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Kapazitätsaufbau im Hochschulbereich

Diese Aktion, die auf die Modernisierung, Zugänglichkeit und Internationalisierung des Hochschulbereichs in den Partnerländern abzielt, ist im Kontext der Prioritäten durchzuführen, die in den Mitteilungen „Neuer EU-Konsens über Entwicklung“1 und „Europäische Hochschulbildung in der Welt“ genannt sind.2

Die Aktion wird im Rahmen der EU-Außenpolitik durchgeführt, die durch die folgenden Finanzinstrumente der Europäischen Union, mit denen diese Aktion unterstützt wird, festgelegt ist:

  • Europäisches Nachbarschaftsinstrument (ENI)3
  • Finanzierungsinstrument für die Entwicklungszusammenarbeit (DCI)4
  • Instrument für Heranführungshilfe (IPA)5
  • Europäischer Entwicklungsfonds

Diese Aktion fördert die Entwicklung von nachhaltigem und integrativem sozio-ökonomischem Wachstum in den Partnerländern und sollte die Entwicklung, Ziele und Grundsätze des auswärtigen Handelns der EU einschließlich der nationalen Verantwortung, des sozialen Zusammenhalts, der Gleichheit, der geografischen Ausgewogenheit und der Vielfalt gewährleisten. Besondere Aufmerksamkeit wird den am wenigsten entwickelten Ländern, abgelegenen Universitäten sowie benachteiligten Studierenden mit schwachen sozioökonomischen Ausgangsbedingungen sowie Studierenden mit besonderen Bedürfnissen gewidmet.

Der folgende Abschnitt sollte in Verbindung mit Anhang I dieses Programmleitfadens gelesen werden (Besondere Bedingungen und Informationen in Bezug auf Kapazitätsaufbau im Bereich der Hochschulbildung).

 

Was sind Projekte zum Kapazitätsaufbau?

Projekte zum Kapazitätsaufbau sind länderübergreifende Kooperationsprojekte auf der Grundlage multilateraler Partnerschaften in erster Linie zwischen Hochschuleinrichtungen aus Programm- und förderfähigen Partnerländern, die durch die weiter oben aufgeführten Instrumente gefördert werden. Zur Stärkung der Verbindungen mit der Gesellschaft und der Wirtschaft sowie zur Unterstützung der systemischen Wirkung der Projekte können ebenfalls nichtakademische Partner an den Projekten beteiligt sein. Über eine strukturierte Zusammenarbeit, den Austausch von Erfahrungen und bewährte Verfahren sowie über die Mobilität werden mit Projekten zum Kapazitätsaufbau folgende Ziele verfolgt:

  • Unterstützung der Modernisierung, Zugänglichkeit und Internationalisierung der Hochschulbildung in den förderfähigen Partnerländern;
  • Unterstützung der förderfähigen Partnerländer bei der Bewältigung der Herausforderungen, mit denen die Hochschuleinrichtungen und -systeme konfrontiert sind. Dies bezieht sich ebenfalls auf Herausforderungen im Zusammenhang mit der Qualität, der Relevanz, des gleichberechtigten Zugangs, der Planung, Bereitstellung, der Verwaltung und der Governance;
  • Beitrag zu der Zusammenarbeit der EU und der förderfähigen Partnerländer (und zwischen den förderfähigen Partnerländern);
  • Förderung der freiwilligen Konvergenz mit EU-Entwicklungen in der Hochschulbildung;
  • Förderung persönlicher Kontakte und Unterstützung von interkulturellem Bewusstsein und Verständnis.

Diese Ziele werden in den förderfähigen Partnerländern über Aktionen verfolgt, die:

  • die Qualität der Hochschulbildung verbessern und ihre Relevanz für den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft verstärken;
  • die Kompetenzen und die Qualifikation in den Hochschuleinrichtungen verbessern, indem neue und innovative Bildungsprogramme entwickelt werden;
  • die Verwaltung, Governance und Innovationsfähigkeit sowie die Internationalisierung von Hochschuleinrichtungen verbessern;
  • die Kapazitäten nationaler Behörden zur Modernisierung ihrer Hochschulsysteme steigern, indem sie die Festlegung, Umsetzung und Überwachung von politischen Reformstrategien unterstützen;
  • die regionale Integration und Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Regionen6 der Welt über gemeinsame Initiativen und den Austausch bewährter Verfahren und Zusammenarbeit fördern.

Es werden zwei Kategorien von Kapazitätsaufbauprojekten unterstützt:

Gemeinsame Projekte: Gemeinsame Projekte, die auf Ergebnisse abzielen, die hauptsächlich und direkt den Organisationen aus den am Projekt beteiligten förderfähigen Partnerländern zugutekommen. Diese Projekte konzentrieren sich in der Regel auf drei verschiedene Aktivitätstypen:

  • Entwicklung des Curriculums;
  • Modernisierung von Governance, Verwaltung und Betrieb von Hochschuleinrichtungen;
  • Stärkung der Beziehungen zwischen Hochschuleinrichtungen und der weiteren wirtschaftlichen und sozialen Umgebung.

Strukturprojekte: Strukturprojekte, die darauf abzielen, eine Wirkung auf die Hochschulsysteme und die Förderung von Reformen auf nationaler und/oder regionaler Ebene in den Partnerländern zu erreichen. Diese Projekte konzentrieren sich in der Regel auf zwei verschiedene Aktivitätskategorien:

  • Modernisierung von Politik, Governance und Verwaltung in Hochschulsystemen;
  • Stärkung der Beziehungen zwischen Hochschulsystemen und der weiteren wirtschaftlichen und sozialen Umgebung.

Kapazitätsaufbauprojekte können wie folgt umgesetzt werden:

  • Nationale Projekte, d.h. Projekte, an denen Einrichtungen aus lediglich einem förderfähigen Partnerland beteiligt sind;
  • Mehrländerprojekte innerhalb einer einzigen Region, an denen mindestens zwei Länder aus dieser Region beteiligt sind;
  • Mehrländerprojekte mit mehr als einer Region, an denen mindestens ein Land von jeder betroffenen Region beteiligt ist.

 

 

Welche Aktivitäten werden im Rahmen dieser Aktion unterstützt?

Erasmus+ lässt große Flexibilität bei Aktivitäten zu, die mit Kapazitätsaufbauprojekten umgesetzt werden können; aus den Vorschlägen muss aber hervorgehen, dass die betreffenden Aktivitäten tatsächlich am besten geeignet sind, die definierten Projektziele zu erreichen.

Gemeinsame Projekte sind in der Regel der Durchführung einer breiten Aktivitätspalette gewidmet, wie:

  • Entwicklung, Prüfung und Anpassung von:
    • Curricula, Kursen, Lernmaterialien und Instrumenten;
    • Lern- und Unterrichtsmethoden und pädagogischen Ansätzen, insbesondere zur Vermittlung von Schlüssel- und Basiskompetenzen und Sprachkenntnissen sowie unternehmerischen Kompetenzen sowie zur verstärkten Nutzung von IKT;
    • neuen Formen praxisbezogener Ausbildungen und Untersuchung von Fallbeispielen aus Wirtschaft und Industrie;
    • Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Unternehmen, Gründung von Start-up-Unternehmen;
    • neuen Formen der Vermittlung allgemeiner und beruflicher Bildung, insbesondere strategische Nutzung offener und flexibler Lernkonzepte, virtueller Mobilität, freier Lehr- und Lernmaterialien und bessere Nutzung des Potenzials von IKT;
    • Orientierungs-, Beratungs- und Coaching-Methoden und -Instrumente;
    • Instrumenten und Methoden zur Professionalisierung und zur beruflichen Weiterbildung von akademischem und Verwaltungspersonal;
    • Qualitätssicherung auf der Programm- und Einrichtungsebene;
    • neuen Governance- und Verwaltungssystemen und -strukturen;
    • modernen Universitätsdienstleistungen z. B. für das Finanzmanagement, internationale Beziehungen, Beratung und Orientierung Studierender, akademische Angelegenheiten und Forschung;
  • Stärkung der Internationalisierung der Hochschuleinrichtungen und der Fähigkeit, sich im Bereich der Forschung, der wissenschaftlichen und technologischen Innovation (internationale Öffnung der Curricula, Dienstleistungen für Studierende, interinstitutionelle Mobilitätsmaßnahmen, wissenschaftliche Zusammenarbeit, Wissenstransfer usw.) wirksam zu vernetzen;
  • Anpassung von Einrichtungen für die Umsetzung innovativer Verfahren (z. B. für neue Curriculum- und Unterrichtsmethoden, für die Entwicklung neuer Dienstleistungen usw.);
  • Organisation von Weiterbildungsmaßnahmen für das Personal, an denen Lehr- und Unterstützungskräfte, Techniker sowie Verwaltungskräfte und Manager von Universitäten teilnehmen.

 

Insbesondere von Curriculum-Reformprojekten werden Maßnahmen zur Weiterbildung des Lehrpersonals und die Bearbeitung hiermit verbundener Aspekte erwartet, wie die Qualitätssicherung und die Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen über Verbindungen mit dem Arbeitsmarkt. Studienprogramme müssen vor Ende der Projektlaufzeit offiziell akkreditiert werden. Der Unterricht in neuen oder aktualisierten Kursen muss während der Projektlaufzeit mit einer angemessenen Zahl von Studierenden und umgeschulten Lehrkräften beginnen und mindestens während eines Drittels der Projektlaufzeit durchgeführt werden. Weiterbildungsmaßnahmen im Rahmen von Curriculum-Reformprojekten können sich ebenfalls auf das Verwaltungspersonal, wie das Bibliotheks-, Labor- und IT-Personal beziehen.

Strukturprojekte sind in der Regel der Durchführung einer breiten Aktivitätspalette gewidmet, wie:

  • Stärkung der Internationalisierung der Hochschulsysteme;
  • Einführung von Reformen, gemäß den Grundsätzen des Bologna-Prozesses (dreistufiges System, Qualitätssicherung, Evaluierung usw.);
  • Umsetzung von Transparenzinstrumenten, wie Leistungspunktsystemen, Akkreditierungsverfahren, Leitlinien für die Anerkennung von vorhergehendem und nichtformalem Lernen usw.;
  • Einrichtung nationaler Qualifizierungsrahmen;
  • Entwicklung und Umsetzung interner und externer Qualitätssicherungssysteme/Leitlinien;
  • Entwicklung und Durchführung neuer Ansätze und Instrumente zur Politikgestaltung und Überwachung, einschließlich der Einrichtung von vertretenden Organen, Organisationen oder Verbänden;
  • Stärkung der Integration von Erziehung, Forschung und Innovation.

Konkret können diese Aktivitäten folgende Aspekte beinhalten:

  • Umfragen und Studien zu spezifischen Reformaspekten;
  • Beratung durch Fachkräfte und Politiker;
  • Organisation von Konferenzen, Seminaren, Workshops und runden Tischen (die operationelle Schlussfolgerungen und Empfehlungen zur Folge haben sollten);
  • Organisation von Weiterbildungsmaßnahmen für das Personal zu politischen Themen;
  • Organisation von Weiterbildungsmaßnahmen für das Personal (einschließlich der Erstellung von Schulungshandbüchern und -leitlinien), an denen Lehr- und Unterstützungskräfte, Techniker sowie Verwaltungskräfte und Manager von Universitäten teilnehmen;
  • Organisation von Aufklärungskampagnen.

 

Welche Funktion haben die an einem Kapazitätsaufbauprojekt teilnehmenden Organisationen?

An Kapazitätsaufbauprojekten sollten die angesichts der Zielsetzung des Projekts jeweils am besten geeigneten Partner mit möglichst unterschiedlichen Hintergründen beteiligt sein, damit die Partnerschaften die verschiedenen Erfahrungshintergründe, Profile und spezifischen Kenntnisse am besten nutzen und möglichst relevante und hochwertige Ergebnisse erzielen können. Es ist wichtig, anstelle einer ausschließlich individuellen Beteiligung die gleichberechtigte und aktive Beteiligung der verschiedenen Partner auf der Grundlage einer angemessenen Verteilung der Aufgaben und einer klaren Demonstration der Vernetzungskapazitäten sicherzustellen, um die Wirkung zu verstärken und die verschiedenen Ebenen der Partnerschaft in Anspruch zu nehmen.

Partner müssen vom Koordinator und jedem Partner unterzeichnete Vollmachten7 einreichen, in denen sie bestätigen, dass sie den Koordinator bevollmächtigen, bei der Unterzeichnung der möglichen Finanzhilfevereinbarung und möglicher Nachtragsvereinbarungen mit der Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur in ihrem Namen und auf ihre Rechnung zu handeln.

In Übereinstimmung mit dem Umfang und den Zielen der Aktion sind teilnehmende Organisationen aus förderfähigen Partnerländern der Gegenstand von Kapazitätsaufbauprojekten. Die im Vorschlag beschriebenen Aktivitäten und Ziele müssen auf den Nutzen für die förderfähigen Partnerländer, ihre Hochschuleinrichtungen und -systeme ausgerichtet werden.

Hochschuleinrichtungen aus den förderfähigen Partnerländern werden aufgefordert, als Antragsteller aufzutreten, vorausgesetzt, dass sie über die erforderliche finanzielle und operationelle Kapazität verfügen.

Die teilnehmenden Organisationen aus den Programmländern bringen ihre Erfahrung und Kenntnisse im Hinblick auf die mit dem Projekt verfolgten Ziele ein. Ihre Funktion besteht ebenfalls darin, einen Beitrag zur Erreichung der Projektziele zu leisten und die Erfordernisse dieser Einrichtungen sollten daher nicht in das Projektkonzept aufgenommen werden. Diese Organisationen können einen Anteil an den Finanzmitteln erhalten, der mit den Kosten, die im Rahmen ihrer Funktion angefallen sind, im Verhältnis steht.

Zusätzlich kann der Kapazitätsaufbau auf dem Gebiet von Hochschulprojekten ebenfalls von der Beteiligung assoziierter Partner (optional) profitieren. Diese Organisationen (z. B. nichtakademische Partner) tragen indirekt zur Durchführung konkreter Aufgaben/Aktivitäten bei und/oder unterstützen die Verbreitung und die Nachhaltigkeit von Projekten. Die entsprechenden Beiträge können beispielsweise im Wissens- und Kompetenztransfer, in der Durchführung ergänzender Kurse oder in Angeboten zur Entsendung oder eines Praktikums bestehen. Assoziierte Partner können in die Berechnung der Mindestanzahl der für die Zusammensetzung der Partnerschaft erforderlichen Hochschuleinrichtungen oder Ministerien nicht einbezogen werden. Vertraglich gesehen sind „assoziierte Partner“ keine Mitglieder des Konsortiums und werden daher nicht als Empfänger berücksichtigt und ihre Kosten werden nicht in die Kalkulation der EU-Finanzhilfe einbezogen.

 

Was ist die Funktion von Organisationen, die an Kapazitätsaufbauprojekten im Hochschulbereich teilnehmen?

Antragsteller/Koordinator: eine teilnehmende Organisation, die den Projektvorschlag im Namen aller Partnerorganisationen einreicht. Der Koordinator ist dafür verantwortlich, dass das Projekt nach Maßgabe der getroffenen Vereinbarung durchgeführt wird. Der Koordinator

  • vertritt die Projektpartner und handelt in ihrem Namen gegenüber der Europäischen Kommission,
  • trägt die finanzielle und rechtliche Verantwortung für die ordnungsgemäße operative, administrative und finanzielle Durchführung des gesamten Projekts und
  • koordiniert das Projekt in Zusammenarbeit mit den Partnern.

Vollwertige Partner: sind die teilnehmenden Organisationen aus Programm- oder Partnerländern, die aktiv zum Erreichen der Ziele des Kapazitätsaufbauprojekts beitragen. Jeder vollwertige Partner muss eine Vollmacht unterzeichnen, um der koordinierenden Organisation die Verantwortung zu übertragen, als Hauptempfänger während der Projektlaufzeit in ihrem Namen zu handeln.

Assoziierte Partner (optional): Kapazitätsaufbauprojekte können assoziierte Partner beteiligen, die zur Umsetzung spezifischer Projektaufgaben/-aktivitäten beitragen oder die Verbreitung der Projektergebnisse und Nachhaltigkeit des Projekts unterstützen. Vertragsrechtlich werden „assoziierte Partner“ nicht als Projektteilnehmer im Sinne einer Partnerorganisation angesehen, erhalten keine Finanzierung und werden hinsichtlich der Minimalanforderungen der Konsortiumzusammensetzung nicht berücksichtigt. Die Beteiligung und die Funktionen assoziierter Partner im Zusammenhang mit den verschiedenen Tätigkeiten im Rahmen eines Projekts müssen jedoch klar beschrieben werden.

Verbundene Einrichtungen (optional): Organisationen, die einen Beitrag zur Realisierung der Zielsetzungen und Aktivtäten des Projekts leisten. Verbundene Einrichtungen müssen im Finanzhilfeantrag genannt werden und die in Anhang III (Glossar wichtiger Begriffe) dieses Programmleitfadens beschriebenen Anforderungen erfüllen.

 

Nach welchen Kriterien wird ein Kapazitätsaufbauprojekt bewertet?

Im Folgenden werden die formalen Anforderungen erläutert, die Kapazitätsaufbauprojekte im Hochschulbereich erfüllen müssen, damit sie für eine Förderung im Rahmen von Erasmus+ in Betracht kommen:

 

Förderkriterien

Förderfähige Partnerländer

Partnerländer aus den Regionen 1 bis 4 und 6 bis 11 (siehe Abschnitt „förderfähige Länder“ in Teil A dieses Leitfadens) sowie Chile und Uruguay8

Förderfähige teilnehmende Organisationen9

Als teilnehmende Organisationen kommen in Betracht:

  • öffentliche oder private Organisationen sowie deren verbundene Einrichtungen, an denen Hochschulabschlüsse und anerkannte Qualifikationen der Tertiärstufe erworben werden können10 (als Hochschuleinrichtung definiert und von der zuständigen Behörde als solche anerkannt);

oder

  • auf dem Arbeitsmarkt oder in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend tätige, öffentliche oder private Organisationen mit ihren verbundenen Einrichtungen (sofern zutreffend). Beispiele:
    • öffentliche, private kleine, mittlere oder große Unternehmen (einschließlich gemeinwirtschaftlicher Unternehmen),
    • lokale, regionale oder nationale öffentliche Stellen (einschließlich Ministerien),
    • ein Sozialpartner oder ein sonstiger Vertreter des Arbeitsmarkts (u. a. Handelskammern, Handwerks- oder Berufsverbände und Gewerkschaften),
    • Forschungseinrichtungen,
    • Stiftungen,
    • Schulen/Institute (vom Vorschulbereich über die Sekundarstufe II einschließlich Einrichtungen bis zur Berufs- und der Erwachsenenbildung),
    • gemeinnützige Organisationen, Verbände, NROs (einschließlich nationaler und internationaler Verbände oder Netze von Hochschuleinrichtungen, Verbände von Studierenden oder Lehrkräften usw.),
    • Kulturorganisationen, Bibliotheken, Museen;
    • Laufbahnberatungs-, Berufsberatungs- und Informationsstellen.

Die teilnehmenden Organisationen müssen ihren Sitz in einem Programmland oder in einem förderfähigen Partnerland haben.

Hochschuleinrichtungen in einem Programmland müssen über eine gültige Erasmus-Charta für die Hochschulbildung (ECHE) verfügen. Die teilnehmenden Hochschuleinrichtungen aus förderfähigen Partnerländern müssen über keine Erasmus-Charta für die Hochschulbildung verfügen.

Verbände oder Organisationen von Hochschuleinrichtungen, die sich der Förderung, Verbesserung und Reform der Hochschulbildung sowie der Zusammenarbeit mit Europa und zwischen Europa und anderen Teilen der Welt widmen, sind förderfähig. In solchen Verbänden decken Organisationen oder Netzwerke ebenfalls andere Bildungs- und Weiterbildungsbereiche ab, der Hauptschwerpunkt ihrer Tätigkeit muss jedoch auf der Hochschulbildung liegen, was sich in den Statuten und Verwaltungsstrukturen der Organisation widerspiegeln muss. Verbände, Organisationen oder Netze aus Hochschuleinrichtungen werden als Rechtsträger/Partnerorganisation betrachtet, d.h., sie werden als eine Körperschaft aus dem Land behandelt, in dem sich der Hauptsitz befindet. Diese Organisationen werden nicht als einzelne Hochschuleinrichtungen berücksichtigt. Nur Mitglieder, die in den Programmländern oder den förderfähigen Partnerländern ihren Sitz haben, können durch die Finanzhilfe gefördert werden.

Internationale Regierungsorganisationen können auf der Grundlage der Selbstfinanzierung als Partner an Kapazitätsaufbauprojekten teilnehmen.

Spezifische Regelung für die Ukraine: Im Fall der Ukraine gelten nur solche Hochschuleinrichtungen als förderfähig, die vom Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Ukraine anerkannt werden (für weitere Informationen kann das Nationale Erasmus+-Büro der Ukraine kontaktiert werden).

Wer ist antragsberechtigt?

Die folgenden Typen teilnehmender Organisationen können sich für eine Finanzhilfe bewerben: 

  • Hochschuleinrichtungen,
  • Verbände oder Organisationen von Hochschuleinrichtungen,
  • nur für Strukturprojekte: gesetzlich anerkannte nationale oder internationale Rektoren-, Dozenten- oder Studierendenorganisationen,

die ihren Sitz in einem Programmland oder in einem förderfähigen Partnerland haben.

Die betreffende Organisation führt die Antragstellung im Namen aller an einem Projekt beteiligten Organisationen durch.

Ausnahme: Teilnehmende Organisationen aus Libyen und Syrien (Region 3), aus der Russischen Föderation(Region 4) und aus Chile und Uruguay können keine Antragsteller sein.

Anzahl und Profil der teilnehmenden Organisationen

Kapazitätsaufbauprojekte unterliegen allen der folgenden Kriterien:

 

Für Projekte, die auf ein Partnerland ausgerichtet sind (nationale Projekte):

Ein förderfähiges Partnerland und mindestens zweiProgrammländer müssen am Projekt beteiligt sein.

Diese Projekte müssen mindestens die folgende Anzahl an Hochschuleinrichtungen als vollwertige Partner umfassen:

  • mindestens eine Hochschuleinrichtung aus mindestens zwei der am Projekt beteiligten Programmländer;
  • mindestens drei Hochschuleinrichtungen aus dem am Projekt beteiligten Partnerland.
  • Projekte müssen mindestens so viele Hochschuleinrichtungen aus Partnerländern umfassen, wie Hochschuleinrichtungen aus Programmländern.

Ausnahme: In denjenigen Partnerländern, in denen es weniger als fünf Hochschuleinrichtungen gibt oder in Fällen, in denen eine einzige Hochschuleinrichtung über 50 % der Gesamtpopulation der Studierenden im Land stellt, werden Anträge, die nur eine Hochschuleinrichtung für diese Länder umfassen, akzeptiert.

 

Für Projekte, die auf zwei oder mehr Partnerländer ausgerichtet sind (Mehrländerprojekte):

Mindestens zwei förderfähige Partnerländer und zwei Programmländer müssen am Projekt beteiligt sein. Partnerländer können aus derselben11 oder aus verschiedenen durch die Aktion abgedeckten Regionen stammen.

Diese Projekte müssen mindestens die folgende Anzahl an Hochschuleinrichtungen als vollwertige Partner umfassen:

  • mindestens eine Hochschuleinrichtung aus mindestens zwei der am Projekt beteiligten Programmländer,
  • mindestens zwei Hochschuleinrichtungen aus jedem der am Projekt beteiligten Partnerländer.
  • Projekte müssen mindestens so viele Hochschuleinrichtungen aus Partnerländern umfassen, wie Hochschuleinrichtungen aus Programmländern.

Ausnahme: In denjenigen Partnerländern, in denen es weniger als fünf Hochschuleinrichtungen gibt oder in Fällen, in denen eine einzige Hochschuleinrichtung über 50 % der Gesamtpopulation der Studierenden im Land stellt, werden Anträge, die nur eine Hochschuleinrichtung für diese Länder umfassen, unter der Bedingung akzeptiert, dass die Zahl der in die Projekte aufgenommenen Hochschuleinrichtungen des Partnerlandes mindestens der Zahl der aufgenommenen Hochschuleinrichtungen des Programmlandes entspricht.

 

Zusätzliche spezifische Kriterien für:

  • Strukturprojekte: Projekte müssen die für die Hochschulbildung verantwortlichen Ministerien in jedem der vom Projekt adressierten, förderfähigen Partnerländer als vollwertige Partner umfassen.
  • Syrien ist im Rahmen von Strukturprojekten nicht förderfähig.
  • An Projekten, an denen Partner aus Region 4 (Russische Föderation) beteiligt sind, muss mindestens ein anderes Partnerland beteiligt sein.
  • An Projekten, an denen Partner aus Region 8 (Lateinamerika) beteiligt sind, müssen mindestens zwei Partnerländer aus der betreffenden Projektregion beteiligt sein.

 

Sonstige Kriterien

 

Wenn ein Verband, Organisation oder Netzwerk von Hochschuleinrichtungen beteiligt ist, müssen die oben angegebenen Anforderungen für die Mindestanzahl der am Projekt zu beteiligenden Organisationen erfüllt werden, wobei der Verband / Organisation / Netzwerk als nur ein Partner aus dem Land gezählt wird, in dem der Hauptsitz sich befindet. Es ist zu beachten, dass diese Organisationen nicht als einzelne Hochschulen berücksichtigt werden können.

Projektdauer

Kapazitätsaufbauprojekte können zwei oder drei Jahre dauern. Die Dauer muss bei der Antragstellung je nach Projektziel und Art der im betreffenden Zeitraum geplanten Aktivitäten angeben werden.

Nur unter besonderen Umständen kann eine Verlängerung des Förderzeitraums um maximal 12 Monate über die festlegte Frist hinaus genehmigt werden, falls es für den Koordinator aus berechtigten Gründen unmöglich sein sollte, das Projekt innerhalb des geplanten Zeitraums abzuschließen.

Wo ist der Antrag zu stellen?

Bei der Exekutivagentur „Bildung, Audiovisuelles und Kultur“ in Brüssel.

Wann wird der Antrag gestellt?

Für Projekte, die zum 15. November des gleichen Jahres oder zum 15. Januar des folgenden Jahres beginnen, müssen Antragsteller ihren Finanzhilfeantrag bis zum 5. Februar um 17.00 Uhr (Brüsseler Zeit) des betreffenden Jahres einreichen.

Wie ist der Antrag zu stellen?

Der Antrag ist in Übereinstimmung mit den Modalitäten einzureichen, die in Teil C dieses Leitfadens beschrieben sind.

 

Die antragstellenden Organisationen können auch nach den maßgeblichen Ausschluss- und Auswahlkriterien bewertet werden. Weitere Informationen sind Teil C dieses Leitfadens zu entnehmen.

 

Gewährungskriterien

Das Projekt wird in einem Zwei-Stufen-Verfahren anhand folgender Kriterien bewertet:

Stufe 1

Relevanz des Projekts

 

(maximal 30 Punkte)

 

  • Der Vorschlag und die vorgesehenen Ergebnisse stehen im Einklang mit den Zielen der Aktion zum Aufbau von Kapazitäten im Zielland bzw. den Zielländern;
  • der Vorschlag bezieht sich eindeutig auf die thematischen nationalen und regionalen Prioritäten, die vom Programm für die Zielländer und -regionen festgelegt wurden;
  • im Vorschlag wird erklärt, warum die geplanten Aktivitäten und erwarteten Ergebnisse die Bedürfnisse der Zielgruppen auf die beste Weise erfüllen;
  • Der Vorschlag fügt sich in die Modernisierungs-, Entwicklungs- und Internationalisierungsstrategie der betreffenden Hochschuleinrichtungen ein und steht im Einklang mit den Entwicklungsstrategien für die Hochschulbildung in den förderfähigen Partnerländern, einschließlich einer stärkeren Berücksichtigung von Integration, Vielfalt und sozioökonomisch benachteiligten Teilnehmern, wo dies relevant ist;
  • die Vorschlagsziele sind klar, realistisch und angemessen und basieren auf einer fundierten und angemessenen Bedarfsanalyse;
  • Der Vorschlag ist innovativ und/oder wird durch andere, im Rahmen aktueller oder früherer Aktionen bereits durchgeführte Initiativen oder Projekte ergänzt;
  • der Vorschlag zeigt auf, dass vergleichbare Ergebnisse nicht mit nationaler, regionaler oder lokaler Finanzierung hätten erreicht werden können.

Qualität der Projektkonzeption und ‑durchführung

 

(maximal 30 Punkte)

 

 

  • die für die Laufzeit des Projekts vorgeschlagenen Aktivitäten sind qualitativ hochwertig, geeignet und angemessen, um die Ziele und geplanten Ergebnisse zu erreichen;
  • die vorgeschlagene Methode ist innovativ, praktikabel und angemessen, um die geplanten Ergebnisse zu erreichen;
  • Kostenwirksamkeit des Vorschlags und Zuweisung angemessener Mittel für die einzelnen Aktivitäten;
  • die Projektkonzeption gewährleistet insgesamt die erforderliche Konsistenz zwischen Projektzielen, Methoden, Aktivitäten und dem vorgeschlagenen Finanzrahmen;
  • der Arbeitsplan ist klar und realistisch, mit präzise definierten Aktivitäten, realistischen Zeitplänen, eindeutig festgelegten Ergebnissen und Etappen; der Arbeitsplan zeugt von einer logischen und soliden Planungskapazität und umfasst angemessene Phasen zur Vorbereitung, Durchführung, Evaluierung, dem Follow-up und der Verbreitung der Ergebnisse;
  • die mit dem Vorschlag verbundenen Herausforderungen und Risiken sind klar definiert, und es sind angemessene Aktionen zur Abschwächung der Risiken und zur Begrenzung der Herausforderungen vorgesehen. die Maßnahmen zur Qualitätskontrolle mit Indikatoren und Benchmarks gewährleisten, dass das Projekt in hervorragender Weise fristgerecht und unter Einhaltung des finanziellen Rahmens durchgeführt wird; zur Überprüfung der Indikatoren für die Messung der Aktionsergebnisse stehen zuverlässige Quellen zur Verfügung.

Qualität der Zusammensetzung des Projektteams und der Kooperationsvereinbarungen

 

(maximal 20 Punkte)

 

 

  • der Vorschlag beinhaltet eine starke und komplementäre Partnerschaft von Hochschuleinrichtungen;
  • das Projektteam verfügt über die erforderlichen Kompetenzen, Kenntnisse, Erfahrung und Unterstützung des Managements, die erforderlich sind, um alle Aspekte des Vorschlags erfolgreich zu realisieren;
  • gegebenenfalls beinhaltet der Vorschlag ebenfalls die angesichts der Zielsetzung des Projekts jeweils am besten geeigneten nichtakademischen Partner, damit die Teilnehmer die verschiedenen Erfahrungshintergründe, Profile und spezifischen Kenntnisse am besten nutzen können;
  • die Zuständigkeiten und Aufgaben sind klar und angemessen aufgeteilt, und die entsprechenden Beschreibungen geben Aufschluss über die Verpflichtungen und die aktive Mitwirkung aller teilnehmenden Organisationen;
  • es wird ein wirksamer Mechanismus vorgeschlagen, um eine gute Abstimmung, gute Entscheidungsprozesse und eine gute Kommunikation der teilnehmenden Organisationen, der Teilnehmer und sonstiger maßgeblicher Akteure sicherzustellen;
  • die teilnehmenden Organisationen aus den förderfähigen Partnerländern sind ausreichend an der Umsetzung der Aktion und der Entscheidungsfindung (einschließlich der Maßnahmen zur Konfliktlösung) beteiligt;
  • der Vorschlag umfasst Hochschuleinrichtungen, die in der Vergangenheit nicht von Unterstützung für den Kapazitätsaufbau profitiert haben.

Wirkung und Nachhaltigkeit

 

(maximal 20 Punkte)

 

 

  • der Vorschlag hat eine wesentliche Auswirkung auf die Kapazitäten der teilnehmenden Organisationen (insbesondere der Hochschuleinrichtungen) in den förderfähigen Partnerländern, insbesondere auf die Entwicklung und Modernisierung der Hochschulbildung; es unterstützt die teilnehmenden Organisationen dabei, sich für die breite Gesellschaft, den Arbeitsmarkt und die weitere Welt zu öffnen und ihre Kapazität für internationale Zusammenarbeit zu unterstützen;
  • der Vorschlag erzeugt Multiplikatorwirkungen außerhalb der teilnehmenden Organisationen auf lokaler, regionaler, nationaler oder internationaler Ebene; Maßnahmen zur Bewertung der durch den Prozess erzielten Auswirkungen werden getroffen;
  • der Plan zur Verbreitung während der Projektlaufzeit und darüber hinaus ist klar und wirksam. Angemessene Ressourcen in den teilnehmenden Organisationen zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Verbreitung der Projekterfahrungen und -ergebnisse an die relevanten Akteure wurden identifiziert;
  • mit dem Vorschlag wird eine echte Nachhaltigkeit der vorgeschlagenen Aktivitäten und Ergebnisse nach Projektende sichergestellt, insbesondere bezüglich der Anziehung von Kofinanzierung oder anderer Formen der Unterstützung; es wird ebenfalls die Berücksichtigung und wirksame Verwendung/Umsetzung der Projektergebnisse gewährleistet.

 

Im Rahmen der ersten Stufe der Bewertungsphase können die Anträge bis zu 100 Punkten erhalten. Um für eine Förderung in Betracht zu kommen, müssen Vorschläge insgesamt mindestens 60 Punkte erhalten, wobei mindestens 15 Punkte auf die Kategorie „Relevanz des Projekts“ entfallen müssen.

Nach Stufe 1 der Bewertung werden die Vorschläge, die die oben genannten Qualitätsanforderungen erfüllen, in absteigender Reihenfolge ihrer Gesamtpunktzahl bewertet. Um zu Stufe 2 überzugehen, wird eine Liste der Anträge pro Region erstellt, die das Zweifache der geschätzten Anzahl der geförderten Projekte (basierend auf dem verfügbaren regionalen Budget12) beträgt. 

Stufe 2

In Stufe 2 werden die Projekte nach einem weiteren Kriterium bewertet:

Durchführbarkeit des Projekts in der/den Zielregion(en)

J/N

 

 

  • Der Vorschlag ist im lokalen Kontext des Partnerlandes bzw. der Partnerländer, auf das (die) der Antrag abzielt, durchführbar. Bei der Bewertung dieses Kriteriums wird der Bewertungsausschuss von den EU-Delegationen in den betreffenden Ländern unterstützt.

 

Als Ergebnis von Stufe 2 werden eine Reihe von Vorschlägen, die in den Zielregionen als durchführbar erachtet werden, formell zur Förderung empfohlen, entsprechend der Rangfolge in der Reihenfolge der verfügbaren Mittel pro Region und bis zu maximal drei Projektvorschläge pro antragstellender Organisation insgesamt. Darüber hinaus wird darauf geachtet, dass eine ausreichende geografische Vertretung innerhalb einer Region in Bezug auf die Anzahl der Projekte pro Land gewährleistet ist.

Mit der Bewilligung eines Antrags ist keine Verpflichtung zur Gewährung einer finanziellen Unterstützung in der vom Antragsteller beantragten Höhe verbunden. Die beantragte Finanzhilfe kann nach Maßgabe der konkreten Finanzregeln für eine Aktion und aufgrund der Bewertungsergebnisse reduziert werden.

 

Prioritäten

In Abhängigkeit von den am Projekt beteiligten Ländern können nationale, regionale oder länderübergreifende Prioritäten für beide Projektkategorien (gemeinsame Projekte und Strukturprojekten) festgelegt werden. In diesem Fall muss nachgewiesen werden, wie und in welchem Ausmaß die Projekte diesen Prioritäten gerecht werden.

Vorschläge, die die nationalen bzw. regionalen Prioritäten nicht berücksichtigen, kommen für eine Förderung nicht in Betracht. Querschnittsprioritäten werden in der Auswahlphase berücksichtigt, damit eine Wahl zwischen Vorschlägen vergleichbarer Qualität getroffen werden kann.

Hinsichtlich der nationalen/regionalen Prioritäten werden drei Kategorien vorgeschlagen, mit denen folgende Bereiche abgedeckt werden:

  • Verbesserung der Qualität von Aus- und Weiterbildung in verschiedenen Fächern (für die Lehrplanentwicklung);
  • Verbesserung von Verwaltung und Betrieb von Hochschuleinrichtungen;
  • Entwicklung des Hochschulbereichs innerhalb der Gesellschaft insgesamt.

Nationale Projekte in Ländern, in denen nationale Prioritäten festgelegt wurden, müssen diesen nationalen Prioritäten entsprechen. In den anderen Ländern müssen die Projekte den regionalen Prioritäten entsprechen.

Mehrländerprojekte,d.h., Projekte, die Einrichtungen aus mindestens zwei förderfähigen Partnerländern umfassen, müssen den regionalen bzw. nationalen Prioritäten (sofern relevant) der teilnehmenden förderfähigen Partnerländer entsprechen. Dies bedeutet, dass das Projektthema für alle teilnehmenden Partnerländer als regionale Priorität bzw. für alle teilnehmenden Partnerländer als nationale Priorität aufgeführt sein muss. Sowohl für nationale als auch für staatenübergreifende Projekte haben jene Vorrang, die sich auf Bereiche konzentrieren, die durch frühere oder aktuelle Projekte unvollständig abgedeckt wurden und die Hochschuleinrichtungen aus Partnerländern umfassen, die noch nicht vom Programm profitiert haben bzw. deren Teilnahme am Programm und/an einer früheren Programmgeneration eingeschränkt war, werden bevorzugt behandelt.

Eine detaillierte Liste der Prioritäten, die sich auf Kapazitätsaufbauprojekte beziehen, wird auf den Websites der Exekutivagentur veröffentlicht.

 

Was Sie sonst noch über Kapazitätsaufbauprojekte wissen sollten

Der Kapazitätsaufbau in der Hochschulbildung wird im Kontext der Prioritäten durchgeführt, die im „Neuen Europäischen Konsens für Entwicklung“ der Europäischen Union aufgeführt sind. Bei der Prüfung der endgültigen Liste zu finanzierender Projekte wird die Europäische Union die Erfordernisse des geografischen Gleichgewichts und der Vielfalt sowie der zunehmenden Differenzierung zwischen Entwicklungsländern berücksichtigen13

 

Regionale Zusammenarbeit

Die regionale (Länder innerhalb derselben Region) und regionsübergreifende Zusammenarbeit (Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Regionen der Welt) sollte relevant sein und durch eine detaillierte Analyse des gemeinsamen Bedarfs und der gemeinsamen Ziele gerechtfertigt werden. Die Wahl der Länder muss angemessen und mit den vorgeschlagenen Zielen kohärent sein, insbesondere in Fällen, wo Länder aus verschiedenen Regionen betroffen sind. Eine regionenübergeifende Zusammenarbeit ist im Rahmen von mehrere Länder umfassenden Projekten möglich, vorausgesetzt, dass das Thema des Vorschlags als regionale oder nationale Priorität für alle betroffenen förderfähigen Partnerländer festgelegt ist.

 

Wirkung und Verbreitung

Von Kapazitätsaufbauprojekten wird eine langfristige strukturelle Auswirkung auf die Systeme, Organisationen/Einrichtungen und Einzelpersonen in den förderfähigen Partnerländern erwartet. Für die Projekte muss der innovative Charakter, die Auswirkung und Nachhaltigkeit der Ergebnisse nachgewiesen werden; ferner ist aufzuzeigen, wie die Ergebnisse nach Projektende aufrechterhalten bzw. entwickelt werden sollen. Für die Projekte ist gegebenenfalls nachzuweisen, dass sie auf den Ergebnissen von früheren, durch die EU finanzierten Projekten, wie Alfa, Edulink, Erasmus Mundus und Tempus aufbauen. In jedem Vorschlag ist zu erläutern, wie die Projektergebnisse in den entsprechenden Zielgruppen verbreitet werden sollen. Vorschläge für Strukturprojekte, die im Wesentlichen eine Auswirkung auf institutioneller Ebene anstreben, ohne den Nachweis zu erbringen, dass das Projekt eine landesweite Auswirkung haben wird, werden nicht bewilligt.

 

Welche Regeln bestehen für die Finanzierung von (gemeinsamen und strukturellen) Kapazitätsaufbauprojekten?

Die finanzielle Förderung von Erasmus+- Kapazitätsaufbauprojekten basiert auf einem veranschlagten Budget, das sich aus Beiträgen für Zuschüsse je Einheit und tatsächlichen Kosten zusammensetzt.

Für Kapazitätsaufbauprojekte im Hochschulbereich fallen vielfältige Kosten an, wie Kosten für Personal, Reise und Aufenthaltskosten, Kosten für Ausrüstung, Kosten in Verbindung mit der Vergabe von Unteraufträgen, Kosten für die Verbreitung, Veröffentlichung, Übersetzung, Gemeinkosten usw.

Der Begriff „Finanzhilfe“ bezieht sich auf den Finanzierungsumfang, der im Rahmen des Programms beantragt werden kann und repräsentiert den finanziellen Beitrag der Europäischen Union zu dem Projekt. Dieser Begriff sollte nicht mit den Gesamtkosten eines Projekts verwechselt werden, die ebenfalls die Kofinanzierung anderer Partnereinrichtungen und externer Akteure umfassen.

Die EU-Finanzhilfe zu den Projekten ist als Beitrag zur Deckung eines Teils der aktuellen Kosten zu betrachten, die den Partnereinrichtungen bei der Durchführung der im Antrag/Projekt vorgesehenen Aktivitäten angefallen sind. Die Teilnahme an einem Kapazitätsaufbauprojekt erfordert obligatorisch eine Kofinanzierung der begünstigten Einrichtungen. Die Kofinanzierung wird daher durch die Projektpartner bei Beginn, im Rahmen der Vorbereitung des Antrags, veranschlagt.

Der Grundsatz der Kofinanzierung ist bei der Festlegung des Förderansatzes und insbesondere bei der Festlegung des Beitrags zu den Zuschüssen je Einheit zu berücksichtigen, die der Berechnung des Budgets/der Finanzhilfe für das Projekt zugrunde liegen. Folglich müssen die Antragsteller und Begünstigten die Informationen zu der Kofinanzierung zu Informations- und Transparenzzwecken angeben. Ein Nachweis für die Ausgaben oder Belegdokumente ist nicht erforderlich.

Obwohl die Durchführung des Projekts gegebenenfalls andere Ausgaben erfordert (wie Kosten für die Verbreitung, Veröffentlichung, Übersetzung, falls keine Untervertragsvergabe erfolgt, Gemeinkosten usw.), werden diese Ausgaben beim Berechnen der vorgeschlagenen Finanzhilfe nicht berücksichtigt. Folglich sind diese Ausgaben durch Kofinanzierung abzudecken.

Finanzberichte für Haushaltsposten auf der Grundlage der Beiträge für Zuschüsse je Einheit (Beitrag zu den Personalkosten, Reise- und Aufenthaltskosten) basieren auf dem Grundsatz des „auslösenden Ereignisses“. Begünstigte müssen nachweisen, dass die Aktivitäten tatsächlich ordnungsgemäß durchgeführt und die Ergebnisse erzielt wurden, allerdings, ohne über die Verwendung der Mittel zu berichten. Folglich sind die Begünstigten flexibel in der Verwendung der zugeteilten Mittel zur Abdeckung der Ausgaben, die für die Durchführung des Projektes erforderlich sind, falls die Anforderungen an die Aktivitäten und Ziele erfüllt werden.

Finanzberichte für Budgetposten auf der Grundlage von tatsächlichen Kosten (Ausrüstung und Vergabe von Unteraufträgen) basieren auf den tatsächlich erfolgten Ausgaben, die ordnungsgemäß zu dokumentieren sind (siehe weiter unten).

Die vorgeschlagene Finanzhilfe übersteigt nie die beantragte Finanzhilfe und hängt ab von:

  • dem vom Antragsteller beantragten Finanzhilfebetrag, der Förderfähigkeit der Aktivitäten und der Kosteneffizienz des Projekts;
  • dem für Kapazitätsaufbauprojekte verfügbaren Gesamtbudget.

Die detaillierten Modalitäten für die finanzielle Umsetzung des Projekts müssen von den Partnern bewilligt werden und in einer Partnerschaftsvereinbarung, die zu Projektbeginn zu unterzeichnen ist, formalisiert werden.

 

Was Sie sonst noch über diese Aktion wissen sollten -Außergewöhnliche Kosten

Antragssteller von Mobilitätsprojekten können unter dem Budgetposten „Sonderkosten“ finanzielle Unterstützung für hohe Reisekosten von Teilnehmern in Anspruch nehmen (bis in Höhe von 80 % der gesamten förderfähigen Kosten, siehe „Welche Regeln gibt es für die Finanzierung?“), einschließlich in Fällen, in denen sich die Teilnehmer für umweltfreundlichere Transportmittel mit geringeren Kohlenstoffemissionen entscheiden (z. B. Zug), was höhere Reisekosten nach sich zieht. Diese Kosten werden anerkannt, sofern der Antragsteller nachweisen kann, dass die Standard-Finanzierungsregeln (basierend auf dem Zuschuss pro Einheit für das betreffende Reiseentfernungsband) nicht mindestens 65 % der Reisekosten der Teilnehmer abdecken. Bei Vergabe ersetzen die Sonderkosten für teure Reisen die reguläre Reisekostenpauschale

 

Das Budget der Projekte (in EUR) ist unter Beachtung der folgenden Finanzierungsvorschriften zu erstellen:

Minimale EU-Finanzhilfe für gemeinsame und Strukturprojekte: 500.000 EUR

Maximale EU-Finanzhilfe für gemeinsame und Strukturprojekte: 1.000.000 EUR

Förderfähige Kosten

Finanzierungsmechanismus

Betrag / Obergrenze

Zuweisungsregel

Personalkosten

Beitrag zu den Kosten des Personals, das Aufgaben durchführt, die für die Erreichung der Projektziele erforderlich sind

Zuschüsse je Einheit

B4.1 pro Manager und Arbeitstag für das Projekt

Max. 40 % der gesamten Finanzhilfe

Voraussetzung: Antragsteller müssen Art und Umfang der Ressourcen, die für die Durchführung der vorgeschlagenen Aktivitäten bzw. für die Erzielung der vorgesehenen Ergebnisse nötig sind, begründen. Der Beitrag wird unter der Bedingung gewährt, dass das Gehalt für dieselbe Aufgabe nur einmal entschädigt wird.

B4.2 pro Wissenschaftler/Lehrkraft/Ausbilder und Arbeitstag für das Projekt

B4.3 pro Techniker und Arbeitstag für das Projekt

B4.4 pro Verwaltungskraft und Arbeitstag für das Projekt

Reisekosten

Beitrag zu den Reisekosten der am Projekt beteiligten Studierenden und des Personals, von ihrem Herkunftsort zum Ort der jeweiligen Aktivität und zurück (einschließlich Visagebühren und eine diesbezügliche obligatorische Versicherung, Reiseversicherung und gerechtfertigte Stornierungskosten).

Die Aktivitäten und die damit verbundenen Reisen müssen in den am Projekt beteiligten Ländern durchgeführt werden. Alle Ausnahmen von dieser Regel erfordern die Genehmigung der Agentur. Eine detaillierte Liste der förderfähigen Aktivitäten ist in Anhang I dieses Leitfadens bereitgestellt.

Zuschüsse je Einheit

Entfernungen zwischen 10 und 99 km:

20 EUR/Teilnehmer

Je nach Entfernung und pro Teilnehmer. Die Entfernungen werden mit dem Entfernungsrechner der Kommission ermittelt14. Der Antragsteller muss die Entfernung der einfachen Strecke angeben, um die Höhe des EU-Zuschusses wird für die Hin- und Rückreise zu berechnen.15. Finanzielle Unterstützung wird nur für Reisen gewährt, die direkt mit der Erreichung der Projektziele verbunden sind.

Entfernungen zwischen 100 und 499 km:

180 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 500 und 1999 km:

 275 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 2000 und 2999 km:

360 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 3000 und 3999 km: 530 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 4000 und 7999 km:

820 EUR/Teilnehmer

Entfernungen von 8000 km und mehr:

1500 EUR/Teilnehmer

Aufenthaltskosten

Kosten für Aufenthalt, Unterbringung, lokale und öffentliche Transportmittel wie Bus und Taxi, persönliche oder freiwillige Krankenversicherung.

Zuschüsse je Einheit

Personal

bis zum 14. Tag der Aktivität: 120 EUR pro Tag und Teilnehmer

+

zwischen dem 15. und 60. Tag der Aktivität: 70 EUR pro Teilnehmer und Tag

+

ab dem 61. Tag der Aktivität bis zur Dauer von 3 Monaten: 50 EUR pro Teilnehmer und Tag

Auf der Grundlage der Aufenthaltsdauer (einschließlich Reisen) der Teilnehmer.

Studierende

bis zum 14. Tag der Aktivität: 55 EUR pro Tag und Teilnehmer

+

zwischen dem 15. und 90. Tag der Aktivität: 40 EUR pro Teilnehmer und Tag

Ausrüstung

Beitrag zum Erwerb der Ausrüstung, die für die Durchführung des Projekts erforderlich ist. Unterstützung wird nur für Ausrüstung gewährt, die zugunsten von Hochschuleinrichtungen in Partnerländern beschafft wird

Tatsächliche Kosten

100 % der förderfähigen Kosten

Max. 30 % der gesamten Finanzhilfe

Voraussetzung: der Antrag auf finanzielle Förderung zur Deckung von außergewöhnlichen Kosten/Sonderkosten muss auf dem Antragsformular begründet werden.

Vergabe von Unteraufträgen

Unterstützung für die Kosten im Rahmen der Vergabe von Unteraufträgen, die für die Durchführung des Projektes erforderlich ist, insbesondere Kosten für obligatorische Finanzprüfungen (Prüfbescheinigung) und externe Verfahren zur Qualitätssicherung.

 

Die Vergabe von Unteraufträgen für Aufgaben im Rahmen des Projektmanagement ist nicht förderfähig.

Tatsächliche Kosten

100 % der förderfähigen Kosten

Max. 10 % der gesamten Finanzhilfe

Die Vergabe von Unteraufträgen an externe Organe sollte nur ausnahmsweise erfolgen. Die spezifischen Kompetenzen und insbesondere die Erfahrung, die zur Erreichung der Projektziele benötigt werden, sollten aus dem Konsortium bezogen werden und die Zusammenstellung desselben bedingen.

Außergewöhnliche Kosten Hohe Reisekosten von Teilnehmern, einschließlich bei Nutzung von umweltfreundlichen, emissionsärmeren Transportmitteln (Einzelheiten sind dem Abschnitt „Was Sie sonst noch über diese Aktion wissen sollten“ zu entnehmen.). Tatsächliche Kosten Hohe Reisekosten: höchstens 80 % der förderfähigen Kosten  

 

Tabelle A - Personalkosten (EUR/Tag) nach Programmländern

Die Kategorie des einzusetzenden Personals hängt von der Arbeit ab, die für das Projekt zu verrichten ist und nicht vom Status oder Titel der Einzelpersonen. Anders ausgedrückt werden Personalkosten, die beispielsweise für eine Verwaltungsaufgabe anfallen, die von einem Angehörigen des Lehrpersonals durchgeführt wurde, unter der Kategorie „Verwaltungspersonal“ berechnet. Die Entschädigungsmodalitäten für das am Projekt beteiligte Personal werden gemeinsam von den am Projekt beteiligten Organisationen festgelegt und von den für die Beschäftigung des Personals zuständigen Managern genehmigt; sie sind Bestandteil der Partnerschaftsvereinbarung, die bei Projektbeginn zwischen den Partnern unterzeichnet wird.

Die Kosten pro Einheit, die für die Berechnung der Finanzhilfe anzuwenden sind, sind die Kosten aus dem Land, in dem das Personalmitglied beschäftigt ist, unabhängig davon, wo die Aufgaben durchgeführt werden (d. h. ein Personalmitglied einer Organisation aus Land A, das (teilweise) in Land B arbeitet, wird im Rahmen der Kosten pro Einheit für Land A berücksichtigt).

 

Manager

Lehrkräfte/Ausbilder/Forscher/

Fachkräfte der Jugendarbeit

Techniker

Verwaltungspersonal16

B4.1

B4.2

B4.3

B4.4

Dänemark, Irland, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweden, Liechtenstein, Norwegen

294

241

190

157

Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Finnland, Vereinigtes Königreich, Island

280

214

162

131

Tschechische Republik, Griechenland, Spanien, Zypern, Malta, Portugal, Slowenien

164

137

102

78

Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Ungarn, Republik Nordmazedonien, Serbien, Slowakei, Türkei

88

74

55

39

Tabelle B - Personalkosten (EUR/Tag) nach Partnerländern

Die Kategorie des einzusetzenden Personals hängt von der Arbeit ab, die für das Projekt zu verrichten ist und nicht vom Status oder Titel der Einzelpersonen. Anders ausgedrückt werden Personalkosten, die beispielsweise für eine Verwaltungsaufgabe anfallen, die von einem Angehörigen des Lehrpersonals durchgeführt wurde, unter der Kategorie „Verwaltungspersonal“ berechnet. Die Entschädigungsmodalitäten für das am Projekt beteiligte Personal werden gemeinsam von den am Projekt beteiligten Organisationen festgelegt und von den für die Beschäftigung des Personals zuständigen Managern genehmigt; sie sind Bestandteil der Partnerschaftsvereinbarung, die bei Projektbeginn zwischen den Partnern unterzeichnet wird.

Die Kosten pro Einheit, die für die Berechnung der Finanzhilfe anzuwenden sind, sind die Kosten aus dem Land, in dem das Personalmitglied beschäftigt ist, unabhängig davon, wo die Aufgaben durchgeführt werden (d. h. ein Personalmitglied einer Organisation aus Land A, das (teilweise) in Land B arbeitet, wird im Rahmen der Kosten pro Einheit für Land A berücksichtigt).

 

Manager

Lehrkräfte/Ausbilder/Forscher

Techniker

Verwaltungspersonal17

 

B4.1

B4.2

B4.3

B4.4

Israel

166

132

102

92

Albanien, Angola, Antigua und Barbuda, Argentinien, Barbados, Bosnien und Herzegowina, Brasilien, Chile, Kolumbien, Komoren, Cookinseln, Dominica, Gabun, Grenada, Republik Côte d'Ivoire, Kosovo18, Libanon, Libyen, Mexiko, Montenegro, Nigeria, Peru, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Sấo Tomé und Príncipe, Seychellen, Thailand, Venezuela, völkerrechtlich anerkanntes Hoheitsgebiet der Ukraine, Uruguay, Sambia, Simbabwe

108

80

57

45

Afghanistan, Aserbaidschan, Bahamas, Bolivien, Burkina Faso, Kamerun, China, Kongo, Costa Rica, Djibouti, Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Eswatini, Dschibuti, Guatemala, Guinea-Bissau, Haiti, Iran, Irak, Jamaica, Jordan, Kasachstan, Kenia, Mikronesien, Marokko, Mosambik, Namibia, Palästina19, Panama, Papua Neuguinea, Paraguay, Senegal, Südafrika, Surinam, völkerrechtlich anerkanntes Hoheitsgebiet Russlands, Trinidad und Tobago, Vanuatu

77

57

40

32

Algerien, Armenien, Bangladesch, Belarus, Belize, Cabo Verde, Benin, Bhutan, Botswana, Myanmar, Burundi, Zentralafrikanische Republik Chad, Kambodscha, Kuba, Kongo (Kinshasa), Korea (Demokratische Volksrepublik), Ägypten, Eritrea, Äthiopien, Äquatorial Guinea, Fidschi, Gambia, Ghana, Republik Guinea, Guyana, Honduras, Indien, Indonesien, Kiribati, Kirgisistan, Laos, Lesotho, Liberia, Madagaskar, Malawi, Malaysia, Malediven, Mali, Marshallinseln, Mauretanien, Mauritius, Moldau, Mongolei, Nauru, Nepal, Nicaragua, Niger, Niue, Pakistan, Palau, Philippinen, Ruanda, Salomonen, Samoa, Sierra Leone, Somalia, Sudan, Südsudan, Sri Lanka, Syrien, Tadschikistan, Tansania, Osttimor, Togo, Tonga, Tunesien, Turkmenistan, Tuvalu, Uganda, Usbekistan, Vietnam, Jemen

47

33

22

17

 

  • 1. https://ec.europa.eu/europeaid/new-european-consensus-development-our-world-our-dignity-our-future_en
  • 2. „Europäische Hochschulbildung in der Welt“, Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den EuropäischenWirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen, Brüssel, 11.7.2013, COM(2013) 499 final.
  • 3. VERORDNUNG (EU) Nr. 232/2014 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 11. März 2014 zur Schaffung eines Europäischen Nachbarschaftsinstruments http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2014:077:0027:0043:DE:PDF
  • 4.

    VERORDNUNG (EU) Nr. 233/2014 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 11. März 2014 zur Schaffung eines Finanzierungsinstruments für die Entwicklungszusammenarbeit für den Zeitraum 2014-2020
    http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2014:077:0044:0076:DE:PDF

  • 5.

    VERORDNUNG (EU) Nr. 231/2014 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 11. März 2014 zur Schaffung eines Instruments für Heranführungshilfe (IPA II)
    http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2014:077:0011:0026:DE:PDF

  • 6.  Im Rahmen dieser Aktion wird eine Region als eine Gruppierung von Ländern, die zu einem bestimmten makro-geografischen Gebiet gehören, definiert. Die im Rahmen von Erasmus+ vorgenommene Einstufung der Regionen entspricht den Zuordnungen, die in den verschiedenen Instrumenten der Außenhilfe vorgenommen werden.
  • 7. Die vom gesetzlichen Vertreter der Partnerorganisation ordnungsgemäß unterzeichnete Vollmacht bildet einen Anhang zur Finanzhilfevereinbarung und hat somit rechtliche Kraft. Hierbei muss stets die von der Agentur übermittelte Vorlage verwendet werden; Änderungen oder Anpassungen sind nicht zulässig. Vollmachten müssen mittels der mit den öffentlichen Dokumenten des Aufrufs zum Einreichen von Projektvorschlägen veröffentlichten Vorlage eingereicht werden.
  • 8. In Anbetracht der regionalen Natur der Maßnahme und zur Förderung der regionalen Zusammenarbeit und der Gewährleistung der vollständigen regionalen Abdeckung sind im Einklang mit Anhang I Teil B Abschnitt I Punkt i und Artikel 16 des Finanzierungsinstrument für die Entwicklungszusammenarbeit sind Chile und Uruguay ausnahmsweise im Rahmen dieser Maßnahme förderfähig.
  • 9.

    Die folgenden Arten von Organisationen sind nicht förderfähig:

    • EU-Organe und andere EU-Einrichtungen einschließlich spezialisierter Agenturen (die erschöpfende Liste finden Sie im Internet: http://europa.eu/institutions/index_de.htm);
    • Nationale Erasmus+-Büros in den förderfähigen Partnerländern (um Interessenkonflikte und/oder das Risiko einer Doppelfinanzierung zu vermeiden);
    • Organisationen, die EU-Programme verwalten, beispielsweise nationale Agenturen in den Programmländern, sollten Teil C dieses Leitfadens zurate ziehen.
  • 10. Internationale Standardklassifikation des Bildungswesens (ISCED 2011), Tertiärbereich, mindestens ISCED-Stufe 5. Nichttertiäre Bildung nach dem Sekundarbereich (Stufe 4, ISCED 2013, wird nicht akzeptiert)
  • 11. Im Rahmen dieser Aktion wird eine Region als eine Gruppierung von Ländern, die zu einem bestimmten makro-geografischen Gebiet gehören, definiert. Die im Rahmen von Erasmus+ vorgenommene Einstufung der Regionen entspricht den Zuordnungen, die in den verschiedenen Instrumenten der Außenhilfe vorgenommen werden.
  • 12. Die verfügbaren Richtbeträge pro Region sind auf der folgenden Website veröffentlicht: https://eacea.ec.europa.eu/erasmus-plus/funding_de
  • 13. https://ec.europa.eu/europeaid/new-european-consensus-development-our-wo...
  • 14. Entfernungsrechner: Maximale EU-Finanzhilfe
  • 15. Beispiel: Wenn jemand aus Madrid (Spanien) an einer Aktivität in Rom (Italien) teilnimmt, führt der Antragsteller folgende Schritte durch: a) Berechnung der Entfernung zwischen Madrid und Rom (1365,28 km); b) Auswahl der entsprechenden Entfernungsspanne (d. h. zwischen 500 und 1999 km) und c) Berechnung der EU-Finanzhilfe, die einen Beitrag zu den Reisekosten des Teilnehmers aus Madrid nach Rom und zurück darstellt (275 EUR).
  • 16. Studierende können für das Projekt arbeiten und ihre Gehälter können von den Personalkosten (Verwaltungspersonal) beglichen werden, vorausgesetzt, sie haben einen Arbeitsvertrag mit einer Einrichtung unterzeichnet, die Mitglied des Konsortiums ist.
  • 17. Studierende können für das Projekt arbeiten und ihre Gehälter können von den Personalkosten (Verwaltungspersonal) beglichen werden, vorausgesetzt, sie haben einen Arbeitsvertrag mit einer Einrichtung unterzeichnet, die Mitglied des Konsortiums ist.
  • 18. Diese Bezeichnung berührt nicht die Standpunkte zum Status und steht im Einklang mit der Resolution 1244 des VN-Sicherheitsrates und dem Gutachten des Internationalen Gerichtshofs zur Unabhängigkeitserklärung des Kosovos.
  • 19. Diese Bezeichnung ist nicht als Anerkennung eines Staates Palästina auszulegen und lässt die Positionen der einzelnen Mitgliedstaaten zu dieser Frage unberührt.