Der Austausch vertraulicher Informationen zwischen den Vertragspartnern ist zur Bewältigung gemeinsamer Sicherheitsbedrohungen auch künftig von Bedeutung.

Wenn eine gemeinsame Sicherheitsbedrohung dies erfordert, können bestimmte EU-Verschlusssachen an Drittländer weitergegeben werden, allerdings nur im Einzelfall und unter der Voraussetzung, dass mit dem betreffenden Land ein entsprechendes Geheimschutzabkommen besteht.

Vor diesem Hintergrund haben die EU und das Vereinigte Königreich das Abkommen über Sicherheitsverfahren für Verschlusssachen geschlossen. Das Abkommen ermöglicht den Vertragspartnern den Austausch vertraulicher Informationen unter weitreichenden Garantien für deren Handhabung und Schutz.

Das Abkommen wird seit dem 1. Januar 2021 vorläufig angewendet, nachdem es von den Verhandlungsführern beider Seiten am 24. Dezember 2020 vereinbart worden war.