Welche Folgen hat der Brexit für Erasmus+?

Das Austrittsabkommen trat am 1. Februar 2020 in Kraft und hat völkerrechtliche Wirkung. Die Union wird ihren sich aus diesem Abkommen ergebenden Pflichten nachkommen.

Dies gilt insbesondere für Artikel 138 des Austrittsabkommens, demzufolge das anwendbare Unionsrecht im Hinblick auf die Programme und Tätigkeiten der Union mit Mittelbindung im MFR 2014–2020 oder in früheren finanziellen Vorausschauen in Bezug auf das Vereinigte Königreich nach dem 31. Dezember 2020 bis zum Abschluss dieser Programme und Tätigkeiten der Union weiterhin gilt.

Auf der Grundlage dieses Artikels und anderer Bestimmungen des Austrittsabkommens dürfen Rechtspersonen mit Sitz im Vereinigten Königreich demnach an den laufenden EU-Programmen 2014–2020, darunter Erasmus+ und das Europäische Solidaritätskorps, bis zu deren Abschluss uneingeschränkt teilnehmen und Unterstützung erhalten – als wäre das Vereinigte Königreich ein Mitgliedstaat.

Erasmus+-Mobilitätsaktivitäten

Können Studierende aus dem Vereinigten Königreich weiterhin an Mobilitätsmaßnahmen in Erasmus+-Ländern teilnehmen?

Begünstigte aus dem Vereinigten Königreich können von den im Rahmen des derzeitigen MFR gewährten Stipendien profitieren, selbst wenn diese erst nach 2020 ablaufen. Deshalb können Studierende aus dem Vereinigten Königreich und andere Teilnehmer/innen weiterhin an Mobilitätsmaßnahmen in anderen Erasmus+-Programmländern teilnehmen, also den EU-Mitgliedstaaten sowie Liechtenstein, Norwegen, Island, Türkei, Nordmazedonien und Serbien, und zwar bis zum Abschluss der Projekte oder bis deren Mittel ausgeschöpft wurden.

Können Studierende aus Erasmus+-Programmländern weiterhin an Mobilitätsmaßnahmen im Vereinigten Königreich teilnehmen?

Ja. Der Abschluss des Austrittsabkommens bedeutet, dass Hochschuleinrichtungen und andere Einrichtungen aus anderen Programmländern als dem Vereinigten Königreich ihre Studierenden und ihr Personal weiterhin mit Mitteln aus den Aufforderungen 2019 und 2020 in das Vereinigte Königreich entsenden können, und zwar bis zum Abschluss der Projekte oder bis deren Mittel ausgeschöpft wurden.

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