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Integrationsministerkonferenz fordert Beibehaltung der Flüchtlingsfinanzierung und Reform der Sprachförderung

Im Rahmen der 14. Integrationsministerkonferenz in Berlin kamen die Minister und Senatoren der Bundesländer vom 11. bis 12. April zusammen, um unter dem diesjährigen Motto „Ankommen.Teilhaben.Bleiben.“ über Zukunftsfragen der Integration zu sprechen.

Ein wichtiges Thema bildete die Flüchtlingsfinanzierung. Alle Länder fordern, dass sich der Bund auch nach 2019 an der Finanzierung von Unterbringung, Betreuung und Integration von Geflüchteten ohne Absenkungen beteiligt. Elke Breitenbach, die Vorsitzende der Integrationsministerkonferenz und Berliner Integrationssenatorin, betonte, dass sich der Bund hier nicht aus seiner Verantwortung stehlen dürfe. Unter allen Ländern besteht Einigkeit darin, dass die Integrationsarbeit der Länder und Kommunen auch weiterhin die Unterstützung des Bundes braucht.

Zudem fordert die Integrationsministerkonferenz eine Neustrukturierung der Sprachförderung für Migranten, um die Qualität der Kurse zu verbessern. Die Kurse sollen in Zukunft besser aufeinander abgestimmt sowie modular aufgebaut sein. Auch sollen sie besser als bisher bildungsfernere Migranten berücksichtigen. Die Länder wollen auch die berufsbezogenen Sprachkurse für die Migranten öffnen, die arbeiten und ihre Kurse selbst bezahlen können.

Derzeit gibt es deutliche qualitative Mängel in Bezug auf den Erfolg der Sprachkurse, weshalb die Länder nun die Neustrukturierung forden: Aktuell bestehen nur circa 50 % der Prüfungsteilnehmenden ihre B1 Kurse, bei A2 sind es sogar nur 40 %. Während man mit einem Sprachniveau A2 grundlegende Aufgaben im Alltag wahrnehmen kann, wird B1 oftmals als Voraussetzung zur gesellschaftlichen Integration und der Arbeit gesehen.

Die Integrationskonferenz will insgesamt die interkulturelle Öffnung weiter voranbringen und sich für gleichberechtigte Entwicklungs- und Aufstiegschancen für Menschen mit Migrationshintergrund einsetzen. Mehr erfahren