Für ein gesünderes und nachhaltigeres EU-Lebensmittelsystem – ein Eckpfeiler des europäischen Grünen Deals

 

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    Sichere Versorgung der Europäer/innen mit erschwinglichen und nachhaltig produzierten Lebensmitteln
  • climate change icon
    Bekämpfung des Klimawandels
  • trees icon
    Umweltschutz und
    Erhalt der Biodiversität
  • farmer icon
    Gerechte Einkommen
    in der Lebensmittelkette
  • farm icon
    Ausweitung des ökologischen Landbaus
frans timmermans photo
Die Corona-Krise hat uns vor Augen geführt, wie verletzlich wir alle sind, und wie wichtig es ist, menschliches Handeln und Natur wieder miteinander in Einklang zu bringen. Die Biodiversitätsstrategie und die Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ bilden den Kern des „Grünen Deals“ und stehen für ein neues, harmonischeres Zusammenspiel von Natur, Lebensmittelerzeugung und biologischer Vielfalt. Es geht schließlich um die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen und nicht zuletzt um Wettbewerbsfähigkeit und Stabilität. Bei dem Umbruch, den wir in Angriff nehmen möchten, spielen diese Strategien eine tragende Rolle.


Frans Timmermans, Exekutiv-Vizepräsident der Europäischen Kommission
pesticides icon Der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft führt zur Verschmutzung von Böden, Gewässern und der Luft.
Die Kommission trifft Maßnahmen zur
  • Halbierung der Verwendung und des Risikos chemischer Pestizide bis 2030 und zur
  • Halbierung des Einsatzes gefährlicherer Pestizide bis 2030.
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Der übermäßige Nährstoffeintrag in die Umwelt ist ein wesentlicher Faktor der Luft-, Boden- und Gewässerverschmutzung;
er gefährdet die biologische Vielfalt und leistet dem Klimawandel Vorschub. Die Kommission trifft daher Maßnahmen zur

  • Verringerung der Nährstoffverluste um mindestens 50 % unter Vermeidung rückläufiger Bodenfruchtbarkeit sowie zur
  • Verringerung des Düngemitteleinsatzes um mindestens 20 % bis 2030.
chemicals icon Die auf den Einsatz von Antibiotika bei Mensch und Tier zurückzuführende antimikrobielle Resistenz ist ursächlich für
jährlich ca. 33 000 Todesfälle in der EU. Die Kommission wird den Einsatz von Antibiotika in Viehzucht
und Aquakultur bis 2030 um 50 % senken.
farm icon Der ökologische Landbau ist eine umweltfreundliche Praxis, die weiterentwickelt werden muss.
Die Kommission fördert die Ausweitung des ökologischen Landbaus in der EU mit dem Ziel,
bis 2030 ein Viertel der gesamten landwirtschaftlichen Fläche ökologisch zu bewirtschaften.

 

Fundierte Entscheidungen und Effizienzgewinne als Wegbereiter des Wandels

vegetable basket

Die Schaffung eines gesunden Lebensmittelumfelds macht die
Entscheidung für nachhaltige und gesunde Produkte einfach.

Schätzungen zufolge gingen 2017 in der Europäischen Union mehr als 950 000 Todesfälle (also etwa 20 %) auf ungesunde Ernährung zurück.
Eine gesunde, pflanzliche Ernährung senkt das Risiko lebensbedrohlicher Krankheiten und

verringert die Umweltauswirkungen unseres Lebensmittelsystems.

jar

Erleichterung von Verbraucherentscheidungen für gesunde und nachhaltige Ernährung durch Lebensmittelkennzeichnung

Die Kommission wird eine obligatorische harmonisierte Nährwertkennzeichnung auf der Packungsvorderseite vorschlagen und einen Rahmen für die Kennzeichnung nachhaltiger Lebensmittel entwickeln‚ der ernährungsphysiologischen, klimatischen, ökologischen und sozialen Aspekten Rechnung trägt.

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Verstärkte Bekämpfung der Lebensmittelverschwendung

Halbierung der Lebensmittelabfälle pro Kopf auf Ebene des Einzelhandels und der Verbraucher bis 2030: die Kommission wird rechtsverbindliche Ziele zur EU-weiten Reduzierung der Lebensmittelverschwendung bis 2023 vorschlagen.

fields

Forschung und Innovation

Im Rahmen von Horizont Europa werden 10 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung in den Bereichen Lebensmittel, Bioökonomie,
natürliche Ressourcen, Landwirtschaft, Fischerei, Aquakultur und Umwelt investiert. Dem Wissenstransfer
kommt dabei zentrale Bedeutung zu. Die landwirtschaftlichen Beratungsdienste und das Netz für Nachhaltigkeitsdaten im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik
werden ein wichtiges Instrument zur Unterstützung der Landwirte beim Übergang zu einem nachhaltigen Lebensmittelsystem sein.

hands

Förderung des globalen Wandels

Wenn in Europa erzeugte Nahrungsmittel sich einen guten Ruf in puncto Nachhaltigkeit erwerben, kann dies ein Wettbewerbsvorteil sein
und den europäischen Landwirten neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen.
Die EU wird mit Drittstaaten und internationalen Akteuren zusammenarbeiten, um einen weltweiten Übergang
zu nachhaltigen Lebensmittelsystemen zu fördern. Die Kennzeichnung nachhaltiger Lebensmittel erleichtert fundierte
Verbraucherentscheidungen
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