Über diese Konsultation

20 Juli 2017 - 12 Oktober 2017
Politikbereiche
Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Öffentliche Gesundheit, Forschung und Innovation

Beiträge einsehen

Die Kommission behält sich vor, nach Ablauf des Konsultationszeitraums eine Zusammenfassung der eingegangenen Beiträge zu veröffentlichen. Auf dieser Webseite führt Sie ein Link zu den Ergebnissen der Konsultation.

Ergebnisse der Konsultation und nächste Schritte

Die Kommission behält sich das Recht zur Veröffentlichung aller Konsultationsbeiträge vor, es sei denn, deren Nichtveröffentlichung wurde im Abschnitt zu den allgemeinen Informationen des Fragebogens ausdrücklich gewünscht.

Eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse der Konsultation wird innerhalb eines Monats nach deren Abschluss auf dieser Seite veröffentlicht. Drei Wochen nach Ablauf des Konsultationszeitraums wird eine Zusammenfassung mit einer qualitativen Analyse aller Konsultationstätigkeiten erscheinen.

Sollten Ihre Antworten vertrauliche Informationen enthalten, übermitteln Sie uns bitte eine nichtvertrauliche Fassung.

Zielgruppe

  • Angehörige und Organisationen der Gesundheits- und Sozialberufe
  • Hersteller und Anbieter von Lösungen für die elektronische Gesundheitsfürsorge (Produkte und Dienstleistungen)
  • Betreiber und Nutzer digitaler Gesundheitsinstrumente
  • Datenmakler
  • Unternehmen für die Vermarktung datengestützter digitaler Produkte und Dienstleistungen für die Gesundheit
  • Öffentliche (nationale, regionale und lokale) Behörden
  • Organisierte Zivilgesellschaft
  • Forscher/-innen und Forschungseinrichtungen
  • Patientenorganisationen
  • Fachverbände (und Register) von Gesundheitsberufen
  • Anbieter von Gesundheits- und Sozialleistungen / kommunale Fürsorge
  • Entwickler im Bereich digitale Gesundheit, Pflege und Wohlbefinden
  • Krankenhäuser
  • Dienstleistungsindustrie und Sektor „Internet der Dinge“
  • Bürger/-innen

Ziel der Konsultation

Mit dieser Konsultation soll ermittelt werden, ob und welche Maßnahmen zur Förderung digitaler Innovationen erforderlich sind, um die Gesundheit der Menschen zu verbessern und systemische Herausforderungen für die Gesundheitssysteme anzugehen. Solche Maßnahmen müssen mit den Vorschriften über Datenschutz, Patientenrechte und elektronische Identifizierung im Einklang stehen.

Mit der Konsultation sollen Informationen eingeholt werden über:

  • Grenzüberschreitenden Zugang zu personenbezogenen Gesundheitsdaten sowie deren Übertragbarkeit
  • Gemeinsame Nutzung von Ressourcen (wissenschaftliche Forschungskompetenz, Datenkapazität und moderne digitale Infrastruktur) zur Beschleunigung von Forschung und Förderung von Prävention, Behandlung und personalisierter Medizin Im ersten Schritt geht es um drei Bereiche:
    • seltene und komplexe Erkrankungen zur Erleichterung des Wissenstransfers vom Labor zum klinischen Umfeld;
    • Vorsorge in Bezug auf Epidemien und EU-weite Identifikation von Infektionsrisiken binnen weniger Tage;
    • Verwendung aussagekräftiger Daten für Zwecke der Pharmakovigilanz und der Bewertung der Wirksamkeit von auf den Markt gebrachten Erzeugnissen.
  • Maßnahmen zur Gewährleistung einer umfassenden Einführung digitaler Innovationen im Hinblick auf eine stärker patientenorientierte und integrierte Gesundheitsversorgung, die Feedback und Interaktionen zwischen Patienten und Gesundheitsdienstleistern ermöglichen.

Hintergrund

Demografischer Wandel, Anstieg der Lebenserwartung, Zunahme chronischer Erkrankungen und das Wiederauftreten von Infektionskrankheiten – all dies sind große Herausforderungen für die Gesundheitsversorgung in Europa. In allen EU-Ländern sind die öffentlichen Ausgaben für Gesundheitsversorgung und Langzeitpflege in den vergangenen Jahrzehnten gestiegen. Die Kosten werden voraussichtlich weiter steigen, vor allem aufgrund der alternden Bevölkerung. 2015 machten die Ausgaben für das Gesundheitswesen 8,7 % des BIP in der EU aus. Sie könnten im Jahr 2060 bis auf 12,6 % des BIP anwachsen. Die dank der gestiegenen Lebenserwartung zusätzlichen Lebensjahre werden nicht unbedingt bei guter Gesundheit verbracht. De facto ist die Zahl der durchschnittlich zu erwartenden gesunden Lebensjahre (Healthy Life Years – HLY) in der EU der 28 zwischen 2010 und 2014 zurückgegangen.

In der Mitteilung der Kommission zu wirksamen, zugänglichen und belastbaren Gesundheitssystemen heißt es: „Damit die Mitgliedstaaten künftig in der Lage sein werden, eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für alle anzubieten, gilt es, die Belastbarkeit der Gesundheitssysteme [...] zu stärken. Und all dies muss bei gleichzeitiger Kosteneffizienz und finanzieller Tragfähigkeit erreicht werden.“

Digitale Technologien können kosteneffiziente Instrumente liefern, um den Übergang von einem Modell der krankenhausgestützten Gesundheitsversorgung zu einem patientenorientierten, integrierten Modell zu erleichtern, für einen besseren Zugang zur Gesundheitsversorgung sorgen und einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit der Gesundheitssysteme leisten.

In der Halbzeitprüfung des digitalen Binnenmarktes wird vorgeschlagen, dass die Kommission im Jahr 2017 eine Mitteilung annimmt, in der auf die Notwendigkeit und den Umfang weiterer Maßnahmen im Bereich der digitalen Gesundheitsversorgung und Pflege im Einklang mit den Rechtsvorschriften über den Schutz personenbezogener Daten sowie auf die Rechte von Patienten und die elektronische Identitätsfeststellung eingegangen und insbesondere Folgendes behandelt wird:

  • sicherer Zugang der Bürgerinnen und Bürger zu elektronischen Patientenakten und die Möglichkeit, diese grenzübergreifend auszutauschen
  • Unterstützung von Dateninfrastrukturen, um die Forschung, die Prävention von Krankheiten und einen personalisierten Ansatz bei der medizinischen Versorgung und Pflege in Schlüsselbereichen voranzubringen
  • Erleichterung von Rückmeldungen und Interaktionen zwischen Patienten und Gesundheitsdienstleistern, Verbesserung der Krankheitsprävention und Stärkung des Bewusstseins der Bürgerinnen und Bürger für ihre eigene Gesundheit.

So reichen Sie Ihren Beitrag ein

Sie können in jeder EU-Amtssprache antworten.

Es wird dringend empfohlen, für die Teilnahme an der Konsultation den Online-Fragebogen zu verwenden. Per E-Mail oder auf Papier eingehende Fragebögen werden nicht ausgewertet; hiervon ausgenommen sind die aufgrund der Zugänglichkeitsbedürfnisse von Menschen mit Sehbeeinträchtigung eingereichten Beiträge.

Nach dem Schlusstermin eingehende Beiträge können nicht mehr berücksichtigt werden.

Zugänglichkeit für Personen mit Behinderungen

Der Online-Fragebogen entspricht den in den Richtlinien für barrierefreie Webinhalte (Web Content Accessibility Guidelines – WCAG) genannten Standards.

Sie können Ihren Beitrag auch per E-Mail mit einer angehängten Datei in Word-, PDF- oder ODF-Format übermitteln.

Schutz personenbezogener Daten und Datenschutzerklärung

Referenzdokumente

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Zusätzliche Informationen

Nähere Informationen finden Sie in der Halbzeitüberprüfung für den digitalen Binnenmarkt:

Internetseiten der Europäischen Kommission zu den Themen elektronische Gesundheitsdienste, Wohlbefinden und Alterung sowie zur Politik auf dem Gebiet der elektronischen Gesundheitsdienste

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