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Integrationsgipfel: Corona-Krise wirkt sich negativ auf Integration aus

Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte beim 12. Integrationsgipfel der Bundesregierung, dass die Pandemie Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland besonders hart treffe und die Integration auch in dieser Zeit nicht außer Acht gelassen werden dürfe. Sie erläuterte, dass beispielsweise viele für die Integration wichtige Bildungs- und Beratungsangebote gestrichen wurden oder nur noch eingeschränkt stattfinden, so dass das Ankommen in der Bundesrepublik deutlich erschwert wird.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, erklärte, dass auch die Integrationskurse als das "Herzstück der Integrationsmaßnahmen" gerade zu Beginn der Pandemie komplett heruntergefahren wurden. Sie forderte im Zuge der sukzessiven Wiederaufnahme vieler Kurse einen Ausbau der digitalen Angebote.

Die Bundeskanzlerin sagte: "So aufmerksam wie wir sein müssen, um Gesundheit und das Leben unserer Mitmenschen zu schützen, so aufmerksam müssen wir eben zugleich sein, dass auch der Zusammenhalt in dieser schwierigen Zeit stark bleibt", so Merkel. Die Phase unmittelbar nach der Ankunft sei für die Integration von entscheidender Bedeutung, erklärte sie.

Merkel wies überdies darauf hin, dass sich die negativen wirtschaftlichen Entwicklungen momentan besonders die Branchen betreffen, in denen viele Menschen mit Migrationshintergrund arbeiten, die nun vermehrt Gefahr laufen, ihren Arbeitsplatz zu verlieren.

Widmann-Mauz unterstrich, dass in der momentanen Krise viele Menschen mit Migrationsgeschichte "das Land mit am Laufen" halten. "Auch das ist Integration, und das müssen wir stärken", so die Integrationsbeauftragte.

Im Rahmen des Integrationsgipfels, der seit dem Jahr 2006 abgehalten wird, kommen Migrantenorganisationen, Religionsgemeinschaften sowie Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Sport im Kanzleramt zusammen, um über Integrationspolitik zu diskutieren.

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