Länderberichte

Die Berichte decken alle Bereiche von makroökonomischer oder sozialer Bedeutung ab und enthalten eine Bestandsaufnahme der haushaltspolitischen Lage der einzelnen Länder. Sie bewerten die Fortschritte jedes einzelnen Landes bei der Umsetzung der im Vorjahr vorgelegten Empfehlungen der EU.

Die wichtigsten Ergebnisse der einzelnen Berichte werden in einer Mitteilung zusammengefasst.

Eingehende Überprüfungen (nur für im Warnmechanismus-Bericht ausgewiesene Länder)
 

Bei der Überprüfung wird das Land auf – gegebenenfalls übermäßige – Ungleichgewichte untersucht. Ausschlaggebend sind folgende Faktoren:
Nachhaltigkeit der Zahlungsbilanz, Spareinlagen und Investitionen, effektive Wechselkurse, Exportmarktanteile, kostenabhängige und kostenunabhängige Wettbewerbsfähigkeit, Produktivität, Verschuldung des privaten und des öffentlichen Sektors, Wohnimmobilienpreise, Kreditflüsse, Finanzsysteme und Arbeitslosigkeit.

Die Ursachen und Risiken sind je nach Land unterschiedlich.

Bei der Überprüfung wird auch berücksichtigt, ob ein Land dem Euro-Währungsgebiet angehört und ob mit Auswirkungen auf den gesamten Euro-Raum zu rechnen ist.

Auf der Grundlage dieser Überprüfung schlägt die Kommission gegebenenfalls eine Änderung des Status des Landes im Verfahren bei einem makroökonomischen Ungleichgewicht vor.

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