Vorsorge und Maßnahmen

Gemeinsame Beschaffung bei medizinischen Gegenmaßnahmen

Der Ausbruch der H1N1-Influenzapandemie verdeutlichte Unzulänglichkeiten hinsichtlich des gerechten Zugangs und der Kaufkraft der EU-Länder bei der Beschaffung von Impfstoffen und anderen Arzneimitteln gegen die Grippe. 2010 forderte der Rat die Kommission auf, im Hinblick auf künftige Pandemien dieGemeinsame Beschaffung von Impfstoffen vorzubereiten.

Bestimmungen für die gemeinsame Beschaffung medizinischer Gegenmaßnahmen sind in Artikel 5 des Beschlusses 1082/2013/EU zu schwerwiegenden grenzüberschreitenden Gesundheitsgefahren festgelegt. Die Vereinbarung über das gemeinsame Beschaffungsverfahren wurde am 10. April 2014 von der Kommission verabschiedet und bis September 2017 von 24 EU-Ländern unterzeichnet. Die Beschaffungsvereinbarung

  • legt die praktischen Vorkehrungen für dieses Verfahren fest,
  • bestimmt den Entscheidungsprozess hinsichtlich des Verfahrens,
  • organisiert die Bewertung der Angebote und die Vertragsvergabe.

Angemessene Vorbereitung

Ziel der gemeinsamen Beschaffung ist es, einen gerechteren Zugang zu bestimmten medizinischen Gegenmaßnahmen und eine bessere Versorgungssicherheit mit ausgewogener Preisgestaltung für die teilnehmenden Länder zu gewährleisten.

Um für den Ausbruch einer ernsten, grenzüberschreitenden Gesundheitsgefahr gerüstet zu sein, können die EU-Institutionen zusammen mit den Ländern, die sich der gemeinsamen Preisgestaltung angeschlossen haben, ein gemeinsames Beschaffungsverfahren für Folgendes einleiten:

  • Impfstoffe
  • antivirale Mittel
  • medizinische Gegenmaßnahmen für ernste, grenzüberschreitende Gesundheitsgefahren

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