Die EU-Verordnungen über elektronische Displays gelten für alle elektronischen Displays, einschließlich Fernsehgeräten, Computermonitoren und digitaler Signage-Displays. Sie gelten allerdings z. B. nicht für Bildschirme mit einer Fläche von weniger als 100 cm2, interaktive Whiteboards, Fotorahmen, medizinische Displays, Projektoren oder Industriedisplays.

Energielabel

Elektronische Displays wie Fernsehgeräte, Computermonitore und Signage-Displays sind mit einem Energielabel versehen und mit diesem in Energieeffizienzklassen auf einer Skala von A (höchste Effizienz) bis G (geringste Effizienz) eingeordnet. Dabei handelt es sich um eine neue, verbesserte Skala, bei der die Bildschirmfläche besser berücksichtigt wird. Die neuen Labels enthalten auch Angaben zur Effizienz des Produkts bei der Wiedergabe von Inhalten im HDR-Betrieb, da bei diesem unter Umständen doppelt so viel Energie verbraucht wird wie bei anderen Betriebsarten. Darüber hinaus werden auf dem Label die Bildschirmdiagonale und die Bildschirmauflösung angegeben, damit die Verbraucher ähnliche Displays besser vergleichen können.  

Rescaled energy label for displays

Die Europäische Produktdatenbank für die Energieverbrauchskennzeichnung (EPREL) enthält noch detailliertere Informationen über in der EU in Verkehr gebrachte Modelle. Auf diese Informationen kann durch Scannen des QR-Codes auf den neuen Energielabels zugegriffen werden. Die in der Produktdatenbank enthaltenen zusätzlichen Informationen betreffen z. B. den Verbrauch im Bereitschaftszustand (Standby-Modus), die verwendete Panel-Technologie, das Vorhandensein von Spracherkennung, automatischer Helligkeitsregelung und eines Anwesenheitssensors, oder die Mindestdauer der vom Lieferanten angebotenen Garantie.

Mit Wirkung vom 1. März 2021 wurde die Verordnung (EU) Nr. 1062/2010 durch die Verordnung (EU) 2019/2013 in Bezug auf die Energieverbrauchskennzeichnung elektronischer Displaysaufgehoben und ersetzt.

Ökodesign-Anforderungen

Die Ökodesign-Vorschriften für elektronische Displays sind für alle Hersteller und Importeure verbindlich, die ihre Produkte in der EU verkaufen möchten.

Mit Wirkung vom 1. März 2021 wurde die Verordnung (EG) Nr. 642/2009 durch die Verordnung (EU) 2019/2021 zur Festlegung von Ökodesign-Anforderungen an elektronische Displays aufgehoben und ersetzt.

Die Verordnung enthält neue, an die modernen Technologien angepasste Mindestanforderungen und Elemente zur Verbesserung der Reparierbarkeit. Verschleißanfällige Teile von Fernsehgeräten müssen den Verbrauchern und Reparateuren innerhalb von drei Wochen zur Verfügung gestellt werden, und zwar mindestens in einem Zeitraum von sieben Jahren ab dem Zeitpunkt, zu dem die Produktion des Modells eingestellt wurde. Dies gilt auch für Reparaturanleitungen und Software-Updates.

Mit der neuen Verordnung wird der höchstzulässige Stromverbrauch von Fernsehgeräten im Aus-Zustand und im Standby-Modus noch weiter verringert. Darüber hinaus muss bei Smart-TV-Geräten der sogenannte vernetzte Bereitschaftsbetrieb standardmäßig deaktiviert sein, damit leichter Energie gespart werden kann, wenn das Fernsehgerät nicht genutzt wird.

Energieeinsparungen

Die Anforderungen an die Energieverbrauchskennzeichnung und die Ökodesign-Anforderungen der EU werden bis 2030 zu Einsparungen von bis zu 39 TWh pro Jahr führen. Damit werden jährlich bis zu 13 Millionen Tonnen CO2 -Emissionen vermieden. Zusätzlich werden 84 Tausend Tonnen Kunststoffe pro Jahr recycelt, anstatt verbrannt zu werden.

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