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Gemeinsame Erasmus-Mundus-Masterabschlüsse

Wozu wurde der gemeinsame Erasmus-Mundus-Masterabschluss eingeführt?

Mit den gemeinsamen Erasmus-Mundus-Masterabschlüssen werden folgende Ziele angestrebt:

  • Förderung von Qualitätsverbesserungen, Innovation, Spitzenleitungen und Internationalisierung in Hochschuleinrichtungen;
  • Steigerung der Qualität und der Attraktivität des Europäischen Hochschulraums (EHR) und Unterstützung des auswärtigen Handelns der EU im Hochschulbereich durch Bereitstellung von Vollstipendien für die besten Master-Studierenden weltweit;
  • Verbesserung der Kompetenzen und der Qualifikation der Absolventen von Masterstudiengängen (insbesondere Erhöhung der Arbeitsmarktrelevanz der gemeinsamen Masterstudiengänge) durch verstärkte Einbeziehung von Arbeitgebern.

Gemeinsame Erasmus-Mundus-Masterabschlüsse (EMJMD) sollen zur Verwirklichung der Ziele der Strategie „Europa 2020“ und des Strategischen Rahmens auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung (ET2020) einschließlich der jeweils festgelegten Benchmarks beitragen.

Alle Erasmus+-Programmländer, die sich im Rahmen des Bologna-Prozesses zu gemeinsamen Standards und Richtlinien in der Qualitätssicherung sowie zu einer gemeinsamen Studienstruktur und einem gemeinsamen Leistungspunktesystem verpflichtet haben. Diese sollen das gegenseitige Vertrauen in die Hochschulsysteme gewährleisten und die internationale Mobilität von Studierenden und Absolventen, die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen über die Grenzen hinweg sowie die gegenseitige Anerkennung von Abschlüssen und Studienzeiten im Ausland erleichtern. In der Mitteilung „Stärkung der europäischen Identität durch Bildung und Kultur“ skizzierte die Europäische Kommission ihre Vision für einen europäischen Bildungsraum bis 2025, für „ein Europa, in dem Lernen, Studieren und Forschen nicht durch Grenzen behindert werden“. Die Qualitätssicherung über die Grenzen hinweg ist ein Schlüsselelement für die Schaffung eines europäischen Bildungsraums. Insbesondere wurde der „Europäische Ansatz zur Qualitätssicherung gemeinsamer Programme1“ entwickelt, der von der Bologna-Ministerkonferenz in Jerewan im Jahr 2015 verabschiedet wurde, um die externe Qualitätssicherung dieser Programme zu erleichtern: Er definiert Standards, die auf den vereinbarten Instrumenten des EHR (Europäischen Hochschulraums) basieren, ohne zusätzliche nationale Kriterien anzuwenden. Dadurch sollen integrierte Ansätze zur Qualitätssicherung gemeinsamer Programme erleichtert werden, die ihren gemeinsamen Charakter wirklich widerspiegeln und zeigen.

 

Die EMJMD sollen den Europäischen Ansatz zur Qualitätssicherung gemeinsamer Programme als Grundlage für die externe Qualitätssicherung ihres Kurses nehmen, sofern dies durch die nationale Gesetzgebung erlaubt ist.

Gemeinsame Erasmus-Mundus-Masterabschlüsse (EMJMD) sollen dazu einen Beitrag leisten, die Attraktivität des EHR weltweit erhöhen und die Exzellenz und das hohe Maß an Integration der gemeinsamen Studienprogramme europäischer Hochschuleinrichtungen deutlich machen.

Mit dieser Aktion werden ebenfalls das auswärtige Handeln sowie die verschiedenen Aspekte der Ziele und Prioritäten der EU im Hochschulbereich unterstützt.

 

Was sind gemeinsame Erasmus-Mundus-Masterabschlüsse?

Ein gemeinsamer Erasmus-Mundus-Masterabschluss (Erasmus Mundus Joint Master Degree, EMJMD) ist ein integriertes internationales Programm für Masterstudiengänge, die mit 60, 90 oder 120 Leistungspunkten abgeschlossen und von einem internationalen Konsortium von Hochschuleinrichtungen aus verschiedenen Ländern und gegebenenfalls sonstigen Partnern innerhalb und außerhalb des Bildungssektors durchgeführt werden, die über besondere Kenntnisse in den Studienfächern/beruflichen Sektoren der gemeinsamen Studienprogramme verfügen und entsprechend ein besonderes Interesse an den Programmen haben. Die Besonderheit der EMJMD besteht in ihrem hohen Grad an Gemeinsamkeit und Integration2 und ihren herausragenden akademischen Inhalten und Methoden. Es bestehen keine Beschränkungen hinsichtlich des fachlichen Hintergrunds. Die Liste der gemeinsamen Programme, die im Rahmen von Erasmus+ finanziert wurden, ist auf der Website der Exekutivagentur verfügbar.3.

Alle in einem Programmland ansässigen Hochschuleinrichtungen müssen Masterabschlüsse verleihen. Der erfolgreiche Abschluss des gemeinsamen EMJMD-Studienprogramms muss zur Verleihung entweder eines Joint Degree (gemeinsamer Abschluss) (d. h. eines Diploms, das von mindestens zwei Hochschuleinrichtungen aus verschiedenen Programmländern ausgestellt und in diesen Ländern ordnungsgemäß akkreditiert ist) oder eines Multiple Degree (Mehrfachabschluss) (d h. mindestens zwei Diplomen von zwei Hochschuleinrichtungen aus verschiedenen Programmländern) führen. Falls die nationalen Rechtsvorschriften dies gestatten, werden gemeinsame Abschlüsse gefördert, da diese eine vollständige Integration des Lern- und Lehrprozesses darstellen. Neben den Hochschuleinrichtungen aus Programmländern, die die betreffenden Abschlüsse verleihen, können weitere Partnerhochschulen aus Partnerländern an der Vergabe von gemeinsamen Abschlüssen oder Mehrfachabschlüssen beteiligt sein.

Daher müssen EMJMD-Vorschläge für gemeinsame Masterstudiengänge schon bei der Antragstellung vollständig ausgearbeitete gemeinsame Studienprogramme enthalten, damit die Projekte nach Bewilligung der Finanzhilfe unverzüglich durchgeführt und weltweit bekannt gemacht werden können. In diesem Zusammenhang werden die EMJMD-Vorschläge sehr sorgfältig ausgewählt, um sicherzustellen, dass tatsächlich nur die besten Vorschläge gefördert werden.

Die ausgewählten gemeinsamen Masterabschlüsse „Erasmus Mundus“ erhalten dann hohe Finanzmittel für vier Auswahlrunden, damit sie ihre weltweite Wahrnehmbarkeit verbessern und die Nachhaltigkeit der betreffenden Angebote erhöhen können.

In den folgenden Abschnitten werden Art, Auswahl und Finanzierungsbedingungen neu ausgewählter EMJMD erläutert.

 

Welche Aktivitäten werden im Rahmen dieser Aktion unterstützt?

Im Rahmen dieser Aktion werden folgende Aktivitäten unterstützt:

  • die Durchführung eines gemeinsamen Erasmus Mundus Masterstudienprogramms mit 60, 90 oder 120 Leistungspunkten, das von einem internationalen Konsortium von Hochschuleinrichtungen unter Beteiligung von Wissenschaftlern (Gastdozenten) organisiert wird, die zu Unterrichts-, Ausbildungs- und/oder Forschungszwecken eingeladen wurden,
  • die Vergabe von Stipendien an hervorragende Studierende weltweit für die Teilnahme an einem dieser gemeinsamen Erasmus Mundus Masterstudienprogramme.

Welche Funktion haben die an gemeinsamen Erasmus-Mundus-Masterstudiengängen teilnehmenden Organisationen?

Gemeinsame Erasmus-Mundus-Masterstudienprogramme werden von einem internationalen Konsortium von Hochschuleinrichtungen und gegebenenfalls anderen an der Einführung von gemeinsamen Erasmus-Mundus-Masterabschlüssen beteiligten Organisationen (Unternehmen, öffentlichen Stellen, Forschungseinrichtungen usw.) durchgeführt.

An einem EMJMD-Konsortium sind beteiligt:

  • Antragsteller/Koordinator: eine Hochschuleinrichtung aus einem Programmland, die den Projektvorschlag im Namen aller Partner einreicht. Mit der Bewilligung der Finanzhilfe für ein EMJMD-Projekt wird der Antragsteller/Koordinator zum Hauptbegünstigten der EU-Förderung und unterzeichnet im Namen des EMJMD--Konsortiums eine Mehrempfänger-Finanzhilfevereinbarung. Die Rolle als Koordinator beinhaltet folgende Verpflichtungen:
    • er vertritt die Gruppe der teilnehmenden Organisationen gegenüber der Europäischen Kommission und handelt für die Gruppe,
    • er trägt die finanzielle und rechtliche Verantwortung für die ordnungsgemäße operative, administrative und finanzielle Durchführung des gesamten Projekts und
    • er koordiniert den gemeinsamen Masterstudiengang in Zusammenarbeit mit allen Projektpartnern.
  • Partner: Hochschuleinrichtungen, die Abschlüsse verleihen und als solche von den zuständigen Behörden des Programm- oder Partnerlandes anerkannt werden, in dem sie ansässig sind, sowie alle privaten oder öffentlichen Organisationen, die aktiv zur Vorbereitung, Durchführung und Evaluierung des EMJMD-Programms beitragen. Jeder Partner muss ein Mandat unterzeichnen, mit dem er den Koordinator bevollmächtigt, während der Durchführung des Projekts in seinem Namen und auf seine Rechnung zu handeln.
  • Assoziierte Partner (optional): darüber hinaus kann das EMJMD-Programm vom Engagement assoziierter Partner profitieren. Assoziierte Partner tragen indirekt zur Durchführung konkreter Aufgaben/Aktivitäten bei und/oder unterstützen die Verbreitung und die Nachhaltigkeit von EMJMD-Projekten. Die entsprechenden Beiträge können beispielsweise im Wissens- und Kompetenztransfer, in der Durchführung ergänzender Kurse oder in Angeboten zur Unterstützung einer Entsendung oder eines Praktikums bestehen. Vertraglich gesehen sind „assoziierte Partner“ keine Mitglieder eines EMJMD-Konsortiums, weil ihre Funktion bei der Umsetzung des EMJMD stärker beschränkt ist, da ihr Fachwissen auf einer ad-hoc-Basis abgerufen wird.
  • Verbundene Einrichtungen (optional): Organisationen, die einen Beitrag zur Realisierung der Zielsetzungen und Aktivitäten des Projekts leisten. Verbundene Einrichtungen müssen im Finanzhilfeantrag genannt werden und die in Anhang III – Glossar wichtiger Begriffe – beschriebenen Anforderungen erfüllen.

Hochschuleinrichtungen aus Programmländern müssen in der Lage sein, die EMJMD-Studierenden vor Ort aufzunehmen und zumindest die Mindestzahl an ECTS-Leistungspunkten für den in der Einrichtung verbrachten Studienzeitraum zu verleihen.

Alle Partnerorganisationen aus Programm- oder Partnerländern müssen bei der Beantragung der Finanzhilfe genannt werden.

Alle Mitglieder eines EMJMD-Konsortiums müssen institutionelle Verpflichtungen eingehen, damit eine solide Verankerung der beteiligten Einrichtungen und die Unterstützung durch diese Einrichtungen gewährleistet sind, noch bevor sich die ersten Studierenden für einen gemeinsamen Erasmus-Mundus-Masterstudiengang einschreiben. Die Konsortialvereinbarung über einen gemeinsamen Erasmus-Mundus-Masterstudiengang (siehe Leitlinien und Modelle auf der Website der Exekutivagentur) ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Instrument, das von allen Partnereinrichtungen unterzeichnet werden muss, bevor der erste Stipendienantrag gestellt wird und bevor das Auswahlverfahren beginnt. In der EMJMD-Konsortialvereinbarung müssen alle akademischen, operativen, administrativen und finanziellen Aspekte in Verbindung mit der Einführung des gemeinsamen Erasmus-Mundus-Masterstudiengangs und der Verwaltung der EMJMD-Stipendien möglichst genau geregelt werden.

 

Nach welchen Kriterien werden gemeinsame Erasmus-Mundus-Masterabschlüsse bewertet?

Im Folgenden werden die formalen Anforderungen erläutert, die ein gemeinsamer Erasmus-Mundus-Masterabschluss erfüllen muss, damit er für eine Förderung im Rahmen von Erasmus+ in Betracht kommt:

 

Förderkriterien

Förderfähige teilnehmende Organisationen

Teilnehmen kann jede öffentliche oder private Organisation mit ihren verbundenen Einrichtungen (sofern vorhanden), die in einem Programm- oder Partnerland ansässig ist und die sich unmittelbar und aktiv an der Durchführung von gemeinsamen Erasmus-Mundus-Masterstudiengängen beteiligt.

Beispiele für solche Organisationen sind:

  • Hochschuleinrichtungen,
  • öffentliche oder private kleine, mittlere oder große Unternehmen (einschließlich gemeinwirtschaftlicher Unternehmen),
  • lokale, regionale oder nationale öffentliche Stellen,
  • gemeinnützige Organisationen, Verbände, NROs,
  • Forschungseinrichtungen.

Hochschuleinrichtungen in einem Programmland müssen über eine gültige Erasmus-Charta für die Hochschulbildung (ECHE) verfügen. Beteiligte Hochschuleinrichtungen aus Partnerländern benötigen keine Erasmus-Charta für die Hochschulbildung.

In einem Programmland niedergelassene Hochschulen müssen in der Antragsphase nachweisen können, dass sie die externen QS-Anforderungen in ihrem Zuständigkeitsbereich (z. B. Akkreditierung oder Evaluierung) für das gemeinsame Programm erfüllt haben. Dies kann entweder aus der erfolgreichen Umsetzung des Europäischen Konzepts zur Qualitätssicherung gemeinsamer Programme resultieren (sofern die nationalen Rechtsvorschriften dies zulassen) oder sich auf der Grundlage der individuellen Akkreditierungsentscheidungen für jede nationale Komponente ergeben, aus dem der EMJMD-Masterabschluss zusammengesetzt ist.

Wer ist antragsberechtigt?

In einem Programmland ansässige Hochschuleinrichtungen. Die Hochschuleinrichtung bewirbt sich im Auftrag des EMJMD-Konsortiums. Zweigstellen von Hochschuleinrichtungen aus Partnerländern, die in einem Programmland ansässig sind, oder Zweigstellen von Hochschuleinrichtungen aus Programmländern, die in einem Partnerland ansässig sind, können keine Anträge stellen.

Anzahl und Profil der teilnehmenden Organisationen

Gemeinsame Erasmus-Mundus-Masterabschlüsse sind länderübergreifende Abschlüsse, an denen Hochschuleinrichtungen aus mindestens drei verschiedenen Programmländern beteiligt sind.

Anzahl der Teilnehmer

Mit dem EMJMD-Stipendium werden maximal 60 Stipendien für die vier Auswahlrunden finanziert. Die EMJMD-Konsortien können darüber hinaus für die Zielregionen/Zielländer der Welt bis zu 28 zusätzliche Studierendenstipendien für die vier Auswahlrunden beantragen.

Ort(e)

Ein gemeinsamer Erasmus-Mundus-Masterstudiengang muss in mindestens zwei der im Konsortium vertretenen Programmländer durchgeführt werden (d. h. zumindest zwei Mobilitätsphasen für alle Studierenden außerhalb ihres Wohnsitzlandes).

Projektdauer

Je nach Dauer des gemeinsamen Erasmus-Mundus-Masterstudiengangs (1-2 akademische Jahre) und je nachdem, ob das Konsortium sich für ein Vorbereitungsjahr entscheidet, wird mit dem Konsortium eine auf mindestens vier und maximal sechs Jahre befristete Finanzhilfevereinbarung über die Finanzierung von vier aufeinanderfolgenden Auswahlrunden geschlossen.

In Ausnahmefällen kann die Laufzeit eines Erasmus Mundus-Masterstudienganges auf Antrag des Antragstellers/Koordinators und mit Zustimmung der Exekutivagentur um bis zu zwölf Monate verlängert werden. Die Verlängerung hat jedoch keine Auswirkungen auf die Gesamthöhe der Finanzmittel.

Dauer der Aktivität

Optionales Vorbereitungsjahr: 1 akademisches Jahr.

Durchführung des EMJMD-Programms: 4 aufeinanderfolgende Auswahlrunden über jeweils 1-2 akademische Jahre (60/90/120 Leistungspunkte).

Wo ist der Antrag zu stellen?

Bei der Exekutivagentur „Bildung, Audiovisuelles und Kultur“ in Brüssel.

Wann wird der Antrag gestellt?

Für Projekte, die zwischen dem 1. August und dem 31. Oktober beginnen, müssen Antragsteller ihren Finanzhilfeantrag bis zum 13. Februar um 17.00 Uhr (Brüsseler Zeit) des betreffenden Jahres einreichen.

Wie ist der Antrag zu stellen?

Nähere Informationen zur Antragstellung finden Sie in Teil C dieses Leitfadens.

 

Die antragstellenden Organisationen werden auch nach den maßgeblichen Ausschluss- und Auswahlkriterien bewertet. Weitere Informationen sind Teil C dieses Leitfadens zu entnehmen.

 

Weitere Förderkriterien für die Studierende

Förderfähige Teilnehmer

Master-Studierende, die einen Hochschulabschluss oder einen sonstigen Bildungsabschluss erworben haben, der nach den Rechtsvorschriften und Verfahren der Länder, die diesen Abschluss verliehen haben, als gleichwertig zu betrachten ist, sind förderfähig.

Studierende, die bereits ein Stipendium für einen gemeinsamen Erasmus-Mundus-Masterstudiengang oder ein Stipendium für einen Erasmus-Mundus-Masterkurs/ein gemeinsames Erasmus Mundus-Doktorat erhalten haben, können kein weiteres Stipendium für einen gemeinsamen Erasmus Mundus- Masterstudiengang mehr beantragen.

Erasmus-Mundus-Masterstudium-Stipendiaten können nicht von anderen durch die EU finanzierten Stipendien profitieren, um denselben EMJMD-Kurs zu belegen. Dies gilt für die gesamte Kursdauer.

Mindestens 75 % der EMJMD-Stipendien4 sind Kandidaten aus Partnerländern vorbehalten. 

Die Studierenden beantragen die Stipendien direkt bei einem EMJMD- Konsortium, für das sie sich entschieden haben und durchlaufen ein strenges Auswahlverfahren, das von den Hochschuleinrichtungen eines Konsortiums organisiert wird.

Für die Auswahl, die Aufnahme und die Überwachung der einzelnen Studierenden ist das EMJMD-Konsortium zuständig.

Dauer der Aktivität

Die Stipendien für Studierende werden ausschließlich für eine Einschreibung für einen Vollzeit-Masterkurs vergeben und decken die gesamte Dauer des jeweiligen gemeinsamen Erasmus-Mundus-Masterstudienprogramms ab.

Ort(e)

Studienaufenthalte (z. B. zu Lehrzwecken, zu Forschungszwecken, zur Durchführung von Praktika oder im Rahmen der Vorbereitung einer Doktorarbeit) über das erforderliche Minimum hinaus können in anderen teilnehmenden Organisationen in Programm- oder Partnerländern stattfinden, wenn die betreffenden Aktivitäten unter direkter Aufsicht einer Partnerhochschule des Konsortiums durchgeführt werden.

Lernergebnisse

Nach erfolgreichem Abschluss des gemeinsamen Erasmus-Mundus-Masterstudienprogramms wird entweder ein Joint Degree (gemeinsamer Abschluss) (d. h. ein Abschluss, der von mindestens zwei Hochschuleinrichtungen aus verschiedenen Programmländern ausgestellt und in diesen Ländern ordnungsgemäß akkreditiert ist) oder ein Multiple Degree (Mehrfachabschluss) (d h. mindestens zwei Abschlüsse von zwei Hochschuleinrichtungen aus verschiedenen Programmländern, die in diesen Ländern ordnungsgemäß akkreditiert sind) verliehen.

Die Studierenden müssen alle Leistungspunkte des gemeinsamen Erasmus-Mundus-Masterstudiengangs (60, 90 oder 120) erreichen. Außerdem müssen sie in der vorgeschriebenen Studienzeit in mindestens zwei Programmländern mindestens 20 Leistungspunkte (Studienprogramme mit 60 Leistungspunkten) oder 30 Leistungspunkte (Studienprogramme mit 90 oder 120 Leistungspunkten) erreichen.

Mobilitätsphasen können nicht durch virtuelle Mobilität (Fernunterricht) ersetzt werden, was eine persönliche Anwesenheit der Studierenden während des gesamten Masterprogramms bedingt. Darüber hinaus können Mobilitätsphasen auch nicht in Einrichtungen, die dem EMJMD-Konsortium nicht angehören (d. h. bei Partnern oder assoziierten Partnern) abgeleistet werden.

 

Zusätzliche Förderkriterien für Personal/Wissenschaftler/Gastdozenten

Förderfähige Teilnehmer

 

  1. Personal der teilnehmenden Organisationen;
  2. Eingeladene Wissenschaftler (/Gastdozenten) aus Programm- und Partnerländern. Mindestens vier eingeladene Wissenschaftler/Gastdozenten pro Auswahlrunde, die insgesamt mindestens acht Wochen an den EMJMD-Aktivitäten beteiligt sind.

Die eingeladenen Wissenschaftler/Gastdozenten müssen in Übereinstimmung mit den spezifischen Auswahlkriterien des Konsortiums für Wissenschaftler ausgewählt werden und einen konkreten Mehrwert in die Bereitstellung von gemeinsamen Erasmus-Mundus-Masterabschlüssen einbringen.

Gewährungskriterien

Die Projekte werden nach den folgenden Kriterien bewertet:

Relevanz des Projekts

(maximal 40 Punkte)

  • Die Elemente „Gemeinsamkeit“/Integration, Konzeption und Struktur des Vorschlags sind zugeschnitten auf und wirksam zur Erreichung der allgemeinen und konkreten EMJMD-Ziele;
  • Im Vorschlag wird beschrieben, wie die EMJMD in die Abschlusskataloge des Partners integriert wird und welche Abschlüsse angeboten werden sollen, insbesondere die Vergabe eines gemeinsamen EMJMD-Abschlusses, sofern die nationale Gesetzgebung dies zulässt;
  • Der vorgeschlagene EMJMD entspricht dem klar ermittelten Bedarf im akademischen Bereich;
  • Im Vorschlag wird definiert, wie die EMJMD die Attraktivität des Europäischen Hochschulraums erhöhen und Exzellenz, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in Bezug auf die akademischen Zielbereiche/-themen fördern soll;
  • Das vorgeschlagene EMJMD-Konsortium ist im Hinblick auf die Internationalisierung im Hochschulbereich von großer Bedeutung und wurde konzipiert, um aus der Mobilität von Studierenden und Personal den größtmöglichen Nutzen zu ziehen.

Qualität der Projektkonzeption und ‑durchführung

(maximal 20 Punkte)

  • Der Vorschlag definiert das akademische Programm und die Lernergebnisse und beschreibt, wie die herausragenden akademischen Inhalte angeboten werden;
  • Der Vorschlag umfasst eine Reihe von internen und externen Bewertungsmethoden der EMJMD, wie sie in die Praxis umgesetzt und zur Überwachung, Aktualisierung und Verbesserung der Qualität des Kurses eingesetzt werden;
  • Der Vorschlag definiert, wie die Mobilität von Studierenden organisiert und von entscheidender Bedeutung für die Kursziele ist, und enthält einen Strategie-/Planungsentwurf für eine effektive Beteiligung von Wissenschaftlern/Gastdozenten;
  • Der Vorschlag erläutert im Detail alle relevanten Informationen, die den Studenten/dem akademischen Personal vor der Einschreibung für den Kurs zur Verfügung gestellt werden, sowie die angebotenen Dienstleistungen in Bezug auf die Unterstützung bei der Unterbringung, Sprachkursen,
  • Verwaltungsformalitäten (z. B. Unterstützung bei Visa) und Versicherung;
  • Der Vorschlag legt die Studienordnung, die Rechte und Pflichten der Studierenden in Bezug auf die akademischen, administrativen und finanziellen Aspekte der Umsetzung der EMJMD klar dar;
  • Der Vorschlag beschreibt die geplanten Aktivitäten/Einrichtungen, um die effektive Integration/Vernetzung der EMJMD-Studierenden in ihr soziokulturelles und berufliches Umfeld zu gewährleisten;
  • Der Vorschlag beschreibt klar die Interaktion zwischen den EMJMD und nicht-pädagogischen Akteuren bei der Umsetzung der Kurse.

Qualität der Zusammensetzung des Projektteams und der Kooperationsvereinbarungen

(maximal 20 Punkte)

  • Der Vorschlag zeigt deutlich die Fachgebiete der beteiligten Partner/Mitarbeiter und wie sich ergänzen und einen Mehrwert für die EMJMD-Umsetzung darstellen. Gegebenenfalls beschreibt der Vorschlag, wie bestehende Kooperationsvereinbarungen verbessert wurden, um die Ziele der EMJMD zu erreichen;
  • Der Vorschlag beschreibt das institutionelle Engagement der einzelnen Partner, legt ihre Rolle und Aufgaben bei der Umsetzung der EMJMD fest und beschreibt die Arbeitsmechanismen der Leitungsorgane und die vorhandenen Managementinstrumente;
  • Der Vorschlag beschreibt unter anderem die gemeinsamen Kriterien, Grundsätze und Anforderungen für die Antragstellung, Auswahl- und Zulassungsbedingungen, Prüfung von Studierenden und Leistungsbewertung;
  • Der Vorschlag erläutert, wie die Kosten der Beteiligung von Studierenden berechnet wurden, und enthält eine Beschreibung, wie finanzielle Ressourcen einschließlich ergänzender Finanzierung im Rahmen der Partnerschaft mobilisiert, zugewiesen und verwaltet werden..

Wirkung und Verbreitung (maximal 20 Punkte)

  • Der Vorschlag bietet eine überzeugende mittel-/langfristige Entwicklungs-/Nachhaltigkeitsstrategie und macht realistische Prognosen über den EU-Förderzeitraum hinaus sowie Möglichkeiten zur Mobilisierung anderer Finanzierungsquellen für Stipendien und Studierende, die sich selbst finanzieren;
  • Der Vorschlag erläutert, wie die EMJMD auf institutioneller Ebene (Fakultät/Universität) Wirkung erzielen werden und wie sie die Internationalisierungsstrategie der Partner des Konsortiums gegenüber relevanten Interessengruppen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene verbessern;
  • Der Vorschlag beschreibt, wie die vorgeschlagene EMJMD unternehmerisches Denken und Eigeninitiative fördern, beschreibt, wie die Arbeitgeber in die Umsetzung der Kurse einbezogen werden, um die Kompetenzen und Fertigkeiten der Studierenden zu verbessern und damit die Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen zu verbessern;
  • Der Vorschlag beschreibt die Arten und Methoden der Förder- und Verbreitungsmechanismen, ihre Zielgruppen und die konkreten Aufgaben der Partner in der Sensibilisierungsstrategie der EMJMD. Es erklärt, wie es weltweit exzellente Studenten anzieht;
  • Gegebenenfalls beschreibt der Vorschlag, wie die erstellten Materialien, Dokumente und Medien durch freie Lizenzen ohne unverhältnismäßige Einschränkungen kostenlos zugänglich gemacht werden.

 

Projekte können nur dann gefördert werden, wenn sie mindestens 70 von insgesamt 100 Punkten erzielen. Außerdem müssen mindestens 75 % der maximalen Punktzahl für das Vergabekriterium „Relevanz des Projekts“ (d. h. mindestens 30 Punkte von 40) erzielt werden. Bei einem Entscheid nach Billigkeit erhalten Projekte mit der höchsten Punktzahl für das Kriterium „Relevanz des Projekts“ Priorität.

 

Zusätzliche Stipendien für Studierende aus prioritären Regionen der Welt

Die Antragsteller können zusätzliche Stipendien für eine oder mehrere Regionen aus Partnerländern der Welt beantragen, die durch folgende externe EU-Finanzierungsinstrumente gefördert werden:

  • Instrument für Heranführungshilfe (IPA)5
  • Finanzierungsinstrument für die Entwicklungszusammenarbeit (DCI)6
  • Europäisches Nachbarschaftsinstrument (ENI)7
  • Partnerschaftsinstrument (PI)8
  • Europäischer Entwicklungsfonds (EDF)

Zur Förderung vorgeschlagene EMJMD können über die gesamte Dauer des Master-Studiengangs (vier Auswahlrunden) bis zu 48 zusätzliche Stipendien für Studierende erhalten. Diese zusätzlichen Stipendien werden als Reaktion auf die außenpolitischen Prioritäten der EU im Bereich der Hochschulbildung angeboten und berücksichtigen den unterschiedlichen Grad der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in den maßgeblichen Partnerländern. Sie werden auf der Grundlage der folgenden neun regionalen Finanzrahmen finanziert:

  • Länder des westlichen Balkans (Region 1)9
  • Länder der Östlichen Partnerschaft (Region 2);
  • Länder des südlichen Mittelmeerraums (Region 3);
  • Asien (Region 6) mit besonderer Stipendienzuweisung an die am wenigsten entwickelten Länder10;
  • Zentralasien (Region 7) mit besonderer Stipendienzuweisung an Länder mit niedrigerem bis mittlerem Einkommen11;
  • Lateinamerika (Region 8) mit besonderer Stipendienzuweisung an Länder mit niedrigerem bis mittlerem Einkommen12 und einer maximalen Zuweisung an Brasilien und Mexiko;
  • Südafrika (Region 10);
  • afrikanische, karibische und pazifische Länder (Region 11) und
  • Länder des Golfkooperationsrates (Region 12).

Die Stipendien werden dem für die Förderung ausgewählten EMJMD in absteigender Reihenfolge und unter Berücksichtigung des verfügbaren Budgets zugewiesen. Ausgehend vom erstrangigen Antrag wird die beantragte Gesamtzahl der zusätzlichen Stipendien anteilig zur regionalen Finanzausstattung und im Rahmen der verfügbaren Mittel vergeben.

 

Zusätzliches Vergabekriterium

Vorschläge, die die Mindestpunktzahl für das Vergabekriterium „Relevanz des Projekts“ erreichen und insgesamt mindestens 70 Punkte (allgemeine Mindestpunktzahl für eine finanzielle Förderung) erzielen, werden anhand der folgenden zusätzlichen Kriterien im Hinblick auf zusätzliche Stipendien für prioritäre Regionen bewertet. 

Relevanz des Projekts in den Zielregionen

(Ja/Nein)

  • Der Vorschlag beschreibt, wie herausragende Studierende aus den prioritären Regionen angezogen werden sollen.
  • Der Vorschlag fördert die Zusammenarbeit mit Hochschuleinrichtungen und/oder anderen förderfähigen teilnehmenden Organisationen aus Partnerländern in den prioritären Regionen. Der Mehrwert einer solchen Zusammenarbeit für die gemeinsamen Erasmus-Mundus-Masterstudiengänge wird eindeutig erklärt.

 

Was Sie sonst noch über diese Aktion wissen sollten

Weitere obligatorische Kriterien sowie ergänzende hilfreiche Informationen im Zusammenhang mit dieser Aktion sind dem Anhang I dieses Leitfadens zu entnehmen. Der Anhang enthält:

  • Voraussetzungen für die Konzeption des gemeinsamen Erasmus-Mundus-Masterabschlusses;
  • Voraussetzungen für Master-Studierende;
  • Voraussetzungen für die Überwachung und Qualitätssicherung;
  • das Auswahlverfahren von EMJMD-Konsortien.

Interessierten Organisationen wird empfohlen, die Erläuterungen zu den betreffenden Abschnitten in diesem Anhang sorgfältig zu lesen, bevor sie Finanzhilfen beantragen.

 

Katalog für den gemeinsamen Erasmus-Mundus-Masterabschluss

Als Beitrag zur Werbung für Erasmus+-Studierendenstipendien und zur Erhöhung ihrer Wahrnehmung und Zugänglichkeit für die besten Teilnehmer an Master-Studiengängen weltweit werden EMJMD in einen Online-Katalog auf der Website der Exekutivagentur aufgenommen.

Im EMJMD-Katalog werden alle gemeinsamen Master-Studiengänge, in deren Rahmen für das folgende Studienjahr Erasmus+-Stipendien angeboten werden, angezeigt.

Der Katalog ermöglicht potenziellen Studierenden, die von ihnen gewünschten EMJMD auszuwählen und direkt bei den jeweiligen Konsortien ein Erasmus+-Stipendium zu beantragen.

 

Welche Regeln bestehen für die Finanzierung?

Ausgewählte EMJMD werden im Wege einer Finanzhilfevereinbarung unterstützt, die ein Vorbereitungsjahr (sofern sich der Antragsteller für die Beantragung des Vorbereitungsjahrs entschieden hat) und vier aufeinanderfolgende Auswahlrunden für Studierende umfasst. 

Die EMJMD-Finanzhilfe wird nach den folgenden Finanzierungsgrundsätzen berechnet:

  • eine Finanzhilfe für die Kosten der Konsortiumverwaltung und die Mobilität des Hochschulpersonals;
  • eine variable Zahl von Studierendenstipendien von höchstens 25 000 EUR pro Jahr;
  • eine variable Zahl zusätzlicher Studierendenstipendien von höchstens 25 000 EUR pro Jahr für die prioritären Regionen der Welt.

Im Einzelnen muss das EMJMD-Budget nach folgenden Finanzierungsregeln (in Euro) erstellt werden:

 

A) Verwaltung des gemeinsamen Erasmus-Mundus-Masterabschlusses:

Beitrag zu den Kosten der Konsortiumverwaltung und den Kosten13 für eingeladene Wissenschaftler und Gastdozenten

20 000 EUR für das optionale Vorbereitungsjahr

50 000 EUR pro Auswahlrunde des EMJMD

 

B) Studierendenstipendien für einen gemeinsamen Erasmus-Mundus-Masterabschluss:

Die EMJMD-Studierendenstipendien beinhalten Teilnahmekosten der Studierenden (einschließlich Studiengebühren, umfassendem Versicherungsschutz und anderen, in Verbindung mit der Teilnahme von Studierenden am Studiengang entstehenden Pflichtkosten), einen Beitrag zu Reise- und Einrichtungskosten der Studierenden und einen Unterhaltszuschuss für die gesamte Dauer des EMJMD-Studiengangs. Einzelheiten zu den EMJMD-Studierendenstipendien werden in der folgenden Tabelle genannt.

Beitrag zu den Teilnahmekosten

Bis 9000 EUR pro Jahr und Stipendiat aus einem Partnerland14

 

Bis 4500 EUR pro Jahr und Stipendiat aus einem Programmland

 

Beträge, die diese Höchstbeiträge übersteigen, müssen von den teilnehmenden Organisationen getragen werden und dürfen nicht dem Stipendiaten in Rechnung gestellt werden.

Beitrag zu den Reise- und Einrichtungskosten

1000 EUR pro Jahr und in einem Programmland ansässigen Stipendiaten für Reisekosten

 

2000 EUR pro Jahr für Reisekosten + 1000 EUR für Einrichtungskosten eines Stipendiaten, der in einem weniger als 4000 km von der den EMJMD koordinierenden Hochschuleinrichtung entfernten Partnerland ansässig ist.

 

3000 EUR pro Jahr für Reisekosten + 1000 EUR für Einrichtungskosten eines Stipendiaten, der in einem 4000 km oder weiter von der den EMJMD koordinierenden Hochschuleinrichtung entfernten Partnerland ansässig ist.

Beitrag zu den Aufenthaltskosten

1000 EUR pro Monat über die gesamte Dauer des EMJMD-Studiengangs (höchstens 24 Monate). Keine Beiträge zu den Aufenthaltskosten werden an Stipendiaten für die im jeweiligen Wohnsitzland verbrachten EMJMD-Zeiträume (Studium/Forschung/Praktikum/Vorbereitung der Abschlussarbeit) geleistet. Ebenfalls keine Beiträge erhalten Stipendiaten aus einem Partnerland für in einem beliebigen Partnerland verbrachte EMJMD-Zeiträume, die ein Trimester übersteigen (d. h. drei Monate oder das Äquivalent von 15 Leistungspunkten).

 

Bewilligung einer Finanzhilfe

Die tatsächliche Höhe der individuellen Stipendien bzw. die maximale Höhe der Finanzhilfe für die ausgewählten Projekte hängen von mehreren Faktoren ab:

  1. der Dauer des EMJMD (60, 90 oder 120 Leistungspunkte),
  2. den von den Konsortien festgelegten EMJMD-Teilnahmekosten,
  3. der Durchführung des optionalen Vorbereitungsjahres,
  4. der Anzahl der Programm- bzw. Partnerlandstipendien.

Auf der Grundlage dieser Parameter würde die EMJMD-Finanzhilfe für das Vorbereitungsjahr und die vier Aufnahmerunden für Studierende maximal 4,532 Mio. EUR betragen15.

 

  • 1. Angenommen von den europäischen Bildungsministern auf der Ministerkonferenz von Jerewan am 14.-15. Mai 2015. Weitere Informationen über die beschlossenen politischen Maßnahmen finden Sie unter: http://bologna-yerevan2015.ehea.info/pages/view/documents
  • 2. Von EMJMD werden gemeinsam gestaltete, voll integrierte akademische Lehrpläne mit gemeinsamen Durchführungsverfahren erwartet; beispielsweise gemeinsame Regeln für die Antragstellung, Auswahl, Zulassung und Prüfung von Studierenden sowie Mechanismen für die Qualitätssicherung, die allen gemeinsam sind.
  • 3. https://eacea.ec.europa.eu/erasmus-plus/emjmd-catalogue_en
  • 4. Dieser Wert bezieht sich auf die Gesamtzahl der finanzierten Stipendien einschließlich der für ein/e oder mehrere priorisierte Regionen/Länder der Welt bereitgestellten Stipendien.
  • 5. VERORDNUNG (EU) Nr. 231/2014 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 11. März 2014 zur Schaffung eines Instruments für Heranführungshilfe (IPA II): https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32014R0231&from=EN
  • 6. Verordnung (EU) Nr. 233/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. März 2014 zur Schaffung eines Finanzierungsinstruments für die Entwicklungszusammenarbeit für den Zeitraum 2014-2020: http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2014:077:0044:0076:DE:PDF
  • 7. Verordnung (EU) Nr. 232/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. März 2014 zur Schaffung eines Europäischen Nachbarschaftsinstruments: http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2014:077:0027:0043:DE:PDF
  • 8. Verordnung (EU) Nr. 234/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. März 2014 zur Schaffung eines Partnerschaftsinstruments für die Zusammenarbeit mit Drittstaaten: http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2014:077:0077:0084:DE:PDF
  • 9. VERORDNUNG (EU) Nr. 231/2014 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 11. März 2014 zur Schaffung eines Instruments für Heranführungshilfe (IPA II): https://ec.europa.eu/neighbourhood-enlargement/sites/near/files/pdf/financial_assistance/ipa/2014/231-2014_ipa-2-reg.pdf
  • 10. Afghanistan, Bangladesch, Bhutan, Kambodscha, Laos, Myanmar, Nepal
  • 11. Kirgisien, Tadschikistan, Usbekistan
  • 12. Bolivien, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua
  • 13. Assoziierten Partnern entstehende Kosten dürfen vom EMJMD-Konsortium nur aus dem „Beitrag zu den Kosten der Konsortiumverwaltung“ der EU (Pauschale) erstattet werden.
  • 14. Studierende, die weder im Land ansässig sind noch ihre Haupttätigkeit (Studium, Ausbildung oder Arbeit) länger als zwölf Monate in den letzten fünf Jahren in einem Programmland ausgeübt haben. Der Bezugszeitraum für diese 12-Monatsregel wird ab dem Ablauf der Einreichungsfrist, die die Konsortien für die Beantragung eines EMJMD-Studierendenstipendiums gesetzt haben, rückwärts berechnet.
  • 15. Der theoretische Höchstbetrag errechnet sich aus den Höchstsätzen für Stipendien, wobei angenommen wird, dass die höchstmögliche Zahl an Stipendien gewährt wird (z. B. 60 + 28).