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Eine empirische Studie zu weiblicher Genitalverstümmelung in Deutschland

Aus einer neuen vom Bundesfamilienministerium geförderten Studie geht hervor, dass in Deutschland derzeit rund 48.000 Mädchen und Frauen leben, die Opfer von Genitalverstümmelung wurden. Die Autoren gehen davon aus, dass bis zu 5.700 Mädchen in Deutschland akut bedroht sind; andere Schätzungen gehen sogar von mehr als 9.000 gefährdeten Mädchen aus. Die Bundesregierung setzt vor diesem Hintergrund verstärkt auf Prävention und Strafverfolgung.

Die Studie zeigt, dass vor allem in den Großstädten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München  Migrantinnen aus Bevölkerungsgruppen leben, in denen Genitalverstümmelung praktiziert wird. In welchem Alter die Mädchen beschnitten werden, ist unklar. Bei manchen Opfern findet der Eingriff im Alter von drei bis vier Monaten statt, bei anderen im Teenageralter.

Die Studie wurde von Integra, der Dachorganisation von Nichtregierungsorganisationen gegen Genitalverstümmelung, in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Ramboll Management Consulting erstellt.

Authors:
Jann Nestlinger, Patrick Fischer et al.
Posted by:
Country Coordinator Germany