Die Kapitalmarktunion im Überblick

Die Kapitalmarktunion ist ein Plan der Europäischen Kommission zur Mobilisierung von Kapital in Europa. Damit wird allen Unternehmen, die Mittel für Wachstum und Beschäftigung brauchen, Kapitalzugang eröffnet und Infrastrukturvorhaben das nötige Kapital zugeleitet.

Tiefere und stärker integrierte Kapitalmärkte

  • bieten größere Auswahl an günstigeren Finanzierungen für die Unternehmen
  • eröffnen neue Möglichkeiten für Sparer und Investoren
  • stärken die Stabilität des Finanzsystems

Die Schaffung eines echten Binnenmarkts für Kapital in der EU bis 2019 ist ein zentrales Element der von der Juncker-Kommission im November 2014 angekündigten Investitionsoffensive.

Zentrale Aspekte der Kapitalmarktunion

Herausforderungen

  • Investitionen sind in Europa weiterhin stark vom Bankensektor abhängig.
  • Zwischen den einzelnen EU-Ländern bestehen erhebliche Unterschiede bei den Finanzierungsbedingungen.
  • Für Finanzprodukte wie Verbriefungen oder private Anlagen bestehen unterschiedliche Bestimmungen und eine unterschiedliche Marktpraxis.
  • Aktionäre und Käufer von Unternehmensschuldverschreibungen bewegen sich bei ihren Investitionen nur selten über Landesgrenzen.
  • Für zahlreiche KMU ist der Zugang zu Finanzmitteln weiterhin schwierig.

Ziele

  • Ein stärker diversifiziertes Finanzsystem schaffen, das die Finanzierung über Banken um hoch entwickelte Kapitalmärkte ergänzt.
  • Europaweit inaktives Kapital freisetzen und in der Wirtschaft arbeiten lassen, damit Sparer aus mehr Investitionsformen wählen können und Unternehmen mehr Möglichkeiten der preisgünstigen Finanzierung haben.
  • Einen wirklichen EU-Binnenmarkt für Kapital schaffen, in dem Anleger problemlos grenzübergreifend investieren und Unternehmen sich unabhängig von ihrem Standort aus unterschiedlichsten Quellen finanzieren können.

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