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Europäischer Gedenktag für die Opfer des Terrorismus

Heute ist der 16. Europäische Gedenktag für die Opfer des Terrorismus. Bei der diesjährigen Gedenkveranstaltung unter dem Motto „Gemeinsam stärker werden“ kommen mehr als 100 Terrorismusopfer aus ganz Europa sowie deren Familien, Opferverbände, SchülerInnen, VertreterInnen von Notfalldiensten und hochrangige europäische PolitikerInnen zusammen, um gemeinsam ein Zeichen gegen Terrorismus zu setzen und alle EU-BürgerInnen zu ehren, die weltweit Opfer von Terrorismus geworden sind.

Die Veranstaltung, die zusammen mit dem französischen Gedenktag für die Opfer des Terrorismus in Paris stattfindet, soll eine Demonstration der Resilienz der Opfer und ihrer Familien sein. EU-Kommissar Reynders sowie VertreterInnen der EU und der Mitgliedstaaten werden Reden halten. Nach einer Schweigeminute werden Opfer terroristischer Gewalttaten über ihre persönlichen Erlebnisse sprechen. Außerdem werden interessante Opferinitiativen vorgestellt.

Der jährliche Gedenktag wurde in Erinnerung an die Bombenattentate in Madrid am 11. März 2004 ins Leben gerufen. An diesem Tag soll aller Menschen gedacht werden, die durch Terrorismus ihr Leben oder Angehörige verloren haben, unabhängig davon, ob die Terroranschläge innerhalb oder außerhalb der EU stattgefunden haben.

Die Anschläge von Madrid 2004 sind nur eine von vielen terroristischen Handlungen, bei denen Unschuldige Opfer extremistischer Ideologien wurden. Im letzten Jahr waren nach Terroranschlägen in europäischen Städten wie Halle, Kassel, London, Lyon, Paris und Utrecht sowie außerhalb der Europäischen Union unter EU-BürgerInnen Tote zu beklagen.

Weitere Artikel

Hier finden Sie weitere Informationen zur Rolle von Opfern bei der Prävention von Radikalisierung und gewaltbereitem Extremismus:

Hören Sie sich an, was Guillaume Denoix de Saint Marc, Gründer der französischen Vereinigung von Opfern terroristischer Gewalt (AfVT.org) zu sagen hat. Er arbeitet seit 30 Jahren in den Bereichen Terrorismus und Opfer des Terrorismus und erklärt, wie diese „ihrer Opferrolle entkommen“ können. 

Sehen Sie sich unser Gespräch mit Tomas Frága an, einem Überlebenden des Terroranschlags von Scharm El-Scheich im Jahr 2005. Er hat sich bewusst entschieden, sein Leben nicht durch die Ereignisse dieses Tages bestimmen zu lassen.