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Großdemonstration in Berlin gegen Rassismus

Fast eine Viertelmillion Menschen haben am Samstag in Berlin ein Zeichen gegen Rassismus und Hass gesetzt, indem sie dem Aufruf zur "#Unteilbar"-Großdemonstration gefolgt sind. Die Veranstalter zeigten sich überwältigt, da sie mit lediglich 40.000 Teilnehmern gerechnet hatten.

Unter dem Motto "Solidarität statt Ausgrenzung – für eine offene und freie Gesellschaft" hatte das Bündnis „Unteilbar“ zu dem Protest aufgerufen. Er richtet sich gegen rechte Hetze, Diskriminierung, das Flüchtlingssterben auf dem Mittelmeer und Kürzungen im Sozialsystem. "Sagt es laut, sagt es klar, wir sind alle unteilbar", skandierten die Teilnehmer vor der Bühne am Berliner Alexanderplatz.

Zu der Veranstaltung hatten sich sehr unterschiedliche Akteure angemeldet, so etwa der Zentralrat der Muslime, Pro Asyl, das Bündnis gegen Abschiebung nach Afghanistan, das Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus. Viele Prominente und auch Parteien nahmen an der Kundgebung teil: So waren die Grünen und die Linke sogar mit einem eigenen Wagen vertreten.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) nannte den Aufruf zur Kundgebung im Gespräch mit der Funke-Mediengruppe "ein großartiges Signal". Deutschland lasse sich nicht spalten, "von rechten Populisten schon gar nicht", so Maas Die Mehrheit in Deutschland stehe für Toleranz und Weltoffenheit, betonte Maas. "Eine Vielfalt der Herkünfte, Hautfarben, Religionen und Lebensstile ist für uns eine Bereicherung und keine Bedrohung", sagte er.

Insgesamt war die Veranstaltung ein großer Erfolg. „Wir sind wahnsinnig zufrieden mit der Resonanz", sagte Felix Müller von der Initiative Unteilbar. Dies bestätige, dass viele Menschen ein Zeichen gegen rechts und für Solidarität hätten setzen wollen.

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