Einleitung

Absatzförderungsmaßnahmen für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der EU sollen neue Märkte für EU-Landwirtinnen und ‑Landwirte sowie die Lebensmittelindustrie allgemein erschließen und die bestehenden Unternehmen stärken.

In den Vorschriften für die Förderpolitik wird festgelegt, in welcher Form die EU-Finanzmittel – 142,5 Millionen Euro für 2017, 188,5 Mio. Euro für 2018 und 200 Mio. Euro für 2020 – für Informations- und Absatzförderungsmaßnahmen in EU-Mitgliedsländern und Ländern außerhalb der EU verwendet werden können.

Es gibt zwei Arten der Absatzförderung:

  • von europäischen Handels- oder Branchenverbänden organisierte und von der EU kofinanzierte Maßnahmen
  • von der EU selbst organisierte Maßnahmen, z. B. diplomatische Bemühungen des zuständigen Kommissionsmitglieds in Nicht-EU-Ländern zur Entwicklung des Agrarhandels, Beteiligung an Messen und Kommunikationskampagnen für EU-Agrarerzeugnisse

Wie funktioniert das?

Die Europäische Kommission definiert die strategischen Prioritäten für die Förderung von EU-Agrarerzeugnissen sowie die Finanzierungskriterien in einem Jahresarbeitsprogramm, das Erzeugnisse und deren mögliche Absatzmärkte auflistet.

Die Exekutivagentur für Verbraucher, Gesundheit, Landwirtschaft und Lebensmittel (CHAFEA) führt die Strategie im Namen der Kommission durch.

Ihre Aufgaben sind:

  • Veröffentlichung von Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen und Evaluierung dieser Vorschläge
  • Vergabe von Zuschüssen und Verwaltung von sogenannten Mehrländerprogrammen, an denen mindestens zwei Organisationen aus mindestens zwei EU-Ländern oder eine oder mehrere EU-Institutionen beteiligt sind
  • Organisation von Veranstaltungen und Kommunikationskampagnen innerhalb und außerhalb der EU

Nach einer Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen wählt die Europäische Kommission sogenannte Einzellandprogramme aus, an denen eine oder mehrere Organisationen desselben EU-Landes beteiligt sind. Diese Programme werden von der zuständigen Behörde des jeweiligen EU-Landes verwaltet.

Jahresarbeitsprogramm

Für die Kofinanzierung von Absatzförderungsprogrammen im Jahr 2017 hat die EU 133 Millionen Euro bereitgestellt. Weitere 9,5 Millionen Euro sind für direkt von der Kommission verwaltete Aktionen vorgesehen, z. B. EU-Stände auf Messen in Nicht-EU-Ländern oder diplomatische Missionen des zuständigen Kommissionsmitglieds.

Im Jahr 2017 soll vor allem Folgendes gefördert werden:

  • Erzeugnisse mit EU-Qualitätslabels
  • Erzeugnisse aus EU-Regionen in äußerster Randlage
  • ökologische/biologische Erzeugung

Finanzielle Unterstützung steht auch für Sektoren zur Verfügung, die sich in einer schwierigen Marktlage befinden, z. B. die Milchwirtschaft oder die Rinder- und Schweinezucht. Weitere 4,5 Millionen Euro sollen bei unerwarteten Krisen im Agrarlebensmittelsektor Abhilfe schaffen.

Im Jahr 2017 wurde ein weiterer Haushaltsposten von 15 Millionen Euro eingerichtet, um Absatzförderungsprogramme zu finanzieren, die ein Bewusstsein für nachhaltige Landwirtschaft und die Rolle dieses Wirtschaftszweigs in der EU-Klimapolitik schaffen sollen.

Jahresarbeitsprogramm 2017

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Jahresarbeitsprogramm 2016

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Visuelle Identität für EU-Absatzförderungskampagnen

Alle Empfänger von Finanzmitteln für die EU-Absatzförderung müssen dieselbe visuelle Identität verwenden: Enjoy! It's from Europe (in englischer Sprache).

Logo „Taste of Europe“

Weitere Informationen

Finanzierungsmöglichkeiten, Förderfähigkeit, rechtlicher Rahmen

Fragen und Antworten (FAQ)

Karten und Statistiken von Kampagnen

Lebenszyklen eines Absatzförderungsprogramms

Neue Absatzförderungsstrategie (Infografiken)