Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten

How to Apply

Anträge sind im Rahmen der jährlichen Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen der Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur zu stellen.

Ziel

Mithilfe von Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten sollen Kompetenzdefizite überwunden und Systeme zur beruflichen Aus- und Weiterbildung besser auf die Anforderungen des Arbeitsmarkts abgestimmt werden. Erreicht werden soll dies durch

  • die Modernisierung der beruflichen Bildung anhand des Kompetenzbedarfs und die Integration beschäftigungsbezogenen Lernens,
  • einen intensiveren Austausch von Wissen und bewährten Verfahren,
  • eine Erleichterung der Arbeitsmarktmobilität und
  • eine bessere Anerkennung von Qualifikationen.

Vorrang haben Projekte, die eines der folgenden spezifischen Ziele verfolgen:

  • Verbesserung der Fertigkeiten und Kompetenzen
  • Förderung von Qualität, Innovation und Internationalisierung
  • Förderung der Entwicklung und Modernisierung des Bildungsbereichs
  • Verbesserung der internationalen Dimension der allgemeinen und beruflichen Bildung
  • Verbesserung des Sprachunterrichts

Genauere Informationen zu den spezifischen Zielen finden Sie im Programmleitfaden.

Möglichkeiten

Im Rahmen von Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten können Organisationen Projekte anbieten, die oben genannte Ziele verfolgen. Konkret geht es um Folgendes:

  • Beschreibung der Anforderungen an branchenspezifische Kompetenzen und Ausbildungen
  • Entwicklung gemeinsamer Lehrpläne
  • Umsetzung gemeinsamer Lehrpläne

Folgende Branchen mit Qualifizierungsdefiziten kommen für eine Förderung infrage:

  • Produktionstechnik
  • Handel
  • Informations- und Kommunikationstechnologie
  • Umwelttechnologien
  • Kultur- und Kreativbranche
  • Gesundheitsversorgung
  • Tourismus

Darüber hinaus können Mobilitätsaktivitäten für Lernende und Personal organisiert werden, solange sie zu den Projektzielen beitragen.

Bedingungen

Eine Allianz für branchenspezifische Fertigkeiten muss aus einem Konsortium von Organisationen aus mindestens drei Programmländern bestehen. Zusätzlich müssen aus jedem an der Allianz beteiligten Land mindestens drei Organisationen aus jeweils einer der folgenden Kategorien vertreten sein:

  • öffentliche oder private Einrichtungen der beruflichen Bildung
  • öffentliche oder private Einrichtungen mit sektorspezifischer Erfahrung, die für einen bzw. innerhalb eines bestimmten Sektors repräsentativ sind
  • öffentliche oder private Stellen mit Aufsichtsfunktion für Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung

Ausnahme: Umfasst ein Konsortium einen Dachverband, sind keine weiteren Organisationen aus dem Land des Dachverbands erforderlich, vorausgesetzt, dass ohne den Dachverband die Mindestanzahl der teilnehmenden Organisationen und Länder eingehalten wird.

Ein Konsortium wird von dem in einem Programmland ansässigen Antragsteller geleitet, der im Namen des Konsortiums den Vorschlag einreicht und auch für die allgemeine Verwaltung der Allianz zuständig ist. Es gibt zwei mögliche Formen von Projektpartnern:

  • vollwertige Partner, die unter der Leitung der antragstellenden Organisation aktiv an dem Projekt teilnehmen;
  • assoziierte Partner, die zu den Aktivitäten der Allianz beitragen, jedoch vertraglich nicht an das Konsortium gebunden sind.

Die Funktionen der assoziierten Partner müssen bereits bei der Antragstellung festgelegt werden. Außerdem erhalten sie keine Finanzmittel. Beide Arten von Partnern können entweder aus einem Programm- oder einem Partnerland kommen.

Wissenswertes

Jede Organisation – als Antragsteller oder vollständiger Partner – kann immer nur an einer einzigen Allianz für branchenspezifische Fertigkeiten beteiligt sein, es sei denn, sie ist nachweislich die einzige Stelle mit Aufsichtsfunktion in dem betreffenden Land.

Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten sollten sich auf Innovation konzentrieren und gewährleisten, dass ihre Wirkung über die Projektlaufzeit und die beteiligten Organisationen hinausreicht.

Funktion und Mehrwert aller an einer Allianz beteiligten Partner müssen deutlich erkennbar sein. Die Aufgaben müssen der Erfahrung des jeweiligen Partners entsprechen.

Die Ermittlung des künftigen Kompetenzbedarfs sollte sich auf Untersuchungen zu den Anforderungen des Arbeitsmarkts stützen. Die Ergebnisse sollten in lernzielorientierte Lehrpläne umgesetzt und von einem fundierten Qualitätssicherungssystem begleitet werden.

Darüber hinaus muss gewährleistet werden, dass die neuen Kompetenzen in allen Ländern und Branchen der Allianz angemessen anerkannt werden.

Antragstellung

Anträge sind im Rahmen der jährlichen Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen der Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur zu stellen.

Weitere Informationen

Im Erasmus+-Programmleitfaden finden Sie alle wesentlichen Informationen über Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten. Genauere Informationen zur Antragstellung erhalten Sie jedoch bei der Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur.