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Erasmus+
EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport
Wertvolle Erfahrungen und neue Perspektiven – schon seit 30 Jahren
Wertvolle Erfahrungen und neue Perspektiven – schon seit 30 Jahren
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Erasmus+ 30 anniversary logo

Im Brennpunkt: Erasmus + führt Menschen zusammen

Patrycjusz Ceran, Bergretter beim Freiwilligen-Such- und Rettungsdienst, schildert seine Erfahrungen: „Als Freiwilliger halten Sie einen Augenblick inne und denken sich in die Mitmenschen hinein. Sie können neue Freundschaften schließen, neue Fähigkeiten erwerben und glücklicher werden. Der Zeitaufwand und die Anstrengungen lohnen sich wirklich.“

Lebenserfahrung in einem anderen europäischen Land öffnet Erasmus +-Teilnehmern die Augen: Sie betrachten die Dinge aus einer neuen Perspektive, bekommen neue Ideen und engagieren sich mit Begeisterung in ihrer Gemeinschaft. 88 % der Teilnehmer/-innen an Partnerschaften mit einer Europäischen Schule geben an, ihre sozialen Fähigkeiten bereichert zu haben. 4 von 5 Teilnehmern/Teilnehmerinnen an Jugendaustauschprogrammen sagen, dass sie sich nun mit größerer Wahrscheinlichkeit in die Gesellschaft einbringen werden.

Die Generation Erasmus+ setzt sich aktiv für den Wandel ein, den sie in Europa herbeiführen möchte. 81 % der mobilen Studierenden an Hochschulen nahmen an den Wahlen zum Europäischen Parlament 2014 teil, verglichen mit nur 30 % der jungen Menschen allgemein. Ferner geben 83 % der ehemaligen Erasmus+ -Teilnehmer/-innen an, während ihres Auslandsaufenthalts erstmals bewusst eine europäische Perspektive eingenommen zu haben. Dr. Pablo Biderbost, Gründer und Koordinator des Projekts „Bringing Europe Closer“ stellt hierzu fest: „Erasmus+ trägt auch zum Aufbau von institutionellen Kapazitäten bei, die es ermöglichen, europäische Werte wie Solidarität, freie Meinungsäußerung und Gleichheit zu teilen.“

Durch Lernen voneinander und Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen und Projekten ist die Erasmus+-Generation besser als je zuvor dafür gerüstet, ihren Beitrag in der heutigen Welt zu leisten.

Wir alle können uns gesellschaftlich engagieren. Aus diesem Grund laden wir Sie – ehemalige, derzeitige und zukünftige Erasmus+-Teilnehmer/-innen – ein, den Treffpunkt „Generation Erasmus+“ zu besuchen. Diese Online-Plattform bietet Einzelpersonen und Gruppen die Gelegenheit, über die Gestaltung und Zukunft von Erasmus+ zu diskutieren. Wir wissen, dass Sie etwas zu sagen haben. Wir sind gespannt auf Ihre Erfahrungen!

Erasmus+ 30 year anniversary: Stories

Demokratie- und Menschenrechtserziehung (DARE) - Deutschland

Demokratie- und Menschenrechtserziehung (DARE) - Deutschland

Erasmus+, Grundtvig, Berufliche Aus- und Weiterbildung (Leonardo da Vinci) – 26 EU Länder – 2003 – heute

Nie gab es ein EU-Programm, das offener für die Förderung der Demokratie ist."

 Spannend, anstrengend und süchtig machend" – so beschreibt Georg Pirker seine 17 Jahre als Leiter des DARE-Netzwerks. Es begann 2003 als Grundtvig-Projekt und heute gibt es 48 Mitgliedsorganisationen aus 26 EU-Ländern. DARE hilft Organisationen aus den Bildungsbereichen Menschenrechte und demokratische Bürgerschaft (EDC) ihre Erfahrungen auszutauschen, Austausche zu organisieren und die Qualität ihrer Bildungsprogramme für Demokratie und aktive Bürgerschaft zu verbessern.

Hierzu gehört zum Beispiel ENGAGE aus Frankreich. Die Organisation ist darauf spezialisiert, Schulkinder (im Alter von 8-12 Jahren) zu demokratischem Denken im Klassenraum zu ermuntern. Eine andere Organisation ist STEPS aus Portugal, die ein Toolkit für Medienarbeit entwickelt hat, das Lehrer für den Unterricht zum Thema Demokratie nutzen können. 'EDC for All' hat ein spielebasiertes, unkompliziertes pädagogisches Einstiegsprogramm für Menschen entwickelt, die Schwierigkeiten beim Zugang zu Bildungsprogrammen im Bereich Bürgerschaft und Menschenrechte haben.

Seit über 17 Jahren sind bis zu 30.000 Ausbilder und andere Lehrer bei DARE aktiv, und das Netzwerk dürfte auch in Zukunft erfolgreich sein. Die Diskussion über Demokratie und aktive Bürgerschaft entwickelt sich fortlaufend weiter, und wir müssen gesellschaftliche Entwicklungen infrage stellen – besonders in dem heutigen politischen Klima, denn in immer mehr Ländern ist die Herausforderung, die Arbeit der EU wieder mit gesellschaftlichen Debatten zu verbinden“, erklärt Georg. Später soll im Rahmen von DAREs aktuellem Projekt STEPS ein Survival Toolkit für EDC in postfaktischen Gesellschaften" entwickelt werden.

Caroline Gillet – 33 – Belgium/France

Caroline Gillet – 33 – Belgium/France

Erasmus+ Higher Education – Spain, 2005

'It’s important for a society to listen to its young people and to let them express themselves, to listen to them, which was our objective with the radio project'.

For 2 years, Caroline interviewed young Europeans reflecting on ‘new ways they could be active’ in Europe. These video portraits were published on France Inter every week under the names ‘I like Europe’ and ‘Tous les européens’. The project provided young European an opportunity to reflect upon their 'hopes, aspirations and regrets, what they know about their history, what their relationship with their elders is, what relationship they have with their culture'

For Caroline, Erasmus+ is a mini-version of ‘a European utopia where we succeed in living together’.Though she had already lived in several countries before her Erasmus+ journey, Caroline's  experience reinforced her belief that making Erasmus+ and other experiences abroad are life changing: 'having Erasmus+ more accessible to people of all backgrounds will encourage openness to other cultures across and beyond Europe'.

Digital Natives 4 Democracy (DN4D) – Italy

Digital Natives 4 Democracy (DN4D) – Italy

Erasmus+ (Comenius Regio) – Italy/Iceland, 2012-14

‘The students discovered new media as a means to express their thoughts on democracy. They also expressed an interest in each other despite never meeting face-to-face.’

Instagram competitions, podcasts and writing blogs - all in the name of democracy. These are just a few of the activities students from Iceland and Italy took part in during the Digital Natives 4 Democracy (DN4D) project - piquing the interests of young people in democracy through their digital prowess.

In Florence, students produced and moderated 6 online podcasts, which were aired on a local web radio station and on social media. Additionally, in an Instagram challenge, students took photos depicting democracy in Florence and Reykjavik, attracting some 500 followers via the hashtag #DN4DMyCity. The campaign website, managed by students, attracted more than 25 000 visitors. Many of the students also contributed their own ideas to the DN4D blog, after being taught how to write articles for the web and code html.

Students discovered new ways to express and share ideas but it’s not only the students who benefited. Elisa Molino, who took part in DN4D, saw staff members gaining confidence in their digital abilities and becoming more active online. Communities in Florence and in Reykjavik plan to work on future projects together, because as Elisa says, ‘having the chance to exchange experiences with people from different countries offers real added value. Afterwards, you come back home with fewer prejudices, new friends, better work methods…’

Elfriede und Arno Eckhardt – 63 und 66 – Deutschland

Elfriede und Arno Eckhardt – 63 und 66 – Deutschland

Erasmus+ (Grundtvig 50+) – Litauen, 2014

“Viele ältere Menschen – egal, ob in Deutschland oder in Litauen – sind zunehmend einsam. Darum ist es so wichtig, sich um sie zu kümmern und ihnen Denkanstöße zu geben."

Während ihrer drei Wochen als Senior Erasmus+ Freiwillige in Litauen wurden Elfriede und Arno herzlich aufgenommen. Sie tauschten Ideen zu Senioren-Organisationen in Litauen aus – in der Hoffnung, ähnliche Gruppen wie in Deutschland gründen zu können. Dank des Erasmus+ Projekts Grundtvig 50+: Überzeugen sie sich selbst - Freunde helfen Freunde “, halfen sie bei der Entwicklung von Projekten des Litauischen Samariter-Bunds.

Für eine ältere Dame war dies die Gelegenheit, neue Menschen zu treffen. „Manchmal braucht man einfach jemanden, mit dem man sprechen kann“, erzählt Elfriede.

Elfriede und Arno pflanzten auch Samen in Gemüsegärten von Freiwilligen. Später kann das Gemüse dann an bedürftige ältere Menschen verteilt werden.

Das Paar hinterließ bei seinen Gastgebern einen bleibenden Eindruck und im Gegenzug reisten Litauer aus dem Projekt nach Deutschland, um Elfriede, Arno und ihre Seniorengruppen zu treffen. Arno fasst das Projekt so zusammen: Ich glaube, wir haben ein Stück unserer Kultur nach Litauen gebracht, wir haben uns gegenseitig kennengelernt und Menschen mit einer anderen Kultur getroffen. Das führt zu gegenseitigem Verständnis und ermöglicht einen problemlosen Umgang miteinander. Man akzeptiert die Menschen, die in dem jeweils anderen Land leben, wie sie sind."

Patrycjusz Ceran – 40 – Poland

Patrycjusz Ceran – 40 – Poland

Vocational Education and Training (Leonardo da Vinci) – Germany and Austria, 2012-13

Erasmus+ – Germany and Austria, 2014-16

'Being a citizen obliges us to actively take care of our community. By doing voluntary work you add a whole new dimension to your life.'

The 3 things that Patrycjusz loves the most? His family, mountains and the idea of united Europe. This is why he joined GOPR (Górskie Ochotnicze Pogotowie Ratunkowe) – the Polish Mountain Volunteer Search and Rescue service in 2012. The closeness with nature, adrenaline, and an unstoppable urge to help others were also motivators that pushed him into playing with the dangers of the wild Polish mountains. 

Having worked with European regional cooperation programmes, Patrycjusz came up with an idea of organising international training for Polish GOPR volunteers with fellow rescuers from Germany and Austria.

The main objective was to exchange experiences, knowledge and good practices. Volunteers were trained on how to conduct rescue actions on a glacier, in an avalanche or from a helicopter. The last edition of the project was about building an e-learning platform to enhance the effectiveness of the training process based on the German example.

'Being able to help others is a privilege which makes you feel needed and useful. It’s an amazing school of cooperation and mutual trust. Your life depends on the action of people around you, same as their lives depend on your action. Is there a better way to learn humbleness?' says Patrycjusz

The partnerships with German and Austrian services resulted in ongoing cooperation and the teams are able to conduct rescue missions together. This collaboration fosters not only cooperation and mutual learning, but also 'It had shaped me as a European making me understand the true value behind such words as openness, tolerance and integrity'.

Voluntarios Solidarios en el Municipio de Elche – Spain

Voluntarios Solidarios en el Municipio de Elche – Spain

European Voluntary Service (EVS) – Germany, Poland, Estonia, Italy, Cyprus, Turkey, Croatia, Slovenia, 2015-16

‘For all of us, from the volunteers who come here to our partners abroad, projects like this change lives.’

Young volunteers from across Europe participate every year in social projects organised by the Municipality of Elche. During 9 months the volunteers lead and participate in a range of projects that focus on youth, education, the environment and above all European citizenship. Volunteers who work in education would lead activities for children aged between 1 and 5 years, while environmental activities have included replanting schemes involving handicap people.  All volunteers come from different countries, this brings cultural richness to the Spanish town and provides volunteers, with experiences that they would not otherwise have, placing ‘cultural exchanges at the core of the programmes’.

After 9 months, volunteers return home with renewed self-confidence and a range of sharpened social skills which, according to technical support officer, Jose Manuel Garcia Sempere, is ‘the strongest proof that projects like this make a huge difference.’ Jose believes that being able to talk in front of a room full of people, learn Spanish and be able to live in a foreign country ‘is a huge deal for an 18-year-old who might not have had many opportunities to do so before.’ The project shows them that their lives are in fact ‘full of possibilities’.

The impact on the local community is also significant, and Jose says this demonstrates that ‘everything we do for our community affects us directly’. The project has also brought Europe closer to home; Spanish youngsters who might never have thought of travelling abroad before are often inspired through meeting other young Europeans.

Bringing Europe Closer – Spain

Bringing Europe Closer – Spain

Erasmus+ – Spain, 2016-17

'Erasmus+ is about creating awareness and citizenship. Here in Europe, it has been incredibly difficult to destroy the psychological walls that have existed between nations, but programmes such as this make it possible to talk about real European citizenship'.

A project bringing 16 Spanish and Greek youth workers together with European officials for an intensive training week has provided a template for teaching the benefits of European citizenship. Born out of an awareness that anti-European sentiment was growing among young people in these 2 countries, the Bringing Europe Closer project helps youth workers to develop new non-formal training activities, understand the role of agencies and institutions better, and fully explore the benefits of European citizenship. A visit from a European Central Bank official for example was an exercise in empathy; the official could place himself in the shoes of a Greek youth worker, and vice versa,’ said General Coordinator, Dr Pablo Biderbost. His partner and Project Coordinator, Alonso Escamilla added: ‘We hope that young people can increase their European citizenship, their active citizenship and the solidarity in their country and other countries of the EU, and that this project can help them to rediscover the EU and to keep working to build a more inclusive Europe.’

Participants from secondary schools, universities, NGOs and churches have since gone back to their places of work to pass on what they have learnt, with the intention of ‘helping to generate European awareness among a new generation of Europeans’. Pablo estimates that over 500 youngsters have already benefited from the new techniques and knowledge developed within the project. He added that while criticism is ‘an indicator of a healthy democracy’, there is still a strong need to ‘show that European citizenship and European projects like Erasmus+ change lives’.

SocialErasmus and ESAA Entrepreneurship Incubator, Erasmus – pan-Europe

SocialErasmus and ESAA Entrepreneurship Incubator, Erasmus – pan-Europe

SocialErasmus– Belgium

Erasmus– pan-Europe, 2008 – present

‘Participants can give something back to the local community, and really leave their mark’ - Gizem Altun, International project coordinator.

ESAA Entrepreneurship Incubator – pan-Europe and global

Erasmus – pan-Europe and global, 2011 - present

‘Business is becoming more social and social ideas need to be more business-like to thrive.’ - Stephanie Raible, instructor of cultural entrepreneurship.

The SocialErasmus and ESAA Incubator projects help participants of Erasmus programmes to ‘leave their mark on local communities and achieve long lasting social change’. Through engaging in social projects, international partnerships are forged.

SocialErasmus encourages Erasmus exchange students to take part in projects in their host country and help address local issues. Promoting active citizenship and fostering change in society, exchange students are invited twice a year, through SocialErasmus Week, to join ESN volunteers. Popular activities include language courses, animal shelter and environmental protection. According to international SocialErasmus project coordinator Gizem Altun, the project demonstrates that ‘we are far more than just what is printed on our passports’.

The ESAA Incubator helps entrepreneurship, including social and cultural entrepreneurship, in Europe and beyond to flourish by teaming up Erasmus+ students and alumni from across Europe and further afield in innovative internationally-minded projects. The key benefit of the ESAA Incubator is that ‘it creates a connection among participants from all over the world and underlines the strength of Europe as a broad concept, advocating unity and cooperation’ said Stephanie Raible, an instructor of cultural entrepreneurship and an organiser of the ESAA Incubator since 2013. Successful projects to have emerged from the incubator include a wide range of professional networks, product lines, social movements, and service organisations.

In this way, both the ESAA Incubator and SocialErasmus are incubators not only for innovative social ideas to benefit communities but also for European values of unity and cooperation.

Große Hände helfen kleinen Händen – Österreich

Große Hände helfen kleinen Händen – Österreich

Europäischer Freiwilligendienst (EFD) Projekt, 2015-16

Freiwillige gehen mit einem erweiterten Horizont zurück und können sich besser auf neue Situationen einstellen; wenn mal etwas schief läuft, können sie damit umgehen.

Im Rahmen des Projekts Große Hände helfen kleinen Händen” wurden fünf junge, ausländische Freiwillige aus sozial benachteiligten Verhältnissen eingeladen, neun Monate in Wiener Kindergärten zu arbeiten. Diese Erfahrung machte den Kindern Freude, denen es egal ist, ob jemand Deutsch spricht oder nicht” und auch den Angestellten des Kindergartens. Zweifellos haben Freiwillige, die von Beginn des Kindergartenjahrs an neun Monate mit uns verbringen, einen großen Einfluss auf das Erzieherteam”, erklärt Birgit Fetty (stellvertretend für die Projektkoordinatorin Daniela Fellinger). Auch die Lernatmosphäre beschreibt sie als völlig anders, wenn Menschen aus anderen Ländern dabei sind.” Um Barrieren weiter zu durchbrechen und Stereotype zu beseitigen, lernten die Freiwilligen und die Eltern sich bei Einladungen zu Familienabendessen kennen.

Vor allem veränderte das Projekt die Freiwilligen. Sie lernten, wie man selbständig in einem anderen Land lebt und erlangten Selbstbewusstsein, indem sie Stärken und Fähigkeiten an sich entdeckten, von denen sie vorher vielleicht gar nichts wussten. Es zeigte erfolgreich, warum neue, herausfordernde Erfahrungen, die einen Menschen aus seiner Routine oder Familienstruktur herausreißen”, positiv sein können. Sendet man junge Freiwillige aus sozial benachteiligten Verhältnissen ins Ausland, sind die möglichen Auswirkungen noch viel größer”. Der Erfolg des von Grenzenlos koordinierten Projekts verdeutlicht, warum EFD eine Erfahrung ist, von der alle profitieren können.