Maritime Raumordnung, maritime Raumplanung

Maritime Raumordnung, maritime Raumplanung

Maritime Raumordnung, maritime Raumplanung

Maritime Raumordnung, maritime Raumplanung

Was ist die maritime Raumplanung?

copyright Silvia Baldan

Der Wettbewerb um den Meeresraum – für Anlagen für erneuerbare Energien, Aquakultur und andere Zwecke – hat die Notwendigkeit einer kohärenteren Verwaltung unserer Gewässer verdeutlicht. Mit der grenzüberschreitenden und sektorübergreifenden maritimen Raumplanung soll sichergestellt werden, dass menschliche Aktivitäten auf See auf eine effiziente, sichere und nachhaltige Weise durchgeführt werden. Deswegen haben das Europäische Parlament und der Rat Rechtsvorschriften für einen gemeinsamen Rahmen für die maritime Raumordnung in Europa angenommen.

Was ist der Nutzen der maritimen Raumplanung?

  • Reduzierung von Konflikten zwischen Wirtschaftsbereichen und Schaffung von Synergien zwischen verschiedenen Tätigkeiten;
  • Anreize für Investitionen durch Verlässlichkeit, Transparenz und klarere Regeln;
  • gesteigerte grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen den EU-Ländern bei der Entwicklung von Energienetzen, Schifffahrtswegen, Pipelines, Unterseekabeln und anderen Tätigkeiten, aber auch die Entwicklung kohärenter Netze von Schutzgebieten;
  • Umweltschutz durch eine frühzeitige Ermittlung von Auswirkungen und Chancen für die vielfältige Raumnutzung.

Wo stehen wir heute?

2014: Annahme der Richtlinie 2016: Frist für die Umsetzung und Benennung der zuständigen Behörden 2021: Frist für die Erarbeitung der maritimen Raumordnungspläne

Wie unterstützt die EU die maritime Raumplanung?

Technische Hilfe

Europäische Plattform für die maritime Raumplanung

Im Jahr 2016 wurde ein Unterstützungsmechanismus für die maritime Raumplanung eingerichtet, um den EU-Ländern administrative und technische Hilfe bei der Umsetzung der relevanten Rechtsvorschriften anzubieten. Das Projekt unterhält eine Website mit Informationen zu bestehenden maritimen Raumordnungsplänen, zu Verfahren, Prozessen und Projekten, einen Frage- und Antwortdienst, technische Studien und eine Kontaktstelle für EU-Länder.

Finanzierung von grenzübergreifenden Projekten zur maritimen Raumplanung

Mit den EU-finanzierten Projekten sollen die Zusammenarbeit zwischen den EU-Ländern bei der Bewirtschaftung des Meeresraums und seit 2015 auch die Umsetzung der entsprechenden Rechtsvorschriften erleichtert werden.

  • Plan Bothnia – vorbereitende Maßnahme für die maritime Raumplanung in der Ostsee (2010–2012) Abgeschlossen: Pilotplan, Kartendienst.
  • BaltSeaPlan – Projekt für den Ostseeraum: „Einführung der maritimen Raumplanung in der Ostsee“ (2009–2012) Abgeschlossen: EmpfehlungenPilotpläne für die maritime Raumplanung, webgestütztes Tool für die maritime Raumplanung.
  • TPEA – grenzübergreifende Raumplanung im europäischen Teil des Atlantik – Projekt zur maritimen Raumplanung im Atlantik einschließlich der Keltischen See und des Golfes von Biskaya (2012–2014) Abgeschlossen: Pilotprojekte, Leitfaden für bewährte Verfahren .
  • ADRIPLAN – Maritime Raumplanung im Adriatischen und Ionischen Meer (2013–2015). Abgeschlossen: data portal, tools4MSP.
  • SIMCELT – Förderung der praktischen grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen den EU-Ländern bei der Umsetzung der Richtlinie über die maritime Raumplanung in der Keltischen See (2015-2017). Abgeschlossen: FallstudienBrettspiel und Datenportal.
  • Baltic SCOPE – grenzübergreifende Lösungen für maritime Raumordnungspläne im Ostseeraum (2015–2017) Abgeschlossen: Themenpapiere, Karten und Online–Tool.
  • MARSPLAN – maritime Raumplanung im Schwarzen Meer (2015–2017).  Abgeschlossen: Fallstudien, gemeinsamer strategischer Rahmen für die maritime Raumplanung, maritime Raumordnungspläne für die Grenzregion (Mangalia – Shabla).
  • SIMNORAT – Projekt zur Unterstützung der Umsetzung der maritimen Raumplanung in den EU-Ländern sowie zur Einleitung und Durchführung konkreter grenzübergreifender Initiativen zur maritimen Raumplanung zwischen den Mitgliedstaaten der Nordatlantikregion (2017–2018). Abgeschlossen. Projektergebnisse Abschlusskonferenz – Dokumente. Workshop zu Fallstudien   
  • SIMWESTMED – Projekt zur Unterstützung der Umsetzung der maritimen Raumplanung, zur Einleitung und Durchführung konkreter grenzübergreifender Initiativen zur maritimen Raumplanung zwischen den EU-Ländern im westlichen Mittelmeerraum (2017–2018). Abgeschlossen. Projektergebnisse Dokumente zur Abschlusskonferenz.
  • SUPREME – Projekt zur Unterstützung der Umsetzung der maritimen Raumplanung in den EU-Ländern in ihren marinen Gewässern im östlichen Mittelmeerraum einschließlich Adriatisches, Ionisches, Ägäisches und Levantisches Meer, Einleitung und Durchführung konkreter grenzübergreifender Initiativen zur maritimen Raumplanung zwischen den EU-Ländern im östlichen Mittelmeerraum (2017–2018). Abgeschlossen. Ergebnisse.
  • Pan Baltic Scope – baut auf dem vorherigen Projekt auf und dient der Entwicklung innovativer Instrumente, dem Austausch von Daten und der Harmonisierung der Ansätze bei der maritimen Raumplanung mit Ausweitung auf den gesamten Ostseeraum.  (2018–2019).
  • SEANSE – entwickelt und testet einen gemeinsamen Ansatz für strategische Umweltverträglichkeitsprüfungen mit dem Schwerpunkt erneuerbare Energie und unterstützt die Umsetzung maritimer Raumordnungspläne in der Nordsee. (2018–2020)
  • MarSP – Mit dem Projekt werden allen Archipelen von Makaronesien maßgeschneiderte Managementinstrumente für ihre verschiedenen umweltpolitischen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen bereitgestellt (2018–2020).
  • OCEAN METISS – Das Projekt soll Tools für die maritimen Raumordnungspläne sowohl auf regionaler als auch lokaler Ebene für Réunion, eines der Gebiete in äußerster Randlage der Europäischen Union und Überseeisches Departement Frankreichs im Indischen Ozean, bereitstellen und dabei die reiche biologische Vielfalt vor Ort erhalten (2017–2019). Abgeschlossen. Dokumente.
  • MSP GLOBAL WEST MED PILOT – Das Projekt zielt darauf ab, bewährte Verfahren und Aktivitäten im Bereich maritime Raumplanung zur fördern, um im westlichen Mittelmeerraum sowohl den regionalen als auch den nationalen Prioritäten gerecht zu werden, indem es im Einklang mit der WestMED-Initiative die Zusammenarbeit zwischen EU- und Nicht-EU-Ländern stärkt. (2019). 

Konferenzen

Maritime Raumplanung weltweit

Zur Gewinnung von Erkenntnissen aus der maritimen Raumplanung weltweit wurde eine Studie zu den internationalen bewährten Verfahren bei der grenzübergreifenden maritimen Raumplanung in Auftrag gegeben.

Die Hauptziele sind:

  • Erstellung einer detaillierten Bestandsaufnahme der Umsetzung von maritimer Raumplanung in der ganzen Welt,
  • Untersuchung von vier Fallstudien zur Umsetzung der maritimen Raumplanung mit dem Ziel der Ermittlung der besten Verfahren in Bezug auf die Anforderungen der Richtlinie 2014/89/EU,
  • Vorbereitung von Empfehlungen zu Format, Umfang und Mehrwert internationaler Zusammenarbeit in der maritimen Raumplanung.

Mit dem im März 2017 auf der 2. Internationalen Konferenz zur maritimen Raumplanung verabschiedeten gemeinsamen Fahrplan zur Beschleunigung der Prozesse der maritimen/marinen Raumplanung weltweit wird die Schaffung eines Forums für Diskussion und Austausch zum Thema grenzübergreifende maritime Raumplanung auf internationaler Ebene beschlossen.

Es fanden bereits drei Workshops des Internationalen Forums zur maritimen Raumplanung statt: am 24./25. Mai 2018 in Brüssel, vom 26. bis 29. März 2019 auf La Réunion und vom 12. bis 15. Mai 2019 in Vigo. Diese Sitzungen bauen auf einem umfassenden Austausch bewährter Verfahren und interaktiver Diskussionen auf, um internationale Leitlinien für die grenzübergreifende maritime Raumplanung aufzustellen. 

Sektorspezifische Workshops

Mehr dazu

Video: Maritime Raumplanung kurzgefasst

Maritimes Forum

Maritime Angelegenheiten