Einführung

Absatzförderungsmaßnahmen für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der EU sollen neue Märkte für EU-Landwirtinnen und ‑Landwirte sowie die Lebensmittelindustrie allgemein erschließen und die bestehenden Unternehmen stärken.

In den Vorschriften für die Förderpolitik wird festgelegt, in welcher Form die EU-Finanzmittel – 142,5 Millionen Euro für 2017, 188,5 Mio. Euro für 2018 und 200 Mio. Euro für 2020 – für Informations- und Absatzförderungsmaßnahmen in EU-Mitgliedsländern und Ländern außerhalb der EU verwendet werden können.

Es gibt zwei Arten der Absatzförderung:

  • von europäischen Handels- oder Branchenverbänden organisierte und von der EU kofinanzierte Maßnahmen
  • von der EU selbst organisierte Maßnahmen, z. B. diplomatische Bemühungen des zuständigen Kommissionsmitglieds in Nicht-EU-Ländern zur Entwicklung des Agrarhandels, Beteiligung an Messen und Kommunikationskampagnen für EU-Agrarerzeugnisse

Jahresarbeitsprogramm

2019 wurden insgesamt 191 Mio. Euro für Absatzförderungsprogramme bereitgestellt, die für eine Kofinanzierung durch die EU ausgewählt worden waren. 2018 waren es noch 179 Mio. Euro.

Das Arbeitsprogramm 2019 konzentriert sich auf individuelle Kampagnen in Nicht-EU-Ländern mit dem höchsten Entwicklungspotenzial, zum Beispiel Kanada, Japan, Mexiko und Korea. Innerhalb der EU selbst wird die EU vor allem Kampagnen über die verschiedenen EU-Qualitätsregelungen und Labels kofinanzieren, also: ökologisch/biologisch, geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.), geschützte geografische Angabe (g.g.A.), garantiert traditionelle Spezialität (g.t.S.), Erzeugnis aus den Regionen in äußerster Randlage.

Pressemitteilung der Kommission:

2019

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2018

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2017

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2016

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Absatzförderungskampagnen in der Praxis

Die Europäische Kommission definiert die strategischen Prioritäten für die Förderung von EU-Agrarerzeugnissen sowie die Finanzierungskriterien in einem Jahresarbeitsprogramm, das Erzeugnisse und deren mögliche Absatzmärkte auflistet.

Die Exekutivagentur für Verbraucher, Gesundheit, Landwirtschaft und Lebensmittel (CHAFEA) führt die Strategie im Namen der Kommission durch.

Ihre Aufgaben sind:

  • Veröffentlichung von Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen und Evaluierung dieser Vorschläge
  • Vergabe von Zuschüssen und Verwaltung von sogenannten Mehrländerprogrammen, an denen mindestens zwei Organisationen aus mindestens zwei EU-Ländern oder eine oder mehrere EU-Institutionen beteiligt sind
  • Organisation von Veranstaltungen und Kommunikationskampagnen innerhalb und außerhalb der EU

Die Europäische Kommission verabschiedet auf Grundlage der von der CHAFEA aufgestellten Rangliste eine Entscheidung für die Auswahl von sogenannten Einzellandprogrammen.

An diesen Einzellandprogrammen sind eine oder mehrere Organisationen aus demselben Land beteiligt. Sie werden von den zuständigen Behörden des jeweiligen Landes verwaltet.

Entscheidungen

2018

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2017

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2016

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Zwischenbericht über die Absatzförderungspolitik für landwirtschaftliche Erzeugnisse

Der EU-Zwischenbericht befasst sich mit der Umsetzung der Absatzförderungspolitik für landwirtschaftliche Erzeugnisse in der EU und in Drittländern. Zu den spezifischen Zielen gehören die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und des Verbrauchs von landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus der EU sowie Sensibilisierung für und Anerkennung von EU-Qualitätsregelungen.

Aus den Ergebnissen des Berichts, die sich auf die Statistiken über die Anträge betreffend Absatzförderungsprogramme, die Beteiligung an hochrangigen Missionen seit 2016 und die Rückmeldungen auf Bewertungsfragebögen stützen, lässt sich Folgendes schließen:

  • Es gibt großes Interesse an der reformierten Absatzförderungspolitik.
  • Die Bewertungsverfahren für Absatzförderungsprogramme sind im Hinblick auf die Einreichung, Bewertung und Umsetzung der Maßnahmen effizient.
  • Die Interessenträger haben ihre allgemeine Zufriedenheit mit der reformierten Politik bekundet.

Da die reformierte Absatzförderungspolitik erst ab 2016 bewertet werden kann, wird es zum jetzigen Zeitpunkt noch als verfrüht betrachtet, Änderungen vorzuschlagen. Einzelheiten zum Bericht stehen zur Verfügung.

Arbeitsunterlage der Kommissionsdienststellen als Begleitdokument zum Bericht

Visuelle Identität für EU-Absatzförderungskampagnen

Alle Empfänger von Finanzmitteln für die EU-Absatzförderung müssen dieselbe visuelle Identität verwenden: Enjoy! It's from Europe (in englischer Sprache).

Logo „Taste of Europe“

Weitere Informationen

Finanzierungsmöglichkeiten, Förderfähigkeit, rechtlicher Rahmen

Fragen und Antworten (FAQ)

Karten und Statistiken von Kampagnen

Lebenszyklen eines Absatzförderungsprogramms

Neue Absatzförderungsstrategie (Infografiken)