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Meeresbeckenstrategie: Ozeane um Europas Regionen in äußerster Randlage

Meeresbeckenstrategie: Ozeane um Europas Regionen in äußerster Randlage

Meeresbeckenstrategie: Ozeane um Europas Regionen in äußerster Randlage

Zur Europäischen Union gehören neun Regionen in äußerster Randlage:

  • Frankreich: Martinique, Guadeloupe, Französisch-Guayana, Réunion, Saint-Martin und Mayotte
  • Portugal: Madeira und Azoren
  • Spanien: Kanarische Inseln

Sie sind integraler Bestandteil der Europäischen Union und müssen deren Gesetze einhalten, sofern keine Sonderregelungen für sie bestehen.

Eine Chance für Europa

Die Regionen in äußerster Randlage werden in ihrer nachhaltigen und harmonischen Entwicklung mit folgenden Schwierigkeiten konfrontiert:

  • Abgelegenheit
  • Inselstatus
  • geringe Größe
  • schwierige topografische und klimatische Bedingungen
  • wirtschaftliche Abhängigkeit von wenigen Erzeugnissen

Die EU-Strategie konzentriert sich deshalb auf die Verbesserung von Zugänglichkeit, Wettbewerbsfähigkeit und regionaler Integration.

Globalisierung und Forschung wirken sich auf die Wettbewerbsfähigkeit in Europa aus. Deshalb muss die EU vor allem diejenigen Wachstumssektoren fördern, in denen die Regionen in äußerster Randlage Spezialisierungspotenzial und damit gute Wettbewerbschancen haben.

Sie verfügen durchaus über Wettbewerbsvorteile – denn sie sind:

  • Außenstellen der Europäischen Union
  • ideale Orte für Experimente zur Bekämpfung der Auswirkungen des Klimawandels
  • Regionen von beeindruckender Artenvielfalt in zahllosen marinen Ökosystemen
  • gute Standorte für wissenschaftliche Einrichtungen zur Erforschung ihrer geografischen Räume
  • Regionen mit hochwertiger landwirtschaftlicher Erzeugung

Maritime Dimension

Die EU verfügt über das weltgrößte maritime Territorium mit einer ausschließlichen Wirtschaftszone von 25 Millionen km².  Die Regionen in äußerster Randlage tragen bei zur Legitimierung der EU-Politik der nachhaltigen gemeinsamen Entwicklung der Ozeane vor allem in drei Regionen:

  • Makronesien
  • Karibik
  • südwestlicher Indischer Ozean

Die abgelegenen Regionen befinden sich auf bedeutenden maritimen Verkehrsstraßen und sind deshalb wichtig für den Handel. Außerdem können von ihnen aus Küstengebiete überwacht werden, um illegale Fischerei, Piraterie oder Drogenhandel zu bekämpfen und die Sicherheit des Seeverkehrs zu gewährleisten, z. B. bei Öltransporten in der Karibik. Überdies verfügen die Seegebiete dieser Regionen über vergleichsweise gesunde Fischbestände und eine große Artenvielfalt. Regionen in äußerster Randlage sind ideal als Standorte für die Forschung in den Feldern Meeresbodenbergbau und Biotechnologie, vor allem hinsichtlich der Nutzung spezifischer Meeresressourcen (z. B. hydrothermale Quellen in der Tiefsee oder tropische Ökosysteme).

Meerespolitik

In ihrer Mitteilung von 2008 mit dem Titel „Die Regionen in äußerster Randlage: eine Chance für Europa“ schlägt die Kommission folgende meerespolitische Maßnahmen vor:

  • Anpassung der europäischen integrierten Meerespolitik und der sektorpezifischen Maßnahmen in ihrem Aktionsplan an die besonderen Bedürfnisse der Regionen in äußerster Randlage
  • mehr maritime Forschung und Ermittlung des Nutzens von Meeresökosystemen in diesen Regionen.
  • Schaffung von Forschungsnetzen zur Stärkung der Position der Regionen in äußerster Randlage als Standorte für marine Umweltbeobachtungsstellen für Europa
  • Förderung der strategischen Rolle der Regionen bei der maritimen Verwaltung und Überwachung
  • Förderung der maritimen Konvergenz der Regionen untereinander und mit benachbarten Nicht-EU-Ländern für mehr Handel und kulturellen Austausch

Wichtige Dokumente

  • Die Regionen in äußerster Randlage: eine Chance für Europa. Brüssel, 17.10.2008, KOM(2008) 642 endg.
  • Strategie für die Regionen in äußerster Randlage: eine Chance für Europa. Brüssel, 17.10.2008, KOM(2007) 507 endg.

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