Übersicht

Die EU ist nach China der zweitgrößte Schweinefleischerzeuger der Welt und der größte Exporteur von Schweinefleisch und Schweinefleischerzeugnissen. Die wichtigsten Erzeugerländer der EU sind Deutschland, Spanien und Frankreich, auf die zusammen die Hälfte der Gesamtproduktion der EU entfällt. Die EU exportiert rund 13 % ihrer Gesamterzeugung. Die meisten Schweinefleischausfuhren der EU gehen nach Ostasien, insbesondere nach China.

Schweinefleisch fällt unter die gemeinsame Marktorganisation; es war nie Gegenstand von verbundenen Zahlungen oder Produktionsquoten. Nur in sehr wenigen Fällen wurden Systeme der privaten Lagerhaltung genutzt, um die Schweinemärkte in Krisenzeiten zu stabilisieren.

Rechtsgrundlagen

Die Rechtsgrundlagen für den Schweinefleischsektor in der EU sind Gegenstand der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 über die gemeinsame Marktorganisation und der Durchführungs- und delegierten Verordnungen der Europäischen Kommission über die private Lagerhaltung in Krisenzeiten:

Marktüberwachung

Ziel der Beobachtungsstelle für den Fleischmarkt ist es, die Transparenz im Rind-, Kalb- und Schweinefleischmarkt zu verbessern, indem aktuelle Marktdaten und kurzfristige Analysen zur Verfügung gestellt werden.

Die Europäische Kommission berichtet auf der monatlichen Sitzung des Ausschusses für die gemeinsame Organisation der Agrarmärkte über die Marktlage in der Schweinebranche. Die Trends zur wahrscheinlichen Entwicklung des Schweinefleischmarktes sind in den Kurzfrist- und Halbzeitberichten der Kommission zu finden.

Im Agrar- und Lebensmitteldatenportal werden Marktdaten zur Landwirtschaft der Mitgliedstaaten und der EU zusammengefasst, zum Beispiel zu Verarbeitung, Erzeugung, Handel und Zollkontingenten.

Weiterführende Informationen

Marktberichte

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Handel

Für aus Drittländern eingeführtes Schweinefleisch gelten Einfuhrzölle. Durch die Zölle des Gemeinsamen Zolltarifs wird gewährleistet, dass Schweinefleisch aus der EU auf dem Binnenmarkt mit Schweinefleisch aus Drittländern konkurrieren kann. Im Rahmen von internationalen und bilateralen Handelsabkommen gilt in der EU ein System von Einfuhrquoten, das spezifische Länderzuweisungen umfasst oder allen offensteht.

Weiterführende Informationen

Analyse des Handels mit Schweinefleisch

Erzeugerorganisationen und Branchenverbände

Schlachtkörperklassifizierung und Preismeldung

Das EU-weite System der Schlachtkörperklassifizierung und vergleichbarer Schweinepreise bildet die Grundlage für die objektive Einstufung von Schlachtkörpern in Schlachthöfen und eine gerechte Bezahlung der Erzeuger.

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Steuerung des Angebots an Schinken mit g. U./g. g. A.

Die Länder der Europäischen Union können unter bestimmten Bedingungen auf Antrag einer Erzeugerorganisation, eines Branchenverbands oder einer für die geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.) oder die geschützte geografische Angabe (g. g. A.) zuständigen Vereinigung Bestimmungen zur Steuerung des Angebots an Schinken mit g. U. oder g. g. A. anwenden.

Mit dieser Maßnahme soll der Mehrwert von Qualitätserzeugnissen mit einer g. U. oder g. g. A. sichergestellt werden.

Derzeit gilt diese Maßnahme für zwei Produkte:

Weiterführende Informationen

Qualitätsregelungen erklärt

Ausschüsse

Verschiedene Ausschüsse, die sich aus Regierungsvertreterinnen und -vertretern zusammensetzen und in denen ein/e Vertreter/in der Europäischen Kommission den Vorsitz führt, treten regelmäßig zusammen, damit die Kommission ihre Aufgabe wahrnehmen kann, Durchführungsrechtsakte unter der Kontrolle der EU-Mitgliedstaaten zu verabschieden.

Der Ausschuss für die gemeinsame Organisation der Agrarmärkte tritt regelmäßig zusammen, um über Themen wie die Entwicklung der Marktpreise, Erzeugung und Handel in der EU und in Drittländern zu diskutieren.

Die Gruppe für den zivilen Dialog und die Arbeitsgruppe zum Thema tierische Erzeugnisse unterstützen die Kommission dabei, einen regelmäßigen Dialog über alle Fragen im Zusammenhang mit Schweinefleisch zu führen.

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