Notwendigkeit nachhaltiger Entwicklung

Eine nachhaltige Entwicklung deckt die Bedürfnisse der heutigen Generationen ohne Beeinträchtigung der Möglichkeiten künftiger Generationen. In diesem umfassenden Konzept kommen wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte zum Tragen, die sich gegenseitig verstärken.

Globaler Rahmen

Die 2015 von den Staats- und Regierungschefs verabschiedete Agenda 2030 der Vereinten Nationen bildet einen neuen globalen Rahmen für nachhaltige Entwicklung und setzt 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. Die Länder erklären darin ihre Absicht, die Armut zu beseitigen und bis 2030 weltweit für eine nachhaltige Entwicklung zu sorgen, bei der niemand zurückbleibt.

Die 17 Ziele tragen den drei Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung Rechnung: der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Dimension. Sie enthalten konkrete Zielsetzungen für die nächsten 15 Jahre, unter anderem für

  • menschliche Würde
  • regionale und globale Stabilität
  • eine gesunde Umwelt
  • gerechte und widerstandsfähige Gesellschaften
  • florierende Volkswirtschaften

Sie fördern die Konvergenz zwischen den EU-Ländern, innerhalb der Gesellschaften und mit den anderen Weltregionen.

Engagement der EU für nachhaltige Entwicklung

Im Hinblick auf nachhaltige Entwicklung ist die EU gut aufgestellt und gemeinsam mit ihren Mitgliedstaaten Vorreiter bei der Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Die Ziele für nachhaltige Entwicklung schlagen sich in allen 10 Prioritäten der Europäischen Kommission nieder.

In ihrer Mitteilung vom November 2016 erläutert die Europäische Kommission ihr strategisches Konzept für die Umsetzung der Agenda 2030 und die Verwirklichung der Nachhaltigkeitsziele.

Link: „Nächste Schritte für eine nachhaltige Zukunft Europas

Wichtigste Maßnahmen zur Umsetzung der Agenda 2030

  • durchgängige Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsziele in allen EU-Strategien und -Initiativen und Orientierung an nachhaltiger Entwicklung als wesentlichem Leitgrundsatz für alle Politikbereiche der EU
  • regelmäßige Berichterstattung über die Fortschritte der EU ab 2017
  • Förderung der Umsetzung der Agenda 2030 gemeinsam mit den Regierungen der EU-Länder, dem Europäischen Parlament, anderen europäischen Institutionen, internationalen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, Bürgerinnen und Bürgern und anderen Interessenträgern
  • Einrichtung einer hochrangigen Multi-Stakeholder-Plattform zur Förderung des sektorübergreifenden Austauschs bewährter Umsetzungsmethoden auf nationaler und EU-Ebene
  • Entwicklung einer langfristigen, über das Jahr 2020 hinausgehenden Perspektive

Zur Förderung nachhaltiger Entwicklung in anderen Teilen der Welt wird die EU weiterhin mit externen Partnern zusammenarbeiten und dabei alle ihr zur Verfügung stehenden außenpolitischen Instrumente nutzen. Vor allem wird sie die Entwicklungsländer in ihren Bemühungen unterstützen.

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