Schwere und chronische Erkrankungen

Überblick

Nichtübertragbare Krankheiten, wie z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, chronische Atemwegserkrankungen und Diabetes, sind die Hauptursache für Invalidität, einen schlechten gesundheitlichen Zustand, gesundheitsbedingte Verrentung sowie vorzeitige Todesfälle in der EU, durch die erhebliche Kosten für Gesellschaft und Wirtschaft entstehen. Der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zufolge sterben jedes Jahr etwa 550 000 Menschen im arbeitsfähigen Alter in der EU an nichtübertragbaren Krankheiten. Diese Krankheiten sind eine der häufigsten Todesursachen in der EU und verursachen die meisten Ausgaben für die Gesundheitsversorgung, die sich in der EU auf jährlich 115 Milliarden Euro belaufen, was 0,8 % des BIP entspricht.

Integrierter Ansatz der EU

Im Bereich der nichtübertragbaren Krankheiten verfolgt die EU einen integrierten Ansatz, mit dem in erster Linie eine sektor- und politikfeldübergreifende Prävention und die Stärkung der Gesundheitssysteme angestrebt werden.

Die Europäische Kommission ist entschlossen, die EU-Mitgliedsländer bei ihren Bemühungen zur Erreichung der neun freiwilligen Ziele der Vereinten Nationen und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis 2025 sowie des Ziels 3.4 für nachhaltige Entwicklung zu unterstützen, mit dem die Frühsterblichkeit aufgrund von nichtübertragbaren Krankheiten bis 2030 um ein Drittel reduziert werden soll. Zudem sollen im selben Zeitraum psychische Gesundheit und Wohlbefinden gefördert werden.

Zur Unterstützung der Mitgliedländer bei der Erreichung der internationalen Ziele hat die Kommission eine Lenkungsgruppe zur Förderung der Gesundheit, Vorbeugung von Krankheiten und Eindämmung nichtübertragbarer Krankheiten (die Lenkungsgruppe für Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention bzw. SGPP) eingerichtet.

Zuvor hatte die Kommission bereits Überlegungen dazu angestellt, wie die Behandlung nichtübertragbarer Krankheiten und die Zusammenarbeit zwischen den EU-Ländern optimiert werden kann. Diese Überlegungen sind in einen Abschlussbericht eingeflossen.

Daten

Eurostat stellt statistische Daten über nichtübertragbare Krankheiten in der EU zusammen.

Fördermittel im Gesundheitsbereich

Hier erfahren Sie mehr über Fördermittel im Bereich der nichtübertragbaren Krankheiten.