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Kapazitätsaufbau im Bereich Jugend

Welche Ziele werden mit Projekten zum Kapazitätsaufbau verfolgt?

Mit Projekten zum Kapazitätsaufbau im Jugendbereich werden die folgenden Ziele verfolgt:

  • Förderung der Zusammenarbeit und des Austauschs im Bereich Jugend zwischen Programmländern und Partnerländern aus unterschiedlichen Regionen1 der Welt;
  • Verbesserung der Qualität und der Anerkennung von Jugendarbeit, nichtformalem Lernen und Freiwilligenarbeit in Partnerländern und Förderung der Synergien und ergänzenden Wirkungen mit formellen Systemen im Bildungsbereich sowie mit dem Arbeitsmarkt und der Gesellschaft;
  • Förderung der Entwicklung, Prüfung und Einführung von Regelungen und Programmen zur Unterstützung der Mobilität im Zusammenhang mit nichtformalem Lernen auf regionaler Ebene (weltweit gleichermaßen innerhalb verschiedener Regionen und überregional);
  • Unterstützung von länderübergreifender nichtformaler Lernmobilität zwischen Programm- und Partnerländern, insbesondere für junge Menschen mit geringeren Chancen, zur Verbesserung der Kompetenzen der Teilnehmer und zur Förderung ihrer aktiven Teilhabe an der Gesellschaft.

Was Sind Projekte Zum Kapazitätsaufbau?

Projekte zum Kapazitätsaufbau sind länderübergreifende Kooperationsprojekte auf der Grundlage multilateraler Partnerschaften zwischen im Bereich Jugend tätigen Organisationen in Programm- und Partnerländern. An diesen Projekten können auch Organisationen aus dem Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung sowie aus anderen Bereichen der Wirtschaft und der Gesellschaft beteiligt sein.

Welche Aktivitäten Werden Mit Projekten Zum Kapazitätsaufbau Unterstützt?

Projekte zum Kapazitätsaufbau sollten Aktivitäten durchführen, die folgende Anforderungen erfüllen:

  • Sie fördern die strategische Zusammenarbeit zwischen Jugendorganisationen einerseits und öffentlichen Stellen in Partnerländern andererseits;
  • sie unterstützen die Zusammenarbeit zwischen Jugendorganisationen und Organisationen im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung sowie die Zusammenarbeit mit Vertretern der Wirtschaft und des Arbeitsmarkts;
  • sie verbessern die Kapazitäten von Jugendbeiräten, Jugendplattformen und lokalen, regionalen und nationalen Behörden, die sich in den Partnerländern mit Jugendangelegenheiten beschäftigen;
  • sie tragen zur Verbesserung der Verwaltung, Governance und Innovationsfähigkeit von Jugendorganisationen in Partnerländern bei;
  • sie tragen zur Einführung, Prüfung und Durchführung beispielsweise der folgenden Instrumente und Methoden der Jugendarbeit bei:
  • Instrumente und Methoden für die sozioprofessionelle Entwicklung von Fachkräften der Jugendarbeit und Ausbildern;
  • nichtformale Lernmethoden, insbesondere zur Förderung des Erwerbs und der Verbesserung von Kompetenzen einschließlich der Medienkompetenz;
  • neuer Formen praktischer Ausbildungsprogramme und die Simulation von Fallbeispielen aus der Gesellschaft; neue Formen der Jugendarbeit, insbesondere die strategische Nutzung offener und flexibler Lernkonzepte, virtuelle Mobilität, freie Lehr- und Lernmaterialien und eine bessere Nutzung der Potenziale von IKT;
  • Kooperations-, Vernetzungs- und Peer-Learning-Aktivitäten zur Förderung effizienter Verwaltung, Internationalisierung und Leitung von Organisationen im Bereich der Jugendarbeit.

Folgende Aktivitäten können im Rahmen eines Projektes zum Kapazitätsaufbau durchgeführt werden:

Aktivitäten zum Kapazitätsaufbau,

  • Aktivitäten zur Förderung des politischen Dialogs, der Zusammenarbeit und der Vernetzung sowie zur Unterstützung des Austauschs über Verhaltensweisen im Bereich Jugend (Konferenzen, Workshops und Treffen),
  • Großereignisse im Jugendbereich,
  • Informations- und Sensibilisierungskampagnen,
  • die Entwicklung von Informations-, Kommunikations- und Medieninstrumenten,
  • die Entwicklung von Methoden, Instrumenten, Materialien und Curricula im Bereich der Jugendarbeit sowie von Ausbildungsmodulen und Dokumentationsinstrumenten (z. B. Youthpass),
  • die Entwicklung neuer Formen der Jugendarbeit und Vermittlung von Bildungs- und Förderangeboten, insbesondere durch freie und flexible Lernmaterialien, virtuelle Zusammenarbeit und freie Lehr- und Lernmaterialien.

Mobilitätsaktivitäten

Mobilitätsaktivitäten sind ein obligatorischer Bestandteil von Projekten im Rahmen von zivilgesellschaftlichen Stipendien für Jugendliche. Für alle anderen Arten von Kapazitätsaufbau-Projekten sind Mobilitätsaktivitäten optional.

Es gibt drei Arten von Mobilitätsaktivitäten:

  • Jugendaustausch zwischen Programm- und förderfähigen Partnerländern,
  • Mobilität von Fachkräften der Jugendarbeit zwischen Programmländern und förderfähigen Partnerländern.
  • Freiwilligenaktivitäten im Austausch mit förderfähigen Partnerländern,

Jugendaustausch und Mobilität von Jugendarbeitern

Eine detaillierte Beschreibung dieser Aktivitäten finden Sie im Abschnitt „Leitaktion 1: Mobilitätsprojekte für junge Menschen und Fachkräfte der Jugendarbeit“ in Teil B dieses Leitfadens.

Freiwilligenaktivitäten

Freiwilligenaktivitäten bieten jungen Menschen im Alter von 17 bis 30 Jahren die Möglichkeit, ihr persönliches Engagement durch unbezahlte freiwillige Vollzeittätigkeit in einem anderen Land auszudrücken. Junge Freiwillige können sich in normale Arbeitsabläufe von Organisationen einbringen, die mit Informationen und politischen Maßnahmen im Jugendbereich, mit der persönlichen, sozialen und bildungsbezogenen Entwicklung, dem bürgerschaftlichem Engagement, der Pflege und Betreuung, der Inklusion benachteiligter Personen oder Gruppen, Umweltthemen, Programmen zur nichtformalen Bildung, IKT- und Medienkompetenz, Kultur und Kreativität, Entwicklungszusammenarbeit usw. zusammenhängen. Freiwillige können ihr Ehrenamt entweder einzeln oder in einer Gruppe leisten.

Die Beteiligung an einer Freiwilligenaktivität muss für Freiwillige kostenlos sein, abgesehen von einer möglichen Beteiligung an den Reisekosten (wenn diese Kosten durch die Finanzhilfe im Rahmen von Erasmus+ nicht vollständig gedeckt sind) und von zusätzlichen Kosten, die mit der Durchführung der jeweiligen Aktivität nicht in Zusammenhang stehen. Die Hauptkosten der Teilnahme von Freiwilligen an einer Aktivität werden durch Finanzmittel aus Erasmus+ oder durch sonstige Mittel der teilnehmenden Organisationen gedeckt. Junge Menschen mit geringeren Chancen können dabei zusätzliche Unterstützung bekommen, um ihre Teilnahme zu ermöglichen.

Die folgenden Tätigkeiten gelten nicht als Freiwilligenaktivitäten im Rahmen von Erasmus+: gelegentliche, unstrukturierte und in Teilzeit ausgeübte Freiwilligenaktivitäten, Praktika in einem Unternehmen, bezahlte Tätigkeiten, Aktivitäten zu Erholungs- oder touristischen Zwecken, Sprachkurse, Maßnahmen zur Ausnutzung billiger Arbeitskräfte und Auslandsaufenthalte zu Studien- oder Berufsbildungszwecken.

Auf der Grundlage der geografischen Abdeckung unterscheiden wir zwischen vier Typen von Projekten zum Kapazitätsaufbau:

  • Projekte zum Kapazitätsaufbau zwischen Organisationen, die im Jugendbereich in Programmländern und in anderen Partnerländern (der Regionen 5 bis 14 siehe Abschnitt „Förderfähige Länder“ in Teil A dieses Leitfadens) aktiv sind

Diese Projekte, die durch Organisationen aus den Programmländern eingereicht werden, zielen darauf ab, die Kapazität von Organisationen über die Durchführung von Aktivitäten zum Kapazitätsaufbau zu steigern und können Mobilitätsaktivitäten beinhalten.

Die folgenden drei Arten von Projekten werden über „Windows“ – Westbalkan und Tunesien – durchgeführt. Die Projekte werden von Organisationen mit Sitz in einem Nachbarland der EU im Rahmen des jeweiligen Programmfensters eingereicht und können Partnerorganisationen aus anderen Ländern derselben Region einschließen. Der Begriff „Fenster“ (Window) bezieht sich darauf, dass dem Erasmus+-Programm zur Steigerung der Chancen für eine Jugendzusammenarbeit mit Partnerländern aus der Nachbarschaft der EU zusätzliche EU-Mittel zugewiesen werden2.

  • Projekte zum Kapazitätsaufbau zwischen Organisationen, die im Jugendbereich in Programmländern und den Partnerländern der (Region 1 – siehe Abschnitt „Förderfähige Länder“ in Teil A dieses Leitfadens) aktiv sind (Jugendprojekte der Länder des westlichen Balkans)

Diese Projekte, die durch Organisationen aus den Ländern des westlichen Balkans (Region 1) eingereicht werden, zielen darauf ab, die Befähigungen von Jugendorganisationen mittels Durchführung von Aktivitäten zum Kapazitätsaufbau zu steigern; sie können Mobilitätsaktivitäten beinhalten.

Die Projekte sollen die strategische Zusammenarbeit zwischen Jugendorganisationen sowie zwischen Jugendorganisationen und Behörden fördern.  Die Projekte sollten die Kapazitäten von Jugendräten, Jugendorganisationen, Jugendplattformen und lokalen, regionalen und nationalen Behörden aufbauen, die sich mit der Jugend in der Region befassen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf Versöhnung liegt.

  • Projekte zum Kapazitätsaufbau zwischen Organisationen, die im Jugendbereich in Programmländern und den Partnerländern der Östlichen Partnerschaft (Region 2 - siehe Abschnitt „Förderfähige Länder“ in Teil A dieses Leitfadens) aktiv sind (Jugendprojekte der Länder der Östlichen Partnerschaft).3

Diese Projekte, die durch Organisationen aus den Ländern der Östlichen Partnerschaft (Region 2) eingereicht werden, zielen darauf ab, die Kapazität von Jugendorganisationen mit Hilfe eines der beiden folgenden Projekttypen zu steigern:

– Civil Society Fellowships for Youth (zivilgesellschaftliche Stipendien für die Jugend):

Integrative, partizipatorische Projekte stärken die Befähigung von Jugendorganisationen und Fachkräften der Jugendarbeit zum Aufbau konstruktiver Beziehungen mit einer Vielzahl von Partnern, darunter öffentlichen Stellen und Organisationen der Zivilgesellschaft. Ausgewählte jugendliche Führungskräfte – die „Stipendiaten“ – aus den antragstellenden Organisationen erweitern durch Mobilitätsaktivitäten und Arbeit in den gastgebenden Organisationen in der EU ihre Fertigkeiten und Kompetenzen im Bereich der Entwicklung politischer Konzepte. Die Aktivitäten müssen länderübergreifende Mobilitätsaktivitäten des nicht formalen Lernens wie beispielsweise Mentorenprogramme und Hospitationen (Job Shadowing) beinhalten. Als Bestandteil der Projektumsetzung werden die jungen Führungskräfte bei ihrer Rückkehr in ihre entsendenden Organisationen kleine jugendpolitische Projekte zur Steigerung des Engagements durchführen.

Diese Art von Projekt muss Mobilitätsaktivitäten mit den Stipendiaten aus den Ländern der Östlichen Partnerschaft in die Programmländer umfassen.

– Partnerschaft für Unternehmertum:

Diese Projekte fördern das Unternehmertum junger Menschen4 sowie bildungs- und gesellschaftsbezogenes Unternehmertum unter jungen Menschen durch länderübergreifende, nicht formale Lernprojekte auf der Grundlage multilateraler Partnerschaften zwischen Organisationen, die in den erwähnten Bereichen tätig sind, u. a. auch Geschäftsbetrieben. Priorität erhalten Projekte, die praktische Lösungen für in den Ausgangsgemeinden bestehende soziale Herausforderungen bieten und das wirtschaftliche Potenzial der betreffenden Region auch durch die Einbeziehung des Privatsektors nutzen. Diese Art von Projekt kann auch Mobilitätsaktivitäten beinhalten.

Die Europäische Kommission sieht eine Zuweisung von etwa 60 % der verfügbaren Mittel an die zivilgesellschaftlichen Stipendien für die Jugend (Civil Society Fellowships for Youth) und 40 % an die Partnerschaft für Unternehmertum (Partnership for Entrepreneurship) vor.

  • Projekte zum Kapazitätsaufbau zwischen Organisationen, die im Jugendbereich in Programmländern und Tunesien aktiv sind

Diese Projekte, die durch Organisationen aus Tunesien eingereicht werden, zielen darauf ab, die Befähigungen von Organisationen mittels Durchführung von Aktivitäten zum Kapazitätsaufbau zu steigern; sie können Mobilitätsaktivitäten beinhalten.

Welche Funktion Haben Die An Einem Projekt Zum Kapazitätsaufbau Teilnehmenden Organisationen?

An einem Projekt zum Kapazitätsaufbau sind beteiligt:

  • Antragsteller/Koordinator: eine Organisation, die den Projektvorschlag im Namen aller Partner einreicht. wenn die Finanzhilfe für das Projekt bewilligt wird, übernimmt der Antragsteller/Koordinator folgende Funktionen bzw. Aufgaben: 1) er trägt für das gesamte Projekt in finanziellen und rechtlichen Angelegenheiten die Verantwortung gegenüber der Exekutivagentur; 2) er koordiniert das Projekt in Zusammenarbeit mit allen Projektpartnern; 3) er erhält die EU-Mittel aus dem Programm Erasmus+ und ist für die Verteilung der Mittel unter den Projektpartnern zuständig.
  • Partner: Organisationen, die aktiv zur Vorbereitung, Durchführung und Evaluierung des betreffenden Projekts zum Kapazitätsaufbau beitragen.
  • Verbundene Einrichtungen (optional): Organisationen, die einen Beitrag zur Realisierung der Zielsetzungen und Aktivtäten des Projekts leisten. Verbundene Einrichtungen müssen im Finanzhilfeantrag genannt werden und die in Anhang III – Glossar wichtiger Begriffe – beschriebenen Anforderungen erfüllen.

Wenn bei einem Projekt eine Jugendbegegnung, Freiwilligenaktivitäten und/oder die Mobilität von Fachkräften der Jugendarbeit vorgesehen sind, kommen den an den betreffenden Aktivitäten teilnehmenden Organisationen die folgenden Funktionen und Aufgaben zu:

  • Entsendende Organisation: Entsendung junger Menschen ins Ausland (einschließlich: Regelung praktischer Angelegenheiten, Vorbereitung von Teilnehmern vor der Abreise und Unterstützung von Teilnehmern in allen Projektphasen).
  • Aufnehmende Organisation: zuständig für die Durchführung der betreffenden Aktivität, Entwicklung eines Programms mit Aktivitäten für die Teilnehmer in Zusammenarbeit mit Teilnehmern und mit Partnerorganisationen und Unterstützung der Teilnehmer in allen Projektphasen.

Die Teilnahme an einer Freiwilligenaktivität muss für Freiwillige kostenlos sein, abgesehen von einer möglichen Beteiligung an den Reisekosten (wenn diese Kosten durch die Finanzhilfe im Rahmen von Erasmus+ nicht vollständig gedeckt sind) und von nicht notwendigen Kosten, die mit der Durchführung der jeweiligen Aktivität nicht in Zusammenhang stehen. Die Hauptkosten der Teilnahme von Freiwilligen an einer Aktivität werden durch Finanzmittel aus Erasmus+ oder durch sonstige Mittel der teilnehmenden Organisationen gedeckt.

Nach welchen Kriterien wird ein Kapazitätsaufbauprojekt bewertet?

Im Folgenden werden die formalen Anforderungen erläutert, die Projekte zum Kapazitätsaufbau erfüllen müssen, damit sie für eine Förderung im Rahmen von Erasmus+ in Betracht kommen:

Förderkriterien

Förderfähige teilnehmende Organisationen

Teilnehmende Organisationen können beliebige öffentliche oder private Organisationen sowie deren verbundene Einrichtungen (sofern zutreffend) sein, die ihren Sitz in einem Programmland oder einem Partnerland der Regionen 1, 2 sowie 5 bis 14 oder Tunesien haben (siehe dazu die Definition im Abschnitt „Förderfähige Länder“ des Erasmus+-Programmleitfadens).

Beispiele:

  • gemeinnützige Organisationen, Verbände, NROs (einschließlich europäischer NROs im Jugendbereich),
  • nationale Jugendräte,
  • lokale, regionale oder nationale öffentliche Stellen;
  • Schulen/Institute/Bildungszentren (vom Vorschulbereich über die Sekundarstufe II einschließlich Einrichtungen bis zur Berufs- und der Erwachsenenbildung),
  • öffentliche oder private kleine, mittlere oder große Unternehmen (einschließlich gemeinwirtschaftlicher Unternehmen),
  • ein Sozialpartner oder ein sonstiger Vertreter des Arbeitsmarkts (u. a. Handelskammern, Handwerks- oder Berufsverbände und Gewerkschaften);
  • Hochschuleinrichtungen,
  • Forschungseinrichtungen,
  • Stiftungen,
  • überbetriebliche Bildungszentren,
  • Kulturorganisationen, Bibliotheken, Museen,
  • Berufsberatungs- und Informationsstellen.

Wer ist antragsberechtigt?

Alle

  • gemeinnützigen Organisationen, Verbände, NROs (einschließlich europäischer NROs im Jugendbereich),
  • nationalen Jugendräte,
  • lokalen, regionalen oder nationalen öffentlichen Stellen.

Bei Projekten zwischen Programmländern und anderen Partnerländern aus den Regionen 5 bis 14: Der Antragsteller muss in einem Programmland ansässig sein und stellt den Antrag im Namen aller am Projekt beteiligten Organisationen. Sonstige Organisationen können nur als Partner einbezogen werden.

Bei Jugendprojekten der Länder des westlichen Balkans:

Der Antragsteller muss in einem Partnerland des westlichen Balkans (Region 1) ansässig sein.

Bei Jugendprojekten der Länder der Östlichen Partnerschaft:

Der Antragsteller muss in einem Land der Östlichen Partnerschaft ansässig sein.

Zusätzlich zu den hier genannten Arten förderfähiger antragstellender Organisationen sind auch Privatunternehmen, einschließlich gemeinwirtschaftlicher Unternehmen, förderfähige Antragsteller.

Bei Jugendprojekten mit Tunesien:

Der Antragsteller muss in Tunesien ansässig sein.

Die Antragsteller müssen – bei Ablauf der festgelegten Fristen für die Einreichung der Vorschläge – seit mindestens einem Jahr gemäß den einschlägigen gesetzlichen Regelungen registriert sein.

Anzahl und Profil der teilnehmenden Organisationen

Projekte zum Kapazitätsaufbau sind länderübergreifende Projekte, an denen mindestens drei Organisationen aus drei unterschiedlichen Ländern beteiligt sein müssen, von denen mindestens eines ein Programmland und eines ein förderfähiges Partnerland sein muss.

An den im Rahmen eines der Programmfenster für Jugendprojekte finanzierten Projekten dürfen keine teilnehmenden Organisationen/Teilnehmer aus anderen Nachbarschaftsregionen beteiligt sein.

Projektdauer

9 Monate bis 2 Jahre. Die Dauer muss bei der Antragstellung je nach Projektziel und Art der im betreffenden Zeitraum geplanten Aktivitäten angeben werden.

Wo ist der Antrag zu stellen?

Bei der Exekutivagentur „Bildung, Audiovisuelles und Kultur“ in Brüssel.

Wann wird der Antrag gestellt?

Antragsteller müssen ihren Finanzhilfeantrag spätestens zu den folgenden Zeitpunkten einreichen: 24. Januar 12.00 Uhr (Mittag Brüsseler Zeit) bei Projekten, die zwischen dem 1. August eines Jahres und dem 31. Dezember desselben Jahres beginnen.

Wie ist der Antrag zu stellen?

Nähere Informationen zur Antragstellung finden Sie in Teil C dieses Leitfadens.

Sonstige Kriterien

Innerhalb der Antragsfrist kann von einem Antragsteller immer nur ein Projektvorschlag eingereicht werden.

Das Antragsformular muss für jede der im Rahmen des Projekts geplante Aktivität ein Zeitplan enthalten.

Weitere Kriterien für die Förderfähigkeit von Jugendbegegnungen

Dauer der Aktivität

5-21 Tage, ohne Reisezeit.

Ort(e) der Aktivität

Die Aktivität muss im Land einer der am Projekt beteiligten Organisationen stattfinden.  .

Förderfähige Teilnehmer

junge Menschen im Alter von 13 bis 30 Jahren5 mit Wohnsitz in den Ländern der entsendenden und der aufnehmenden Organisationen.

Anzahl der Teilnehmer

Mindestens 16 und höchstens 60 Teilnehmer (ohne Gruppenleiter).

Mindestens vier Teilnehmer pro Gruppe (ohne Gruppenleiter).

Jede nationale Gruppe muss mindestens einen Gruppenleiter haben. Der Gruppenleiter ist ein Erwachsener, der die jungen Menschen begleitet, die an einer Jugendbegegnung teilnehmen. Er soll dafür sorgen, dass die jungen Menschen effizient lernen und dass für ihren Schutz und für ihre Sicherheit gesorgt ist.

Weitere Kriterien für die Förderfähigkeit von Freiwilligenaktivitäten

Akkreditierung

Alle teilnehmenden Organisationen in einem Programmland oder einem der benachbarten Partnerländer der EU müssen bei Ablauf der maßgeblichen Antragsfrist im Besitz einer gültigen Akkreditierung oder eines relevanten Qualitätssiegels des Europäischen Solidaritätskorps sein. (Beachten Sie dazu bitte auch den maßgeblichen Abschnitt in Anhang I dieses Leitfadens.).

Dauer der Aktivität

Zwischen 60 Tagen und 12 Monaten.

Ort(e) der Aktivität

Freiwillige aus einem Programmland müssen ihren Dienst in einem vom jeweiligen Projekt betroffenen Partnerland ableisten.

Freiwillige aus einem förderfähigen Partnerland müssen ihren Dienst in einem von dem jeweiligen Projekt betroffenen Programmland ableisten.

Förderfähige Teilnehmer

Junge Menschen im Alter von 17 bis 30 Jahren6 mit Wohnsitz im Land der jeweiligen entsendenden Organisation.

Jeder Freiwillige kann nur an einer Freiwilligenaktivität im Rahmen von Erasmus+ oder European Solidarity Corps teilnehmen.

Ausnahme: Freiwillige, die eine Freiwilligenaktivität mit einer Dauer von höchstens zwei Monaten durchgeführt haben, können an einer weiteren Freiwilligenaktivität teilnehmen.

Anzahl der Teilnehmer

Maximal 30 Freiwillige für das gesamte Projekt zum Kapazitätsaufbau.

Weitere Kriterien für die Förderfähigkeit von Aktivitäten zur Unterstützung der Mobilität von Fachkräften der Jugendarbeit

Dauer der Aktivität

5 Tage bis 2 Monate, ohne Reisezeit.

Ort(e) der Aktivität

Die Aktivität muss im Land einer der am Projekt beteiligten Organisationen stattfinden.

Förderfähige Teilnehmer

Die Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Keine obere Altersgrenze.

Mit Ausnahme von Ausbildern und Betreuern müssen die Teilnehmer ihren Wohnsitz im Land ihrer entsendenden oder aufnehmenden Organisation haben. 

Anzahl der Teilnehmer

Bis zu 50 Teilnehmer (ggf. einschließlich Ausbildern und Betreuern) an jeder im Rahmen des Projekts geplanten Aktivität.

Antragstellende Einrichtungen werden anhand der relevanten Ausschluss- und Auswahlkriterien bewertet. Weitere Informationen sind Teil C dieses Leitfadens zu entnehmen.

Gewährungskriterien

Die Projekte werden anhand folgender Kriterien bewertet:

Relevanz des Projekts

(maximal 30 Punkte)

  • Relevanz des Vorschlags für die Ziele der Aktion (siehe Abschnitt „Welche Ziele werden mit Projekten zum Kapazitätsaufbau verfolgt“);
  • Umfang, in dem
  • die Ziele klar definiert und realistisch sind und mit Sachverhalten in Zusammenhang stehen, die für die beteiligten Organisationen und die jeweiligen Zielgruppen von Bedeutung sind,
  • der Vorschlag innovativ ist und/oder andere von den teilnehmenden Organisationen bereits durchgeführte Initiativen ergänzt,
  • die Aktivitäten zum Kapazitätsaufbau klar definiert sind und dem Ziel dienen, die Kapazitäten der teilnehmenden Organisationen zu stärken,
  • an dem Projekt junge Menschen mit geringeren Chancen beteiligt sind.

Zum Jugendfenster der Östlichen Partnerschaft:

  • Umfang, in dem die Projekte Folgendes anbieten:
    • für Partnerschaften für Unternehmertum: praktische Lösungen für in den Ländern der Östlichen Partnerschaft bestehende soziale Herausforderungen, einschließlich der Nutzung des wirtschaftlichen Potenzials der betreffenden Region auch durch die Einbeziehung des Privatsektors.
    • für zivilgesellschaftliche Stipendien für Jugendliche: Mobilitätsaktivitäten von Stipendiaten aus den Ländern der Östlichen Partnerschaft in die Erasmus+-Programmländer.

Qualität der Projektkonzeption und ‑durchführung

(maximal 30 Punkte)

  • Klarheit, Vollständigkeit und Qualität des Arbeitsprogramms einschließlich geeigneter Phasen zur Vorbereitung, Durchführung, Überwachung, Evaluierung und Verbreitung,
  • Übereinstimmung der Projektziele mit den vorgeschlagenen Aktivitäten,
  • Qualität der vorgeschlagenen nichtformalen Lernmethoden,
  • Qualität der Regelungen zur Anerkennung und Validierung der Lernergebnisse der Teilnehmer sowie konsistenter Einsatz der europäischen Transparenz- und Anerkennungsinstrumente,
  • Existenz und Relevanz von Maßnahmen zur Qualitätskontrolle, die gewährleisten, dass das Projekt in hervorragender Weise fristgerecht und unter Einhaltung des finanziellen Rahmens durchgeführt wird,
  • Kostenwirksamkeit des Projekts und Zuweisung angemessener Mittel für die einzelnen Aktivitäten.

Wenn im Projekt Mobilitätsaktivitäten vorgesehen sind:

  • Eignung der Maßnahmen zur Auswahl und/oder Einbeziehung von Teilnehmern in die Mobilitätsaktivitäten,

Qualität der Zusammensetzung des Projektteams und der Kooperationsvereinbarungen

(maximal 30 Punkte)

  • Umfang, in dem
  • an dem Projekt einander ergänzende Organisationen mit dem erforderlichen Profil und der benötigten Erfahrung und Kompetenz zur erfolgreichen Durchführung sämtlicher mit dem Projekt einhergehender Aktivitäten beteiligt sind,
  • die Zuständigkeiten und Aufgaben so verteilt sind, dass das Engagement und die aktive Mitwirkung aller eingebundenen Organisationen deutlich werden,
  • wirksame Mechanismen zur Abstimmung und Kommunikation der teilnehmenden Organisationen untereinander und mit anderen maßgeblichen Akteuren bestehen.

Wirkung und Verbreitung

(maximal 20 Punkte)

  • Qualität der Maßnahmen zur Bewertung der Projektergebnisse;
  • mögliche Wirkung des Projekts:
  • auf Teilnehmer und teilnehmende Organisationen während der Dauer eines Projekts und nach dem Projekt,
  • über die unmittelbar an einem Projekt teilnehmenden Organisationen und Personen hinaus auf lokaler, regionaler, nationaler und/oder internationaler Ebene.
  • Qualität der geplanten Verbreitungsmaßnahmen: Eignung und Qualität von Maßnahmen zur Weitergabe der Projektergebnisse innerhalb der teilnehmenden Organisationen und darüber hinaus;
  • Gegebenenfalls wird im Vorschlag erläutert, wie die erstellten Materialien, Dokumente und Medien durch freie Lizenzen ohne unverhältnismäßige Einschränkungen kostenlos zugänglich gemacht werden.
  • Qualität der Pläne, welche die Nachhaltigkeit des Projekts gewährleisten sollen: Möglichkeit zur Entwicklung einer anhaltenden Wirkung und zur Erzielung von Ergebnissen, nachdem die Finanzmittel der EU aufgebraucht sind.

Projekte können nur dann gefördert werden, wenn sie mindestens 60 Punkte erzielen. Außerdem muss jeweils mindestens die Hälfte der Höchstpunktzahl für die oben genannten Gewährungskriterien erreicht werden (d. h. mindestens 15 Punkte in den Kategorien „Relevanz des Projekts“ und „Wirkung und Verbreitung“ und 10 Punkte in den Kategorien „Qualität der Konzeption und der Durchführung des Projekts“ und „Qualität der Zusammensetzung des Projektteams und der Kooperationsvereinbarungen“).

Was Sie sonst noch über diese Aktion wissen sollten

Sonderkosten für teure Reisen

Antragssteller von Mobilitätsprojekten können im Rahmen der Kostenart „außergewöhnliche Kosten“ finanzielle Unterstützung für Reisekosten in Anspruch nehmen (bis in Höhe von 80 % der gesamten förderfähigen Kosten, siehe „Welche Regeln gibt es für die Finanzierung?“). Diese Kosten werden anerkannt, sofern der Antragsteller nachweisen kann, dass die Standard-Finanzierungsregeln (basierend auf den Kosten pro Einheit für das betreffende Reiseentfernungsband) nicht mindestens 70 % der Reisekosten der Teilnehmer abdecken. Bei Vergabe ersetzen die Sonderkosten für teure Reisen die reguläre Reisekostenpauschale.

Welche Regeln bestehen für die Finanzierung?

Das Budget der Projekte (in EUR) ist unter Beachtung der folgenden Finanzierungsvorschriften zu erstellen:

Maximale Finanzhilfe für ein Projekt zum Kapazitätsaufbau: 150000 EUR

Förderfähige Kosten

Finanzierungsmechanismus

Betrag

Zuweisungsregel

Kosten der Aktivitäten

Direkt mit der Durchführung der Aktivitäten des Projekts zum Kapazitätsaufbau verbundenen Kosten (außer Mobilitätsaktivitäten), u. a. betreffend

  • Personalkosten (nur fest angestelltes Personal und begrenzt auf 20 % der förderfähigen direkten Kosten der Kapazitätsaufbau-Projekte)
  • den Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT).
  • Länderübergreifende Projekttreffen zwischen den Projektpartnern zur Umsetzungs- und Koordinationszwecken, Konferenzen und Großereignisse im Jugendbereich (außer Reisekosten):
    • Aufenthalts- und Unterbringungskosten einschließlich der der Nutzung von Verkehrsmitteln vor Ort,
    • Visa und Versicherungen,
    • Anmietung von Sälen für Treffen, Konferenzen, sonstige Veranstaltungen usw.,
    • Kosten für Dolmetscher,
    • Kosten für externe Referenten (inkl. Unterkunft und Verpflegung; Nahverkehr).
  • geistige Leistungen und Verbreitung von Projektergebnissen,
    • Fertigung,
    • Übersetzung,
    • Maßnahmen zur Verbreitung von Ergebnissen und/oder Informationen,
    • Konsultationen, Workshops, Befragungen von Jugendlichen auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene, soweit dies zur Erreichung der Projektziele erforderlich ist.
  • sprachliche, interkulturelle und aufgabenbezogene Vorbereitung der Teilnehmer von Mobilitätsaktivitäten,
  • Kosten für die finanzielle Prüfung des Projekts (wenn der beantragte Zuschuss höher als 60.000 € ist)

Indirekte Kosten:

Zur Deckung indirekter Kosten kann ein Pauschalbetrag in Höhe von maximal 7 % der förderfähigen Direktkosten eines Projekts gewährt werden, die zwar Bestandteil der allgemeinen Verwaltungskosten des Begünstigten sind, aber dem Projekt zugeordnet werden können (z. B. Strom- oder Internetkosten, Mieten oder Pacht usw.).

Tatsächliche Kosten

Maximal 80 % der gesamten förderfähigen Kosten.

Voraussetzung: das beantragte Budget ist angesichts der beabsichtigten Aktivitäten gerechtfertigt.

Reisekosten

Reisekosten für Transnationale Projekttreffen unter den Projektpartnern zum Zweck der Projektumsetzung und Koordination, für Konferenzen und Großereignisse im Jugendbereich:

Zuschüsse je Einheit

Entfernungen zwischen 10 und 99 km:

20 EUR/Teilnehmer

Je nach Entfernung und pro Teilnehmer. die Entfernungen werden mit dem Entfernungsrechner der Europäischen Kommission ermittelt. Der Antragsteller muss die Entfernung der einfachen Strecke angeben, die Höhe des EU-Zuschusses wird für die Hin- und Rückreise berechnet..

Entfernungen zwischen 100 und 499 km:

180 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 500 und 1999 km:

275 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 2000 und 2999 km:

360 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 3000 und 3999 km:

530 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 4000 und 7999 km:

820 EUR/Teilnehmer

Entfernungen von 8000 km und mehr:

1500 EUR/Teilnehmer7

A) Finanzierungsregeln für Aktivitäten im Bereich von Jugendbegegnungen im Rahmen von Projekten zum Kapazitätsaufbau (optionale Förderung)

Förderfähige Kosten

Finanzierungsmechanismus

Betrag

Zuweisungsregel

Reisekosten

Zuschuss zu den Kosten, die den Teilnehmern einschließlich der Begleitpersonen für die Reise von ihrem Herkunftsort zum Ort der jeweiligen Aktivität und zurück entstehen.

Zuschüsse je Einheit

Entfernungen zwischen 10 und 99 km:

20 EUR/Teilnehmer

Je nach Entfernung und pro Teilnehmer. Die Entfernungen werden mit dem Entfernungsrechner der Kommission ermittelt8. Der Antragsteller muss die Entfernung der einfachen Strecke angeben, um die Höhe des EU-Zuschusses wird für die Hin- und Rückreise zu berechnen.9  

Entfernungen zwischen 100 und 499 km:

180 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 500 und 1999 km:

275 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 2000 und 2999 km:

360 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 3000 und 3999 km:

530 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 4000 und 7999 km:

820 EUR/Teilnehmer

Entfernungen von 8000 km und mehr:

1500 EUR/Teilnehmer

ORGANISATORISCHE UNTERSTÜTZUNG

Direkt mit der Durchführung der Mobilitätsaktivitäten im Rahmen des Projekts verbundenen Kosten (einschließlich Kosten für Vorbereitung, Unterkunft, Verpflegung, lokalen Transport, Räume, Versicherung, Ausstattung und Material, Auswertung, Verbreitung und Verwendung von Projektergebnissen und Nachbereitung).

Zuschüsse je Einheit

B4.1 pro Tag der Aktivität und pro Teilnehmer10

Auf der Grundlage der Aufenthaltsdauer pro Teilnehmer (gegebenenfalls einschließlich eines Reisetags vor der Aktivität und eines Reisetags im Anschluss an die Aktivität).

Unterstützung bei besonderem Bedarf

Zusätzliche Kosten, die unmittelbar mit Aufwendungen für Teilnehmende mit Behinderung und Begleitpersonen im Zusammenhang stehen (einschließlich Aufenthalts- und Reisekosten sofern gerechtfertigt und sofern für diese Teilnehmer keine Finanzhilfe in den Kategorien „Reisekosten“ und „organisatorische Unterstützung“ beantragt wird).

Tatsächliche Kosten

100 % der förderfähigen Kosten

Voraussetzung: der Antrag auf finanzielle Förderung aufgrund besonderer Bedürfnisse muss auf dem Antragsformular begründet werden.

Außergewöhnliche Kosten

Kosten zur Unterstützung der Teilnahme junger Menschen mit geringeren Chancen zu gleichen Bedingungen (außer der Kosten für Reise und Lebensunterhalt).

Gebühren und sonstige Kosten in Verbindung mit der Erteilung von Visa und Aufenthaltsgenehmigungen sowie Kosten für Impfungen oder ärztliche Bescheinigungen.

Hohe Reisekosten von Teilnehmern (Einzelheiten sind dem Abschnitt „Was Sie sonst noch über diese Aktion wissen sollten“ zu entnehmen.).

Tatsächliche Kosten

Hohe Reisekosten: höchstens 80 % der förderfähigen Kosten

Sonstige Kosten: 100 % der förderfähigen Kosten

Voraussetzung: der Antrag auf finanzielle Förderung zur Deckung von außergewöhnlichen Kosten/Sonderkosten muss auf dem Antragsformular begründet werden.

B) Finanzierungsregeln für Freiwilligenaktivitäten im Rahmen von Projekten zum Kapazitätsaufbau (optionale Förderung)

Förderfähige Kosten

Finanzierungsmechanismus

Betrag

Zuweisungsregel

Reisekosten

Zuschuss zu den Kosten, die den Teilnehmern einschließlich der Begleitpersonen für die Reise von ihrem Herkunftsort zum Ort der jeweiligen Aktivität und zurück entstehen

Zuschüsse je Einheit

Entfernungen zwischen 10 und 99 km:

20 EUR/Teilnehmer

Je nach Entfernung und pro Teilnehmer. Die Entfernungen werden mit dem Entfernungsrechner der Kommission ermittelt11. Der Antragsteller muss die Entfernung der einfachen Strecke angeben, um die Höhe des EU-Zuschusses wird für die Hin- und Rückreise zu berechnen.12

Entfernungen zwischen 100 und 499 km:

180 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 500 und 1999 km:

275 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 2000 und 2999 km:

360 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 3000 und 3999 km:

530 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 4000 und 7999 km:

820 EUR/Teilnehmer

Entfernungen von 8000 km und mehr:

1500 EUR/Teilnehmer

ORGANISATORISCHE UNTERSTÜTZUNG

Direkt mit der Durchführung der Mobilitätsaktivitäten im Rahmen des Projekts verbundenen Kosten (einschließlich Kosten für Vorbereitung, Unterkunft, Verpflegung, lokalen Transport, Räume, Versicherung, Ausstattung und Material, Auswertung, Verbreitung und Verwendung von Projektergebnissen und Nachbereitung).

Zuschüsse je Einheit

B4.3 pro Tag und Teilnehmer13

Auf der Grundlage der Aufenthaltsdauer pro Teilnehmer (gegebenenfalls einschließlich eines Reisetags vor der Aktivität und eines Reisetags im Anschluss an die Aktivität).

Unterstützung von Einzelpersonen

„Taschengeld“ für zusätzliche persönliche Ausgaben des Freiwilligen.

Zuschüsse je Einheit

B4.4 pro Tag und Teilnehmer

Auf der Grundlage der Aufenthaltsdauer pro Teilnehmer (gegebenenfalls einschließlich eines Reisetags vor der Aktivität und eines Reisetags im Anschluss an die Aktivität)

Unterstützung bei besonderem Bedarf

Aufenthaltskosten von Begleitpersonen und Reisekosten sofern gerechtfertigt und sofern für diese Teilnehmer keine Finanzhilfe in der Kategorie „Reisekosten“ beantragt wird. Zusätzliche Kosten, die unmittelbar mit Aufwendungen für Teilnehmende mit Behinderung im Zusammenhang stehen (einschließlich Aufenthalts- und Reisekosten sofern gerechtfertigt und sofern für diese Teilnehmer keine Finanzhilfe in den Kategorien „Reisekosten“ und „organisatorische Unterstützung“ beantragt wird).

Tatsächliche Kosten

100 % der förderfähigen Kosten

Voraussetzung: der Antrag auf finanzielle Förderung aufgrund besonderer Bedürfnisse muss auf dem Antragsformular begründet werden.

Außergewöhnliche Kosten

Kosten, um die Teilnahme junger Menschen mit geringeren Chancen zu gleichen Bedingungen wie für andere junge Menschen zu ermöglichen, einschließlich besonderer Vorbereitungen und besonderer Betreuung (außer Reisekosten und organisatorischer Unterstützung für Teilnehmer und Begleitpersonen).

Gebühren und sonstige Kosten in Verbindung mit der Erteilung von Visa und Aufenthaltsgenehmigungen sowie Kosten für Impfungen oder ärztliche Bescheinigungen.

Hohe Reisekosten von Teilnehmern (Einzelheiten sind dem Abschnitt „Was Sie sonst noch über diese Aktion wissen sollten“ zu entnehmen.).

Tatsächliche Kosten

Hohe Reisekosten: höchstens 80 % der förderfähigen Kosten

Sonstige Kosten: 100 % der förderfähigen Kosten

Voraussetzung: der Antrag auf finanzielle Förderung zur Deckung von außergewöhnlichen Kosten/Sonderkosten muss auf dem Antragsformular begründet werden.

C) Finanzierungsregeln für Aktivitäten zur Förderung der Mobilität von Fachkräften der Jugendarbeit im Rahmen von Projekten zum Kapazitätsaufbau (optionale Förderung)

Förderfähige Kosten

Finanzierungsmechanismus

Betrag

Zuweisungsregel

Reisekosten

Zuschuss zu den Kosten, die den Teilnehmern einschließlich der Begleitpersonen für die Reise von ihrem Herkunftsort zum Ort der jeweiligen Aktivität und zurück entstehen

Zuschüsse je Einheit

Entfernungen zwischen 10 und 99 km:

20 EUR/Teilnehmer

Je nach Entfernung und pro Teilnehmer. Die Entfernungen werden mit dem Entfernungsrechner der Kommission ermittelt14. Der Antragsteller muss die Entfernung der einfachen Strecke angeben, um die Höhe des EU-Zuschusses wird für die Hin- und Rückreise zu berechnen.15

Entfernungen zwischen 100 und 499 km:

180 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 500 und 1999 km:

275 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 2000 und 2999 km:

360 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 3000 und 3999 km:

530 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 4000 und 7999 km:

820 EUR/Teilnehmer

Entfernungen von 8000 km und mehr:

1500 EUR/Teilnehmer

Organisatorische Unterstützung

Direkt mit der Durchführung der Mobilitätsaktivitäten im Rahmen des Projekts verbundenen Kosten (einschließlich Kosten für Vorbereitung, Unterkunft, Verpflegung, lokalen Transport, Räume, Versicherung, Ausstattung und Material, Auswertung, Verbreitung und Verwendung von Projektergebnissen und Nachbereitung).

Zuschüsse je Einheit

B4.2 pro Teilnehmer16 und pro Tag der Aktivität. Maximal 1100 EUR pro Teilnehmer.  

Auf der Grundlage der Aufenthaltsdauer pro Teilnehmer (gegebenenfalls einschließlich eines Reisetags vor der Aktivität und eines Reisetags im Anschluss an die Aktivität).

Unterstützung bei besonderem Bedarf

Zusätzliche Kosten, die unmittelbar mit Aufwendungen für Teilnehmende mit Behinderung und Begleitpersonen im Zusammenhang stehen (einschließlich Aufenthalts- und Reisekosten sofern gerechtfertigt und sofern für diese Teilnehmer keine Finanzhilfe in den Kategorien „Reisekosten“ und „organisatorische Unterstützung“ beantragt wird).

Tatsächliche Kosten

100 % der förderfähigen Kosten

Voraussetzung: der Antrag auf finanzielle Förderung aufgrund besonderer Bedürfnisse muss auf dem Antragsformular begründet werden.

Außergewöhnliche Kosten

Gebühren und sonstige Kosten in Verbindung mit der Erteilung von Visa und Aufenthaltsgenehmigungen sowie Kosten für Impfungen oder ärztliche Bescheinigungen.

Hohe Reisekosten von Teilnehmern (Einzelheiten sind dem Abschnitt „Was Sie sonst noch über diese Aktion wissen sollten“ zu entnehmen.).

Kosten, um die Beteiligung von Fachkräften in der Jugendarbeit mit geringeren Chancen zu gleichen Bedingungen zu ermöglichen (außer Reisekosten und organisatorische Unterstützung für Teilnehmer). Dazu kann auch eine sprachliche Unterstützung (z. B. Dolmetscher) gehören, um Fachkräften in der Jugendarbeit mit unzureichenden Kenntnissen in der Sprache der Aktivität die Teilnahme zu ermöglichen.

Tatsächliche Kosten

Hohe Reisekosten: höchstens 80 % der förderfähigen Kosten

Sonstige Kosten: 100 % der förderfähigen Kosten

Voraussetzung: der Antrag auf finanzielle Förderung zur Deckung von außergewöhnlichen Kosten/Sonderkosten muss auf dem Antragsformular begründet werden.

D) ORGANISATORISCHE UND INDIVIDUELLE UNTERSTÜTZUNG

Die Höhe der Beträge richtet sich nach dem Land der Mobilitätsaktivität.

Organisatorische Unterstützung

Individuelle Unterstützung

Jugendbegegnung (EUR/Jahr)

Mobilität von Fachkräften der Jugendarbeit

(EUR/Tag)

Freiwilligenaktivitäten

(EUR/Tag)

B4.1

B4.2

B4.3

B4.4

Belgien

42

65

26

4

Bulgarien

32

53

17

4

Tschechische Republik

32

54

17

5

Dänemark

45

72

26

6

Deutschland

41

58

23

5

Estland

33

56

18

4

Irland

49

74

26

6

Griechenland

38

71

21

5

Spanien

34

61

18

5

Frankreich

38

66

20

6

Kroatien

35

62

19

5

Italien

39

66

21

5

Zypern

32

58

21

5

Lettland

34

59

19

4

Litauen

34

58

18

4

Luxemburg

45

66

26

5

Ungarn

33

55

17

5

Malta

39

65

22

5

Niederlande

45

69

26

5

Österreich

45

61

23

5

Polen

34

59

18

4

Portugal

37

65

20

5

Rumänien

32

54

17

3

Slowenien

34

60

20

4

Slowakei

35

60

19

5

Finnland

45

71

26

5

Schweden

45

70

26

5

Vereinigtes Königreich

45

76

26

6

Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien

28

45

15

3

Island

45

71

26

6

Liechtenstein

45

74

24

6

Norwegen

50

74

26

6

Türkei

32

54

17

4

Serbien 28 48 15 3

Partnerland

29

48

15

3

  • 1. Im Rahmen dieser Aktion wird eine Region als eine Gruppierung von Ländern, die zu einem bestimmten makro-geografischen Gebiet gehören, definiert.
  • 2. Mobilitätsaktivitäten, die in Zusammenarbeit mit Partnerländern durchgeführt werden, die an die EU-Länder angrenzen, aber von einer Partnerorganisation in einem Programmland eingereicht wurden, können durch die Schlüsselaktion 1 unterstützt werden: Mobilitätsprojekt für Jugendliche und Fachkräfte der Jugendarbeit sowie im Rahmen von Schlüsselaktion 3 Jugenddialogprojekte.
  • 3. Finanziert durch das Programm „EU4youth“.
  • 4. Unternehmertum beinhaltet nicht nur die geschäftliche Dimension sondern wird auch als Weg zur Entwicklung von Fertigkeiten wie das Eingehen von Risiken und die Lösung von Problemen gesehen. Diese Fertigkeiten erleichtern die Erreichung der für das Leben und die Bildung gesteckten Ziele.
  • 5. Beachten Sie bitte die folgenden Hinweise: 

    untere Altersgrenze – Die Teilnehmer müssen bei Beginn der Tätigkeit das Mindestalter erreicht haben;

    obere Altersgrenze – Die Teilnehmer dürfen bei Ablauf der Antragsfrist das angegebene Höchstalter nicht überschritten haben.

  • 6. Siehe die Anmerkung oben.
  • 7. Einschließlich Ausbildern, Betreuern und Begleitpersonen.
  • 8. (http://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/resources/distance-calculator_de)
  • 9. Beispiel: Wenn jemand aus Madrid (Spanien) an einer Aktivität in Rom (Italien) teilnimmt, führt der Antragsteller folgende Schritte durch: a) Berechnung der Entfernung zwischen Madrid und Rom (1365,28 km); b) Auswahl der entsprechenden Entfernungsspanne (d. h. zwischen 500 und 1999 km) und c) Berechnung der EU-Finanzhilfe, die einen Beitrag zu den Reisekosten des Teilnehmers aus Madrid nach Rom und zurück darstellt (275 EUR).
  • 10. Einschließlich Gruppenleitern und Begleitpersonen.
  • 11. (http://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/resources/distance-calculator_de)
  • 12. Beispiel: Wenn jemand aus Madrid (Spanien) an einer Aktivität in Rom (Italien) teilnimmt, führt der Antragsteller folgende Schritte durch: a) Berechnung der Entfernung zwischen Madrid und Rom (1365,28 km); b) Auswahl der entsprechenden Entfernungsspanne (d. h. zwischen 500 und 1999 km) und c) Berechnung der EU-Finanzhilfe, die einen Beitrag zu den Reisekosten des Teilnehmers aus Madrid nach Rom und zurück darstellt.
  • 13. Unter Einschluss von Begleitpersonen für Freiwillige mit geringeren Chancen.
  • 14. (http://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/resources/distance-calculator_de)
  • 15. Beispiel: Wenn jemand aus Madrid (Spanien) an einer Aktivität in Rom (Italien) teilnimmt, führt der Antragsteller folgende Schritte durch: a) Berechnung der Entfernung zwischen Madrid und Rom (1365,28 km); b) Auswahl der entsprechenden Entfernungsspanne (d. h. zwischen 500 und 1999 km) und c) Berechnung der EU-Finanzhilfe, die einen Beitrag zu den Reisekosten des Teilnehmers aus Madrid nach Rom und zurück darstellt (275 EUR).   
  • 16. Einschließlich Ausbildern, Betreuern und Begleitpersonen.