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Berichtszeitraum: 05/2012 – 04/2013

Binnenmarkt-Informationssystem

Hintergrundinformationen

Das Binnenmarkt-Informationssystem (IMI) ist ein IT-gestütztes Informationsnetz, das nationale, regionale und lokale Behörden über Grenzen hinweg verbindet. Es ermöglicht ihnen eine schnelle und einfache Kommunikation mit ihren Amtskollegen im Ausland.

Wichtigste Merkmale des IMI:

  • mehrsprachige Suchfunktion – hilft den zuständigen Behörden, ihre Ansprechpartner in einem anderen Land zu finden;
  • vorübersetzte Fragen und Antworten – für alle Fälle, in denen möglicherweise Informationen aus dem Ausland benötigt werden;
  • Statusanzeige – so können Benutzer den Verlauf ihrer Informationsanfragen verfolgen und IMI-Koordinatoren bei Problemen auf nationaler oder regionaler Ebene eingreifen.

Leistung

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Die Gesamtleistung eines Landes wird berechnet, indem die folgenden Werte den drei Indikatoren zugeordnet werden: rot = 0, gelb = 1 und grün = 2. Nach Berechnung des Durchschnittwerts wird dieser in die entsprechende Farbe umgewandelt.

Gesamtleistung

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Auf der obigen Karte ist die Gesamtleistung der einzelnen Mitgliedstaaten unter Berücksichtigung der drei Indikatoren dargestellt.

 

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Länder, die innerhalb einer Woche weniger als 60 % der eingehenden Anfragen akzeptierten, wurden „rot“ gekennzeichnet; Länder, die zwischen 60 % und 79 % der Anfragen akzeptierten, wurden „gelb“ und Länder, die 80 % oder mehr Anfragen akzeptierten, „grün“ gekennzeichnet. Liechtenstein wurde in der Grafik nicht berücksichtigt, da keine Anfragen eingegangen sind.

 

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Länder, die innerhalb der gemeinsam vereinbarten Frist weniger als 60 % der eingehenden Anfragen beantworteten, wurden „rot“ gekennzeichnet; Länder, die zwischen 60 % und 79 % der Anfragen fristgerecht beantworteten, wurden „gelb“ und Länder, die 80 % oder mehr Anfragen beantworteten, „grün“ gekennzeichnet. Liechtenstein wurde in der Grafik nicht berücksichtigt, da keine Anfragen eingegangen sind.

Antwortgeschwindigkeit

 

 

Die Grafik auf dem ersten Tab zeigt die Gesamtzahl der Anfragen aus den Bereichen Berufsqualifikationen, Dienstleistungsrichtlinie und Entsendung von Arbeitnehmern sowie die durchschnittliche Anzahl der Tage, die zur Beantwortung der Anfragen benötigt wurden.

Die Grafiken auf den folgenden drei Tabs stellen die Anzahl der Anfragen aus den einzelnen Bereichen und den für die Bereitstellung einer Antwort benötigten durchschnittlichen Zeitaufwand dar.

Die Bewertung der Mitgliedstaaten erfolgte auf Grundlage der durchschnittlichen Anzahl der Tage, die für die Beantwortung der Anfragen aus allen drei Bereichen benötigt wurde: Länder, die für die Beantwortung der Anfragen im Durchschnitt mehr als 25 Tage benötigten, wurden rot, Länder die zwischen 16 und 25 Tagen benötigten, wurden gelb und Länder, die für die Beantwortung der Anfragen im Durchschnitt weniger als 16 Tage benötigten, wurden grün gekennzeichnet. Liechtenstein wurde in der Grafik nicht berücksichtigt, da keine Anfragen eingegangen sind.

Weitere Statistiken zur Verwendung von IMI finden Sie auf der IMI-Website »

Erfolge

2012 feierte das IMI sein fünfjähriges Bestehen. Die wichtigste Priorität in diesem Jahr war die Ausweitung des IMI auf neue Politikbereiche:

  • Die IMI-Verordnungpdf ist in Kraft getreten. Sie schafft einen umfassenden Rechtsrahmen für die Benutzung des IMI und legt Regeln für die Verarbeitung personenbezogener Daten im IMI sowie das Verfahren für die Erweiterung des Systems fest.
  • Die IMI-Benutzeroberfläche wurde optimiert: der neue „Look“ und die Darstellung über mehrere Tabs ermöglichen die gleichzeitige Anzeige verschiedener Bereiche der Anwendung.
  • Das neue Repositorium ermöglicht das Speichern von Informationen in einer Datenbank mit eigener Suchfunktion innerhalb des IMI.
  • Das neue Tool MT@EC der Kommission für maschinelle Übersetzung wurde auf Pilotbasis in das IMI integriert. Es ermöglicht die Übersetzung aus sämtlichen Sprachen ins Englische und umgekehrt und bietet eine Übersetzungshilfe für weitere Sprachpaare.

Einsatzbereiche des IMI

Bislang wurde das IMI europaweit von den zuständigen Behörden für die Anerkennung von Berufsqualifikationenpdf, Dienstleistungenpdf und seit 2011 auf der Grundlage eines Pilotprojekts im Bereich der Entsendung von Arbeitnehmernpdf verwendet.

Seit November 2012 umfasst es ein Repositorium zum Speichern von Informationen über Lizenzinhaber für den grenzüberschreitenden Straßentransport von Euro-Bargeldpdf und eine IT-Plattform für das Online-Problemlösungsnetz SOLVIT.

Zahlen und Fakten

  • Das IMI-Netzwerk wächst stetig: Ende April 2013 waren 7057 Behörden registriert (255 Behörden mehr als Ende April 2012).
  • Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Informationsanfragen um 24 % gestiegen. Dies beruht vor allem auf der rasanten Zunahme von Anfragen in Bezug auf entsandte Arbeitnehmer. Im Dienstleistungsbereich ist der Informationsaustausch hingegen noch immer gering.
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  • Seit November 2012 wird das IMI zum Speichern von Informationen über Lizenzinhaber für den grenzüberschreitenden Straßentransport von Euro-Bargeld verwendet. Bislang wird dieses neue Modul von den zuständigen Behörden in folgenden Ländern eingesetzt: BE, DE, ES, FR, GR, IE, IT, LU, NL, SI und SK.
  • Seit Februar 2013 dient das IMI zusätzlich als IT-Plattform für das Problemlösungsnetz SOLVIT. Die Integration wirkt sich nicht auf die bewährten informellen Arbeitsweisen von SOLVIT aus, bietet jedoch Benutzern neue Funktionen und reduziert die Wartungs- und Hosting-Kosten.

Bei einer im Juni 2012 durchgeführten Nutzerumfrage gaben

  • 86 % der Befragten an, das IMI sei ihrer Einschätzung nach einfach zu verwenden;
  • 71 % der Befragten an, die neue Benutzeroberfläche sei benutzerfreundlicher (22 % „fast genauso benutzerfreundlich“, 7 % „weniger benutzerfreundlich“).
  • Ein großer Teil der Befragten gab jedoch an, keine oder nur unzureichende Schulungen zur Verwendung des IMI erhalten zu haben. Dies trifft leider auch auf zahlreiche Behörden zu, denen von den nationalen IMI-Koordinatoren bestimmte Aufgaben übertragen wurden.
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Prioritäten

  • Ausweitung des IMI auf neue Politikbereiche, Gewährleistung der Bereitstellung angemessener Informationen und der Durchführung von Schulungen für neue Benutzergruppen.
  • Fertigstellung der technischen Entwicklungsvorhaben, um die Verwendung des IMI für verschiedene Formen der Zusammenarbeit in unterschiedlichen Politikbereichen zu ermöglichen.
  • Höhere Benutzerfreundlichkeit zur Minimierung des IT-Schulungsbedarfs.

Neue Politikbereiche für das IMI

Gemäß der Richtlinie über Patientenrechtepdf ist das IMI für den Informationsaustausch vorgesehen, der für die Ausübung von Tätigkeiten im Gesundheits- und Pflegebereich erforderlich ist. Die Mitgliedstaaten müssen die Richtlinie bis Oktober 2013 vollständig umgesetzt haben.

Ferner ist das IMI für Meldungen im Rahmen der Dienstleistungs-pdf und eCommerce-Richtliniepdf vorgesehen. Auch beim freien Verkehr von öffentlichen Urkunden und bei der Rückgabe von Kulturgütern soll das System zum Einsatz kommen.