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Qualification: Verfahrenstechnologe Mühlen- und Getreidewirtschaft Fachrichtung Agrarlager/ Verfahrenstechnologin Mühlen- und Getreidewirtschaft Fachrichtung Agrarlager

Verfahrenstechnologe Mühlen- und Getreidewirtschaft Fachrichtung Agrarlager/ Verfahrenstechnologin Mühlen- und Getreidewirtschaft Fachrichtung Agrarlager

Qualification Information

Um was für einen Qualifikationstyp handelt es sich?

Bei dieser Qualifikation handelt es sich um eine Duale Berufsausbildung (3- und 3½-jährige Ausbildung). In Deutschland ist das berufliche Bildungswesen von hoher Bedeutung. Eine zentrale Stellung kommt hierbei der Ausbildung im dualen System zu, die den Zugang zu vielen beruflichen Tätigkeitsfeldern ermöglicht, für die in anderen Ländern eine Ausbildung an einer Hochschule vorgesehen ist. Das System wird als dual bezeichnet, weil die Ausbildung an zwei eigenständigen Lernorten durchgeführt wird: im Betrieb und in der Berufsschule. Es  verbindet den Erwerb theoretischen Wissens und praxisbezogener Kompetenzen mit der betrieblichen Praxis. Der erfolgreiche Abschluss befähigt zur unmittelbaren Berufsausübung als qualifizierte Fachkraft in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf. Darüber hinaus knüpfen vielfältige berufliche Aufstiegsfortbildungen daran an.

Die Absolventen/-innen verfügen über die für die Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit notwendigen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit). Sie verfügen über Kompetenzen zur selbständigen Planung und Bearbeitung fachlicher Aufgabenstellungen in einem umfassenden, sich verändernden beruflichen Tätigkeitsfeld.

Welche Lernergebnisse werden erreicht?

Annehmen und Untersuchen von Rohstoffen
Beurteilen der Qualität von Braugetreide, Mais, Ölsaaten und Leguminosen
Reinigen von Rohstoffen
Lagern von Rohstoffen
Belüften, Kühlen und Trocknen von Rohstoffpartien zu deren Gesunderhaltung
Abwehren und Bekämpfen von Schädlingen
Vorbereiten von Rohstoffen für die weitere Verarbeitung
Steuern von Prozessen und Bedienen von Geräten, Maschinen und Anlagen
Annehmen, Bearbeiten, Lagern und Abgeben von Saatgut
Annehmen, Lagern, Mischen und Abgeben von Düngemitteln
Annehmen, Lagern, Anwenden und Abgeben von Pflanzenschutzmitteln
Reinigen und Warten von Geräten, Maschinen und Anlagen
Anwenden qualitätssichernder Maßnahmen
Planen und Dokumentieren von Arbeiten, Festlegen von Arbeitsschritten sowie Kontrollieren und Bewerten
von Arbeitsergebnissen
Durchführen von Arbeiten selbstständig und im Team unter Beachtung der Arbeitssicherheit und des
Gesundheitsschutzes
Gestalten betrieblicher Abläufe unter den Aspekten Betriebswirtschaft, Umweltschutz, Hygiene,
Qualitätssicherung, Verbraucherschutz und Kundenorientierung
Anwenden von Informations- und Kommunikationstechniken

Reference Data

EQF Level:
Thematic area:
Information Language:
Location:
NQF Level: 
4
Awarding body: 

Industrie- und Handelskammer (IHK) oder Handwerkskammer (HwK)

Access requirements: 

Es gibt keine formalen Zugangsvoraussetzungen. Jedoch muss die allgemeine Schulpflicht von neun bzw. zehn Vollzeitschuljahren erfüllt sein. Das Ausbildungsverhältnis kommt durch Abschluss eines Berufsausbildungsvertrages mit einem Betrieb der Wirtschaft oder mit einer vergleichbaren Einrichtung zustande.

Ways to acquire: 

Die Ausbildung erfolgt in Betrieb und Schule: Im Betrieb erwerben die Auszubildenden praxisbezogene Kompetenzen im realen Arbeitsumfeld. An einem bis zwei Tagen pro Woche oder blockweise über ein bis zwei Wochen absolvieren die Auszubildenden die Berufsschule, in der allgemeine und berufliche Lerninhalte theoretischer Natur verzahnt zur praktischen Ausbildung im Betrieb vermittelt werden. Die Ausbildung schließt mit einer Prüfung vor dem Prüfungsausschuss der zuständigen Stelle ab.

Die Abschluss- bzw. Gesellenprüfung kann auch ablegen, wer nachweist, dass er mindestens das 1 ½ fache der vorgeschriebenen Ausbildungszeit im Beruf oder in einem anderen einschlägigen Ausbildungsberuf tätig gewesen ist oder durch Zeugnisse oder andere Nachweise glaubhaft machen kann, dass er/sie berufliche Handlungsfähigkeit in hinreichendem Maße erworben hat (sog. „Externenprüfung“).