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Welche anderen Stellen sind an der Durchführung des Programms beteiligt?

Außer den oben genannten Stellen bringen auch die folgenden Einrichtungen Fachwissen und Erfahrungen in die Durchführung von Erasmus+ ein:

Eurydice-Netz

Das Eurydice-Netz befasst sich in erster Linie mit der Struktur und Organisation von Bildungsangeboten in Europa. Es soll zu einem besseren wechselseitigen Verständnis der unterschiedlichen Systeme in Europa beitragen. Es stellt denjenigen, die für Bildungssysteme und für bildungspolitische Maßnahmen in Europa zuständig sind, auf EU-Ebene durchgeführte vergleichende Analysen sowie länderbezogene Informationen in den Bereichen Bildung und Jugend zur Verfügung, die ihnen in Entscheidungsprozessen helfen können.

Im Rahmen des Eurydice-Netzes wird umfangreiches Informationsmaterial mit

  • detaillierten Beschreibungen und Übersichten über die nationalen Bildungssysteme (nationale Bildungssysteme und -politiken),
  • vergleichenden Berichten zu spezifischen Themen, die für die EU von Interesse sind (Berichte zu Bildungsthemen),
  • Indikatoren und Statistiken (Schlüsselzahlen), und
  • eine Reihe von Zahlen und Fakten im Bereich Bildung (z. B. nationale Bildungsstrukturen, Schul- und akademische Kalender, Vergleiche von Lehrergehältern, Unterrichtszeiten während der Pflichtschulzeit und Bildungsabschlüssen nach Ländern (Fakten und Zahlen) zur Verfügung gestellt.

Das Netz besteht aus einer koordinierenden Zentralstelle in der Exekutivagentur und nationalen Agenturen in allen Erasmus+-Programmländern sowie in Albanien, Bosnien und Herzegowina und Montenegro.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Exekutivagentur: https://eacea.ec.europa.eu/homepage_de

Netz nationaler Korrespondenten für die Online-Enzyklopädie Youth Wiki

Im Einklang mit der Europäischen Jugendstrategie und dem Ziel, die Kenntnisse über Jugendfragen in Europa zu verbessern, erhalten nationale Strukturen, die zu Youth Wiki beitragen, finanzielle Förderung. Youth Wiki ist ein interaktives Tool, das zusammenhängende, laufend aktualisierte und nutzbare Informationen über die Lage junger Menschen in Europa und die Jugendpolitik in den einzelnen Ländern bereitstellt.

Diese finanzielle Förderung erhalten die von den nationalen Behörden benannten, in Programmländern ansässigen Stellen für Maßnahmen zur Erzeugung landesspezifischer Informationen, vergleichbarer Länderbeschreibungen und Indikatoren, die zu einem besserem gegenseitigen Verständnis der jugendpolitischen Systeme in Europa beitragen.

Unterstützung im Rahmen des eTwinning-Netzes

eTwinning ist eine Online-Gemeinschaft von Lehrkräften aller Stufen, von der Vorschule bis zur Oberstufe weiterführender Schulen, die auf einer sicheren, nur für von den jeweiligen nationalen Behörden zugelassene Lehrkräfte zugänglichen Plattform untergebracht ist. Die Teilnehmer können sich in zahlreiche Aktivitäten einbringen: beispielsweise Projekte mit anderen Schulen und Klassen durchführen, Diskussionen mit Kolleginnen und Kollegen führen und berufsbezogene Netzwerke aufbauen. Auch können sie sich an einer Vielzahl von Fortbildungsmöglichkeiten beteiligen (online und persönlich). eTwinning wird im Rahmen der Leitaktion 2 des Erasmus+ Programms finanziert. Seit seiner Gründung 2005 haben sich mehr als 570 000 Lehrkräfte aus über 190 000 Schulen angemeldet. In den Programmländern fanden fast 75 000 Projekte statt.

In diesem Netz werden beteiligte Lehrkräfte und Schulen von ihren nationalen Koordinierungsstellen (National Support Services, NSS) unterstützt. Die nationalen Koordinierungsstellen werden von den zuständigen nationalen Behörden benannt. Sie helfen Schulen bei der Registrierung, bei der Suche nach Partnern und bei Projektaktivitäten, fördern die Aktion, verleihen Preise und ein Qualitätssiegel und organisieren Aktivitäten zur Fortbildung von Lehrkräften.

Die nationalen Koordinierungsstellen werden von einer zentralen Koordinierungsstelle (Central Support Service, CSS) koordiniert, die auch für die Entwicklung der Internet-Plattform des eTwinning-Netzes und für die Organisation europäischer Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte zuständig ist.

Eine Übersicht über alle verfügbaren Angebote sowie weitere Informationen sind der Website https://www.etwinning.net/de/pub/contact.htm zu entnehmen.

School Education Gateway (SEG)

Das Schulbildungsportal School Education Gateway ist Europas Online-Plattform für die schulische Bildung; sie wird in 23 europäischen Sprachen zur Verfügung gestellt und ist darauf ausgelegt, Lehrkräften ein umfassendes Angebot an Informationen, Möglichkeiten zur Weiterbildung und beruflichen Weiterentwicklung, gegenseitige Unterstützung und Vernetzung unter Kollegen, Kooperationsprojekte und Mobilitätschancen, politische Einblicke usw. zu bieten. Als Nutzer der Plattform kommen nicht nur Lehrkräfte, sondern sämtliche Teilnehmer an Aktivitäten der Erasmus+ Programme in Betracht wie Schulen sowie andere Akteure und Organisationen im Bildungsbereich, politische Entscheidungsträger und nationale Behörden, NRO, Unternehmen usw. 

Da es sich um eine öffentliche Website handelt, ist sie für jeden im Internet zugänglich (also auch von Ländern außerhalb der EU aus). Von dieser großen Reichweite erwartet man eine Verbesserung der Verknüpfung zwischen Politik und Praxis in der europäischen Schulbildung sowie Unterstützung bei der Förderung einer Politik, der die Realität an den Schulen und der tatsächliche Bedarf auf dem Arbeitsmarkt zugrunde liegt.

Das School Education Gateway (SEG) bietet eine große Bandbreite an Inhalten wie beispielsweise bewährte Verfahren aus europäischen Projekten, monatliche Blog-Beiträge und Videointerviews mit europäischen Schulbildungsexperten, Online-Kurse für Lehrkräfte als Hilfe zum Umgang mit bestimmten thematischen Herausforderungen im Klassenzimmer, Ressourcen wie Lehrmaterial, Tutorien und das „European Toolkit for Schools“, bildungspolitische Informationen, themenbezogene Nachrichten und Veranstaltungen und vieles mehr. Das Portal bietet spezielle Tools, die Lehrkräfte und Schulpersonal bei der Suche nach Schulungen und Mobilitätschancen für die berufliche Fortbildung (Kurse vor Ort, Hospitationen, Lehraufträge usw.) unterstützen, die im Rahmen der Erasmus+ Leitaktion 1 finanziell gefördert werden können:

  • Erasmus+ Tool „Kurskatalog“ (für Schulungsmöglichkeiten im Rahmen von Präsenzveranstaltungen);
  • Erasmus+ Tool „Mobilitätschancen“ (für die Mobilität von Lehrkräften im Rahmen der Leitaktion 1).

Weitere Informationen: https://www.schooleducationgateway.eu/de/pub/index.htm

EPALE

Die E-Plattform für Erwachsenenbildung in Europa (EPALE) ist eine durch das Erasmus+ Programm finanzierte Initiative der Europäischen Kommission. Sie ist offen für Lehrkräfte, Ausbilder und Freiwillige sowie für politische Entscheidungsträger, Medien, Forscher und Hochschullehrer im Bereich der Erwachsenenbildung.

Die interaktiven Netze auf der Website ermöglichen den Nutzern, sich mit anderen Personen in ganz Europa zu verbinden, Diskussionen zu führen und bewährte Verfahren auszutauschen. Neben zahlreichen Tools und umfangreichen Inhalten bietet EPALE Instrumente, die für (potenzielle) Begünstigte von Erasmus+ besonders interessant sind. Als Beispiele seien hier genannt:

  • Ein Kurs- und Veranstaltungskalender, der dazu genutzt werden kann,
  • Mobilitätschancen für Begünstigte von Projekten im Rahmen der Leitaktion 1 zu finden,
  • für Kurse und Veranstaltungen zu werben, die im Rahmen von Projekten der Leitaktion 2 organisiert wurden;
  • Ein Tool zur Partnersuche, mit dessen Hilfe man Partner für die Vorbereitung EU-finanzierter Projekte oder Angebote für Hospitationen finden kann;
  • Foren für Praktiker bieten zusätzliche Gelegenheiten, Verbindung zu Menschen und Organisationen mit ähnlichen Interessen aufzunehmen;
  • Teamarbeitsbereiche, in denen Projektpartner in einem sicheren Umfeld an der Entwicklung ihres Projekts arbeiten können;
  • ein Ressourcenzentrum, in dem Projektbegünstigte Artikel, Berichte, Handbücher und andere, im Rahmen ihres Projekts oder von ihrer Organisation erzeugte Unterlagen einsehen können, so dass hier eine zusätzliche Möglichkeit der Verbreitung entsteht;
  • ein Blog, in dem Projektteilnehmer auf informelle und dynamische Weise andere Teilnehmer an ihren Erfahrungen teilhaben lassen oder Videos, in denen sie ihre Ergebnisse präsentieren, hochladen können.

Bei Projekten, die mit EU-Mitteln gefördert werden, wird dazu angeregt, Informationen über ihre Aktivitäten und Ergebnisse mittels Blog-Beiträgen, Nachrichten, Veranstaltungen und anderen Aktivitäten weiterzugeben.

EPALE wird durch eine zentrale Koordinierungsstelle (Central Support Service) und ein Netz nationaler Koordinierungsstellen in den Erasmus+-Programmländern umgesetzt. Die Aufgabe der Koordinierungsstellen besteht darin, interessante Informationen zu identifizieren und bei den Akteuren für die Nutzung und aktive Beteiligung an der Plattform zu werben. EPALE kann unter https://epale.ec.europa.eu/de/home-page aufgerufen werden.

Erasmus+ Virtual Exchange

Erasmus+ Virtual Exchange ermöglicht es jungen Menschen, die von beiden Seiten des Mittelmeers kommen, in einen interkulturellen Dialog einzutreten und ihre Fähigkeiten durch Online-Lerninstrumente zu verbessern. Es erweitert die Reichweite und den Anwendungsbereich von Erasmus+ und ergänzt die traditionelle physische Mobilität. Erasmus+ Virtual Exchange arbeitet eng mit Universitäten und Jugendorganisationen zusammen, um junge Menschen, Jugendarbeiter, Studenten und Wissenschaftler aus den 34 Programmländern und den 10 Partnerländern des südlichen Mittelmeerraums (Algerien, Ägypten, Israel, Jordanien, Libanon, Libyen, Marokko, Palästina1, Syrien und Tunesien) zu erreichen.

Virtual Exchange, der virtuelle Austausch, ist ein Online-Dialog, der in der Regel im Rahmen formaler oder nicht formalisierter Bildungsprogramme stattfindet und überall anerkannt wird. Alle Debatten werden von geschulten Moderatoren moderiert, die sich an einen vereinbarten Verhaltenskodex halten. Beim Einloggen in eine sichere Videokonferenzplattform treffen sich Jugendliche in kleinen Gruppen, um über soziale, globale oder persönliche Themen zu diskutieren. Ziel ist Selbstreflexion, aktives Zuhören, Respekt und kritisches Denken. Dialoge verbessern auch die Beschäftigungsfähigkeit, da sie eine effektive Kommunikation, das Üben anderer Sprachen und die Zusammenarbeit über Unterschiede hinweg erfordern.

Erasmus+ Virtual Exchange bildet auch Jugendarbeiter und Universitätsprofessoren aus, um virtuelle Austauschprojekte mit Partnern aus anderen Ländern zu entwickeln und junge Menschen aus anderen Kulturen kennenzulernen. Darüber hinaus unterstützt das Projekt die Leiter von Massive Open Online Courses (MOOCs) bei der Entwicklung einer virtuellen Austauschkomponente, die in ihre Programme integriert werden kann.

Alle Informationen finden Sie unter: https://europa.eu/youth/erasmusvirtual

Nationale Erasmus+-Büros

In den betreffenden Partnerländern (Länder des westlichen Balkans sowie des östlichen und südlichen Mittelmeerraums, Russland und Zentralasien) unterstützen die nationalen Erasmus+-Büros (NEO) die Kommission, die Exekutivagentur und die lokalen Behörden bei der Umsetzung des Programms Erasmus+. Sie sind in diesen Ländern die Anlaufstelle für die am Programm Erasmus+ beteiligten Interessenträger im Hochschulbereich. Sie tragen zur Aufklärung über das Programm bei und fördern die Wahrnehmbarkeit, Relevanz, Wirksamkeit und Wirkung der internationalen Dimension von Erasmus+.

Die nationalen Erasmus+-Büros sind zuständig für:

  • die Bereitstellung von Informationen über Aktivitäten im Hochschulbereich im Rahmen von Erasmus+, an denen sich die jeweiligen Länder beteiligen können,
  • die Beratung und Unterstützung potenzieller Antragsteller,
  • die Überwachung von Erasmus+-Projekten,
  • die Koordinierung des lokalen HERE-Teams (Higher Education Reform Experts [Expertengruppe für die Hochschulreform]),
  • die Überwachung der Wirkungen des Programms Tempus IV (2007-2013),
  • das Einbringen von Beiträgen zu Studien und Veranstaltungen,
  • die Unterstützung des politischen Dialogs,
  • die Pflege von Kontakten mit lokalen Behörden und EU-Delegationen und
  • die Verfolgung der hochschulpolitischen Entwicklung ihres Landes.

AKP-Sekretariat

In den betreffenden Partnerländern (AKP-Staaten) erfolgt die Implementierung bestimmter Aktionen in enger Zusammenarbeit mit dem Botschafterausschuss der Gruppe der afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten, vertreten durch das AKP-Sekretariat, das in die Gestaltung und die Implementierung dieser Aktionen einbezogen ist.

Netz der Expertengruppe für die Hochschulreform (HEREs)

In den betreffenden Partnerländern (Länder des westlichen Balkans sowie des östlichen und südlichen Mittelmeerraums, Russland und Zentralasien) stellen die nationalen Expertengruppen für die Hochschulreform Fachkompetenz für lokale Behörden und Akteure zur Verfügung. Die Expertengruppen sollen Reformen unterstützen und zur Erzielung von Fortschritten im Hochschulbereich beitragen. Sie beteiligen sich an der Entwicklung hochschulpolitischer Maßnahmen ihrer Länder. Die Tätigkeit der Experten beruht auf „Peer-to-Peer“-Kontakten. Jedes nationale Team besteht aus fünf bis fünfzehn Mitgliedern. Die Experten sind Fachleute aus dem Hochschulsektor (Rektoren und ihre Stellvertreter, Dekane und erfahrene Hochschullehrer, Auslandsbeauftragte, Studierende usw.).

Zu den Aufgaben der Experten zählen

  • die Entwicklung hochschulpolitischer Maßnahmen in den jeweiligen Ländern durch Begleitung von Modernisierungsvorhaben, Reformprozessen und Strategien im Hochschulbereich in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten lokalen Behörden,
  • der politische Dialog mit der EU im Hochschulbereich,
  • Schulungs- und Beratungsaktivitäten für lokale Akteure, insbesondere für Hochschuleinrichtungen und ihre Mitarbeiter,
  • die Betreuung von Erasmus+-Projekten (insbesondere im Rahmen der Aktion zum Kapazitätsaufbau) durch Verbreitung der Projektergebnisse, vor allem bewährter Verfahren und innovativer Initiativen, und durch deren Nutzung für Schulungszwecke.

Euroguidance-Netz

Euroguidance ist ein europäisches Netz nationaler Ressourcen- und Informationszentren. Alle Euroguidance-Zentren verfolgen zwei gemeinsame Ziele:

  • Förderung der europäischen Dimension im Hinblick auf die Orientierung im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung;
  • Bereitstellung von hochwertigen Informationen über lebenslanges Lernen und Mobilität zu Lernzwecken.

Die Hauptzielgruppe von Euroguidance sind Praktiker und politische Entscheidungsträger sowohl aus dem Bildungs- als auch dem Beschäftigungssektor in allen europäischen Ländern. 

Weitere Informationen: http://euroguidance.eu/.

Nationale Europass-Zentren

Der Europass soll Einzelpersonen helfen, ihre Kompetenzen und Qualifikationen in ganz Europa klar und transparent darzustellen und nachzuweisen. Mit dieser Initiative werden die Kommunikation zwischen Arbeitsuchenden und Arbeitgebern erleichtert und die Mobilität zu Arbeits- oder Lernzwecken gefördert.

In allen beteiligten Ländern (in der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum sowie in der Republik Nordmazedonien, Serbien und in der Türkei) soll ein nationales Europass-Zentrum alle Aktivitäten im Zusammenhang mit den Europass-Dokumenten koordinieren. Diese nationalen Zentren sind die erste Anlaufstelle für alle Personen oder Einrichtungen, die mehr über den Europass wissen möchten.

Weitere Informationen: http://europass.cedefop.europa.eu/de/about/national-europass-centres

Europäischer Qualifikationsrahmen (EQR) Nationale Koordinierungsstellen (National Coordination Points; NCP)

Die nationalen Koordinierungsstellen des europäischen Qualifikationsrahmens unterstützen nationale Behörden bei der Errichtung nationaler Qualifikationsrahmen. Die Aktivitäten dieser Koordinierungsstellen zielen auf Folgendes ab:

  • Verknüpfung der nationalen Qualifikationssysteme mit den Europäischen Referenzniveaus;
  • Bezugnahme auf das jeweils zutreffende Niveau des europäischen Qualifikationsrahmens in Befähigungsnachweisen, Diplomen und Europass-Dokumenten, die von nationalen Behörden ausgestellt wurden.

Weitere Informationen: http://ec.europa.eu/ploteus

Netz der nationalen EQAVET-Referenzstellen

Die nationalen EQAVET-Referenzstellen (National Reference Points, NRP) werden von nationalen Behörden eingerichtet und führen bestehende maßgebliche Organe wie die Sozialpartner und alle auf nationaler und regionaler Ebene betroffenen Interessenträger zusammen, damit sie gemeinsam zur Umsetzung des Qualitätssicherungsrahmens in der Berufsbildung (EQAVET) beitragen. Die Ziele der nationalen EQAVET-Referenzstellen bestehen darin,

  1. aktive Unterstützung zur Durchführung des Arbeitsprogramms des Qualitätssicherungsrahmens in der Berufsbildung (EQAVET) zu leisten,
  2. konkrete Initiativen zur Förderung der Weiterentwicklung des EQAVET-Rahmens im nationalen Kontext zu ergreifen,
  3. die Selbstbewertung als ergänzendes, wirksames Instrument der Qualitätssicherung, das die Messung des Erfolgs und die Ermittlung von Bereichen mit Verbesserungsbedarf ermöglicht, zu fördern und
  4. sicherzustellen, dass Informationen wirksam an Interessenträger weitergegeben werden.

Weitere Informationen: http://www.eqavet.eu/

Nationale Informationszentren für Fragen der akademischen Anerkennung (NARIC)

Im NARIC-Netz (National Academic Recognition Information Centres) werden Informationen über die Anerkennung von Abschlüssen und Studienzeiten in anderen europäischen Ländern und über Hochschulabschlüsse in Ländern bereitgestellt, in denen entsprechende Informationszentren eingerichtet wurden. Personen, die aus beruflichen Gründen oder zur Weiterbildung in Drittländer reisen, sowie Einrichtungen, Studierende, Berater, Eltern, Lehrer und potenzielle Arbeitgeber können über das Netz zuverlässig beraten werden.

Die Europäische Kommission unterstützt die Tätigkeit des NARIC-Netzes durch den Austausch von Informationen und Erfahrungen zwischen beteiligten Ländern, durch die Ermittlung bewährter Verfahren, durch vergleichende Analyse von Systemen und einschlägigen Maßnahmen und durch Diskussionen und Analysen von Angelegenheiten von allgemeinem Interesse in der Bildungspolitik.

Weitere Informationen: www.enic-naric.net

Netz der nationalen Teams von ECVET-Experten

In den nationalen Teams von ECVET-Experten werden Fachkompetenzen und Erfahrungen gebündelt, um die Umsetzung des Europäischen Leistungspunktesystems für die Berufsbildung (European credit transfer system for VET = ECVET) zu unterstützen. Sie fördern die Annahme und die Anwendung des Leistungspunktesystems in den Programmländern und beraten zuständige Stellen und Einrichtungen in Angelegenheiten der beruflichen Bildung.

Weitere Informationen:

SALTO-Jugendressourcenzentren

Ziel der SALTO-Ressourcenzentren ist es, die Qualität und Wirkung der im Rahmen des Programms Erasmus+ finanzierten Projekte zu verbessern.

JUGEND

Im Jugendbereich stellen die SALTO-Zentren Fachwissen, Ressourcen, Informationen und Ausbildung in spezifischen Bereichen für Nationale Agenturen und andere an der Jugendarbeit beteiligte Akteure bereit und fördern die Anerkennung von nicht formalem und informellem Lernen. Sie haben entweder einen thematischen Schwerpunkt (Partizipation und Information, Integration und Vielfalt, Ausbildung und Zusammenarbeit) oder einen geografischen Schwerpunkt (Länder der Östlichen Partnerschaft und Russland, südlicher Mittelmeerraum, westlicher Balkan).

Die Arbeit der Jugend-SALTO-Zentren umfasst:

  • die Organisation von Schulungen, Studienaufenthalten, Foren und Aktivitäten zur Förderung von Zusammenarbeit und zur Begründung von Partnerschaften,
  • die Entwicklung und Dokumentation von Methoden und Instrumenten für Ausbildungsangebote und Jugendarbeit,
  • die Vermittlung eines Überblicks über Schulungsangebote in Europa für Fachkräfte der Jugendarbeit im Rahmen des Europäischen Trainingskalenders,
  • die Herausgabe praktischer Publikationen und Anleitungen,
  • die Bereitstellung aktueller Informationen über Jugendarbeit in Europa,
  • die Bereitstellung einer Datenbank mit Informationen zu Lehrkräften und anderen im Bereich Jugend und Bildung tätigen Personen,
  • die Überwachung der Akkreditierung von Erasmus+ Freiwilligenorganisationen in benachbarten Partnerländern der EU,
  • die Koordinierung der Umsetzung des Youthpass, des Instruments zur Unterstützung der Validierung von nicht formalen und informellen Lernergebnissen in der Jugendmobilität und Jugendarbeit.

ALLGEMEINE UND BERUFLICHE BILDUNG

Im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung bietet das SALTO-Zentrum eine Plattform für europäische Ausbildungsaktivitäten, die darauf abzielen, die Qualität und Wirkung des Erasmus+-Programms auf systemischer Ebene zu verbessern. Diese Aktivitäten wie Workshops, Schulungen, Seminare und partnerschaftliche Aktivitäten zu wichtigen Erasmus+-Themen ermöglichen es den Beteiligten unter anderem, die Kapazitäten ihrer Organisationen zu entwickeln, um die Möglichkeiten von Erasmus+ voll auszuschöpfen, bewährte Verfahren in allen europäischen Ländern auszutauschen, Partner zu finden oder die Wirkung ihrer Projekte auf europäischer Ebene zu steigern. Das SALTO-Zentrum für allgemeine und berufliche Bildung stellt Fachwissen, Ressourcen und Informationen über diese Ausbildungsmöglichkeiten für Interessengruppen und Nationale Agenturen in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung zur Verfügung.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.salto-youth.net und www.salto-et.net

Otlas – die Partnerdatenbank
Eines der von den SALTO-Ressourcenzentren entwickelten und bereitgestellten Instrumente ist die zentrale Online-Partnerdatenbank für Organisationen im Bereich der Jugendarbeit. Die Organisationen können ihre Kontaktdaten und Interessenschwerpunkte in OTLAS eingeben und nach Partnern für Projektideen suchen.
Weitere Informationen: www.salto-youth.net/otlas oder www.otlas.eu

Eurodesk-Netz

Das Eurodesk-Netz bietet jungen Menschen und denjenigen, die mit jungen Menschen arbeiten, Informationen über Chancen in Europa in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend und über die Einbeziehung junger Menschen in Aktivitäten in Europa an.

Eurodesk ist in allen Programmländern vertreten und wird auf europäischer Ebene über die Verbindungsstelle in Brüssel koordiniert. Das Eurodesk-Netz bearbeitet Anfragen und informiert über Finanzmittel, Veranstaltungen und Veröffentlichungen. Außerdem ist das Netz in das Europäische Jugendportal eingebunden.

Das Europäische Jugendportal vermittelt auf nationaler und auf europäischer Ebene Informationen und Angebote für junge Menschen, die in Europa leben, lernen und arbeiten. Die Informationen betreffen im Wesentlichen acht Themen und 33 Länder und werden in 27 Sprachen bereitgestellt.

Zum Europäischen Jugendportal gelangen Sie über folgende Website: http://europa.eu/youth/splash_en.

Weitere Informationen zu Eurodesk: http://www.eurodesk.eu.

  • 1. Diese Bezeichnung ist nicht als Anerkennung des Staates Palästina auszulegen und berührt nicht die individuellen Positionen der Mitgliedstaaten bezüglich dieser Angelegenheit.