covid certificate

Die Verordnung über das digitale COVID-Zertifikat der EU ist am 1. Juli 2021 in Kraft getreten. Alle Menschen, die in der EU wohnen, können sich das Zertifikat nun ausstellen lassen und bei Bedarf vorzeigen.

 

Auf der interaktiven Karte erfahren Sie, wie Sie Ihr Zertifikat von Ihrer Gesundheitsbehörde erhalten – klicken Sie auf Ihr Land!

Was ist das digitale COVID-Zertifikat der EU?

Das Zertifikat ist ein digitaler Nachweis dafür, dass man entweder

tick icon gegen COVID-19 geimpft wurde,
tick icon negativ auf Corona getestet wurde oder 
tick icon von Corona genesen ist.

 

 

Wie erhalte ich das Zertifikat?

Für die Ausstellung sind die nationalen Behörden zuständig. Es könnte beispielsweise von Testzentren oder Gesundheitsbehörden oder direkt über ein eHealth-Portal ausgestellt werden. 

  • Impfzertifikate werden von dem Mitgliedstaat ausgestellt, in dem die Impfung erfolgte.
  • Testzertifikate werden von dem Mitgliedstaat ausgestellt, in dem der Test durchgeführt wurde.
  • Genesungszertifikate werden von dem Mitgliedstaat ausgestellt, in dem sich die genesene Person aufhält.

Wie Sie das Zertifikat erhalten, erfahren Sie normalerweise von den nationalen Gesundheitsbehörden. 

Die digitale Version kann auf einem mobilen Gerät gespeichert werden. Man kann auch eine Papierfassung anfordern. Beide Versionen weisen einen QR-Code mit zentralen Informationen sowie eine digitale Unterschrift auf, um die Echtheit des Zertifikats zu bestätigen.

Die Mitgliedstaaten haben sich auf ein gemeinsames Muster geeinigt, das sowohl elektronisch als auch auf Papier die Erkennung erleichtert.

Klicken Sie in der interaktiven Karte auf Ihr Land, um zu erfahren, wie Sie das Zertifikat erhalten.

Inwiefern erleichtert das Zertifikat den freien Personenverkehr?

Das digitale COVID-Zertifikat der EU wird in allen EU-Mitgliedstaaten anerkannt. Es sorgt dafür, dass derzeit geltende Beschränkungen abgestimmt aufgehoben werden können.

Auf Reisen sollte man mit einem digitalen COVID-Zertifikat der EU grundsätzlich von Freizügigkeitsbeschränkungen ausgenommen sein: Die Mitgliedstaaten sollten davon absehen, Inhaber von digitalen COVID-Zertifikaten der EU mit zusätzlichen Reisebeschränkungen zu belegen, es sei denn, diese sind zum Schutz der öffentlichen Gesundheit notwendig und verhältnismäßig. 

In einem solchen Fall – beispielsweise angesichts einer neuen bedenklichen Variante – müsste der betreffende Mitgliedstaat die Kommission und alle anderen Mitgliedstaaten benachrichtigen und diese Entscheidung begründen.

Wie funktioniert das Zertifikat?

QR code icon Das digitale COVID-Zertifikat der EU enthält einen QR-Code mit elektronischer Signatur zum Schutz vor Fälschung.
Scan icon Bei der Kontrolle werden QR-Code und Signatur überprüft.
digital signature icon Jede ausstellende Stelle (Krankenhaus, Testzentrum oder Gesundheitsbehörde) hat ihren eigenen digitalen Signaturschlüssel. Sämtliche Schlüssel sind EU-weit in einer sicheren Datenbank gespeichert.
validation icon

Die EU-Kommission hat eine Schnittstelle eingerichtet, über die alle Zertifikat-Signaturen EU-weit überprüft werden können. Hierbei werden keine personenbezogenen Daten des Zertifikat-Inhabers übermittelt, da dies für die Überprüfung der elektronischen Signatur nicht erforderlich ist. Die EU-Kommission hat die Mitgliedstaaten auch bei der Entwicklung nationaler Software und Apps für die Ausstellung, Speicherung und Überprüfung von Zertifikaten sowie bei den erforderlichen Tests zwecks Zuschaltung zur EU-Schnittstelle unterstützt.

 

Kann man auch ohne Impfung in ein anderes EU-Land reisen?

Ja. Das digitale COVID-Zertifikat der EU soll den freien Personenverkehr innerhalb der EU erleichtern. Es ist aber keine Voraussetzung für die Freizügigkeit. Sie ist ein Grundrecht in der EU. 

Für Personen ohne Zertifikat gelten möglicherweise jedoch Einschränkungen wie Test- oder Quarantänepflicht. Die Mitgliedstaaten können auch Reisebeschränkungen einführen. Aktuelle Informationen finden Sie auf Re-open EU.

Um eine Diskriminierung nicht geimpfter Personen zu verhindern, umfasst das digitale COVID-Zertifikat der EU auch Test- und Genesungszertifikate. Somit birgt das EU-konforme COVID-Zertifikat Vorteile für uns alle.

 

Travel

Die Empfehlung zur Koordinierung der Freizügigkeitsbeschränkungen in der EU wurde Mitte Juni im Hinblick auf die Ferienzeit geändert. So wurde klargestellt, welche Ausnahmen für vollständig Geimpfte und Genesene gelten. Auch für Kinder, deren Eltern von der Quarantäne ausgenommen sind, soll eine Ausnahme gemacht werden, um Familienurlaube zu ermöglichen. Außerdem wurde die Farbkodierung der ECDC-Karte aktualisiert.

Spielt es eine Rolle, mit welchem Corona-Impfstoff ich geimpft wurde?

Jede geimpfte Person erhält ein Impfzertifikat. Der verwendete Impfstoff spielt dabei keine Rolle. Das Zertifikat sollte den Namen des verabreichten Impfstoffes enthalten.

Bei der Aufhebung der Freizügigkeitsbeschränkungen müssen die Mitgliedstaaten nur Impfbescheinigungen für Impfstoffe akzeptieren, die in der EU zugelassen wurden. Die Mitgliedstaaten können die Beschränkungen auch für jene Reisende aufheben, die einen anderen Impfstoff erhalten haben, z. B. für den eine Notfallzulassung der WHO vorliegt. Sie sind dazu aber nicht verpflichtet. Haben Sie einen Impfstoff erhalten, der nicht in der EU zugelassen wurde? Dann empfehlen wir Ihnen, sich vor Ihrer Reise über die im jeweiligen EU-Land akzeptierten Impfstoffe zu informieren.

Vollständig geimpfte Personen im Besitz des digitalen COVID-Zertifikats der EU sollten auf Reisen von der Testpflicht und von Quarantänemaßnahmen befreit werden, sobald die Zweitimpfung mit einem für die gesamte EU zugelassenen Corona-Impfstoff 14 Tage zurückliegt. Dasselbe gilt für genesene Personen mit Zertifikat.

 

Wie steht es mit Tests?

Personen mit negativem Testergebnis im Format des digitalen COVID-Zertifikats der EU sollten von möglichen Quarantäneanforderungen befreit werden, es sei denn, sie kommen aus Gebieten, in denen das Virus stark verbreitet ist. Die Mitgliedstaaten haben sich auf eine einheitliche Gültigkeitsdauer für Tests geeinigt: 72 Stunden für PCR-Tests und 48 Stunden für Antigen-Schnelltests (sofern letztere von einem Mitgliedstaat akzeptiert werden).

 

Welche Daten enthält das Zertifikat? Sind die Daten sicher?

Das digitale COVID-Zertifikat der EU enthält notwendige zentrale Informationen wie Name, Geburts- und Ausstellungsdatum sowie Angaben zu Impfstoff/Test/Genesung und ein individuelles Erkennungsmerkmal. Diese Daten bleiben Teil des Zertifikats und werden nicht gespeichert oder einbehalten, wenn ein Zertifikat in einem anderen Mitgliedstaat überprüft wird. 

Die Zertifikate enthalten nur eine begrenzte Anzahl notwendiger Daten. Diese Daten dürfen von den Behörden der besuchten Länder nicht gespeichert werden. Zu Authentifizierungszwecken wird nur die Gültigkeit des Zertifikats kontrolliert, indem überprüft wird, wer es ausgestellt und unterzeichnet hat. Alle gesundheitsbezogenen Daten verbleiben bei dem Mitgliedstaat, der das digitale COVID-Zertifikat der EU ausgestellt hat.

 

Anerkennung von COVID-Zertifikaten aus Drittländern (Nicht-EU-Ländern)

Bislang haben sich 18 Nicht-EU-Länder (und Regionen) dem digitalen COVID-Zertifikatsystem der EU angeschlossen. Im einzelnen:
• Albanien
• Andorra
• Armenien
• Schweiz
• Färöer 
• Israel
• Island
• Liechtenstein
• Marokko
• Monaco
• Nordmazedonien
• Norwegen
• Panama
• San Marino
• Türkei
• Ukraine
• Vereinigtes Königreich
• Vatikanstadt

COVID-Zertifikate, die in diesen 18 Ländern (und Regionen) ausgestellt wurden, werden nach denselben Bedingungen anerkannt, wie es beim COVID-Zertifikat der EU der Fall ist. Diese 18 Länder akzeptieren ihrerseits das digitale COVID-Zertifikat der EU.

Gültigkeit der Zertifikate

Auf Vorschlag der Kommission haben die Mitgliedstaaten eine Aktualisierung der Empfehlung des Rates für eine koordinierte Vorgehensweise bei der Beschränkung der Freizügigkeit in der EU vorgenommen. Sie beinhaltet besondere Bestimmungen – aber auch Bereiche, in denen die Mitgliedstaaten weniger streng vorgehen können:

  • Vollständig Geimpfte im Besitz des digitalen COVID-Zertifikats der EU sollten auf Reisen von der Test- und Quarantänepflicht befreit werden, sobald die Zweitimpfung 14 Tage zurückliegt. Dies sollte auch für Genese gelten, die eine Einzeldosis eines Zwei-Dosen-Impfstoffes erhalten haben.
  • Genesene im Besitz des digitalen COVID-Zertifikats der EU sollten in den ersten 180 Tagen nach einem positiven PCR-Test von der Test- und Quarantänepflicht im Zusammenhang mit Reisen befreit werden.
  • Personen im Besitz des digitalen COVID-Testzertifikats der EU sollten von möglichen Quarantäneanforderungen befreit werden: 72 Stunden bei PCR-Tests und 48 Stunden bei Antigen-Schnelltests (sofern letztere von einem Mitgliedstaat akzeptiert werden).

Mögliche Nutzung der Zertifikate für den Zugang zu öffentlichen Einrichtungen

Das digitale Zertifikat soll in erster Linie den sicheren und freien Personenverkehr in der EU erleichtern. 

Die Mitgliedstaaten können das COVID-Zertifikat aber auch für den Zutritt zu Veranstaltungen oder Einrichtungen einsetzen. Dafür gibt es jedoch keine EU-Vorschriften.

In solchen Fällen sollte das EU-Land sicherstellen, dass das digitale COVID-Zertifikat der EU anerkannt wird. So wird gewährleistet, dass EU-weit ein einziges Zertifikat genügt.

Wie lange wird es das digitale COVID-Zertifikat der EU geben?

Die Verordnung über das Zertifikat gilt seit dem 1. Juli 2021 – und zwar für zwölf Monate. Drei Monate vor Ablauf ihrer Geltungsdauer wird die Kommission dem Europäischen Parlament und dem Rat einen Bericht vorlegen. Zusammen mit dem Bericht könnte die Kommission – je nachdem, wie sich die epidemiologische Lage entwickelt hat – eine Verlängerung der Gültigkeit des Zertifikats vorschlagen.

Können Nicht-EU-Bürger/innen in die EU einreisen?

Derzeit sollte jede mit einem von der EMA zugelassenen Impfstoff vollständig geimpfte Person in die EU einreisen dürfen – unabhängig vom Zweck der Reise. Die Mitgliedstaaten können die Einreise auch für jene Personen erlauben, die mit einem von der WHO notfallzugelassenen Impfstoff vollimmunisiert sind.

Reisen aus Ländern, in denen sich die Gesundheitslage ausreichend verbessert hat, sind ebenso möglich. Basierend auf einer Bewertung der Gesundheitslage überprüft der Rat regelmäßig die Liste solcher Länder und aktualisiert sie gegebenenfalls. Alle Reisen in die EU aus Ländern, die in diesem Verzeichnis aufgeführt sind, sollten unabhängig von Impfstatus möglich sein. Die Liste finden Sie hier.

Zusätzlich sollten Familienangehörige von EU-Bürger(inne)n und in der EU ansässigen Personen sowie all jene, die aus unbedingt notwendigen Gründen in die EU einreisen möchten, dies auch weiterhin tun können.

 

Häufig gestellte Fragen zum digitalen COVID-Zertifikat der EU, zu Impfungen und Reisebeschränkungen

Re-open EU: aktuelle Informationen zu Reisen und Gesundheit

Auf dieser Plattform können Sie sich über Reise- und Gesundheitsmaßnahmen in europäischen Ländern informieren, etwa über Quarantäne- und Testanforderungen. Die Informationen werden häufig aktualisiert und stehen in 24 Sprachen zur Verfügung. So können Sie Ihre Reise in Europa unter sicheren Vorzeichen planen.

Re-open EU

Zeitleiste

  • 27. Januar

    Leitlinien zu den Interoperabilitätsanforderungen von digitalen Impfbescheinigungen infolge der Gespräche zwischen der Kommission und den Mitgliedstaaten innerhalb des Netzwerks für elektronische Gesundheitsdienste seit November 2020

  • 17. März

    Legislativvorschlag der Kommission zur Schaffung eines gemeinsamen Rahmens für ein EU-Zertifikat

  • 14. April

    Rat nimmt sein Mandat zur Aufnahme von Verhandlungen über den Vorschlag mit dem Europäischen Parlament an.

  • 22. April

    Einigung der Vertreter der Mitgliedstaaten im Netzwerk für elektronische Gesundheitsdienste auf Leitlinien mit den wichtigsten technischen Spezifikationen für die Einführung des Systems. Dies war ein entscheidender Schritt für die Schaffung der notwendigen Infrastruktur auf EU-Ebene.

  • 7. Mai

    Kommission leitet Pilottest für die EU-Interoperabilitätsinfrastruktur (EU-Zugangsportal) zur leichteren Authentifizierung der EU-Zertifikate ein.

  • 20. Mai

    Europäisches Parlament und Rat einigen sich auf digitales COVID-Zertifikat der EU.

  • 1. Juni

    Inbetriebnahme des EU-Zugangsportals (Vernetzung nationaler Systeme)

  • 1. bis 30. Juni

    Vorlaufzeit: Einführung des Zertifikats durch die Mitgliedstaaten auf freiwilliger Basis – vorausgesetzt, es wurden alle technischen und rechtlichen Vorkehrungen zur Ausstellung und Überprüfung der Zertifikate getroffen.

  • Mitte Juni

    Überarbeitete Empfehlung des Rates zu Reisen innerhalb der EU

  • 1. Juli

    EU-weites Inkrafttreten des digitalen COVID-Zertifikats

  • 1. Juli bis 12. August

    Übergangszeit: Ist es einem Mitgliedstaat noch nicht möglich, das neue Zertifikat auszustellen, können andere Formate verwendet werden, die in anderen Mitgliedstaaten akzeptiert werden sollten.

Dokumente

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