensiv-Studienprogrammen

Begleitpersonen bei allen Aktivitäten22

bis zum 14. Tag der Aktivität: 106 EUR pro Teilnehmer und Tag

+

zwischen dem 15. und 60. Tag der Aktivität: 74 EUR pro Teilnehmer und Tag

Mobilität von Schülern über längere Zeiträume

B1.8 pro Monat und Teilnehmer

Kurzzeitige Aktivitäten für Lernende

(gemischte Mobilität, kurzzeitige Mobilität von Schülern, Intensiv-Studienprogramme):

bis zum 14. Tag der Aktivität: 58 EUR pro Teilnehmer und Tag

+

zwischen dem 15. und 60. Tag der Aktivität: 42 EUR pro Teilnehmer und Tag

Unterstützung zur sprachlichen Vorbereitung

Kosten in Verbindung mit der Unterstützung, die die Teilnehmer erhalten, um die im Unterricht oder bei der Arbeit verwendete Sprache zu erlernen 

Zuschüsse je Einheit

Nur für Aktivitäten mit einer Dauer von 2-12 Monaten:

150 EUR/Teilnehmer (für Teilnehmer, die Unterstützung zur sprachlichen Vorbereitung benötigen)

Voraussetzung: der Antrag auf Förderung muss im Antragsformular begründet werden.

Außergewöhnliche Kosten/Sonderkosten

Hohe Reisekosten von Teilnehmern, einschließlich bei Nutzung von umweltfreundlichen, emissionsärmeren Transportmitteln (Einzelheiten sind dem Abschnitt „Was Sie sonst noch über diese Aktion wissen sollten“ zu entnehmen.).

reale Kosten

Hohe Reisekosten: höchstens 80 % der förderfähigen Kosten

Voraussetzung: der Antrag auf finanzielle Förderung zur Deckung von außergewöhnlichen Kosten/Sonderkosten muss auf dem Antragsformular begründet werden.

Tabelle A – Geistige Leistungen (intellektuelle Ergebnisse) (Beträge in EUR/Tag) 

Die gewährte Unterstützung kann ausschließlich zur Deckung der Personalkosten von in das Projekt einbezogenen Organisationen verwendet werden, die an der Entwicklung geistiger Leistungen beteiligt sind23. Die Höhe der Beträge ist abhängig a) vom Profil des am Projekt beteiligten Personals und b) vom Land der teilnehmenden Organisation, deren Mitarbeiter an dem Projekt beteiligt sind.

Manager

Lehrkräfte/Ausbilder/ Forscher/

Fachkräfte der Jugendarbeit

Techniker

Verwaltungspersonal

B1.1

B1.2

B1.3

B1.4

Dänemark, Irland, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweden, Liechtenstein, Norwegen

294

241

190

157

Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Finnland, Vereinigtes Königreich, Island

280

214

162

131

Tschechische Republik, Griechenland, Spanien, Zypern, Malta, Portugal, Slowenien

164

137

102

78

Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Ungarn, Republik Nordmazedonien, Türkei

88

74

55

39

Tabelle B – Geistige Leistung (Beträge in EUR/Tag) 

Die gewährte Unterstützung kann ausschließlich zur Deckung der Personalkosten von in das Projekt einbezogenen Organisationen verwendet werden, die an der Entwicklung geistiger Leistungen beteiligt sind24. Die Höhe der Beträge ist abhängig a) vom Profil des am Projekt beteiligten Personals und b) vom Land der teilnehmenden Organisation, deren Mitarbeiter an dem Projekt beteiligt sind.

Manager

Lehrkräfte/Ausbilder/ Forscher/

Fachkräfte der Jugendarbeit

Techniker

Verwaltungspersonal

B1.1

B1.2

B1.3

B1.4

Australien, Kanada, Kuwait, Katar, Macao, Monaco, San Marino, Schweiz, Vereinigte Staaten von Amerika

294

241

190

157

Andorra, Brunei, Japan, Neuseeland, Singapur, Vatikanstaat, Vereinigte Arabische Emirate

280

214

162

131

Bahamas, Bahrain, Hongkong, Israel, Korea (Republik), Oman, Saudi-Arabien, Taiwan

164

137

102

78

Afghanistan, Ägypten, Äquatorialguinea, Albanien, Algerien, Angola, Antigua und Barbuda, Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Äthiopien, Bangladesch, Barbados, Belarus, Belize, Benin, Bhutan, Bolivien, Bosnien und Herzegowina, Botswana, Brasilien, Burkina Faso, Burundi, Chile, China, Cookinseln, Costa Rica, Republik Côte d'Ivoire, Dominica, Dominikanische Republik, Dschibuti, Ecuador, El Salvador, Eswatini, Eritrea, Fidschi, Gabun, Gambia, Georgien, Ghana, Grenada, Guatemala, Guinea, Guinea-Bissau, Guyana, Haiti, Honduras, Indien, Indonesien, Iran, Irak, Jamaica, Jemen, Jordanien, Kambodscha, Kamerun, Kap Verde, Kasachstan, Kenia, Kirgisistan, Kiribati, Kolumbien, Komoren, Kongo, Korea (Demokratische Volksrepublik), Kosovo, Kuba, Laos, Lesotho, Libanon, Liberia, Libyen, Madagaskar, Malawi, Malaysia, Malediven, Mali, Marokko, Marshallinseln, Mauretanien, Mauritius, Mexiko, Mikronesien (vereinigte Staaten), Moldau, Mongolei, Montenegro, Mosambik, Myanmar, Namibia, Nauru, Nepal, Nicaragua, Niger, Nigeria, Niue, Osttimor (Demokratische Republik), Pakistan, Palästina, Palau, Panama, Papua-Neuguinea, Paraguay, Peru, Philippinen, Ruanda, Salomonen, Sambia, Samoa, São Tomé und Príncipe, Senegal, Seychellen, Sierra Leone, Simbabwe, Somalia, Sri Lanka, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, St. Kitts und Nevis, Südafrika, Südsudan, Sudan, Suriname, Syrien, Tadschikistan, Tansania, Thailand, Togo, Tonga, Trinidad und Tobago, Tschad, Tunesien, Turkmenistan, Tuvalu, Uganda, Uruguay, Usbekistan, Vanuatu, Venezuela, Vietnam, völkerrechtlich anerkanntes Hoheitsgebiet Russlands, völkerrechtlich anerkanntes Hoheitsgebiet der Ukraine, Zentralafrikanische Republik

88

74

55

39

Tabelle C - Aufenthaltskosten der Teilnehmer länderübergreifender Lern, Unterrichts- und Ausbildungsaktivitäten (in EUR pro Tag/Monat)

Die Zuschüsse je Einheit richten sich nach a) dem Typ der Mobilitätsaktivität und b) dem Land, in dem die Mobilitätsaktivität stattfindet:

Langzeit-Unterrichts- und -Ausbildungseinsätze – Mobilität von Fachkräften der Jugendarbeit

(in EUR/Tag)

Langzeit-Mobilität von Schülern

(EUR/Monat)

B1.5

B1.6

B1.7

B1.8

Gruppe 1:

Norwegen, Dänemark, Luxemburg, Vereinigtes Königreich, Island, Schweden, Irland, Finnland, Liechtenstein

125

88

63

168

Gruppe 2:

Niederlande, Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Zypern, Griechenland, Malta, Portugal

110

77

55

147

Gruppe 3:

Slowenien, Estland, Lettland, Kroatien, Slowakei, Tschechische Republik, Litauen, Türkei, Ungarn, Polen, Rumänien, Bulgarien, Republik Nordmazedonien, Serbien

90

63

45

105

  • 1. Zum Beispiel: U-Multirank https://www.umultirank.org/; ETER https://www.eter-project.com/#/home; Werdegang-Nachverfolgung  https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A52017DC0249;...; HEInnovate https://heinnovate.eu/en
  • 2. In Übereinstimmung mit der Empfehlung des Rates zu einem umfassenden Ansatz für das Lehren und Lernen von Sprachen {SWD(2018) 174 final} https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=COM%3A2018%3A272%3AFIN
  • 3. Siehe den Leitfaden „Go international: Praktischer Leitfaden zur strategischen Internationalisierung in der Berufsbildung“, http://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/sites/erasmusplus2/files/eac....
  • 4. Hierbei sind die besonderen Vorschriften und Informationen zu Mobilitätsaktivitäten für Lernende in berufsbildenden Einrichtungen anzuwenden, wie sie in Anhang I des Programmleitfadens beschrieben werden.
  • 5. Empfehlung des Rates zu einem Europäischen Rahmen für eine hochwertige und nachhaltige Lehrlingsausbildung (2018/C 153/01). https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32018H0502(01)&from=EN
  • 6. ABl. C 155 vom 8.7.2009, Seiten 1–10
  • 7. Bei informellen Gruppen übernimmt eines der Mitglieder stellvertretend die Verantwortung für die Gruppe.
  • 8. Je nach dem Land, in dem die Schule registriert ist, gilt für diese Art von Partnerschaften eine besondere Definition für förderfähige Schulen. Diese Definition bzw. ein Verzeichnis förderfähiger Schulen wird auf der Website der einzelnen Nationalen Agenturen veröffentlicht. Weiter ist zu beachten, dass sich das Vertragsmodell bei Partnerschaften für den Schüleraustausch von den Modellen anderer Strategischer Partnerschaften unterscheidet und auf Finanzhilfevereinbarungen mit nur einem Begünstigten basiert. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte Teil C dieses Leitfadens oder wenden Sie sich an Ihre Nationale Agentur.
  • 9. Sitze von Einrichtungen der EU sind Brüssel, Frankfurt, Luxemburg, Straßburg und Den Haag.
  • 10. Für das besondere Format „Partnerschaften für den Schüleraustausch“ gelten zusätzliche Kriterien. Siehe dazu den Abschnitt „Partnerschaften für den Schüleraustausch“.
  • 11. Hinweis: Schulen, die der Aufsicht durch nationale Behörden eines anderen Landes unterstehen (z. B. „Lycées Français“, deutsche Auslandsschulen oder Schulen für Kinder von britischen Militärangehörigen), reichen Anträge bei der Nationalen Agentur des aufsichtführenden Landes ein.
  • 12. Im Bereich der Schulbildung umfasst dies auch pädagogisches Personal, das in Schulen tätig ist, wie z. B. Schulinspektoren, Schulberater, pädagogische Berater, Psychologen usw.
  • 13. Hochschulstudierende müssen in einer Hochschuleinrichtung immatrikuliert sein und ein Fach studieren, das mit einem anerkannten akademischen Grad oder einer anderen anerkannten Qualifikation der Tertiärstufe (bis hin zur Promotion) abgeschlossen wird.
  • 14. Diese Kriterien sind für Schulaustauschpartnerschaften nicht relevant.
  • 15. Weitere Informationen zum eTwinning-Qualitätssiegel für Schulen erhalten Sie hier: https://www.etwinning.net/en/pub/highlights/the-etwinning-school-label---.htm
  • 16. Je nach dem Land, in dem die Schule registriert ist, gilt für diese Art von Partnerschaften eine besondere Definition für förderfähige Schulen. Diese Definition bzw. ein Verzeichnis förderfähiger Schulen wird auf der Website der einzelnen Nationalen Agenturen veröffentlicht. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte Teil C dieses Leitfadens oder wenden Sie sich an Ihre Nationale Agentur.
  • 17. Beispielsweise können drei Schulen, die eine Partnerschaft für zwei Jahre betreiben, maximal 99.000 EUR für das gesamte Projekt erhalten. Diese Mittel können in beliebiger Weise zwischen den drei Schulen aufgeteilt werden.
  • 18. Projektträger, die einen Antrag für transnationale Jugendinitiativen stellen, sollten diesen im Rahmen Strategischer Partnerschaften stellen, die den Austausch bewährter Verfahrensweisen fördern.
  • 19. Einschließlich Kosten in unmittelbarem Zusammenhang mit Teilnehmern mit besonderen Bedürfnissen, die an länderübergreifenden Lern- und Unterrichts-/Ausbildungsaktivitäten teilnehmen, und deren Begleitpersonen. Hierzu können Aufenthalts- und Reisekosten zählen, sofern diese gerechtfertigt sind und solange für diese Teilnehmenden keine Finanzhilfe in den Kategorien „Reisekosten“ und „individuelle Unterstützung“ beantragt wird).
  • 20. http://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/resources/distance-calculator_de
  • 21. Beispiel: Wenn jemand aus Madrid (Spanien) an einer Aktivität in Rom (Italien) teilnimmt, führt der Antragsteller folgende Schritte durch: a) Berechnung der Entfernung zwischen Madrid und Rom (1365,28 km); b) Auswahl der entsprechenden Entfernungsspanne (d. h. zwischen 500 und 1999 km) und c) Berechnung der EU-Finanzhilfe, die einen Beitrag zu den Reisekosten des Teilnehmers aus Madrid nach Rom und zurück darstellt (275 EUR).
  • 22. Begleitpersonen haben Anspruch auf denselben Satz, unabhängig von den lang- oder kurzzeitigen Aktivitäten, an denen sie teilnehmen. In Ausnahmefällen, wenn die Begleitperson über 60 Tage im Ausland bleiben muss, werden zusätzliche Unterbringungskosten nach dem 60. Tag unter der Finanzplanrubrik „Unterstützung bei besonderem Bedarf“ finanziert.
  • 23. Handelt es sich um Hochschuleinrichtungen, sind die Kosten für Personal, das bei Fakultäten von begünstigten Universitäten mit ECHE-Akkreditierung beschäftigt ist, unter der Kostenart „geistige Leistungen“ förderfähig
  • 24. Handelt es sich um Hochschuleinrichtungen, sind die Kosten für Personal, das bei Fakultäten von begünstigten Universitäten mit ECHE-Akkreditierung beschäftigt ist, unter der Kostenart „geistige Leistungen“ förderfähig