Sicheres Reisen in Europa

Da Gesundheit und Wohlergehen aller Europäer/innen für uns an oberster Stelle stehen, sind einige Reisebeschränkungen zur Einbremsung des Coronavirus notwendig. Die EU-Kommission tut alles dafür, damit die Menschen Freunde und Familie treffen oder beruflich reisen können und damit Menschen, Waren und Dienstleistungen unter Beachtung der Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen frei verkehren können.

Die Kommission hat Initiativen auf den Weg gebracht, um sicheres Reisen in ganz Europa zu ermöglichen:

  • Re-open EU

    Re-open EU

    Hier finden Sie aktuelle Informationen über Reisebeschränkungen und die Gesundheitslage in den EU-Ländern.

  • Digitales COVID-Zertifikat der EU

    Digitales COVID-Zertifikat der EU

    Mehr zu den Zertifikaten, die das Reisen in der EU erleichtern.

  • Kontaktnachverfolgungs-Apps

    Kontaktnachverfolgungs-Apps

    So können Sie mithilfe von Kontaktnachverfolgungs-Apps zur Eindämmung der Corona-Pandemie beitragen.

Ein einheitlicher Rahmen für Reisebeschränkungen in der EU

Am 13. Oktober 2020 haben die EU-Länder eine Empfehlung des Rates für eine koordinierte Vorgehensweise bei der Beschränkung der Freizügigkeit aufgrund der COVID-19-Pandemie angenommen. Die Empfehlung wurde am 1. Febuar und am 14. Juni 2021 aktualisiert. 

Mehr zur koordinierten Vorgehensweise bei Reisebeschränkungen

Gemeinsames Reiseformular

Der Datenaustausch zwischen den für die Ermittlung von Kontaktpersonen zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten kann besonders wichtig sein, wenn Reisende in unmittelbarer Nähe zueinander Grenzen überqueren, z. B. in Flugzeugen oder Zügen. Die Mitgliedstaaten können digitale Reiseformulare verwenden, um Daten von in ihr Hoheitsgebiet einreisenden Personen zu erheben. Damit die Mitgliedstaaten relevante Daten über die von der Kommission und der EASA entwickelte Austauschplattform austauschen können, hat die Kommission am 17. März 2021 Vorschläge für die Festlegung rechtlicher Voraussetzungen für die Verarbeitung dieser personenbezogenen Daten veröffentlicht. Diese sollen bis zu den Sommerferien angenommen werden.

Rechte von Passagieren und Reisenden

Nach EU-Recht haben Passagiere und Pauschalreisende einen Anspruch darauf, zwischen Gutscheinen und einer Barerstattung für annullierte Tickets (für Flug-, Bahn- und Busreisen sowie Überfahrten mit einer Fähre) oder Pauschalreisen zu wählen. Mit der Empfehlung der Kommission vom 13. Mai 2020 wird dies zwar bekräftigt; zugleich soll jedoch erreicht werden, dass Gutscheine gegenüber der Barerstattung praktikabler und attraktiver werden – zumindest für Corona-bedingte Annullierungen, durch die auch die Reiseveranstalter finanziell stark unter Druck geraten sind.

Hier finden Sie eine Liste aller nationalen Behörden in Europa, die Reisehinweise erteilen.

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Einschränkungen bei Reisen in die EU aus Nicht-EU-Ländern

Derzeit gilt für nicht unbedingt notwendige Reisen aus vielen Drittländern in die EU eine vorübergehende Beschränkung. Die Kommission hat einen Vorschlag für eine Empfehlung des Rates vorgelegt, in dem sie ein Konzept für die schrittweise Aufhebung der Reisebeschränkung für Nicht-EU-Länder, auf die sich die Mitgliedstaaten geeinigt hatten, darlegte. Hierbei zugrunde gelegt wurden Kriterien wie:

  • die Gesundheitslage
  • die Möglichkeit, Eindämmungsmaßnahmen während der Reise einzuhalten
  • Fragen der Gegenseitigkeit

Die Mitgliedstaaten sollten nach und nach mit der Aufhebung der Reisebeschränkungen an den Außengrenzen für Einwohner der folgenden Drittstaaten beginnen: 

  • Albanien
  • Armenien
  • Australien
  • Aserbaidschan
  • Bosnien und Herzegowina
  • Brunei Darussalam
  • Kanada
  • Israel
  • Japan
  • Jordanien
  • Libanon
  • Montenegro
  • Neuseeland
  • Katar
  • Republik Moldau
  • Republik Nordmazedonien
  • Ruanda
  • Saudi-Arabien
  • Serbien
  • Singapur
  • Südkorea
  • Thailand
  • Vereinigte Staaten
  • China, vorbehaltlich der Bestätigung der Gegenseitigkeit

Die Reisebeschränkungen sollten auch für die chinesischen Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macau schrittweise aufgehoben werden. Sie sind für beide Regionen nicht mehr an die Bedingung der Gegenseitigkeit gekoppelt.

In der Kategorie der Gebietskörperschaften, die von mindestens einem Mitgliedstaat nicht als Staat anerkannt werden, sollten die Reisebeschränkungen für Kosovo (diese Bezeichnung berührt nicht die Standpunkte zum Status und steht im Einklang mit der Resolution 1244/1999 des VN-Sicherheitsrates und dem Gutachten des Internationalen Gerichtshofs zur Unabhängigkeitserklärung des Kosovos) und Taiwan ebenfalls schrittweise aufgehoben werden.

Einwohner von Andorra, Monaco, San Marino und Vatikanstadt sollten für die Zwecke der Empfehlung als EU-Einwohner betrachtet werden. Die Schengen-Länder (Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz) schließen sich der Empfehlung an.

Alle zwei Wochen überprüft der Rat die Liste der Länder, für die die Mitgliedstaaten die Reisebeschränkungen schrittweise aufheben sollten, und aktualisiert sie gegebenenfalls. Zuletzt wurde die Liste am 1. Juli 2021 vom Rat aktualisiert.

Ausnahmen von den coronabedingten Reisebeschränkungen

Nicht unbedingt notwendige Reisen in die EU

Vor dem Hintergrund der laufenden Impfkampagnen und der Entwicklung des weltweiten Infektionsgeschehens hat die Kommission am 3. Mai 2021 eine Lockerung der Beschränkungen für nicht notwendige Reisen in die EU vorgeschlagen.

Der Vorschlag der Kommission soll unter anderem Personen aus Ländern mit guter epidemiologischer Lage die Einreise ermöglichen. Auch Personen, die die empfohlene Dosis eines in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffs erhalten haben, sollen einreisen können. Die Kommission schlägt außerdem vor, den für die Erstellung der Einreise-Länderliste geltenden Grenzwert für COVID-19-Fälle anzuheben. Um das Risiko des Eindringens neuer COVID-19-Varianten klein zu halten, soll außerdem ein auf EU-Ebene koordinierter Mechanismus in Form einer „Notbremse“ eingeführt werden. Der Vorschlag wird derzeit vom Rat geprüft. 

Informationen über geltende Reisebeschränkungen dürften Sie auf den Websites der zuständigen Behörden in den einzelnen Ländern (z. B. beim Innen- oder Außenministerium) finden. Eurocontrol veröffentlicht täglich Updates über Flug- und Fluggastbeschränkungen. Sie finden diese Zusammenfassungen unter „COVID-19 Notam Summary“.

Es wurden einige Ausnahmen eingeführt, damit Menschen, Waren und Dienstleistungen unter Beachtung der Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen frei verkehren können.

Visumpflicht

Während die Beschränkungen nicht unbedingt notwendiger Reisen und ihre Aufhebung vom Wohnsitz des Reisenden abhängen, ist die Visumpflicht weiterhin eine Frage der Staatsangehörigkeit.

  • Reisende, die in einem Land wohnen, wo die Beschränkungen aufgehoben wurden, aber Staatsangehörige eines visumpflichtigen Landes sind, müssen in ihrem Wohnsitzland beim Konsulat des Mitgliedstaats, in den sie reisen möchten, ein Visum beantragen.
  • Die Vorschriften für die Beantragung eines Visums für einen kurzfristigen Aufenthalt bleiben unverändert. Allerdings haben die Konsulate und externen Dienstleister der Mitgliedstaaten die praktischen Aspekte des Zugangsmanagements, der Hygienemaßnahmen, der Zahlungsmethoden usw. angepasst. Antragsteller sollten über einzuhaltende Verfahren informiert werden.
  • Für alle anderen Drittländer, die nicht in dieser Liste aufgeführt sind, sollten die Mitgliedstaaten und die assoziierten Schengen-Länder alle nicht unbedingt notwendigen Reisen aus diesen Drittländern in den erweiterten EU-Raum vorübergehend aussetzen, was bedeutet, dass nur bestimmte Kategorien von Reisenden einreisen können. Zum erweiterten EU-Raum zählen 30 Länder: 26 der 27 EU-Länder sowie die vier assoziierten Schengen-Länder (Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz). Irland wendet die Reisebeschränkungen derzeit nicht an.
  • Im Zuge der positiven Entwicklung der epidemiologischen Lage innerhalb und außerhalb der EU und der allmählichen Aufhebung der Reisebeschränkungen an den EU-Außengrenzen nahmen auch die Visastellen ihren Geschäftsbetrieb schrittweise wieder auf. Am 11. Juni 2020 veröffentlichte die Kommission Leitlinien für eine stufenweise, abgestimmte Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs der Visastellen.

Die Vorschriften für die Beantragung eines Visums für einen kurzfristigen Aufenthalt bleiben unverändert. Allerdings haben die Konsulate und externen Dienstleister der Mitgliedstaaten die praktischen Aspekte des Zugangsmanagements, der Hygienemaßnahmen, der Zahlungsmethoden usw. angepasst. Antragsteller sollten über einzuhaltende Verfahren informiert werden.

Überschreitung der zulässigen Aufenthaltsdauer aufgrund von Reisebeschränkungen

Im Zusammenhang mit der Coronakrise konnten die von den Mitgliedstaaten benannten Behörden Kurzzeitvisa im Schengen-Raum, die überschritten waren, weil die Visuminhaber nicht ausreisen konnten, auf höchstens 90 Tage je Zeitraum von 180 Tagen verlängern. Waren die Visuminhaber dazu gezwungen, sich über den verlängerten Zeitraum von 90 Tagen je Zeitraum von 180 Tagen hinaus weiter im Schengen-Raum aufzuhalten, konnten die nationalen Behörden ihnen ein nationales Visum für den längerfristigen Aufenthalt oder einen vorläufigen Aufenthaltstitel ausstellen.

Die Mitgliedstaaten sind gehalten, gegen Drittstaatsangehörige, die in dem betreffenden Zeitraum aufgrund von Reisebeschränkungen ihr Hoheitsgebiet nicht verlassen konnten, keine verwaltungsrechtlichen Sanktionen oder Geldbußen zu verhängen. Durch vorübergehende Reisebeschränkungen bedingte Überschreitungen der zulässigen Aufenthaltsdauer sollten bei der Bearbeitung künftiger Visumanträge unberücksichtigt bleiben.

Von der Visumpflicht befreite Drittstaatsangehörige, die sich über den zulässigen Zeitraum von 90 Tagen hinaus im Schengen-Raum aufhalten

Sind von der Visumpflicht befreite Drittstaatsangehörige dazu gezwungen, sich über den verlängerten Zeitraum von 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen hinaus weiter im Schengen-Raum aufzuhalten, so sollten die zuständigen nationalen Behörden ihre Aufenthaltsgenehmigung verlängern, eine neue ausstellen oder ihnen auf anderem Wege einen rechtmäßigen Aufenthalt ermöglichen. Informationen dazu finden sich auf den Websites der zuständigen nationalen Behörden.

Aufgrund eines unerwartet verlängerten Auslandsaufenthalts abgelaufene Reisedokumente

EU-Bürgern und ihren Familienangehörigen, die nicht im Besitz eines gültigen Reisepasses und/oder Visums sind, sollte die Einreise in die EU dennoch ermöglicht werden, wenn sie ihre Unionsbürgerschaft oder Familienbeziehung mit einem EU-Bürger auf andere Art nachweisen können. In der aktuellen Situation sollte ein abgelaufener Reisepass als Beweis ausreichen. Die Familienangehörigen sollten stets nachweisen können, dass sie Familienangehörige des EU-Bürgers sind.

Konsularische Hilfe für EU-Bürger/innen im Ausland

Nach EU-Recht können sich EU-Bürger/innen an die Botschaft oder das Konsulat eines anderen EU-Mitgliedstaats wenden, wenn sie außerhalb der EU Unterstützung benötigen und ihr eigenes Land dort keine Botschaft oder konsularische Vertretung unterhält.

Informationen zu Ihrem Recht auf diplomatischen und konsularischen Schutz außerhalb der EU

Die EU-Kommission und der Europäische Auswärtige Dienst haben nach dem Ausbruch der Coronakrise bei der Rückholung gestrandeter EU-Bürger/innen aus aller Welt geholfen. EU-Bürger/innen, die sich außerhalb der EU aufhalten und Hilfe benötigen, sollten sich an ihr Heimatland wenden

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