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Bundesinnenminister beruft Expertenkreis gegen Muslimfeindlichkeit

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat den Unabhängigen Expertenkreis Muslimfeindlichkeit (UEM) ins Leben gerufen, der Strategien zur Bekämpfung von Muslimfeindlichkeit entwickeln soll. Insgesamt zwölf Experten aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft sollen innerhalb von zwei Jahren konkrete Empfehlungen für den Kampf gegen Muslimfeindlichkeit erarbeiten.

Der UEM soll ab Herbst seine Arbeit aufnehmen und "praxisorientierte Ansätze" ausarbeiten, "um Muslimfeindlichkeit zu identifizieren, zu bekämpfen und vorzubeugen". Die Analyse der Erscheinungsformen von Muslimfeindlichkeit und der Schnittmengen mit anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit gehören dabei zum Schwerpunkt der Arbeit.

Mit der Berufung des Expertenkreises möchte das Bundesinnenministerium auch auf rassistische und muslimfeindliche Vorfälle sowie terroristische Anschläge und Anschlagsplanungen der vergangenen Monate reagieren. Horst Seehofer betonte: "Muslimfeindliche Haltungen sind nicht nur eine Bedrohung für Muslime, sondern für den gesellschaftlichen Zusammenhalt insgesamt". Der Unabhängige Expertenkreis Muslimfeindlichkeit (UEM) solle einen Beitrag dazu leisten, dass Staat und Gesellschaft "besser und gezielter dagegen vorgehen können".