Die Aufbau- und Resilienzfazilität

Die Aufbau- und Resilienzfazilität ist Teil eines umfassenden Krisenbewältigungsplans und hat zum Ziel, die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Corona-Pandemie abzufedern, die europäischen Volkswirtschaften und Gesellschaften nachhaltiger und widerstandsfähiger zu machen sowie besser auf die Herausforderungen und Chancen des ökologischen und digitalen Wandels vorzubereiten.

Readying Europe for the future – the Recovery and Resilience Facility

Die Fazilität ist ein befristetes Aufbauinstrument, mit dem die die Kommission Mittel mobilisieren und die Mitgliedstaaten bei Reformen und Investitionen unterstützen kann, die mit den Prioritäten der EU in Einklang stehen und erforderlich sind, um die in den einschlägigen länderspezifischen Empfehlungen im Rahmen des Europäischen Semesters ermittelten Herausforderungen anzugehen. Zu diesem Zweck werden über die Fazilität 723,8 Mrd. EUR (zu jeweiligen Preisen) bereitgestellt – 385,8 Mrd. EUR an Darlehen und 338 Mrd. EUR an Finanzhilfen.

Die Aufbau- und Resilienzfazilität trägt dazu bei, das EU-Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen und in der EU den digitalen Wandel einzuläuten; gleichzeitig sollen Arbeitsplätze geschaffen und das Wachstum angekurbelt werden.

„Doppeltes Ziel: Klimaneutralität und digitaler Wandel“ twin transtion

In den bisher genehmigten 22 Aufbau- und Resilienzplänen haben die Mitgliedstaaten fast 40 % ihrer geplanten Ausgaben Klimaschutzmaßnahmen und mehr als 26 % dem digitalen Wandel zugewiesen (s. Abbildung). Damit werden die vereinbarten Ziele von 37 % für den Klimaschutz und 20 % für digitale Ausgaben noch übertroffen.

Gemeinsames, koordiniertes Handeln auf EU-Ebene zahlt sich aus und hilft den Mitgliedstaaten mehr als einzelne nationale Ausgaben – nicht zuletzt aufgrund erheblicher länderübergreifender Spillover-Effekte.

Auswirkungen von NextGenerationEU auf das reale BIP der EU (bis 2024 in einem Szenario mit hoher Produktivität)

The effects of NextGenerationEU to the EU’s real GDP

Quantifying Spillovers of Next Generation EU Investment – Diskussionspapier Juli 2021

Die Fazilität gliedert sich in sechs Säulen: ökologischer Wandel, digitaler Wandel, wirtschaftlicher Zusammenhalt, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit, sozialer und territorialer Zusammenhalt, Gesundheit und wirtschaftliche, soziale und institutionelle Resilienz, Maßnahmen für die nächste Generation.

Die sechs Säulen der Aufbau- und Resilienzfazilität

Six pillars of the Recovery and Resilience Facility

Wie funktioniert die Fazilität?

Die Aufbau- und Resilienzfazilität ist am 19. Februar 2021 in Kraft getreten. Sie dient der Finanzierung von Reformen und Investitionen in den Mitgliedstaaten von Beginn der Pandemie im Februar 2020 bis zum 31. Dezember 2026. Zur Finanzierung von NextGenerationEU wird die Europäische Kommission im Namen der EU Mittel auf den Kapitalmärkten aufnehmen.

Um die Unterstützung aus der Fazilität in Anspruch nehmen zu können, müssen die Mitgliedstaaten der EU-Kommission zunächst nationale Aufbau- und Resilienzpläne vorlegen und darin die bis Ende 2026 umzusetzenden Reformen und Investitionen aufführen. Die Mitgliedstaaten können bis zu einem zuvor zugewiesenen Betrag Finanzmittel erhalten.

Jeder Plan sollte wirksame Lösungen für die im Rahmen des Europäischen Semesters ermittelten Herausforderungen vorschlagen, wobei den länderspezifischen Empfehlungen des Rates von 2019 und 2020 besondere Aufmerksamkeit gelten sollte. Er sollte auch vorsehen, dass der grüne und digitale Wandel vorangetrieben und die Volkswirtschaften und Gesellschaften der Mitgliedstaaten robuster aufgestellt werden.

Die Aufbau- und Resilienzfazilität ist leistungsbasiert. Bei Erreichen der vereinbarten Etappenziele und Zielwerte für die Verwirklichung der geplanten Reformen und Investitionen werden die Tranchen entsprechend ausgezahlt.

„Vom Plan zur Umsetzung. Die Aufbau- und Resilienzfazilität – wie funktioniert sie konkret?“

FROM PLANS TO IMPLEMENTATION

Fragen und Antworten zur Aufbau- und Resilienzfazilität

Die nationalen Aufbau- und Resilienzpläne

Die Flaggen leiten Sie zu den einzelnen Mitgliedstaaten. Unter den Links finden Sie alle wichtigen länderspezifischen Informationen: die Aufbau- und Resilienzpläne mit den wichtigsten Eckpunkten, die Rechtsakte zur Genehmigung der Pläne (sofern bereits geschehen) sowie das begleitende Pressematerial.

flag Austria Österreich

flag Belgium Belgien
flag Bulgaria Bulgarien
flag Croatia Kroatien
flag Cyprus Zypern
flag Czechia Tschechien
flag Denmark Dänemark
flag Estonia Estland
flag Finland Finnland
flag France Frankreich
flag Germany Deutschland
flag Greece Griechenland
flag Hungary Ungarn
flag Ireland Irland
flag Italy Italien
flag Latvia Lettland
Lithuania Litauen
flag Luxembourg Luxemburg
flag Malta Malta
flag Netherlands  Niederlande*
flag Poland Polen
flag Portugal Portugal
flag Romania Rumänien
flag Slovakia Slowakei
flag Slovenia Slowenien
flag Spain Spanien
flag Sweden Schweden

*Die Niederlande haben bislang keinen Aufbau- und Resilienzplan eingereicht.

Die Taskforce „Aufbau und Resilienz“

Im August 2020 hat die Europäische Kommission innerhalb ihres Generalsekretariats die Taskforce Aufbau und Resilienz (RECOVER) eingerichtet. In enger Zusammenarbeit mit der Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen der Kommission steuert RECOVER die Umsetzung der Aufbau- und Resilienzfazilität. Die Taskforce koordiniert zudem das Europäische Semester und untersteht direkt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Dokumente

Jahreswachstumsbericht 2022

Verordnung zur Einrichtung der Aufbau- und Resilienzfazilität

Leitlinien für die Mitgliedstaaten zu den Aufbau- und Resilienzplänen – Teil 1

Leitlinien für die Mitgliedstaaten zu den Aufbau- und Resilienzplänen – Teil 2

Anhang der Leitlinien für die Mitgliedstaaten zu den Aufbau- und Resilienzplänen Mustertabellen

Technische Leitlinien für die Anwendung des Grundsatzes der „Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen“

Schlussfolgerungen des Europäischen Rates zum Aufbauplan und zum Mehrjährigen Finanzrahmen 2021–2027

Länderspezifische Empfehlungen 2020

Länderspezifische Empfehlungen 2019

Informationen zu Aufbau- und Resilienzplänen für Parlament und Rat

Aktuelles

Pressemitteilung: EU-Kommission gibt dem Antrag Spaniens auf Auszahlung von 10 Mrd. EUR im Rahmen der Aufbau- und Resilienzfazilität vorläufig statt

Kommission stellt 1,8 Mrd. EUR als Vorfinanzierung in Rumänien bereit

Pressemitteilung: Bulgarien reicht offiziellen Aufbau- und Resilienzplan ein

Pressemitteilung: Pressemitteilung: Europäische Kommission zahlt 822,7 Millionen EUR als Vorfinanzierung an Slowenien

Pressemitteilung: Europäische Kommission billigt Aufbau- und Resilienzplan Estlands

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