Antwort

Sie haben ein Widerspruchsrecht gegen die Verarbeitung Sie betreffender personenbezogener Daten und können ein Unternehmen/eine Organisationen ersuchen, die Datenverarbeitung zu beenden, wenn diese aus folgenden Gründen erfolgt:

  • zum Zwecke der Direktwerbung;
  • zu wissenschaftlichen/historischen Forschungszwecken und zu statistischen Zwecken;
  • zu ihrem eigenen berechtigten Interesse oder bei einer Tätigkeit von öffentlichem Interesse/für eine Behörde.

Wenn Sie gegen Direktwerbung Widerspruch einlegen, muss das Unternehmen die Nutzung Ihrer personenbezogenen Daten beenden und Ihrem Ersuchen stattgeben, ohne ein Entgelt zu verlangen.

Ein Unternehmen/eine Organisation kann jedoch trotz Ihres Einspruchs die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten fortsetzen, wenn

  • bei der Verarbeitung zu wissenschaftlichen/historischen Forschungszwecken oder für statistische Zwecke die Verarbeitung zur Erfüllung einer im öffentlichen Interesse liegenden Aufgabe erforderlich ist;
  • im Falle der Datenverarbeitung auf Grundlage berechtigter Interessen oder zur Wahrnehmung einer Aufgabe, die im öffentlichen Interesse liegt/in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, nachweisbar ist, dass die zwingenden berechtigten Interessen Vorrang vor Ihren Interessen, Grundrechten und Grundfreiheiten haben. Hier ist eine Abwägung erforderlich.

Das Unternehmen/die Organisation muss Sie bei der ersten Kontaktaufnahme über Ihr Widerspruchsrecht informieren.

Beispiel

Sie haben bei einem Online-Ticketunternehmen zwei Karten für ein Konzert Ihrer Lieblingsband gekauft. Später werden Sie mit Werbung für Konzerte und Veranstaltungen per E-Mail überhäuft, an denen Sie kein Interesse haben. Sie informieren das Online-Ticketunternehmen, dass Sie keine weiteren Werbematerialien wünschen. Das Unternehmen muss die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten für Zwecke der Direktwerbung beenden, und Sie sollten kurz darauf keine weiteren E-Mails dieser Art erhalten. Dafür darf kein Entgelt verlangt werden.

Referenzen

  • Artikel 7, 12 und 21 und Erwägungsgründe 69 und 70 der Datenschutz-Grundverordnung