Im Fokus

Demografische Entwicklungen

  • Demografie
    a stylised image of two older people on a tandem bicycle
    2018 erreichte die Lebenserwartung bei der Geburt für Männer 78,2 Jahre und für Frauen 83,7 Jahre. Und sie wird voraussichtlich weiter steigen. Für den Geburtsjahrgang 2070 ergibt sich so eine Lebenserwartung von 86 (Männer) bzw. 90 Jahren (Frauen).
  • Demografie
    6 windows show glimpses of people at home. A man and woman hug, a man sits alone at a screen, a woman plays the violin, two people share a drink, a man reads in an armchair, a woman serves food to a child.
    In der gesamten EU ändert sich die Zusammensetzung der Haushalte: Zu den Haushalten mit zwei Elternteilen und Kindern kommen immer mehr Haushalte, die aus Alleinstehenden, Alleinerziehenden oder Paaren ohne Kinder bestehen.
  • Demografie
    a stylised image of two women beside a pram, one is pregnant. A man cycles past with a child in a child-seat
    Im Jahr 2018 lag die durchschnittliche Zahl der Geburten pro Frau in der EU bei 1,55 und das Medianalter bei der Geburt bei 31,3 Jahren.
  • Demografie
    A man carries a box, a child and a woman empty another box.
    Manche EU-Bürger/innen wechseln häufiger den Wohnort oder ziehen ins Ausland; das Volumen dieser Mobilitätsströme unterliegt jedoch erheblichen und raschen Schwankungen.
  • Demografie
    Two older people stand with a surfboard, taking a selfie
    Bis 2070 dürfte der Bevölkerungsanteil der über 65-jährigen EU-Bürger/innen 30,3 % betragen (gegenüber 20,3 % im Jahr 2019). Der Anteil der über 80-Jährigen dürfte bis dahin von 5,8 % im Jahr 2019 auf 13,2 % gestiegen sein.
  • Demografie
    An image of a multi-ethnic group of people walking from left to right.
    Der Anteil Europas an der Weltbevölkerung nimmt ab und wird bis 2070 knapp 4 % ausmachen.

Auswirkungen des demografischen Wandels

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In Europa ist der Anteil der Personen im erwerbsfähigen Alter an der Gesamtbevölkerung rückläufig. Wir müssen deshalb geeignete Lösungen finden, um über eine Erhöhung der Beschäftigungsquote und Produktivitätssteigerungen für nachhaltiges Wachstum zu sorgen.

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Um den mit einer alternden Gesellschaft einhergehenden Herausforderungen zu begegnen, müssen die europäischen Gesundheits- und Fürsorgesysteme weiter angepasst werden. Wir müssen darüber nachdenken, wie die steigenden alterungsbedingten öffentlichen Ausgaben finanziert werden können.

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Selbst innerhalb desselben Landes bestehen regional oft sehr unterschiedliche demografische Problemlagen. In einigen Regionen sind rasche Bevölkerungsentwicklungen zu erwarten, was neue Chancen und Herausforderungen in Bezug auf Investitionen, Infrastruktur und Zugang zu Dienstleistungen mit sich bringt. Dabei wird es von entscheidender Bedeutung sein, neue Lösungen zur Unterstützung der Menschen während dieses Wandels zu finden.

4

Der demografische Wandel kann sich auch auf die Stellung Europas in der Welt auswirken. Der Anteil Europas an der Weltbevölkerung und am BIP wird schrumpfen. Umso wichtiger wird es für Europa sein, strategisch zu denken und in Form von Geschlossenheit seine Stärke zu wahren.

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Die demografische Entwicklung und der parallel verlaufende ökologische und digitale Wandel stehen in Wechselbeziehung und fördern oder beschleunigen einander oftmals gegenseitig. Strategische Vorausschau wird daher ein wesentliches Instrument dabei sein, sich abzeichnende Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und entsprechende politische Maßnahmen vorzubereiten.

Die Ergebnisse des Demografieberichts der Kommission zeigen, dass es keine Patentlösungen gibt. Die Politikgestaltung muss sich an der Realität vor Ort orientieren. Die Europäische Union, die Mitgliedstaaten und die Regionen haben ein gemeinsames Interesse daran, zum Nutzen aller Europäer/innen auf den demografischen Wandel zu reagieren. Der demografische Wandel wird alle Menschen berühren. Wir müssen ihn zu einem Faktor machen, der die Erholung Europas von der Krise unterstützt und uns beim Aufbau einer krisenfesteren, nachhaltigeren und gerechteren Union nützliche Einsichten verschafft.

Wenn Sie auf ein Land oder eine Region in der nachstehenden Karte klicken, können Sie die Bevölkerungsstatistiken für dieses Gebiet einsehen.

Die NUTS-Klassifikation (Systematik der Gebietseinheiten für die Statistik) ist ein hierarchisches System zur Untergliederung des EU-Wirtschaftsraums.

  • NUTS 1 bildet sozioökonomische Großregionen ab.
  • NUTS 2 bildet Basisregionen für regionalpolitische Maßnahmen ab.

Weitere Bevölkerungsstatistiken für die einzelnen EU-Länder

Grünbuch zum Thema Altern

In den kommenden Jahrzehnten werden der Anteil und die Zahl älterer Menschen in der EU zunehmen. Heute sind 20 % der Bevölkerung älter als 65 Jahre, und bis 2070 werden es 30 % sein. Der Anteil der über 80-Jährigen dürfte sich mehr als verdoppeln und bis 2070 bei 13 % liegen. Dieser Trend hat erhebliche Auswirkungen auf den Alltag der Menschen und unsere Gesellschaften.

Angesichts des Umfangs, der Geschwindigkeit und der Auswirkungen, die dieser Trend in der Gesellschaft haben wird, müssen wir neue Ansätze prüfen und sicherstellen, dass unsere politischen Maßnahmen ihren Zweck erfüllen. Denn unsere Zeit ist geprägt von großen Veränderungen: vom parallel verlaufenden ökologischen und digitalen Wandel über neue Arbeitsformen bis hin zur Bedrohung durch Pandemien.

Für den Umgang mit den Folgen einer alternden Gesellschaft sind weitgehend die Mitgliedstaaten zuständig, doch ist die EU gut aufgestellt, um zentrale Fragen und Trends zu ermitteln und entsprechende Maßnahmen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene zu unterstützen. Sie kann den Mitgliedstaaten und Regionen helfen, eigene, maßgeschneiderte Maßnahmen zu entwickeln.

Mit dem Grünbuch zum Thema Altern möchte die Kommission eine breite Debatte über das Altern anstoßen und Möglichkeiten ausloten, wie die damit einhergehenden Herausforderungen und Chancen antizipiert und bewältigt werden können.

  • Demografie
    care
    Im Jahr 2018 entschieden sich 5,4 % der Frauen und 2,2 % der Männer zwischen 18 und 64 Jahren dafür, ihre Arbeitszeit zu verringern oder eine Auszeit von mehr als einem Monat zu nehmen, um sich um kranke und/oder ältere Verwandte mit Behinderungen zu kümmern.
  • Demografie
    long-term-care
    Die Zahl der potenziell langfristig pflegebedürftigen Menschen wird in der EU voraussichtlich von 19,5 Millionen im Jahr 2016 auf 23,6 Millionen im Jahr 2030 und 30,5 Millionen im Jahr 2050 steigen.
  • Demografie
    employment
    Die Beschäftigungsquote älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der EU ist nach wie vor niedriger als bei jüngeren Arbeitskräften. Von den 55-64-Jährigen waren 2019 59,1 % erwerbstätig, von den 25-54-Jährigen waren es 80,6 % (für 2019).
  • Demografie
    pension
    Rentenbezüge sind für die meisten Rentnerinnen und Rentner die wichtigste Einkommensquelle. Im Jahr 2019 lagen die Renten von Frauen in der EU im Durchschnitt um 27,9 % niedriger als die der Männer. Frauen verdienen tendenziell weniger, haben kürzere, weniger lineare Karrieren, arbeiten in Teilzeit und übernehmen mehr unbezahlte Betreuungs- und Pflegeaufgaben.

Vorschläge für Diskussionsthemen zum Thema Altern

1 Gesundes und aktives Altern sowie lebenslanges Lernen – Die Förderung einer gesunden Lebensweise und des lebenslangen Lernens sind zentrale Elemente für ein erfülltes, ausgeglichenes Leben.
2

Leistung des Arbeitsmarktes verbessern – Mehr Menschen in Lohn und Brot bringen, ihnen eine längere Erwerbstätigkeit ermöglichen und die Produktivität steigern: All das würde helfen, einen Ausgleich für die schrumpfende Erwerbsbevölkerung zu schaffen.

3 Sozialschutzsysteme modernisieren und Altersarmut bekämpfen – Für die meisten Menschen geht der Eintritt in den Ruhestand mit einem Einkommensrückgang und – für manche – mit der Gefahr der Altersarmut einher, häufig gepaart mit einem erhöhten Bedarf an Gesundheitsversorgung und Langzeitpflege.
4 Gesundheits- und Pflegesysteme robuster aufstellen – Durch die alternde Bevölkerung und die steigende Lebenserwartung wird die Gesamtnachfrage nach Gesundheits- und Langzeitpflegediensten steigen.
5 Solidarität und Verantwortung zwischen den Generationen fördern – Zum Umgang mit der Bevölkerungsalterung gehört auch das Engagement junger und älterer Menschen: Die Solidarität und Verantwortung zwischen den Generationen müssen aktiv gefördert werden.

Bevölkerungsalterung in der EU – Ihre Meinung ist gefragt!

Mit der Veröffentlichung des Grünbuchs zum Thema Altern leitet die Kommission eine 12-wöchige öffentliche Konsultation ein. Sie wird die eingereichten Meinungen von Bürgerinnen und Bürgern sowie Interessenträgern bei möglichen Vorschlägen für Folgemaßnahmen berücksichtigen. Die öffentliche Konsultation wird dazu beitragen, einerseits zu ermitteln, wie die Menschen, Regionen und Gemeinschaften am besten unterstützt werden können, und andererseits mögliche politische Antworten zur Flankierung der Maßnahmen von Mitgliedstaaten und Regionen zu finden.

Grünbuch zum Thema Altern – Ihre Meinung ist gefragt!

Umfassende EU-Kinderrechtsstrategie

Bei Fragen, die sie selbst betreffen, kennen sich Kinder am besten aus. Daher wurden bei der Ausarbeitung der EU-Kinderrechtsstrategie mit ihren sechs Säulen über 10 000 Kinder konsultiert. Es ist unsere Pflicht, die Rechte aller Kinder zu schützen und sie als Akteure des Wandels von heute und bei ihrem Werdegang zu Führungspersönlichkeiten von morgen zu unterstützen.

Umfassende Kinderrechtsstrategie

Europäische Garantie für Kinder

Beim Instrument der Europäischen Kindergarantie stehen die „bedürftigen Kinder“ in der EU im Mittelpunkt, nämlich Kinder, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind.

Durch die Garantie erhalten die Mitgliedstaaten einen besseren Zugang zu einer Reihe von grundlegenden Dienstleistungen und werden dadurch dabei unterstützt, bedürftigen Kindern die gleichen Chancen zu bieten. Betroffen sind die Bereiche frühkindliche Betreuung, Bildung und Erziehung, Bildung sowie Spiel und Freizeit, Gesundheitsversorgung, Ernährung und Wohnraum.

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