Antwort

Wenn eine Person den Zugang zu ihren personenbezogenen Daten beantragt, muss Ihr Unternehmen/Ihre Organisation:

  • bestätigen, ob es/sie personenbezogene Daten, welche diese Person betreffen, verarbeitet oder nicht;
  • eine Kopie der personenbezogenen Daten, über die es/sie die Person betreffend verfügt, zur Verfügung stellen;
  • Informationen über die Verarbeitung (unter anderem Zwecke, Kategorien personenbezogener Daten, Empfänger usw.) zur Verfügung stellen.

Ihr Unternehmen/Ihre Organisation muss Personen unentgeltlich eine Kopie ihrer personenbezogenen Daten zur Verfügung stellen. Für weitere Kopien kann jedoch ein angemessenes Entgelt verlangt werden.

Die Ausübung des Auskunftsrechts ist eng mit der Ausübung des Rechts auf Datenübertragbarkeit verknüpft, das der Person ermöglicht, ihre Daten einer anderen Organisation zu übermitteln.

Es ist wichtig, dass in der Datenschutzerklärung Ihres Unternehmens/Ihrer Organisation eindeutig zwischen den beiden Rechten unterschieden wird. Daher müssen beide Rechte getrennt voneinander erwähnen werden.

Beispiel

Ihr Unternehmen/Ihre Organisation bietet im Internet einen sozialen Netzwerkdienst an, bei dem Personen Nachrichten und Bilder austauschen können. Ein Nutzer beantragt, Zugang zu seinen personenbezogenen Daten zu erhalten und zu prüfen, welche seiner personenbezogenen Daten von Ihrem Unternehmen/Ihrer Organisation verarbeitet werden. Ihr Unternehmen/Ihre Organisation muss bestätigen, dass es/sie personenbezogene Daten (wie Name, Kontaktdaten, ausgetauschte Nachrichten und Bilder) über den Nutzer verarbeitet, und eine Kopie zur Verfügung stellen. Ihr Unternehmen/Ihre Organisation muss ihm außerdem Informationen über die Verarbeitung bereitstellen – dies steht normalerweise in der Datenschutzerklärung Ihres sozialen Netzwerkdienstes.

Referenzen

  • Artikel 15 und Erwägungsgründe 63 und 64 der Datenschutz-Grundverordnung